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Monat: Dezember 2020

Vernemodammen – Tag 2

Vernemodammen – Tag 2

Erste Nacht an neuem Ort = gäähn;) Nachts durch den Schnee zum Utedo (also sowas wie Außenklo:)) = brr! Sonst ist es aber ganz wundervoll. Das Heldenkind grub heute voller Elan Labyrinthe und Trollgärten in den Schnee und für den Schlitten gibt es hier auch nen Hügel direkt vor der Tür. Unsere Hütte liegt am Ende des befahrbaren Teils eines Schotterweges und ist zwar dicht an einem großen Winterparkplatz, aber es ist trotzdem ganz ruhig hier, weil keine anderen Hütten in der Nähe sind. Nur ab und zu startet da jemand mit dem Scooter (oder einem Hundeschlitten:)) zu einer der höhergelegenen Hütten und dann ist auch schon wieder Ruhe.

Heute Abend war ich bei vollkommener Stille und Vollmond noch ne Stunde den Weg hoch Richtung Hardangervidda unterwegs. Das war schön! Und weil ich den ganzen Tag vergessen habe Fotos zu machen, gibt es halt ein verpixeltes Mondscheinbild:)

Vernemodammen – Tag 1

Vernemodammen – Tag 1

So, das Erreichen der Hütte haben wir schonmal erfolgreich hinter uns gebracht:)

Gestern war noch Unwetter und kolonnekjøring übers Haukelifjell, heute dann aber zum Glück Windstille und Rieselschnee. Das Heldenkind war so aufgeregt, dass es trotz 4 h Fahrt noch nicht mal Hörspiel hören wollte und kommentierte enthusiastisch jedes bisschen Schnee am Wegesrand. Am Pass ist es dann immer sehr karg und gar nicht einladend, aber auf der Ostseite der Berge warteten Winterwunderwald und bestimmt 70 cm Schnee auf uns. Nachdem wir im letzten Tageslicht noch unsere Hütte aufgespürt hatten galt es dann erstmal halbwegs erträgliche Temperaturen herzustellen – brrr! (fanden wir Erwachsenen, das Heldenkind warf sich mit Genuss in den Schnee;).Aber irgendwann wurde es langsam warm und wir schafften es auch nach 356788 Versuchen die Gasflasche anzuschließen (Gewalt ist hier das Stichwort:D), so dass es zur Freude des Heldenkindes Hotdogs geben konnte:) Mit warmen Würstchen. Jetzt ist es mittlerweile sehr kuschelig, meine beiden Männer schlafen schon und ich sitze bei absoluter Stille und Kerzenlicht vor dem warmen Ofen. Draußen leuchtet der Schnee so hell, dass man ganz weit über den See gucken kann und morgen baue ich mit meinem Heldenkind irgendwas riesiges aus Schnee:)

27.12.2020

27.12.2020

Coronaweihnachten halbwegs über die Bühne bringen – check!

Tatsächlich hatten wir zwar letztes WE noch eine leichte Baumkrise (bzw ich – weil hier einfach außer mir keiner einen Baum für nötig hielt! Einerseits schnöselig, andererseits ja viel besser für die Umwelt und janeinvielleichtwollnwirjadochkeinenaberohneisteshässlich -> Krise!) die der Heldenmann dann dadurch löste, dass er (zu Recht) wutschnaubend ob der Unentschlossenheit losfuhr und einfach einen Baum kaufte. Tüdelü…

Heiligabend hatte ich dann nochmal ne leichten Anfall von Krise (ich wäre wirklich gern zu Hause), aber dann haben wir den Rest ganz ordentlich über die Bühne gebracht. Zum Glück schien Heiligabend und am 25. wenigstens die Sonne, und weil wir außer Suppe kochen eigentlich nix zu tun hatten, gabs dann zwar keinen Kartoffelsalat, aber immerhin Würstchen zum Mittag:)

Abends gabs dann Heldenschwester sei Dank die traditionelle Hochzeitssuppe (die gibt es seit Immerundewig bei den Helden an Weihnachten) und danach Geschenkewürfeln über Zoom. Team Flora hatte das ganze Wohnzimmer in der Heldenbase verkabelt und so konnten wir sogar mit zwei Kameras das Geschenke auspacken aus mehreren Perspektiven betrachten. Das war auch tatsächlich ziemlich gut, auch wenn man sich ganz schön konzentrieren musste um alles zu verstehen. Das Heldenkind durfte eigentlich schon vor dem Essen auspacken, aber hob sich mehrere Geschenke für später auf, weil er auch mitwürfeln wollte. Das fand ich ganz schön cool:)

Die restlichen Tage gab es dann hier zwar leckeres Essen und viel gemütliches Lego-bauen, aber trotzdem freue ich mich wenn wir nächstes Jahr wieder alle zusammen feiern können! So ist es einfach irgendwie langweilig.

