Durchsuchen nach
Schlagwort: Unterwegs Solo

Lindøy

Lindøy

Heute war ich auch ganz spontan und zur Feier des schönen Wetters nochmal ein bisschen unterwegs und habe dabei festgestellt, dass die zur Stadt gehörenden Schäreninseln offenbar zu den mit öffentlichen Verkehrsmitteln am einfachsten erreichbaren Frilufts-Bereichen hier in der Gegend gehören. Wer hätte das gedacht – fix mit dem Rad in die Stadt und in 15 Minuten ist man mit der Fähre da! Also habe ich heute mal Lindøy besucht, denn die hat Wanderwege und sah auf der Karte sehr bewaldet aus. All die zahlreichen Senioren auf meiner Fähre (auf der man übrigens sehr Coronatauglich draußen sitzen kann;)) stiegen auf Langøy aus und somit hatte ich die Insel ganz für mich alleine. Die ist allerdings auch sehr überschaubar und in der Zeit zwischen zwei Fährabfahrten ( 2h) kann man sie auch zweimal umrunden. Im Sommer kommen wir hier aber definitiv mal zum Angeln, Krabben fangen und am Wasser spielen her, das ist nämlich alles sehr hübsch hergerichtet dort.

So war es einfach nur sehr ruhig und still und friedlich.

Skredå – Støle – Skredå

Skredå – Støle – Skredå

Meine erste Übernachtungstour alleine! Wenn ich Freitag morgens losfahre und Samstag zurückkomme muss der Heldenmann nur 26 h aufs Kind aufpassen und man ist trotzdem so richtig vollkommen weg von allem. Da muss man also fast gar kein schlechtes Gewissen haben finde ich 😀 Vielleicht mache ich das jetzt einfach öfter!

Momentan muss man ja Coronabedingt alle Fjellhütten vorbuchen und somit hatte ich schon vor einiger Zeit einen Platz in Støle gebucht, denn alles andere was ich mir so ausgeguckt hatte war schon voll. Eigentlich war ich dann noch die ganze Woche unsicher ob ich fahren soll, weil ich noch nicht 100% wieder fit war und Yr außerdem grauenhaftes Wetter vorausgesagt hatte, aber zum Glück bin ich dann doch noch gefahren 🙂

Der Weg von Skredå nach Støle geht zunächst eine halbe Stunde an einem ziemlich hässlichen Schotterweg entlang und auch wenn sich die Ausschilderer sehr viel Mühe gegeben haben möglichst weit davon wegzubleiben, waren sie aufgrund der begrenzten Talbreite nur mäßig erfolgreich. Dann wird es aber schöner und die nächsten 3.5 h geht es an verschiedenen Bächen und Flüssen entlang durch die Täler.

Aussicht gibt es hier nicht so viel, dafür aber Bäume die ganz wundervoll herbstlich bunt waren:) Und kostenlos dazu noch reichlich Moor, da bleibt kein Fuß trocken! Zum Glück war aber Hütte und kein Zelt angesagt und somit war das alles halb so wild.

Gut getarnte Hütte;)

In der Hütte waren wir dann auch nur zu dritt, so dass jeder sein eigenes Zimmer haben konnte. Keine Ahnung wie die das bei großen, vollen Hütten machen… Und obwohl die beiden Herrschaften ganz nett waren wurde es doch erst richtig gemütlich als sie dann (zum Glück früh) im Bett verschwanden:)

Leider standen sie dann allerdings auch um 6 wieder auf… Hat doch auch Vorteile so ein Zelt;)

Entgegen aller Vorhersagen gab es Nachts keinen sinnflutartigen Regen und vom Sturm war auch nicht viel zu merken. Statt dessen gab es morgens strahlenden Sonnenschein und tolle Herbstluft und der Weg zurück war richtig toll. Ein Glück, dass ich doch losgegangen bin:)

Maudlandsområdet

Maudlandsområdet

Nachdem wir hier ja schon auf einigen parkplatznahen Bergen waren, wollte ich mir nochmal die etwas entfernteren Ecken anschauen. Auf Berg hatte ich auch keine Lust, also bin ich einfach 4 Stunden im Wald herumgelaufen. Dabei fleissig potentielle Zeltplätze gesucht und einen sehr belebten See gefunden. Wenn man sich dort auf die warmen Steine am Ufer legte und die Augen zumachte, kam man sich vor wie auf der Insektenautobahn, so sehr summte es dort. Ausserdem sprang alle paar Sekunden irgendwo ein Fisch aus dem Wasser, das war sehr cool zu beobachten.

