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Schlagwort: Wandern

Abschiedswanderung

Abschiedswanderung

Das Heldenkind und ich hatten ja nun eine ganze Woche frei und ich hatte viele Ideen was man noch machen könnte (neben Umzugsvorbereitungen). Leider hat es bis auf Donnerstag jeden einzelnen Tag geregnet und gewindet. Am Donnerstag hat es dann immerhin nur noch gewindet aber bei 14° und Sonne, also schnell letztmalig die Wanderschuhe geschnürt und ab auf tur. Eigentlich wollten wir auf den Storaberget, da wir aber vom Berg davor schon fast runtergeweht wurden, haben wir uns den geschenkt und sind stattdessen durch sehr schöne Täler gelaufen, haben Dämme im Bach gebaut, Pause am See gemacht (der mehr Wellen hatte als manchmal das Meer am Solastrand) und das letzte Mal die Aussicht auf den Lutsivassdraget genossen. Ach, das wird mir schon alles sehrsehr fehlen. Aber es war eine tolle Wanderung und das Heldenkind und ich hatten sehr viel Spaß:)

07.06.2022

07.06.2022

Du meine Güte, ich gehe so dermaßen nach… ich weiß gar nicht wo anfangen…

Also: Die Heldengroßeltern waren da. Im Zuge dieses Ereignisses haben wir fleißig besichtigt und hier kommt zumindest die Kurzbeschreibung. Unter anderem waren wir auf Vassøy, denn diese Insel fehlte mir noch in meiner Byøysammlung. Dort sahen wir süße kleine rote Babyanemonen, fingen weiterhin eine Krabbe, welche danach vom Heldenkind im Eimer um die ganze Insel getragen wurde und stellten fest, dass auf dieser Insel aus irgendwelchen sinnlosen Gründen auch Autos fahren. Warum das so ist, erschloss sich uns nicht ganz – nur damit man weniger Garten hat und dafür vor der Tür sein Auto parken kann? An der Größe der Insel kann es jedenfalls schon mal nicht gelegen haben…

Ansonsten war das auch sehr hübsch, aber das Wetter nur so mäßig und die anderen beiden bisher besichtigten Inseln fand ich schöner. Aber: Häkchen dran;)

Weiterhin muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich trotz der Nähe zwar schon oft durch Sandnes gefahren bin, aber dort noch nie angehalten habe. Auch diesen unhaltbaren Zustand haben wir beseitigt indem wir dort (gemäß Werbung) Norwegens längste Einkaufsstraße entlangschlenderten. Das war ganz nett, aber wäre ich ohne dies Erlebnis umgezogen wäre ich auch nicht gestorben. Ich hatte außerdem einen Anfall von Verschwendungssucht und kaufte ein ganze Tüte Basilikum auf diesem Ausflug…man mag diesen finanziellen Exzess ja kaum glauben 😀

Süße Gärtnerei

Danach waren wir am Vaulen Badeplass, das ist immer wieder sehr schön. Bei den aktuellen Temperaturen wirds es allerdings nix mehr mit dort nochmal baden gehen…oder man muss halt doch noch härter werden;)

Wir besichtigten weiterhin (es ist ja nicht so, dass man uns Faulheit vorwerfen könnte) den neuen Grapahuk am Fisketjørn in Gramstadt. Das war allerdings bemerkenswert unspektakulär.

Deutlich schöner wars dann am Lutsivatnet und der dortigen Alsnes Friluftsområde. Da hätte man durchaus auch schonmal früher hinfahren können. Und ich würd auch gern nochmal dort paddeln..aber es sind nur noch 3 Wochen, das wird also eher schwierig…

Und dann hatte ich der Heldenoma noch versprochen, dass wir zusammen wandern gehen und mich auch wirklich schon wochenlang drauf gefreut was ich ihr hier alles zeigen will. Das war planungsmäßig nur irgendwie leider ein verhältnismäßiges Drama, weil ich natürlich die schönste aller Wanderungen aussuchen wollte, es aber dreisterweise an allen Orten wo man schöne Aussicht hatte noch massig Schnee oder unüberwindliche Schmelzbäche gab. Und auf der Hütte wo ich ursprünglich hinwollte, da fand natürlich exakt an den beiden Besuchswochenenden so ein Schauspiel statt, weshalb man genau dann dort nicht schlafen konnte. Da hab ich mich soooo geärgert, ich hätte da echt gern nochmal übernachtet.