Apropos Essen: Wir dachten uns, dass wir am 26. ja mal ein typisch norwegisches Weihnachtsessen kochen könnten. Der Inbegriff dessen ist (nach Umfrage zwischen Nachbarn und Bekannten) wohl Pinnekjøtt. Pinnekjøtt ist getrocknetes gesalzenes Schaffleisch. Aus meinem Norwegischbuch wusste ich schon, dass das nicht unbedingt Jedermanns Fall ist, aber wir ließen uns davon nicht abschrecken und heldenhaft kaufte der Heldenmann die kleinste verfügbare Packung vom empfohlenen Produzenten mit einem Gewicht von mickeligen 2 kg (es gibt hier offenbar nur Großfamilien….). Ich hätte ganz eventuell kurz gezögert mit dem Kauf…:D Aber gekauft ist gekauft, Probierportionen sind für Anfänger und is ja eh alles nur Fett und Knochen! Keine halben Sachen im Hause Exilheld!

Erster Schritt: um das Ganze wieder so weit zu entsalzen, dass es überhaupt genieẞbar ist, muss man es 24 h einweichen. Das sieht dann schon mal voll lecker aus (nicht!):

Danach wird es dann 3 h gedünstet. In dieser Zeit durchdrang hier ein so unfassbar intensiver Geruch nach Schaf das Haus, dass dann eigentlich auch schon nur noch der Heldenmann Appetit hatte 😀 Nichtsdestotrotz, 2 kg müssen ja irgendwie weg (leichtes deja vue mit unserem Fenelår vom letzten Jahr) und somit essen wir nun seit gestern zu jeder Mahlzeit Schaf. Es schmeckt auch nicht wirklich schlecht, aber es liegt irgendwie wie ein Fels im Bauch und wir haben nach zwei Tagen vielleicht die Hälfte geschafft 😀 Also esse ich bevor ich jetzt schlafen gehe noch ein Stückchen und dann krache ich ins Bett.

Morgen packen wir und Di geht es auf die Hütte. Aktueller Status: seeeehr viel Schnee! Problem wird es also da irgendwie hinzukommen:D

15.12.2020

15.12.2020

Und schon wieder ne Woche rum. Das geht absolut rasant nun mit so ungewohnt viel Tätigkeit 😀 Da ich leichtsinnig beschlossen hab diese Woche noch Requirements Engineering zu schreiben bin ich jetzt tatsächlich auch gerade leicht bis mittelschwer im Stress. Eine Sache die ich definitiv nicht im geringsten vermisst habe…:) Aber diesmal ist der Klausurtermin am Freitag schon gebucht und wird auch eingehalten, am WE will ich nämlich frei haben (um dann vermutlich festzustellen, dass es keine Weihnachtsbäume mehr gibt weil der gemeine Nordmann den schon seit Anfang Dezember aufstellt;)). Außerdem muss ich mich noch um Thüringer Mett kümmern. Und unsere Kekse sind alle! Skandal! (Homeoffice ist nicht gut für den Kekskonsum. Bzw für den schon aber für die Figur nicht;))

Arbeit macht weiterhin Spaß, am WE hat es nicht geregnet (!!111), am Sonntag war Weihnachtsskatteejakt im Walde mit der Nachbarschaft und ansonsten eigentlich auch alles ok soweit. Bis auf dass das Heldenkind am Freitag seinen ersten Chotauftritt im KiGa hatte und wir nicht zuhören durften 🙁 Dabei hat er so viel Lucialieder geübt. Coronastatus Stavanger: Weiterhin überschaubar. Das ändert sich sicher nach Weihnachten, wenn alle Besuch aus Oslo hatten :/

7.12.2020

7.12.2020

Huch, den Beitrag hab ich ja gar nicht losgeschickt…dann also mit Verspätung:)

Die erste Woche mit neuer Tätigkeit ist vorbei und war sehr entspannt 🙂 Arbeit nicht zu stressig und nicht zu langweilig, Leute nett, alles gut. Und es macht mich gerade unglaublich zufrieden irgendwas zu tun womit dann jemand anderes was anfangen kann. Und wo es nicht nur mich selbst interessiert ob das nun erledigt wurde oder peng;)

Das Thema welches die allgemeine Zufriedenheit wieder etwas ruinierte war das Weihnachtsthema. Schweren Herzens haben wir uns jetzt entschieden nicht zu fahren, denn wir kommen zwar problemlos nach D rein (Stavanger hat momentan wieder durchschnittlich 0-1 Fälle am Tag und Norwegen gesamt ist zwar nicht gut, aber zumindest nicht soooo schlimm), aber wir kommen nicht ohne Quarantäne, Test und sonstiges Gedöhns zurück nach Norwegen. Somit wird das mein allererstes Weihnachten im Leben das ich nicht in der Heldenbase verbringe. Also koche ich wohl Hochzeitssuppe und Ente selbst. So! Und die Eierstichinstruktionen gibt es dann von der Profi-Heldenschwester über Skype. Brauch ich nur noch ein Rezept für DIY Thüringer Mett!

Schön ist das trotzdem alles nicht und nur so zu dritt wird das vermutlich eine sehr trübselige Veranstaltung. Aus lauter Frust haben wir nun aber zumindest über Sylvester ne Hütte in den Bergen gebucht. Mit ohne Strom (das werden wir vermutlich spätestens beim Ofen anheizen morgens bereuen) aber dafür hoffentlich mit Schnee. Dann bauen wir halt Schneelaternen und fahren Schlitten. Oder sitzen halt im Regen und bauen Schlammlaternen und glibschen durch Pfützen….Aber 750 m Höhe reichen ja wohl hoffentlich für Schnee und in 30 min Entfernung geht es notfalls auch bis auf 1000 m rauf. So! Grumpf!