Danach ging es dann weiter über zwei Pfade, die irgendein Liebhaber der Gegend in OSM sogar mit Namen versehen hatte. Die sahen in guten Augenblicken etwa so aus

und waren in schlechten gänzlich unsichtbar;) Gut, dass man ein GPS am Telefon hat! Somit dauerte aber alles etwas länger und ich kam ausgiebig mit Sumpfgebieten und Kuhzäunen in Konflikt. Aber irgendwann war ich dann doch wieder am Auto… Merke: Nur weil ein Weg einen Namen hat ist es noch lange kein Weg;)

Flørli #3

Flørli #3

Man merkt, dass man schon länger wo wohnt, wenn sich die Ausflüge wiederholen… Freitag stand (trotz Regen und Gewitter bei der Abfahrt) noch einmal der Lysefjord auf dem Programm, denn der ist einfach bei jedem Wettwr schön! Es hörte auch zeitweise auf zu regnen und war dann einfach nur noch unfassbar windig. Trotzdem hab ich die Gelegenheit ohne Kind mal ausgenutzt und die ganze Fährfahrt draussen verbracht:) In Flørli tut sich einiges und seit letztem Jahr sind noch mehr ausgewiesene Wanderungen dazu gekommen. Der Heldenschwesterfreund und ich entschieden uns für die Wanderung zum Flørlineset. Da ging es ordentlich bergauf und gerade mit (den leider dann doch notwendigen) Regensachen war es eine schweisstreibende Angelegenheit. Dafür war es aber auch sehr schön, zum Abschluss gabs noch Fischsuppe im Café und dann ganz durchgepustet und zufrieden wieder zurück.

Auf dem Rückweg sammelten wir dann noch zwei deutsche Studenten auf, die wegen Knieproblemen die Lysefjorden Rundwanderung abgebrochen hatten. Bei den aktuellen Wetterverhältnissen ggf nicht die dümmste Idee;) Die hatten sich irgendwie mit der Fähre vertan und wären dann am Ende der Welt (Lauvvik) hängen geblieben, also haben wir die noch nach Stavanger zum Campingplatz gebracht. Die gute Tat des Tages:)

Preikestolen #2

Preikestolen #2

Seit Dienstag ist die mittlere Heldenschwester samt Freund zu Besuch und deshalb stand am Mittwoch (dem letzten halbwegs regenfreien Tag) noch einmal der Preikestolen auf dem Programm. Diesmal war es deutlich voller und somit ging es in Kolonne nach oben. Die Heldenschwester ist sonst eher nicht so bergaffin, aber „muss man gesehen haben“ war ausreichend Grund und somit schlug sie sich wacker und oben waren wir dann alle entsprechend stolz und euphorisch. Und die Aussicht ist auch mit vielen Leuten noch toll. Neue Erfahrungen: Zum ersten Mal gesittet in der Selfieschlange angestanden;)

Ich komme also nochmal wenn wieder Kreuzfahrtschiffe fahren und gucke wie lang sie dann ist;)
22.07.2020 – Frafjordheiene Tag 2

22.07.2020 – Frafjordheiene Tag 2

Neuer Tag, neues Wetter:) Erstaunlicherweise habe ich hervorragend geschlafen, nachdem ich mich um den Stein herumsortiert hatte. Und nachdem es nachts noch ganz schön geschüttet hatte, war jetzt deutlich besseres Wetter. Aus dem Schlafsack zu kommen war trotzdem nicht einfach (die Buchempfehlung auf des Heldenmannes Kindle titelte dazu passend: „Der Moment bevor du stirbst!“. Da mussten wir etwas lachen). Dann gab es aber lecker Haferbrei und warme Pfannenbrotfladen (mjam!) und danach kam sogar die Sonne raus:)

Unser Zeltplatz – nicht im Bild: das Schneefeld daneben;)

Aufgrund der Planänderung von gestern Abend hatten wir jetzt nicht mehr so viel Weg und deshalb konnten wir ganz gemütlich laufen und eine lange Mittagspause machen. Der Weg war viel einfacher zu gehen als der gestern und alles war ganz wunderbar:)

Noch nicht so ganz Sommer da oben;)

Am Ende mussten wir dann zwar nochmal 9 km die Straße lang laufen (was wir bei unserer Planänderung nicht bedacht hatten: Trampen in Zeiten von Corona ist natürlich nicht so der Renner…tüdelü!), aber die war nicht soooo stark befahren und die Gegend auch dort sehr schön. Nu sind wir aber doch ein klein wenig müde. Schön wars!

