25.10.2020

25.10.2020

Kategorie „undsonstso“:

Dazu muss hier für meine internen Aufzeichnungen zunächst das schöne Herbstwetter am Litle Stokkavatnet dokumentiert werden:

Leider ist selbiges seit letzter Woche vorbei und stattdessen regnet es nun seeehr ausgiebig. Ich hoffe sehr, dass das jetzt nicht wieder bis April so weitergeht…

Das Heldenkind will Halloween als Monsterman gehen (falls sich jemand wundert was das ist: kein Serienhighlight verpasst, es ist selbstausgedacht;)) und hat sich das ganze Kostüm selbst überlegt. Ich finde das ziemlich cool, auch wenn es mit bunter paillettenbeklebter Maske und pinkem Zauberarmband jetzt tendenziell nicht soooo gruselig ist. Aber so viel großartiger als einfach was kaufen. Wir hatten sehr viel Spaß beim ausdenken:)

Corona ist wieder beim Höchststand vom Frühling – jippie… Somit wird ab jetzt wieder draussen gespielt und zu Halloween versuchen wir uns an einer Reflex-Schatzsuche mit Taschenlampe im Wald statt von Tür zu Tür zu gehen. Die Fähre nach D wurde auch wieder eingeschränkt. Es ist schon alles schön…

Zum Thema Vereinsamungstendenzen wurde nach Erkenntnis und Analyse des Problems nun gezielte Gegenmaßnahmen eingeleitet. Punkt 1: Endlich mal wieder mit der Freundin aus dem Norskkurs treffen. Punkt 2: Freiwilligenarbeit anfangen. Punkt 3: Wandergruppe wieder anfangen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Na wir wollen es mal hoffen;)

Eikebrekka – Kvitlen & zurück

Eikebrekka – Kvitlen & zurück

Von gestern auf heute hatte ich wieder Freigang und es ging zum vermutlich letzten Mal in diesem Jahr auf Hüttentour. Diesmal nach Kvitlen, denn da war ausnahmsweise mal nicht alles voll und die Hütte stand schon den ganzen Sommer auf der Wunschliste.

Wieder ging es durchs gleiche Tal, aber diesmal vom anderen Ende und leider waren die wundervollen Herbstfarben vom letzten Mal schon vorbei, das war ein bisschen schade. Außerdem hatte es die ganze letzte Woche geregnet – wie man sich denken kann war das dem frommen Wunsch trockenen Fußes von A nach B zu kommen nicht gerade zuträglich;)

So stieg ich also eher wenig optimistisch ins Auto und stieg dann zu meinem großen Erstaunen bei wundervollstem Sonnenschein wieder aus. Da war die Nässe von unten nur noch halb so schlimm:) Also Sonne tanken und viele Pausen.

Nur die letzten 15 min vor der Hütte regnete es. Selbige ist direkt an einem Wasserfall gelegen und am Fluss gibt es immer mal wieder kleine Sandstrände. Ich kann also voll verstehen warum die im Sommer immer voll ist und habe gleich schonmal Zeltplätze gekundschaftet;) Ansonsten ist das eine von den modernen Hütten. Die mag ich persönlich nicht sooo gerne, weil ich die traditionellen einfach viel gemütlicher finde – auch wenn ein riesiges Panoramaglasfenster natürlich auch schick ist;)

Trotzdem war der Hauptraum riiiesig und hatte so nen Plastik-Noppenfußboden, das ist einfach nicht so schön wie Holz. Zu allem Überfluss wollten die drei Mädels die noch in der Hütte waren den großen und nicht den kleinen Raum heizen – ich merkte an, dass ich die Idee für weniger gut hielt, aber wurde überstimmt. Am nächsten Morgen zur Abreise war es dann auch warm…. 😀 Ich verzog mich einfach schon um 8 aus der eisigen Stube in mein gemütliches Zimmer unter zwei Bettdecken und hatte es so auch schon vorher schön warm;) Und Coronakonform wars auch! Brrr…

Am nächsten Morgen dann Hüttenputz (ein klarer Grund fürs Zelt – die Liste für das coronakonforme Abwaschen ist alleine schon eine halbe Seite lang. Aus diesem Grund gab es diesmal 5 Minutenterrine – dann muss man statt stundenlangem Abwaschen nur den Griff vom Wasserkessel desinfizieren – muahahahaha!! Schnippchen geschlagen!*irrekicher*) und dann gings im düsterigen Novembernieselwetter den Weg das Moor entlang zurück zum Auto. Sehr unspektakulärer und nasser Rückweg, aber sonst sehr schön!)

