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Schlagwort: Unterwegs Solo

Eikebrekka – Kvitlen & zurück

Eikebrekka – Kvitlen & zurück

Von gestern auf heute hatte ich wieder Freigang und es ging zum vermutlich letzten Mal in diesem Jahr auf Hüttentour. Diesmal nach Kvitlen, denn da war ausnahmsweise mal nicht alles voll und die Hütte stand schon den ganzen Sommer auf der Wunschliste.

Wieder ging es durchs gleiche Tal, aber diesmal vom anderen Ende und leider waren die wundervollen Herbstfarben vom letzten Mal schon vorbei, das war ein bisschen schade. Außerdem hatte es die ganze letzte Woche geregnet – wie man sich denken kann war das dem frommen Wunsch trockenen Fußes von A nach B zu kommen nicht gerade zuträglich;)

So stieg ich also eher wenig optimistisch ins Auto und stieg dann zu meinem großen Erstaunen bei wundervollstem Sonnenschein wieder aus. Da war die Nässe von unten nur noch halb so schlimm:) Also Sonne tanken und viele Pausen.

Nur die letzten 15 min vor der Hütte regnete es. Selbige ist direkt an einem Wasserfall gelegen und am Fluss gibt es immer mal wieder kleine Sandstrände. Ich kann also voll verstehen warum die im Sommer immer voll ist und habe gleich schonmal Zeltplätze gekundschaftet;) Ansonsten ist das eine von den modernen Hütten. Die mag ich persönlich nicht sooo gerne, weil ich die traditionellen einfach viel gemütlicher finde – auch wenn ein riesiges Panoramaglasfenster natürlich auch schick ist;)

Trotzdem war der Hauptraum riiiesig und hatte so nen Plastik-Noppenfußboden, das ist einfach nicht so schön wie Holz. Zu allem Überfluss wollten die drei Mädels die noch in der Hütte waren den großen und nicht den kleinen Raum heizen – ich merkte an, dass ich die Idee für weniger gut hielt, aber wurde überstimmt. Am nächsten Morgen zur Abreise war es dann auch warm…. 😀 Ich verzog mich einfach schon um 8 aus der eisigen Stube in mein gemütliches Zimmer unter zwei Bettdecken und hatte es so auch schon vorher schön warm;) Und Coronakonform wars auch! Brrr…

Am nächsten Morgen dann Hüttenputz (ein klarer Grund fürs Zelt – die Liste für das coronakonforme Abwaschen ist alleine schon eine halbe Seite lang. Aus diesem Grund gab es diesmal 5 Minutenterrine – dann muss man statt stundenlangem Abwaschen nur den Griff vom Wasserkessel desinfizieren – muahahahaha!! Schnippchen geschlagen!*irrekicher*) und dann gings im düsterigen Novembernieselwetter den Weg das Moor entlang zurück zum Auto. Sehr unspektakulärer und nasser Rückweg, aber sonst sehr schön!)

Lindøy

Lindøy

Heute war ich auch ganz spontan und zur Feier des schönen Wetters nochmal ein bisschen unterwegs und habe dabei festgestellt, dass die zur Stadt gehörenden Schäreninseln offenbar zu den mit öffentlichen Verkehrsmitteln am einfachsten erreichbaren Frilufts-Bereichen hier in der Gegend gehören. Wer hätte das gedacht – fix mit dem Rad in die Stadt und in 15 Minuten ist man mit der Fähre da! Also habe ich heute mal Lindøy besucht, denn die hat Wanderwege und sah auf der Karte sehr bewaldet aus. All die zahlreichen Senioren auf meiner Fähre (auf der man übrigens sehr Coronatauglich draußen sitzen kann;)) stiegen auf Langøy aus und somit hatte ich die Insel ganz für mich alleine. Die ist allerdings auch sehr überschaubar und in der Zeit zwischen zwei Fährabfahrten ( 2h) kann man sie auch zweimal umrunden. Im Sommer kommen wir hier aber definitiv mal zum Angeln, Krabben fangen und am Wasser spielen her, das ist nämlich alles sehr hübsch hergerichtet dort.

So war es einfach nur sehr ruhig und still und friedlich.

Skredå – Støle – Skredå

Skredå – Støle – Skredå

Meine erste Übernachtungstour alleine! Wenn ich Freitag morgens losfahre und Samstag zurückkomme muss der Heldenmann nur 26 h aufs Kind aufpassen und man ist trotzdem so richtig vollkommen weg von allem. Da muss man also fast gar kein schlechtes Gewissen haben finde ich 😀 Vielleicht mache ich das jetzt einfach öfter!