21.07.2020 – Frafjordheiene Tag 1

21.07.2020 – Frafjordheiene Tag 1

Heute sollte es ins Hochfjell gehen, da kommen wir sonst nicht so oft hin. Die Wahl fiel auf die Ecke Blåfjellenden – Sandvatn, da kann man so ne Art Rundtour gehen, denn ich mag nix doppelt gehen. Der Heldenmann lacht mich immer ein bisschen aus deshalb, aber der hat dafür andere Macken;) Um 11:30 waren wir da und bei anfänglich Sonne und 10 ° ging es los.

Leider wollte uns das Wetter nur reinlegen und nach kurzer Zeit kam Schauer Nr.1 und es wehte auch ein sehr frischer Wind. Trotzdem war es sehr schön:) Gegen Abend wurde es dann allerdings richtig, richtig viel Wind und als es dann noch zu graupeln anfing, wurde uns klar, dass die geplante Tour eher nicht stressfrei schaffbar war. Priorität hatte dann doch der halbwegs windgeschützte Zeltplatz. Das Suchen machte nicht so super Spaß, aber jetzt stehen wir halbwegs geschützt an einem sehr hübschen See und der Heldenmann hat mich lecker mit Nudelsuppe und Griesbrei bekocht:) Die Stelle ist sogar fast gar nicht schief, die meisten Steine liessen sich wegräumen und wenn ich im Schlafsack ne Fleecejacke anhabe ist mir fast gar nicht kalt:D Jetzt muss nur noch das frisch geflickte Zelt dicht halten… Warum genau macht man nochmal dieses Hobby? Achja, genau: Weil es sich verrückterweise trotz allem total toll anfühlt;) Und der Bach rauscht so schön neben dem Zelt!

Nordsjøruta: Klepp – Brusand

Nordsjøruta: Klepp – Brusand

Es war sehr warm und auf dem Rad gibt es Fahrtwind, also mal ne längere Radtour:) Bei uns geht die Nordsjøruta quasi direkt vorbei, da ich aber das erste Stück schon kenne, bin ich mit dem Zug nach Klepp gefahren und dann von dort los.

Der erste Strand auf der Strecke: Ørrestranden

Der Weg gibt sich große Mühe nicht an der Landstraße langzuführen. Im Führungszeugnis würde das auch genauso stehen „hat sich stets bemüht“. Deswegen machte er fröhlich Schleifen durch die Landschaft und führte dabei mal an der Meereseite und mal an der Landseite längs und selbiges auch gerne mal auf Trampelpfaden und durch eine mir bisher noch unbekannte Sorte Kuhgatterverschlusstüren ging es auch. Wieder was gelernt;)

Das wurde dann auch wieder ein Radweg:)

Ein paar Highlights gab es, ansonsten kann die Küstenlandschaft hier leider nicht mit z.b. dem Ostseeküstenradweg o.ä. mithalten. Ziemlich oft sah es eher so aus:

Kuhweide an Schotterweg;)

Nach knapp 50 km kam ich am Ziel für den Tag an und auch wenn ich mal wieder Fotos vergessen habe: Der Strand in Brusand ist echt schick. Da will ich mal mit dem Heldenkind zelten und dann in dem flachen Wasserbecken mit Klettersteinen drumrum schwimmen gehen (welches man hier nicht sieht;)). Das war sehr schön da!

Der Hauptstrand in Brusand. Da hörte jm Musik, deshalb hab ich zum Glück nochmal um die Ecke geguckt:)

Ich glaube das nächste Wegstück ist schöner, aber auch hügeliger…. einen Tod muss man sterben;)

Preikestolen

Preikestolen

Nicht gedacht, dass ich das mal schreibe, denn eigentlich wollte ich den Preikestolen gepflegt ignorieren und den anderen 300 000 Touristen (Sommerhalbjahr 2019) überlassen. Letzten Juni waren es durchschnittlich 2000 am Tag… Aaber gestern war der Heldenmann oben und berichtete, dass es sehr leer und wirklich total schön sei und somit gab ich dem Ganzen heute doch mal eine Chance. Und was soll ich sagen:

Das ist schon recht beeindruckend da oben! Aber während der Heldenmann gestern noch Fotos vom leeren Felsen machte, war es mir heute gefühlt da oben eigentlich doch schon zu voll. Zum Glück kann man sich da einfach eine ruhige Ecke suchen, wo man Ruhe hat und die Aussicht genauso schön ist;)

Und die andere Richtung…

Der Weg hoch ist recht steil und gar nicht so ganz ohne. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie verzweifelte Guides da jeden Tag ihre beflippfloppten Kreuzfahrttouristen hochscheuchen und finde diese Berufsoption nun doch deutlich weniger ansprechend als vorher;) Sonst ist der Weg aber tatsächlich sehr schön, mit Wald und Moor und Seen und allerlei schönen Aussichten.