Lindøy

Lindøy

Heute war ich auch ganz spontan und zur Feier des schönen Wetters nochmal ein bisschen unterwegs und habe dabei festgestellt, dass die zur Stadt gehörenden Schäreninseln offenbar zu den mit öffentlichen Verkehrsmitteln am einfachsten erreichbaren Frilufts-Bereichen hier in der Gegend gehören. Wer hätte das gedacht – fix mit dem Rad in die Stadt und in 15 Minuten ist man mit der Fähre da! Also habe ich heute mal Lindøy besucht, denn die hat Wanderwege und sah auf der Karte sehr bewaldet aus. All die zahlreichen Senioren auf meiner Fähre (auf der man übrigens sehr Coronatauglich draußen sitzen kann;)) stiegen auf Langøy aus und somit hatte ich die Insel ganz für mich alleine. Die ist allerdings auch sehr überschaubar und in der Zeit zwischen zwei Fährabfahrten ( 2h) kann man sie auch zweimal umrunden. Im Sommer kommen wir hier aber definitiv mal zum Angeln, Krabben fangen und am Wasser spielen her, das ist nämlich alles sehr hübsch hergerichtet dort.

So war es einfach nur sehr ruhig und still und friedlich.

15.10.2020

15.10.2020

Aktuell bin ich gerade etwas schreibunmotiviert, was hauptsächlich daran liegt, dass hier zu viele Unsicherheiten bezüglich Zukunftsplanung bestehen und ich keine Lust habe da Abends drüber nachzudenken. Da lese ich dann lieber oder spiele ESO. Trotzdem hier mal ein kleines Update:

Das mit dem Studium läuft, ist aber in seiner Gesamtheit nicht erfüllend. Deshalb nun doch wieder verstärkte Jobsuche, auch wenn das momentan eher zu schlechter Laune führt. Grumpf!

Corona ist hier leider ebenso wie überall anders auch wieder auf dem Vormarsch und ich hoffe einfach nur sehr doll, dass sich das noch wieder eindämmen lässt. Noch ist es alles regional begrenzt, aber das kann sich ja schnell ändern… Ich mag nicht mehr bei jedem Kontakt mit anderen Menschen nachdenken müssen ob er jetzt zwingend notwendig ist und sich nicht vielleicht auch vermeiden lässt. Das führt bei tendenziell vernünftigen und selbstgenügsamen Personen irgendwann zu vernunftbegründeter Vereinsamung. Ich brauche also dringend ein Draußenhobby mit anderen Menschen. Aber zur Wandergruppe fahren mag ich auch nicht, denn dann muss ich ja die Umwelt verschmutzen und das Auto nehmen, weil Mitfahrgelegenheit und Bus (der dazu noch eeeewig dauert) gerade auch nicht der Renner sind. Das kann man sich halt auch alles sehr kompliziert machen, wenn man ich ist. Immerhin kann ich jetzt einmal die Woche mit den anderen beaufsichtigenden Eltern beim Fußballtraining smalltalken (yeah, Smalltalk!!!). Doppelgrumpf!

So, das klang jetzt alles etwas negativ, aber eigentlich ist alles ok soweit;) Dienstag schreib ich die nächste Klausur und danach geh ich wieder Belohnungswandern! Da freue ich mich schon drauf:)

Das Heldenkind hat gestern mit mir Siedler von Catan gespielt und es hat überraschend viel Spaß gemacht (auch wenn man ja schon viele Tipps geben muss und gewissermaßen gegen sich selbst spielt;))! Das ist ja schon so ein richtig echtes Spiel! Voll gut! Außerdem ist hier gerade eine extreme Musikleidenschaft eingetreten. Wir hören also viel Musik zusammen und singen lauthals Disneylieder und Abends werden wir jetzt schon seit einigen Wochen rausgescheucht, weil das Heldenkind lieber alleine seine Einschlafplaylist hören möchte, die wir dafür jeden Tag hegen und pflegen und nach Bedarf umsortieren müssen;) So schnell kann das gehen… die Einschlafbegleitungszeiten kommen bestimmt nochmal wieder, aber plötzlich hat man Abends locker ne halbe Stunde früher Zeit. Ansonsten werden in der Vorschulgruppe die ersten Buchstaben kennengelernt und das Kind ist sehr interessiert. Es guckt nun auch seeehr ausgiebig Bücher an und ich freue mich schon wie ein Schneekönig auf die Zeit, wo wir an regnerischen Novembertagen einfach alle drei zusammen auf dem Sofa hängen und lesen können. Nicht mehr viele Jahre!! Mein kleiner großer Kind…

