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Schlagwort: Dachzelt

Urlaubszusammenfassung 2020

Urlaubszusammenfassung 2020

Obwohl die Vorzeichen aufgrund von Jetztdochnichtjob und Regen deutlich schlechter waren als letztes Jahr (ok, bei längerem Nachdenken war letztes Jahr der Heldenmann noch nicht wieder ganz erholt vom Nordholzhausbesitz und ich hatte ein akutes Heldenkindbetreuungsmotivationsproblem – also auch nicht ganz ohne) war unser Urlaub wesentlich, wesentlich entspannter. Letztes Jahr kam ich aus dem Urlaub zurück und war vollkommen fertig. Dieses Jahr bin ich so ausgeschlafen, wie es eine auswärtsschlafende Sarah nur sein kann und blicke auch sogar wieder mit etwas mehr Zuversicht in die Zukunft. Wir verhungern ja nun wirklich nicht, also wirds auch ohne Job schon werden. So!

Nach reiflichem Nachdenken komme ich auf folgende Faktoren:

  • Wir sind viel weniger Auto gefahren. Außer An- und Abfahrt maximal ne Stunde pro Tag. Merke: Autofahren ungleich Urlaub
  • Wir haben versucht meistens zwei Nächte an einem Platz zu bleiben. So mussten wir seltener packen und das Heldenkind war nicht so gestresst
  • Keine Fahrräder mit. Damit lief das Autopacken und der Gepäckzugang deutlich reibungsloser
  • Dafür ein Boot mit:) Das Bootfahren war das Beste am Urlaub und alle kamen auf ihre Kosten. Außerdem können wir so heldenelternkompatible Lagerplätze in der Einsamkeit erreichen, ohne Gepäck zu schleppen und stundenlang das Kind zu motivieren. Und das Heldenkind fand es 80 % der Zeit auch super
  • Keine Sehenswürdigkeiten ansteuern. Norwegen ist (fast) überall schön und es hat sehr gut geklappt die Tour nach dem Wetter zu planen
  • Das Dachzelt darf doch bleiben. Wenn man einen Tagesausflug macht, kann man einfach alles unters Tarp stopfen. Außerdem geht der Abbau schneller weil wir besser geworden sind (und keine Räder mithaben). Mit dem höheren Auto haben wir fast Stehhöhe. Und es ist einfach unfassbar bequem und alle schlafen gut darin;)

Nicht so gut:

  • Kein Wind- und Regenschutz zum kochen. Wir hatten es mal mit Tarp probiert, aber gefroren haben wir trotzdem. Fürs Dachzelt werde ich jetzt doch mal das Vorzelt anpassen. Darin wird es ja eigentlich richtig warm, bisher kann man es nur nicht sinnvoll abspannen und dann flattert es.
  • Das wars auch schon. Huch! Weniger Wind wäre toll gewesen, aber da kann man nix machen;)

Kommt noch nicht an den Korsikaurlaub dran, aber sehr schön wars!

Skrelia

Skrelia

Leider regnete es nicht nur programmgemäß bis Mittag, sondern auch gleich noch den restlichen Tag. Somit statteten wir zwar pflichtgemäß noch Lillesand (am Meer – man erinnere sich: eigentlich war ja der Plan für diesen Urlaub sich mal die Schärenküste anzuschauen) einen Besuch ab, allerdings nur um dort ganz smittevern-konform als einzige Besucher eines Restaurants (das nenne ich mal ausreichend Abstand!) einen Burger zu essen. Den restlichen Regentag nutzten wir dann lieber dafür schonmal ein bisschen Strecke Richtung Heimat zurückzulegen. Da sollte nämlich heute Nacht weniger Wind und morgen mehr Sonne sein.

Der Heldenmann fand dann in seiner App noch einen super einsamen (!!111) Platz zum frei stehen. Wir fuhren also kilometerweit über Schotterstraßen um dann am Ende auf dem Platz alle anderen Leute mit derselben App zu treffen 😀 So viel zu einsam… Aber hier ist ein tolles Wandergebiet und wenn der Nebelregen mal kurz weniger wurde, konnte man sehen, dass man eigentlich eine klasse Aussicht haben könnte … Schauen wir mal wie es morgen aussieht!