Auf dem Weg lag noch Schnee:)

Ich war aber froh, dass ich „schon“ um 12 oben war, denn auf dem Rückweg kamen mir gefühlt hunderte von Leuten entgegen. Dabei war von den beiden Parkplätzen der Kleinere noch nicht mal annähernd voll….

Unten am See gibt es eine kleine Hütte, die man zumindest letztes Jahr noch mieten konnte. Ich hab mich ein bisschen verliebt:

Mit eigenem Sandstrand, Bach und Ruderboot und dieser Aussicht aus dem Fenster:

Das Heldenkind würde es lieben dort! Einziger Nachteil: evtl. ist sie etwas zu dicht an den Tourimassen. Na, mal gucken ob man dieses Jahr überhaupt nochmal irgendwann irgendwas mieten kann…

10.03.2020

10.03.2020

Puh, nun hab ich aber viel zu schreiben! Vielleicht gliedere ich es einfach in Abschnitte und füge nach und nach Sachen hinzu;) Wichtigste ting først:

Habbichjob!!! Ha, ich freue mich sehr:) Wunschkandidat Nr.1 hat abgesagt und somit bin ich zwar nur zweite Wahl, aber das kann mein Stolz ertragen, denn: die Arbeit passt wirklich fast exakt zu dem was ich mir vorgestellt habe als ich hergezogen bin, die Leute schienen (soweit bekannt) nett, es sind sehr arbeitnehmerfreundliche Arbeitsregelungen, es sind nur 6 km mit dem Fahrrad und es geht erst im September los. Letzteres fand ich erst blöd, jetzt freue ich mich aber total, denn jetzt kann ich den ganzen Sommer noch vollkommen entspannt verplanen ohne mich weiter zu bewerben und ohne angesichts der stetig wachsende Lücke im Lebenslauf in Panik zu verfallen.Muahaha! Ich hab mir (während ich dachte, dass es nix wird) einen spannenden MicroMaster rausgesucht und den werde ich jetzt ganz entspannt abarbeiten. Und nebenbei Wandern gehen. Yeah, ich freu mich!

Nun aber the tale of the broken car oder so:

Am letzten Mittwoch machte ich mich nämlich auf den Weg ins ferne Deutschland um den jährlichen Historischen Tanzworkshop auf der Mühle zu besuchen. Eigentlich wollte ich den Volvo nehmen, doch der Heldenmann sprach: Frau, nimm doch den alten Kombi und schone unser neues Auto! Also buchte ich drei Tage vorher die Fähre nochmal um und fuhr mit dem Kombi. Ergab ja auch irgendwie Sinn.

Die Fährfahrt und auch die Fahrt durch DK (von irgendwie stressigen Anrufen zum Jobangebot mal abgesehen – norwegisch telefonieren ist noch nicht ganz meine Lieblingsbeschäftigung) verlief ereignislos und ich war sogar halbwegs ausgeschlafen. Also nach Kiel und die tausend Dinge abholen, die ich zu meinem Briefkasten in Form der lieben U bestellt hatte, ihr ganzes Gepäck eingeladen, noch nen Blumenkasten gekauft und ab auf die Autobahn gen Mühle. Nach vielleicht 10 Minuten machte es dann Pling und die Motorwarnleute warnleuchtete bestimmungsgemäß vor sich hin während der Motor selbst hoppelnd und stotternd den Geist aufgab. Zum Glück gerade ne Abfahrt in der Nähe und somit stand ich dann in Blumental an der Autobahn auf dem Parkplatz und ärgerte mich. Nicht zuletzt deswegen weil die nächste Werkstatt echt nicht weit weg war, das Auto aber leider wirklich nur noch im Schneckentempo fahren wollte. Und das auch nur unter Protest.

Also das norwegische ADAC Äquivalent angerufen, 2 Stunden auf den Abschleppdienst gewartet und dann noch die letzten 5 km bis zur Werkstatt schleppen lassen. Die Wartezeit hab ich dann relativ hektisch mit telefonieren und recherchieren verbracht, denn die ganze Aktion brachte ja doch die ein oder andere Komplikation mit sich. Sist men ikke minst war da ja noch die Norskprøve am Montag zu nennen. Vom Geld wäre es mir ja noch egal gewesen, aber ich hatte mich ja auch recht viel drauf vorbereitet und die nächste ist dann erst im Juni wenn ich alles wieder vergessen hab und neu lernen muss. Im Autohaus brachte ich die nächsten 2 Stunden somit dann mit mehr hektischem telefonieren und recherchieren zu… Nachdem ich jetzt drei Anläufe gestartet hab die ganzen dabei auftretenden Probleme aufzuschreiben, statt dessen einfach folgendes Fazit: Es war alles höchst komplex!