Was noch? Schönes Herbstwetter! Leider aber nur noch bis morgen. Ich gehe jetzt immer nach dem Kindergartenhinbringen am See zurück und das war unglaublich schön diese Woche, mit Herbstlaub und Nebel über dem See. Ein Glück, dass wir dieses Haus genommen haben:)

Dalsvågen

Dalsvågen

Da ich immer noch Lust auf draussen sein habe (hier nennt man diesen Bedarf Friluftsliv;)), haben das Heldenkind und ich gestern etwas typisch norwegisches getan und waren spontan ne Runde zelten. Irgendwie hatte ich bisher immer Zweifel, dass ich das ganze Zeug alleine schleppen kann, aber mittlerweile haben wir echt leichte Ausrüstung. Das war für eine kurze Strecke also gar kein Problem.

Ziel war eine kleine Bucht mit Sandstrand bei Dale, die allerdings offensichtlich sehr beliebt ist: nach und kamen nämlich noch 3 weitere Gruppen an, 2 Familien, aber offensichtlich ist „einfachmalzelten“ auch etwas, was man hier mit seinen Kumpels unternimmt. Im Ablauf waren sich aber alle recht einig: Abends ankommen, Zelt aufbauen, Lagerfeuer machen, spät schlafen gehen und morgens um 10 waren alle wie von Zauberhand wieder verschwunden und die Tagschicht kam an (also Leute die mit ohne Zelt tagsüber Feuer machen wollen;)). Grundsätzlich haben wir das ähnlich gemacht, nur war unser Lagerfeuer kleiner. Erstens weil wir nur Würstchen grillen wollten und kein Riesenfeuer brauchten und zweitens weil dies ein sehr Trumpgefälliger Wald war: Aufgrund der geringen Entfernung zum Lagerplatz war hier nämlich sämtliches Totholz fein säuberlich zu Lagerfeuern verarbeitet worden. Selten sah ich einen so aufgeräumten Wald – die Finnen wären stolz auf uns! Während die motivierten Norweger mit Äxten bewaffnet waren und das Holz aus größerer Entfernung heranschafften und/oder ikeatütenweise Brennholz dabei hatten, beschränkten wir uns also auf Zweige und Treibholz;)

Unser kleines grünes Zelt

Ansonsten hatte ich nix zu kochen mit und das war super entspannt. Das Heldenkind hat ja oft nicht so richtig Lust zu helfen (und zum alleine spielen auch nicht;)) da wird das sonst schnell etwas stressig mit kochen und abwaschen. Wobei er diesmal aber immerhin supergut beim Zelt mitgeholfen hat – wird also langsam;) Das war also insgesamt alles sehr schön und das machen wir bald nochmal. Und ein Ein-Personenzelt für Sarah-allein-im-Fjell ist auch im Beschaffungsprozess:)

Skredå – Støle – Skredå

Skredå – Støle – Skredå

Meine erste Übernachtungstour alleine! Wenn ich Freitag morgens losfahre und Samstag zurückkomme muss der Heldenmann nur 26 h aufs Kind aufpassen und man ist trotzdem so richtig vollkommen weg von allem. Da muss man also fast gar kein schlechtes Gewissen haben finde ich 😀 Vielleicht mache ich das jetzt einfach öfter!

Momentan muss man ja Coronabedingt alle Fjellhütten vorbuchen und somit hatte ich schon vor einiger Zeit einen Platz in Støle gebucht, denn alles andere was ich mir so ausgeguckt hatte war schon voll. Eigentlich war ich dann noch die ganze Woche unsicher ob ich fahren soll, weil ich noch nicht 100% wieder fit war und Yr außerdem grauenhaftes Wetter vorausgesagt hatte, aber zum Glück bin ich dann doch noch gefahren 🙂

Der Weg von Skredå nach Støle geht zunächst eine halbe Stunde an einem ziemlich hässlichen Schotterweg entlang und auch wenn sich die Ausschilderer sehr viel Mühe gegeben haben möglichst weit davon wegzubleiben, waren sie aufgrund der begrenzten Talbreite nur mäßig erfolgreich. Dann wird es aber schöner und die nächsten 3.5 h geht es an verschiedenen Bächen und Flüssen entlang durch die Täler.