Momentan muss man ja Coronabedingt alle Fjellhütten vorbuchen und somit hatte ich schon vor einiger Zeit einen Platz in Støle gebucht, denn alles andere was ich mir so ausgeguckt hatte war schon voll. Eigentlich war ich dann noch die ganze Woche unsicher ob ich fahren soll, weil ich noch nicht 100% wieder fit war und Yr außerdem grauenhaftes Wetter vorausgesagt hatte, aber zum Glück bin ich dann doch noch gefahren 🙂

Der Weg von Skredå nach Støle geht zunächst eine halbe Stunde an einem ziemlich hässlichen Schotterweg entlang und auch wenn sich die Ausschilderer sehr viel Mühe gegeben haben möglichst weit davon wegzubleiben, waren sie aufgrund der begrenzten Talbreite nur mäßig erfolgreich. Dann wird es aber schöner und die nächsten 3.5 h geht es an verschiedenen Bächen und Flüssen entlang durch die Täler.

Aussicht gibt es hier nicht so viel, dafür aber Bäume die ganz wundervoll herbstlich bunt waren:) Und kostenlos dazu noch reichlich Moor, da bleibt kein Fuß trocken! Zum Glück war aber Hütte und kein Zelt angesagt und somit war das alles halb so wild.

Gut getarnte Hütte;)

In der Hütte waren wir dann auch nur zu dritt, so dass jeder sein eigenes Zimmer haben konnte. Keine Ahnung wie die das bei großen, vollen Hütten machen… Und obwohl die beiden Herrschaften ganz nett waren wurde es doch erst richtig gemütlich als sie dann (zum Glück früh) im Bett verschwanden:)

Leider standen sie dann allerdings auch um 6 wieder auf… Hat doch auch Vorteile so ein Zelt;)

Entgegen aller Vorhersagen gab es Nachts keinen sinnflutartigen Regen und vom Sturm war auch nicht viel zu merken. Statt dessen gab es morgens strahlenden Sonnenschein und tolle Herbstluft und der Weg zurück war richtig toll. Ein Glück, dass ich doch losgegangen bin:)

Maudlandsområdet

Maudlandsområdet

Nachdem wir hier ja schon auf einigen parkplatznahen Bergen waren, wollte ich mir nochmal die etwas entfernteren Ecken anschauen. Auf Berg hatte ich auch keine Lust, also bin ich einfach 4 Stunden im Wald herumgelaufen. Dabei fleissig potentielle Zeltplätze gesucht und einen sehr belebten See gefunden. Wenn man sich dort auf die warmen Steine am Ufer legte und die Augen zumachte, kam man sich vor wie auf der Insektenautobahn, so sehr summte es dort. Ausserdem sprang alle paar Sekunden irgendwo ein Fisch aus dem Wasser, das war sehr cool zu beobachten.

Danach ging es dann weiter über zwei Pfade, die irgendein Liebhaber der Gegend in OSM sogar mit Namen versehen hatte. Die sahen in guten Augenblicken etwa so aus

und waren in schlechten gänzlich unsichtbar;) Gut, dass man ein GPS am Telefon hat! Somit dauerte aber alles etwas länger und ich kam ausgiebig mit Sumpfgebieten und Kuhzäunen in Konflikt. Aber irgendwann war ich dann doch wieder am Auto… Merke: Nur weil ein Weg einen Namen hat ist es noch lange kein Weg;)

Flørli #3

Flørli #3

Man merkt, dass man schon länger wo wohnt, wenn sich die Ausflüge wiederholen… Freitag stand (trotz Regen und Gewitter bei der Abfahrt) noch einmal der Lysefjord auf dem Programm, denn der ist einfach bei jedem Wettwr schön! Es hörte auch zeitweise auf zu regnen und war dann einfach nur noch unfassbar windig. Trotzdem hab ich die Gelegenheit ohne Kind mal ausgenutzt und die ganze Fährfahrt draussen verbracht:) In Flørli tut sich einiges und seit letztem Jahr sind noch mehr ausgewiesene Wanderungen dazu gekommen. Der Heldenschwesterfreund und ich entschieden uns für die Wanderung zum Flørlineset. Da ging es ordentlich bergauf und gerade mit (den leider dann doch notwendigen) Regensachen war es eine schweisstreibende Angelegenheit. Dafür war es aber auch sehr schön, zum Abschluss gabs noch Fischsuppe im Café und dann ganz durchgepustet und zufrieden wieder zurück.