Åmli Naturcamping

Åmli Naturcamping

Da wir nach unserem Paddelausflug Lust auf Duschen hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Allerdings liegt Ogge echt mitten im Nichts und somit war der dann 1 h entfernt;) Und dann taten wir etwas ganz verrücktes und aßen in einem Restaurant! Drinnen! Uiuiui! Aber wir hatten total Hunger und keine Lust auf Kochen und es war einfach nur gut.

Der Campingplatz liegt direkt am Fluss, ist hauptsächlich ruhig und hat irgendwie so eine friedliche Athmosphäre, dass wir gleich noch nen Tag geblieben sind;) Eigentlich gibt es an der Nidelva ganz viele tolle Sandbänke wo man planschen kann, da allerdings der Juli hier der regenreichste seit ichweissnichtwann war, herrscht aktuell ziemlich Hochwasser und Strömung. Trotzdem haben wir uns heute mit dem Boot auf die andere Seite gewagt und seit das Heldenkind seine Stecksteine ins Boot mitnehmen darf ist das auch alles sehr viel harmonischer (auch wenn klar ist, wer die winzigen Dinger hinterher wieder aus den Ritzen pult;)). Somit dümpelten wir ausgiebig in einem windgeschützten und sonnigen Seitenarm rum und fanden am Ende sogar noch eine Sandbank zum buddeln (bzw. eigentlich haben wir sie hauptsächlich vom Schlamm ( äh, ich meine natürlich Xadieiern (wer jetzt wissen will, was ein Xadi ist, der frage das Heldenkind)) befreit. Es war alles sehr entspannt, auch wenn ich jetzt leider wieder genug Netz und Akku für Internet hatte, was zu fiesen Zukunftsgrübelattacken führte. Eben bin ich dann noch ne Stunde durch den Wald gelaufen, jetzt gehts wieder. Seufz … könnte sonst ein toller Urlaub sein 🙁

Aber wir lieben auf jeden Fall unser Boot sehr! Es ist genau perfekt für uns:)

Oggevatn

Oggevatn

Überführungstag. Heute ging es rüber zum Oggevatn, einem großen See mit ganz vielen kleinen Inseln. Da wollen wir morgen dann paddeln (eigentlich heute, aber war noch zu windig). Und endlich schien mal etwas länger die Sonne. Da wo es windgeschützt ist, war es sogar wunderbar warm. Leider ist das Heldenkind unausgeschlafen und schlecht gelaunt und will eigentlich die ganze Zeit nur nach Hause. Das ist etwas anstrengend. Hoffentlich wird es morgen besser.

Abendsonne am Oggevatn
Åros Feriesenter

Åros Feriesenter

Ich tu mal so als ob nix ist und schreibe hier weiter über Urlaub. Letztendlich kann ich ja auch gerade nix machen,Brief mit der Absagebegründung ist noch nicht da, dafür aber die Absage vom AG, also ist da wohl auch keine Hoffnung noch irgendwas zu tun.

Wir hatten heute immerhin nur noch Wind, aber keinen Regen. Trotzdem haben wir beschlossen einfach hier zu bleiben und und einen entspannten Tag zu machen. Deshalb gab es Bannock zum Frühstück, viel Hörspiel fürs Heldenkind und einen schönen Spaziergang um den See direkt am Meer nebenan. Morgen nutzen wir dann voraussichtlich drei halbwegs regenfreie Tage zum paddeln. Mal gucken.