Nach viel Überlegen und zahlreichen verworfenen Plänen, entwarf ich dann ein kompliziertes Konstrukt, welches es uns ermöglichte, die schöne Aussicht auf dem Weg zwischen Bakken und Bratteli (die mMn auch nicht sooo viel schlechter als vom Preikestolen ist) doch noch mitzunehmen und dann aber halt statt in Bakken in Flørli zu schlafen. Ich war auch gaaanz fest überzeugt, dass ich alle Fährverbindungen nachgeguckt hatte…..bis auf dass ich dann – natürlich erst nach der Buchung der Hütte – feststellte, dass die Fähre von Flørli zurück voll war. Was natürlich super ist, bei einem Ort ohne Straßenanschluss…. Es folgte weiteres Hin- und Herüberlegen, dann fand ich noch ne Tourifähre, mit der wir zum 10-fachen Preis trotzdem weg kamen. Vielleicht hätte ich das als Zeichen sehen sollen, den Plan doch nochmal zu ändern…hab ich aber nicht. Was dann den Effekt hatte, dass wir am Bakken Kai anlegten – und uns 350 Leute auf dem schmalen Pfad nach oben entgegen kamen. Das war eine Freude!! Gut, dass das Schauspiel genau in der gleichen Minute aufhörte als wir da anlegten (wozu wohlgemerkt extra noch die Tourifähre, die die 350 Leute da hingebracht hatte ablegen musste)…. Wir brauchten also seeeeeehr lange bis wir oben waren. Und ich musste mir seeehr oft eine launige Antwort auf dem Kommentar, dass wir ja wohl in die falsche Richtung gingen und hätten wir was vergesssen, haha, ausdenken. Was bei mir schon leichte Stressanfälle auslöste, weil wir ja auch nicht soooooo viel Zeit hatten, bis uns unsere Fähre in Bratteli wieder abholen würde…

Aber wir schafften es dann immerhin doch irgendwann zur Aussicht. Die war dafür dann aber auch wirklich ganz untadelig 🙂

Leider hatten wir sie nicht ganz alleine für uns, denn offensichtlich waren Teilmengen der Schauspielbesucher nicht abgereist. Unter anderem jemand, der sich im Nachhinein als der DNT-Verantwortliche für Wege und Hütten herausstellte. Und der uns mitteilte, dass auf unserem Weg nach Bratteli eine potenziell gefährliche Treppe lag, bei der die Stufen verrottet seien. Das trug nur eingeschränkt zu meiner Entspannung bei muss ich sagen.

Wir brachen also halbwegs zügig auf um uns das Elend mal anzusehen. Und da ging es in eine echt tiefe (und großartige) Schlucht. Und die Treppe war auch wirklich rott. Aber zum Glück nicht gefährlich und noch gut gangbar. Puh, Glück gehabt!

Da ist die Übeltäterin

Danach war zwar der Weg nach Bratteli noch etwas unklar, aber auch das konnte uns nicht stoppen;)

Und am Ende mussten wir sogar noch auf die Fähre warten….

Die Spannung hatte für diesen Tag aber noch kein Ende, denn wir mussten ja noch unsere Hütte in Flørli beziehen. Nachdem uns die Hyttevakt schon am Kai auflauerte und namentlich ansprechen konnte (ich war sehr perplex woher der wildfremde Mensch mich kennt), gab es erstmal ein Eis, denn schließlich war es der zweite Tag mit mehr als 20° dieses Jahr;) Ich hatte vorab Betten gebucht und es gab zu dem Zeitpunkt tatsächlich noch ein freies Zweibettzimmer. Voll passend dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn. Das war dann bloß leider das Durchgangszimmer zum Spielzimmer, hatte zu selbigem keine Tür und zudem noch kein Fenster (da war es nicht so super mit den 20° ….). Hmmm….so hatte ich mir das nicht mit der DNT-Hüttenprämiere der Heldenoma vorgestellt, denn normalerweise hat man voll schöne Aussicht und Wasserfallrauschen und solche Dinge…seufz… Kurz etwas bedröppelt, aber dann auf zum Sonnenfelsen um die Ecke, Sonne genießen, ziellose Kanus auf dem Wasser beobachten und relaxen. Das war dann sehr schön:)

Noch die seltsame Hochzeit besichtigt und dann, weil der Fjord hier irgendwie nicht so schön zu erreichen war, stattdessen noch in den Wasserfall gehopst. Der brachte Schneeschmelzwasser und war…naja…auf jeden Fall sehr erfrischend;) Und dann tatsächlich trotz Fenstermangel halbwegs akzeptabel geschlafen.