Auf dem Rückweg sammelten wir dann noch zwei deutsche Studenten auf, die wegen Knieproblemen die Lysefjorden Rundwanderung abgebrochen hatten. Bei den aktuellen Wetterverhältnissen ggf nicht die dümmste Idee;) Die hatten sich irgendwie mit der Fähre vertan und wären dann am Ende der Welt (Lauvvik) hängen geblieben, also haben wir die noch nach Stavanger zum Campingplatz gebracht. Die gute Tat des Tages:)

Preikestolen #2

Preikestolen #2

Seit Dienstag ist die mittlere Heldenschwester samt Freund zu Besuch und deshalb stand am Mittwoch (dem letzten halbwegs regenfreien Tag) noch einmal der Preikestolen auf dem Programm. Diesmal war es deutlich voller und somit ging es in Kolonne nach oben. Die Heldenschwester ist sonst eher nicht so bergaffin, aber „muss man gesehen haben“ war ausreichend Grund und somit schlug sie sich wacker und oben waren wir dann alle entsprechend stolz und euphorisch. Und die Aussicht ist auch mit vielen Leuten noch toll. Neue Erfahrungen: Zum ersten Mal gesittet in der Selfieschlange angestanden;)

Ich komme also nochmal wenn wieder Kreuzfahrtschiffe fahren und gucke wie lang sie dann ist;)
22.07.2020 – Frafjordheiene Tag 2

22.07.2020 – Frafjordheiene Tag 2

Neuer Tag, neues Wetter:) Erstaunlicherweise habe ich hervorragend geschlafen, nachdem ich mich um den Stein herumsortiert hatte. Und nachdem es nachts noch ganz schön geschüttet hatte, war jetzt deutlich besseres Wetter. Aus dem Schlafsack zu kommen war trotzdem nicht einfach (die Buchempfehlung auf des Heldenmannes Kindle titelte dazu passend: „Der Moment bevor du stirbst!“. Da mussten wir etwas lachen). Dann gab es aber lecker Haferbrei und warme Pfannenbrotfladen (mjam!) und danach kam sogar die Sonne raus:)

Unser Zeltplatz – nicht im Bild: das Schneefeld daneben;)

Aufgrund der Planänderung von gestern Abend hatten wir jetzt nicht mehr so viel Weg und deshalb konnten wir ganz gemütlich laufen und eine lange Mittagspause machen. Der Weg war viel einfacher zu gehen als der gestern und alles war ganz wunderbar:)

Noch nicht so ganz Sommer da oben;)

Am Ende mussten wir dann zwar nochmal 9 km die Straße lang laufen (was wir bei unserer Planänderung nicht bedacht hatten: Trampen in Zeiten von Corona ist natürlich nicht so der Renner…tüdelü!), aber die war nicht soooo stark befahren und die Gegend auch dort sehr schön. Nu sind wir aber doch ein klein wenig müde. Schön wars!

21.07.2020 – Frafjordheiene Tag 1

21.07.2020 – Frafjordheiene Tag 1

Heute sollte es ins Hochfjell gehen, da kommen wir sonst nicht so oft hin. Die Wahl fiel auf die Ecke Blåfjellenden – Sandvatn, da kann man so ne Art Rundtour gehen, denn ich mag nix doppelt gehen. Der Heldenmann lacht mich immer ein bisschen aus deshalb, aber der hat dafür andere Macken;) Um 11:30 waren wir da und bei anfänglich Sonne und 10 ° ging es los.

Leider wollte uns das Wetter nur reinlegen und nach kurzer Zeit kam Schauer Nr.1 und es wehte auch ein sehr frischer Wind. Trotzdem war es sehr schön:) Gegen Abend wurde es dann allerdings richtig, richtig viel Wind und als es dann noch zu graupeln anfing, wurde uns klar, dass die geplante Tour eher nicht stressfrei schaffbar war. Priorität hatte dann doch der halbwegs windgeschützte Zeltplatz. Das Suchen machte nicht so super Spaß, aber jetzt stehen wir halbwegs geschützt an einem sehr hübschen See und der Heldenmann hat mich lecker mit Nudelsuppe und Griesbrei bekocht:) Die Stelle ist sogar fast gar nicht schief, die meisten Steine liessen sich wegräumen und wenn ich im Schlafsack ne Fleecejacke anhabe ist mir fast gar nicht kalt:D Jetzt muss nur noch das frisch geflickte Zelt dicht halten… Warum genau macht man nochmal dieses Hobby? Achja, genau: Weil es sich verrückterweise trotz allem total toll anfühlt;) Und der Bach rauscht so schön neben dem Zelt!