Aussicht gibt es hier nicht so viel, dafür aber Bäume die ganz wundervoll herbstlich bunt waren:) Und kostenlos dazu noch reichlich Moor, da bleibt kein Fuß trocken! Zum Glück war aber Hütte und kein Zelt angesagt und somit war das alles halb so wild.

Gut getarnte Hütte;)

In der Hütte waren wir dann auch nur zu dritt, so dass jeder sein eigenes Zimmer haben konnte. Keine Ahnung wie die das bei großen, vollen Hütten machen… Und obwohl die beiden Herrschaften ganz nett waren wurde es doch erst richtig gemütlich als sie dann (zum Glück früh) im Bett verschwanden:)

Leider standen sie dann allerdings auch um 6 wieder auf… Hat doch auch Vorteile so ein Zelt;)

Entgegen aller Vorhersagen gab es Nachts keinen sinnflutartigen Regen und vom Sturm war auch nicht viel zu merken. Statt dessen gab es morgens strahlenden Sonnenschein und tolle Herbstluft und der Weg zurück war richtig toll. Ein Glück, dass ich doch losgegangen bin:)

20.09.2020

20.09.2020

Huch, schon wieder 2 Wochen rum… Es passierte nicht viel, ausser dass wir alle nacheinander krank waren. Aber obwohl der Heldenmann im gemeingefährlichen Berlin war, war es nur ne ganz normale Erkältung. Haben wir so nen Test nun also auch mal gemacht…

Letzten Samstag waren wir nochmal Geocachen, und nachdem wir cache1 nicht fanden, weil er wirklich unfassbar hoch oben in einem Baum war, war das Heldenkind immer noch extremst motiviert und wir sind noch mehrere km zum nächsten Nicht-Micro gelaufen. Den haben wir tatsächlich gefunden und war ein Lego – Ninjago drin (wer tut denn teures, originalverpacktes Spielzeug in Caches? Is ja verrückt…) – die Motivation bleibt also hoch;) Gestern waren das Heldenkind und ich dann Lagerfeuer machen (am 15.9. ist hier das Lagerfeuerverbot vorbei:)), Würstchen und Marshmallows grillen und stocherten ausgiebig im Feuer herum. Das war sehr harmonisch und schön.

Das Heldenkind war vor zwei Wochen auch das erste Mal beim Fußball und ist Feuer und Flamme. Nun mag man von Fußball halten was man will, aber man lernt dort zumindest, dass Spiele Regeln haben an die man sich tendenziell halten sollte (schwieriges Thema;)), dem Trainer nicht in einer Tour nen Knopf an die Backe zu labern (sehr schwieriges Thema!) und dass so ein Team aus mehr als einer Person besteht. Bin gespannt wie lange die Begeisterung anhält;)

9.9.2020

9.9.2020

Es ist Herbst und da merke ich immer, dass ich irgendwo in meiner DNA so ein Zugvogel-Gen haben muss. Zumindest habe ich dann immer ganz fürchterlich dolle Lust auf Wandern, am liebsten einfach raus aus der Tür und dann wochenlang weiterlaufen… Da das ja nu aus betreuungstechnischen Gründen eher nicht so aktuell ist, habe ich als Ersatzdroge gerade Dokumentationen über norwegische Abenteurer auf NRK für mich entdeckt und gucke jetzt fleißig alle 8765 Staffeln Expeditionen mit Lars Monsen. Und stelle fest, dass ich zumindest nicht da wandern will, wo es Bären und Wölfe gibt und auch nicht so lange, dass ich mich monatelang hauptsächlich von Fischen ernähren muss. Ist das also auch mal geklärt!

Eine der Serien setzt selbigen Abenteurer dann irgendwo in der norwegischen Wildnis aus, wo er dann innerhalb von 6 Tagen zu einem vorgegebenen Ziel finden muss. Mal ohne Karte, mal ohne Kompass, mal ohne Essen und mal in Klamotten (und Schuhen) von vor 100 Jahren. Und es ist wirklich ganz erstaunlich wie gut sich dieser Mensch orientieren kann. Und wie lange man ein Ally-Faltboot über Steine schleifen kann ohne dass es kaputt geht. Und das man mit selbigem Faltboot auch 6 Hunde + Gepäck transportieren kann, wenn man muss. Ich bin schwer beeindruckt und fest entschlossen ab jetzt die Karte-und-Kompass-Navigation nicht mehr immer dem Navigator-Heldenmann zu überlassen;) Und vielleicht schlaf ich sogar doch mal unter nem Tarp in meinem Leben;)