Schärenlandschaft
6.8.2019 Hemsedal – Irgendwo am Tunhovdfjorden

6.8.2019 Hemsedal – Irgendwo am Tunhovdfjorden

Irgendwie haben unsere Tage einen recht ulkigen Wechsel, wo immer ein toller auf einen mäßigen Tag folgt. Heute also wieder ein toller:)

Eins vorweg: Das Dachzelt hielt trotz strömendem Regen zumindest zu 90% dicht! Irgendwie ist es an den Seitenwänden immer etwas nass, aber da ist ein Teil auch Kondenswasser. Und wenn wir kein Laken benutzen würden (welches das ein wenig aufsaugt), müsste es kaum zu merken sein, vermute ich. Man wacht auf jeden Fall nicht nass auf, das ist das wichtigste:)

Da es fröhlich vor sich hinwölkelte beschlossen wir, da gerade ein Spaßbad in Reichweite war, selbiges auch zu nutzen (die sind in Norwegen etwas rarer gesäht) und machten uns auf zum Tropicana in Gol. Das hat zwar schon bessere Tage gesehen, aber 5 von 7 Rutschen funktionierten noch, Wellenbecken und Strömungskanal auch und wir waren ja nicht da um die Wände anzugucken;) Da fiel nämlich so langsam der Putz ab:D Aber sauber wars und das Heldenkind (und wir) hatten wirklich sehr viel Spaß.

Dann gings weiter gen Süden und der Heldenmann hatte vielversprechende Plätze zum wild stehen ausgekundschaftet. Auf einem davon stehen wir nun. Ich sitze trocken unterm Vordach, um mich herum bildet sich eine veritable Pfützenlandschaft und außer Regen, Plätscherbach und Schafsglocken hört man: absolut nichts! Sehen tut man eine Menge Fjell und gerade ist mal wieder alles sehr schön:)

Irgendwo im Nichts
5.8.2019 Kaupanger – Hemsedal

5.8.2019 Kaupanger – Hemsedal

Der heutige Tag ging gut los, denn das Heldenkind und ich stürzten uns eifrig auf den Sandstrand und bauten ein 1A gallisches Dorf mit Hinkelsteinlager, Mistelwald und Pallisade. Leider haben wir uns dann mit der Fähre vertan und dachten wir müssten schnell los. Mussten wir aber gar nicht. Etwas schade…

Nächster Stopp: Lærdal. Sehr süße alte Häuser. Waffeln gegessen, eingekauft, weiter gings:)

Danach haben wir noch eine wirklich alte Stabkirche besichtigt. Das war auch sehr schön. Und einen Kuscheltierlemming für das Heldenkind erstanden;)

Sieht aus wie Spielzeug, ist aber groß genug zum reingehen

Campingplatz heute nix tolles gefunden. Nu gewitterts und regnet und wir haben nochmal Gelegenheit die Wasserdichtigkeit des Dachzeltes zu testen. Drückt die Daumen…auf Reklamation hab ich keine Lust:/

2.8.2019 Husedalen

2.8.2019 Husedalen

Durch das Husedalen sind wir 2011 aus der Hardangervidda zurückgekommen. Leider war an dem Tag Nebel ohne Ende, so dass wir die 4 Wasserfälle im Tal bis auf den untersten nur hören aber nicht sehen konnten. Trotzdem blieb uns das Tal als wunderschön in Erinnerung, so dass wir unbedingt nochmal zurück wollten.

Heute also die zweite Chance bei 24° und Sonne:) Da wir das Zelt nicht abbauen wollten, fassten wir den wagemutigen Entschluss mit Fahrrad und FollowMe bis zum Parkplatz zu fahren. Nach etwa 200m berauf haben wir diese Entscheidung bitter bereut:D Zu starke Steigungen kann man mit so einem kleinen Kind und FollowMe etwas schwierig fahren, denn da es doller wackelt braucht man eine höhere Geschwindigkeit um stabil zu fahren. Somit schoben wir und waren schon sehr am zweifeln, dann wurde der Weg zum Glück etwas flacher und der heldenmütige Heldenmann konnte weiterziehen;) Und so schafften wir es schnaufend und prustend bis zum Kraftwerk, wo der erste Wasserfall zu sehen ist.

Wasserfall 1

Von dort aus wanderten wir dann hoch zum zweiten Wasserfall. Erst ging es neben einem Rohr lang und war nur mäßig schön, aber dann wurde es ganz wundervoll. Mit Felsen im sommerwarm duftenden Kiefernwald und schattigen Waldpfaden bis zum Aussichtspunkt.