Bis dann um ziemlichfrüh jemand die Tür zum Spielzimmer aufriss um da hektisch aufzuräumen. Äh..hallo? Der Morgen war dann bemerkenswert unentspannt, weil die Dame schon ein paar Tage mit ihren Kindern da war und das Bedürfnis zu haben schien, jetzt alles supergründlich zu putzen. Also haben wir schnell ein bisschen mitgeputzt und sind dann entsetzt geflohen. Naja…so kamen wir immerhin gut aus dem Knick und konnten noch die kleine Aussichtsrunde laufen. Die war allerdings steil…konnte mich gar nicht erinnern, dass die so steil war als ich mit B. da hoch lief… Und um 11 ging ja leider schon unsere Tourifähre… Also etwas schneller geschnauft – waaaarm!

Aber auch diese Aussicht war sehr schön

Wir waren dann natürlich viel zu früh…aber das teure Teil wollten wir ja nu auch nicht verpassen, sonst ist man da ja doch sehr gestrandet.

Somit war das ein Wetter- und Aussichtsmäßig wunderschöner, anderweitig allerdings etwas stressigerer Ausflug als geplant. Aber: immerhin keine Schneefelder 😀 Immer positiv denken!

So….Mammutbeteitrag…und ich hinke trotzdem noch 14 Tage hinterher…:D

Melands Grønahei

Melands Grønahei

Am Wochenende hatten der Heldenmann und ich Freigang und ließen das völlig überdrehte Heldenkind bei den Großeltern um nochmal eine Runde ins Fjell zu fjellen. Eigentlich wollten wir zelten, aber es war windig und ich hatte keinen Bock zu packen und deshalb nahmen wir uns eine Hütte vor, auf der wir noch nicht waren und freuten uns auf warmen Kamin am Abend:)

Die Strecke hatte ordentlich Höhenmeter, nen spektakulären Meteoritenkrater (naja … von oben hat man ihn schon gesehen) und sonst auch sehr viel Abwechslung. Erst Schafe, dann Wald, dann Sete, dann an einem See lang und schließlich eine erstaunliche Menge Schneefelder, die in allen möglichen und nicht-ganz-so-möglichen Winkeln überquert werden mussten. Achja, durch nen Bach waten musste man auch noch.

Und die letzten zwei Stunden dann Fjell und Schnee und Weite und Wind. Das war wirklich eine sehr schöne Tour und eine niedliche Hütte am Ende.

Gemäß Buchungsapp sollte die mit 12 Leuten auch gut ausgebucht sein, denn für uns war nur noch auf dem Hems Platz. Aber nachdem wir sehr lange die Stille genossen, Lecker gekocht und gemütlich vor dem Ofen gelesen hatten, war es irgendwann 9 und als dann immer noch keiner da war zogen wir doch in eins der Zimmer:) Wer hingegen da war, war der Piep-Vogel – der war sehr empört und beschimpfte uns jedes Mal ausgiebig wenn wir die Hütte verließen, sogar Nachts um 4;)

Hütte außen
Hütte innen:)

Am nächsten Morgen gab es dann sogar noch ein bisschen Schnee, aber dann nur noch Niesel und gutes Gehwetter für den Rückweg. Bis auf die Tatsache, dass wir dann noch 45 min wegen eines Radrennens durch Stavanger irrlichterten war das alles sehrsehrschön und unglaublich angenehm ruhig:)

1.5.2022 – Viglesdalen

1.5.2022 – Viglesdalen

So langsam nähert sich schon der Rückumzug und es gibt noch sooo viel was ich eigentlich sehen will. Z.B. wollte ich schon seit zwei Jahren ins Viglesdalen, aber die Hütte war coronabedingt einfach immer ausgebucht.