Nordsjøruta: Klepp – Brusand

Nordsjøruta: Klepp – Brusand

Es war sehr warm und auf dem Rad gibt es Fahrtwind, also mal ne längere Radtour:) Bei uns geht die Nordsjøruta quasi direkt vorbei, da ich aber das erste Stück schon kenne, bin ich mit dem Zug nach Klepp gefahren und dann von dort los.

Der erste Strand auf der Strecke: Ørrestranden

Der Weg gibt sich große Mühe nicht an der Landstraße langzuführen. Im Führungszeugnis würde das auch genauso stehen „hat sich stets bemüht“. Deswegen machte er fröhlich Schleifen durch die Landschaft und führte dabei mal an der Meereseite und mal an der Landseite längs und selbiges auch gerne mal auf Trampelpfaden und durch eine mir bisher noch unbekannte Sorte Kuhgatterverschlusstüren ging es auch. Wieder was gelernt;)

Das wurde dann auch wieder ein Radweg:)

Ein paar Highlights gab es, ansonsten kann die Küstenlandschaft hier leider nicht mit z.b. dem Ostseeküstenradweg o.ä. mithalten. Ziemlich oft sah es eher so aus:

Kuhweide an Schotterweg;)

Nach knapp 50 km kam ich am Ziel für den Tag an und auch wenn ich mal wieder Fotos vergessen habe: Der Strand in Brusand ist echt schick. Da will ich mal mit dem Heldenkind zelten und dann in dem flachen Wasserbecken mit Klettersteinen drumrum schwimmen gehen (welches man hier nicht sieht;)). Das war sehr schön da!

Der Hauptstrand in Brusand. Da hörte jm Musik, deshalb hab ich zum Glück nochmal um die Ecke geguckt:)

Ich glaube das nächste Wegstück ist schöner, aber auch hügeliger…. einen Tod muss man sterben;)

Preikestolen

Preikestolen

Nicht gedacht, dass ich das mal schreibe, denn eigentlich wollte ich den Preikestolen gepflegt ignorieren und den anderen 300 000 Touristen (Sommerhalbjahr 2019) überlassen. Letzten Juni waren es durchschnittlich 2000 am Tag… Aaber gestern war der Heldenmann oben und berichtete, dass es sehr leer und wirklich total schön sei und somit gab ich dem Ganzen heute doch mal eine Chance. Und was soll ich sagen:

Das ist schon recht beeindruckend da oben! Aber während der Heldenmann gestern noch Fotos vom leeren Felsen machte, war es mir heute gefühlt da oben eigentlich doch schon zu voll. Zum Glück kann man sich da einfach eine ruhige Ecke suchen, wo man Ruhe hat und die Aussicht genauso schön ist;)

Und die andere Richtung…

Der Weg hoch ist recht steil und gar nicht so ganz ohne. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie verzweifelte Guides da jeden Tag ihre beflippfloppten Kreuzfahrttouristen hochscheuchen und finde diese Berufsoption nun doch deutlich weniger ansprechend als vorher;) Sonst ist der Weg aber tatsächlich sehr schön, mit Wald und Moor und Seen und allerlei schönen Aussichten.

Auf dem Weg lag noch Schnee:)

Ich war aber froh, dass ich „schon“ um 12 oben war, denn auf dem Rückweg kamen mir gefühlt hunderte von Leuten entgegen. Dabei war von den beiden Parkplätzen der Kleinere noch nicht mal annähernd voll….

Unten am See gibt es eine kleine Hütte, die man zumindest letztes Jahr noch mieten konnte. Ich hab mich ein bisschen verliebt:

Mit eigenem Sandstrand, Bach und Ruderboot und dieser Aussicht aus dem Fenster:

Das Heldenkind würde es lieben dort! Einziger Nachteil: evtl. ist sie etwas zu dicht an den Tourimassen. Na, mal gucken ob man dieses Jahr überhaupt nochmal irgendwann irgendwas mieten kann…