Das Ganze endete dann damit, dass ich 5 vor 6 meinen (nicht ganz unbedeutenden) Gepäckberg vor das Tor des Autohauses schleppte und dann vor dem Tor auf die liebe U wartete, die mich 2 h später (samt ihres Gepäcks, dass ich am Mittag mitgenommen hatte) wieder einsammelte und netterweise noch zur Mühle fuhr. Diese zwei Stunden verbrachte ich damit Kindle lesend neben mein Gepäck im Bordesholmer Gewerbegebiet im Kreis zu laufen um nicht zu einem Eiszapfen zu erstarren. Super Urlaub! (um mal lang vergessenen Fernsehwerbung zu zitieren)

Ein lauschiger Ort zum Warten;)

Somit war ich dann um kurz vor Mitternacht statt um 18:30 an der Mühle, hatte ein paar Brötchen vom Lidl statt leckerem Mühlenessen zum Abendbrot und verbrachte einen erbaulichen Freitag Vormittag damit Flüge nach Stavanger zu vergleichen anstatt zu quatschen. Yeah! Den Kombi ereilt somit sein Ende witzigerweise in dem Autohaus wo wir ihn vor ichweissnichtwievielen Jahren gekauft haben. Reparieren lohnte sich irgendwie nicht mehr :/

Die Mühle war dann wundervoll wie immer und ich hab viel getanzt, viel zu wenig geschlafen und nebenbei doch zumindest noch ein bisschen Zeit zum Quatschen gehabt. Das war sehr schön!

Mein genialer Plan war es dann am Sonntag nach Berlin zu fahren, bei der lieben L zu nächtigen und dann am Montag so loszufliegen, dass ich um 15:30 in Stavanger bin. 18:00 Prüfung, alles machbar auch wenn ich direkt vom Flughafen hätte hinfahren müssen ohne nochmal nach Hause zu können. Ich hatte es sogar geschafft alle meine in Deutschland erworbenen Schätze (inkl. 2 grossen TipToi-Spielen und 2,5 kg Rehabwehrpulver (welches ich aufgrund seines Gewichts noch heftig verfluchte) (mehr zum Rehbock des Grauens zu einem späteren Zeitpunkt)) in flugzeugtaugliche Taschen zu stopfen. Leider waren die Taschen denkbar ungeeignet um sie mehrere km (gefühlte Entfernung die nix mit reellen Strecken zu tun hat) durch Berlin zu tragen, aaaber all das wäre ja noch ok gewesen, wenn nicht am Montag dann noch mein Anschlussflug von Oslo nach Stavanger ausgefallen wäre. Der Ersatzflug (den es immerhin gab) war dann erst um 16:15 in Stavanger. Da wurde es dann doch langsam etwas spannend. Tatsächlich erwischte ich aber sogar noch den vorletzt-möglichen Bus zur Prüfung – es war bloss etwas mehr Nervenkitzel als ich mir gewünscht hatte;) Aber nu hatte ich mir so viel Aufwand gemacht, da wollte ich da auch hin. Hat ja auch geklappt. Ich war dann übrigens erst um 18:30 dran – wenn ich das gewusst hätte! Lief dann leider (gefühlt) nur so mäßig und als Gesprächspartner hatte ich einen extrem wortkargen Menschen, der offensichtlich die feste und unumstößliche Absicht hatte den Prüfern auf keinen Fall ausreichend Sätze zur Beurteilung seines Sprachniveaus zur Verfügung zu stellen. Gespräch war also eher Monolog, und mir Argumente auszudenken während mir zwei Prüfer und selbiger mürrische Mitprüfling totaaal geduldig dabei zuschauten, fand ich auch tendenziell schwierig;) Ergebnisse gibts auch sowieso erst in 3 Wochen. Seufz!

Donnerstag kommt dann der ganzen Aktion schriftlicher Teil. Ichfreumich (nicht). Ich bin auch zugegebenermassen (nun da ich das ganze nicht mehr für meinen Notfallalternativstudienplan benötige) nur noch eingeschränkt motiviert mich vorzubereiten. Weshalb es nun stattdessen Blog mitten am Tag gibt;) Aber gleich geht es weiter mit Grammatik – huzzah!