Wasserfall 2

Dem Heldenmann und mir blutete das Herz, dass wir nicht weiter hoch konnten. Jetzt nach Stavali und dann in die Hardangervidda…achach! Aber das Heldenkind schlug sich super und machte wieder locker 300 Höhenmeter auf kletteriger Strecke. Und komplett ohne Jammern:) Bin sehr stolz auf ihn!

Danach sausten wir gemütlich mit den Rädern wieder runter. Kurze Badepause, langersehntes Slush-Eis, Spielplatz, Pizza und dann Bett fürs Kind und Spaziergang für die Mama:) Leider ist es so wie befürchtet und die Tatsache, dass wir wenig geplant haben rächt sich jetzt abends. Plan für morgen: Kein Plan;)

31.07.2019 Røldal

31.07.2019 Røldal

Heute war ein etwas unerwarteter Pausentag angesagt. Der Heldenmann hatte schon den zweiten Tag übles Kopfweh und dringenden Mittagsschlafbedarf, das Heldenkind Mama-Spieldefizit und ich bei Regen auch keine wirkliche Lust was zu tun. Da unser Campingplatz einen großen, gemütlichen Aufenthaltsraum hatte blieben wir also einfach da. Viel gespielt, gekuschelt und vorgelesen und am Nachmittag noch eine kleine aber feine Fahrradtour am See lang gemacht. Denn ohne strömenden Regen ist das Tal doch ganz nett:) Am Abend hatte das Kind nochmal einen totalen Aussetzer, aber am Ende alles OK soweit. Trotzdem anstrengend….

Mittelalterliche Stabskirche in Røldal – vor allem innen sehr süß!

Das Dachzelt hielt den Regen diesmal mit nassen Nähten aber ohne Wassereinbruch stand. Ich hätte gern nochmal nen Test mit Regen und Wind um sicher zu sein ob wir noch reklamieren müssen. Grumpf!

29.7.2019 Sand – Jonstølen

29.7.2019 Sand – Jonstølen

Da der Weg zur Hütte nicht weit war, beschlossen wir erst einmal alles trocknen zu lassen bevor wir weiterfahren. Leider hat unser Dachzelt den ersten Regentest nicht überstanden und an allen 4 Ecken lief es rein:( Nicht doll, aber schon so, dass das Bettlaken nass und die Decken am Rand feucht waren. Wir hoffen, dass es daran liegt, dass wir es nicht wie in der Anleitung angegeben einmal nass gemacht haben, damit es aufquellen kann und geben ihm noch ne Chance…aber das wäre bei so einem teuren Teil schon echt megaärgerlich. Sonst haben wir aber recht gut geschlafen und es war schön kuschelig:)

Das Heldenkind und ich gingen also im Fluss spielen und gegen Mittag ging es dann bei warmer Sonne los nach Jonstølen. Alleine die Anfahrt war schon der Wahnsinn, eine tolle Aussicht nach der nächsten. Dann über einen schmalen Feldweg zum Parkplatz am Fluss. Da haben wir dann erstmal Picknick gemacht und die Aussicht auf den rauschenden Bach genossen:)

Bach am Parkplatz

Heldenmann und Kind hatten sich eine Angel gekauft und waren ganz wild darauf die auszuprobieren. Und da ein See in der Nähe war, teilten wir uns zwecks Ausprobieren selbiger auf und ich ging schonmal zur Hütte vor. Weg am Fluss lang, so schön! Von den Männers wurde spektakulärerweise nach wenigen Minuten eine Forelle geangelt – aber zu klein zum essen, deshalb kam sie wieder rein. Herr Kind war zutiefst beeindruckt!

Wasserfall nahe der Hütte

Die Hütte hat nicht so viele Schlafplätze aber ist ganz neu und ziemlich gemütlich. Am Besten war aber eigentlich, dass es so warm war, dass die Jungs im flachen Wasser am Fluss auf den Steinen rumkraxeln konnten. Also haben wir ausgiebig gebadet und Staudämme gebaut und hatten einen rundum schönen Tag:)