Nicht so am letzten WE:) Ich fragte also mehr so alibimäßig das Heldenkind, ob es mit mir auf hyttetur gehen will und zu meinem unfassbaren Erstaunen sagte er einfach so ja. Keine Bedingungen, kein wenn und aber…ich war ganz baff. Er erzählte mir dann, dass er letztes Jahr nicht so gern wandern wollte, weil er immer Angst hatte nochmal verloren zu gehen (achach!) und aber eigentlich sehr gerne möchte. Also haben wir einen Notfallplan ausgearbeitet und seine Hosentaschen mit Messer mit Pfeife, Rettungsdecke und Müsliriegel bestückt. Derart ausgerüstet liefen wir dann Samstag mittag los ins Viglesdalen. Das ist tatsächlich gar nicht so weit weg von uns und eine sehr schöne, wenn auch mit einigen Steigungen versehene Tour. Wir hatten tolles Wetter, das Heldenkind genoss es sehr, dass ich ganz viel Zeit für Redespiel hatte, und Wasser zum Dämmebauen und Ameisen zum mit-Apfel-füttern gab es auch. Nur Fotos hab ich wie üblich wieder viel zu wenige gemacht;)

Einer von drei großen Wasserfällen im Tal

Im Tal gibt es eine alte und eine neue Hütte, und da die neue schon sehr voll war, nahmen wir halt die alte. Da war dann auch nur noch ein Pärchen mit Hund mit drin, aber das Heldenkind beschloss, dass wir trotzdem oben auf dem Schlafboden schlafen würden und nicht in einem der Zimmer. Auch ok:) Wir kletterten also noch ne Runde auf den Findlingen und bauten ein Boot für den Bach und dann merkte man aber auch an den Temperaturen, dass man ein paar hundert Meter weiter oben war ….brr! Das Heldenkind merkte an dem Abend weiterhin, dass Glasscheiben von Öfen auch sehr heiß werden – aua!

Am nächsten Morgen war das Wetter sogar noch schöner, es ging nur bergab, das Heldenkind spielte sehr lange in einem rauschenden Bach und wir fanden unfassbar viele Kaulquappen. Ich wollte ja eigentlich keine mehr(weil geschützt), aber dann sahen wir welche, die in einem Fußabdruck mit sehr wenig Wasser drin sowieso am nächsten Tag ausgetrocknet wären – und somit haben wir jetzt doch wieder 6 niedliche Kaulquappen als Mitbewohner;) Ich gewinne somit keinen Preis für Konsequenz…aber die sind schon echt sehrsehr süß. Und diesmal sterben uns auch keine und sie werden rechtzeitig freigelassen:)

Alte Brücke – hier war wohl früher viel Schafzucht
11.04.2022

11.04.2022

Am Wochenende hatten wir wundervollerweise Kurzbesuch aus Deutschland, das war sehr schön. Und auch wenn es nur von Samstag Morgen bis Montag morgen war, haben wir die Zeit gut genutzt und waren im Oljemuseet und in der Stadt, haben P&P gespielt, waren wandern und zum mittelalterlich mehrstimmig singen reichte die Zeit sogar auch noch. Da musste ich dann glatt nochmal wieder Angli clamant hinterhertrauern, das war einfach genau meine Musik und ich vermisse diesen Chor einfach sehrsehrsehr doll, immer noch.

Während Besuch und Heldenmann die schneebedeckten Höhen des Preikestolen erklommen (was wohl ohne Spikes eher nur was für Leute mit Abenteuerlust war), wanderten das Heldenkind und ich ums Revsvatnet, das wollte ich schon sehr lange, nur eben nicht bei 20€ Parkgebühren. Aber da die nun eh bezahlt waren, hat es sich so wenigstens richtig gelohnt:)

Und die Gegend ist einfach nur wunderschön. Eigentlich ist es echt schade, dass man das gar nicht mehr „normal“ nutzen kann vor lauter Tourischwärmen.

Das Heldenkind war supergut unterwegs und lief 3 h ganz ohne meckern und sogar mit Pausen im Redespiel, wo einfach mal 15 min Ruhe war. Ich war ganz baff:)

Liarvatnet

Liarvatnet

Gutes Wetter und letzte Chance bevor mal wieder Langarbeitswochen beim Heldenmann sind? Also fix nochmal los ins Gesträuch:)

Diesmal zum Liarvatnet in Forsand. Da muss man zwar durch den teuren Tunnel, aber dafür ist es superschön und doch etwas wilder als hier auf der Stavangerseite.