Wenn ich meine erste Klausur geschrieben habe, dann geh ich auf jeden Fall nochmal auf Hüttentour über Nacht. Allerdings ohne Fische und dafür mit Karte, markiertem Weg und leckerem Essen;)

Ansonsten habe ich jetzt 6 von 9 Lektionen meines ersten Moduls durch. Dann kann ich das also so in 2 Wochen mit der Klausur in Angriff nehmen. Ich bin sehr gespannt auf selbige. Klausuren schreibt man zu Hause und wird dabei über Video von einem netten Mensch aus Indien überwacht, damit man nicht schummelt. Das ist bestimmt sowohl datenschutz- als auch bezahlungsmäßig irgendwie zweifelhaft, aber alle vier Wochen nach Oslo fahren und die Klausur für viel Geld da schreiben kommt auch nicht so richtig in Frage. Sonst ist das je sehr komfortabel.

Was noch so? Der Heldenmann musste dienstlich nach Deutschland und muss jetzt 10 Tage in Quarantäne…ob sich das nun gelohnt hat? Das Heldenkind und ich waren am Sonntag ausprobieren ob Geocaching jetzt Spaß macht (letztes Jahr noch nicht) und in einem der Caches war ein Diamant aus Plastik zum tauschen. Das Heldenkind ist bezaubert und will am liebsten gleich wieder los;) Und es regnet…und regnet und regnet und regnet… ich hoffe es hört vor April nochmal wieder auf damit;)

6.9.2020

6.9.2020

Wir haben wieder einmal neue Mitbewohner. Diesmal sind es ca. 150 Regenwürmer, die wir zwecks Erzeugung von Kompost in einer DIY Ikea-Wurmkistenkonstruktion ansiedeln wollen. Selbige Regenwürmer retteten wir also am Samstag zur großen Begeisterung des Heldenkindes aus dem Fischereibedarf und überführten sie nach ausgiebiger Betrachtung unter der Lupe in ihr neues Heim. Merke: Regenwurm ungleich Kompostwurm! In D kann man Kompostwürmer einfach kiloweise im Internet bestellen, denn dort scheint es allgemeines Hipsterhobbie zu sein, sich zusätzlich zu den Bienen auf dem Dach auch Regenwürmer in der Küche zu halten. Hier ist es wie üblich etwas komplizierter, aber ich bin nach unserer hochwissenschaftlichen Bestimmung halbwegs optimistisch, dass wir die richtigen erwischt haben;)

Das Internet lehrte mich auch, dass die neuen Mitbewohner in den ersten 10-14 Nächten sehr bedacht darauf sind ihr neues Heim wieder zu verlassen und auch erst danach anfangen irgendwas zu kompostieren. Man solle deshalb das Licht anlassen, denn das mögen sie nicht und bleiben in der Kiste. So getan – als ich gestern ins Bett wollte streckten allerdings doch einige neugierig den Kopf aus der Kiste. Somit sind sie jetzt über Nacht nach draußen umgezogen, denn das Gästezimmer ist nur für menschliche Gäste gedacht;) Da verfallen sie vermutlich direkt in Kältestarre, denn es sind nur 11° dort… brr! Kompostiert wird auch nur zwischen 15 und 25 Grad. Über den Winter müssen sie also rein…Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt 😀

Maudlandsområdet

Maudlandsområdet

Nachdem wir hier ja schon auf einigen parkplatznahen Bergen waren, wollte ich mir nochmal die etwas entfernteren Ecken anschauen. Auf Berg hatte ich auch keine Lust, also bin ich einfach 4 Stunden im Wald herumgelaufen. Dabei fleissig potentielle Zeltplätze gesucht und einen sehr belebten See gefunden. Wenn man sich dort auf die warmen Steine am Ufer legte und die Augen zumachte, kam man sich vor wie auf der Insektenautobahn, so sehr summte es dort. Ausserdem sprang alle paar Sekunden irgendwo ein Fisch aus dem Wasser, das war sehr cool zu beobachten.

Danach ging es dann weiter über zwei Pfade, die irgendein Liebhaber der Gegend in OSM sogar mit Namen versehen hatte. Die sahen in guten Augenblicken etwa so aus

und waren in schlechten gänzlich unsichtbar;) Gut, dass man ein GPS am Telefon hat! Somit dauerte aber alles etwas länger und ich kam ausgiebig mit Sumpfgebieten und Kuhzäunen in Konflikt. Aber irgendwann war ich dann doch wieder am Auto… Merke: Nur weil ein Weg einen Namen hat ist es noch lange kein Weg;)