Liarvatnet

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen einmal um den See und dann zum Foresnesvatnet zu laufen um dort zu nächtigen, aber da dort keine Abendsonne war, landete ich dann mal wieder an einem Berghang mit Aussicht;) Mit Hängematte ja alles kein Problem. Diesmal hatte ich statt Gaskocher so einen winzigen Hobo-ofen mit und bin total begeistert. Um einen Liter Wasser zu kochen braucht man echt nur so ne Hand voll Kroppzeug (also Heidekraut und ein paar dünne Stöcke). Voll gut! Und wenn man nen Stein drunter hat auch ziemlich sicher. Der kommt jetzt öfter mit:)

Hängemattenaussicht der Woche

Ansonsten wird es jetzt schon 19:30 dunkel, da braucht man ein gutes Buch:) Weitere Testergebnisse: Bei weniger als 10 Grad wirds mit diesem Schlafsack ohne Zelt langsam kalt. Außerdem: In einer wackeligen Hängematte in ein Inlet krabbeln was nur oben etwas offen ist, ist was für Turnkünstler. Und ich muss mir in der Hängematte nen Wecker stellen,ich schlafe sonst bis um 11. Und dann wird das nix mit weit wandern…

Auf jeden Fall muss ich da dringend nochmal in die Ecke. Und eins ist gewiss: man muss sich keine Sorgen machen, dass es zu wenig Parkplätze gibt:D

Ich weiss ja nicht wen die da noch alles erwarten…
Veraland

Veraland

Ab Montag soll es regnen, also schnell noch das potenziell letzte Sommerwochenende genutzt und nochmal draußen genächtigt. Und weil es im Urlaub so schön war diesmal mit der Hängematte.

Der Weg von Veraland (ein großer Bauernhof) führte zunächst nur über Weiden und der kleine See den ich mir nach Betrachtung der Karte als Ziel ausgeguckt hatte, war in der Realität ein von Kühen und Schafen ziemlich stark frequentierter Tümpel. Uäh! Also beschloss ich, dass die zwei Liter Wasser die ich dabei hatte dann halt reichen müssen und suchte mir einfach einen Platz mit toller Aussicht.

Aussicht aus der Hängematte
Aussicht beim Abendessen
Aussicht nach dem Abendessen:)

Das hat meiner Meinung nach ganz hervorragend funktioniert;) Der Platz wo ich zwei ausreichend große Bäume im richtigen Abstand fand war dann zwar eeetwas kletterig und ich hatte leichte Bedenken, dass ich mir nachts in einem der Löcher unter der Hängematte die Beine breche, aber ich war dann einfach sehr vorsichtig und nach einer wundervollen, aber unfotografierten Frühstücksaussicht ging es dann wassermangelbedingt auf dem kürzeren Weg wieder gen Heimat. Ich wäre zwar gern noch auf einen der Berge geklettert, aber auch so war das sehr schön:)

17. – 18.08.2021 – Skåpet

17. – 18.08.2021 – Skåpet

Da das Heldenkind ja Di und Mi nochmal planleggingsdagsfrei hatte, startete ich mal wieder einen Anlauf eine der heißbegehrten Hütten in Skapet zu ergattern und siehe da: Nach 1,5 Jahren hatte ich endlich mal Glück! Die Hütte ist eine der neusten im STF und besteht aus mehreren 5-Personen-Hütten, einer Gemeinschaftshütte und finally einer echten richtigen Sauna (die ja in Norwegen sonst offensichtlich hauptsächlich in Privathütten oder Schwimmbadduschen zu finden sind). Ich war seit zwei Jahren nicht in der Sauna und freute mich folglich allein deswegen schon wie Bolle.

Also alles gepackt und um 12 waren wir im Vinddalen und auf dem Weg zur Hütte. Selbiger Weg war ein wirklich sehr schöne und das Heldenkind 2/3 davon guten Mutes unterwegs. Nur das letzte Stück war etwas anstrengend. Zum Glück hopste dann ein Frosch auf den Pfad, der sich nach ein paar Ausbruchversuchen schicksalsergeben vom Heldenkind herumtragen liess, und dann war die Welt eigentlich auch wieder in Ordnung. Besonders als wir dann an der Hütte auch noch seinen großen Bruder einfingen;)

Bei den modernen DNT-Hütten habe ich immer ein bisschen den Eindruck, dass Form vor Funktion geht. Die eine hatte ja unfassbar hohe Decken und war mit einem Ofen kaum zu heizen. Diese hier hatten wundervolle große Fensterfronten, aber dafür nur so ein DinA4 großes Fenster das man zum Lüften ankippen konnte (und eins auf dem Hems, das auch nur einen winzigen Spalt aufging). Nichts für warme Sommertage, aber die sind vermutlich aufgrund der hiesigen Gesamtwetterlage nicht eingeplant;)

Die Sauna war aber wundervoll:) Da waren wir dann deshalb auch gleich zweimal drin, einmal mit und einmal ohne Kind im fastschondunkeln. Und das Heldenkind fand gleich Kumpel zum spielen. Und in der Haupthütte waren zwar andere Menschen (oh Graus!), aber ich wiederhole einfach immer mein Mantra: bei 52 SFO-Kindern in einem Raum ist sonst alles Pillepalle. Also kann man auch gleich kapitulieren… Aber so ganz klappt das noch nicht mit der geistigen Entspannung, muss ich zugeben.

Der Weg zurück ging am nächsten Tag dann Redespiel-sei-Dank ganz problemlos und es begann auch erst genau dann zu regnen als wir am Auto waren. Auch wieder Glück gehabt:)

Gitlandsåsen

Gitlandsåsen

Für die Nacht von gestern auf heute hatte ich mal wieder Freigang beantragt um Beine und Zelt auszuführen:) Es waren 15° und Sonne angesagt und als ich um 4 am Zielpunkt am Lerangsvatnet ankam war es auch wundervoll warm und man konnte in kurzer Hose und T-Shirt laufen. Bzw. hätte theoretisch gekonnt, denn nachdem ich nach etwa 2 km schon 3 Zecken absammelte, stieg ich dann doch auf Hose in die Socken stecken um…blöde Viecher.

Ich hatte mir so ein Naturreservat mit ursprünglichem Wald, wie es ihn hier früher überall gab, ausgeguckt. Das war dann auch wundervoll waldig, duftete nach sonnenwarmen Kiefern und der ganze Waldboden war voller Heidelbeersträucher. Ich hatte beschlossen erstmal einen Zeltplatz zu suchen und dann mit weniger Zuladung noch auf einen Berg namens Hesten zu klettern. Das heisst übersetzt sowas wie „das Pferd“. Ich konnte da aber keine Ähnlichkeit erkennen;) Der Plan klappte aber sonst ganz wundervoll und um 18:30 war das Zelt aufgestellt, zwei weitere Zecken entsorgt und ich klar zur Gipfelbesteigung. Das tolle an so einem kleinen Zelt ist ja, dass man nur eine personengroße glatte Fläche braucht. Mit dem großen Zelt wäre das eine fiese Sucherei geworden. So war es kein Problem:)

Auf dem Weg nach oben war ich dann sehr froh über das reduzierte Gepäck, denn es war angemessen steil. Aber dafür gab es eine schöne Aussicht.

An dem See steht mein kleines grünes Zelt:)

Leider war es zu windig um lange zu verweilen, also ging es bald zurück. Den ganzen Nachmittag hatte ich keinen einzigen Menschen getroffen und ich freute mich darauf ganz alleine die Ruhe zu genießen. Kochte mir was zu essen. Las ein wenig. Freute mich drauf morgen früh in den See zu hopsen. Und um halb 10 kam dann Musik vom gegenüberliegenden Berghang und laute Stimmen. Da bekam ich schon ganz arg miese Laune, aber als die drei Neuankömmlinge dann irgendwann am See angekommen waren und ihre Zelte aufgebaut hatten, beschränkten sie sich dann zum Glück doch auf Lagerfeuer und normallautstärkige Unterhaltung. Leider direkt gegenüber, so dass ich mich total beobachtet fühlte. Aber ist ja nicht mein See. Etwas schade wars trotzdem. Und der Elch, dessen Losung überall zu finden war, liess sich dann natürlich auch nicht blicken. Wobei ich da dann doch auch ein klein wenig erleichtert war.

Da drüben versteckt sich mein Zelt:)

Am nächsten Morgen scheuchte mich dann um halb 8 die Sonne aus dem Zelt und hach wäre schwimmen jetzt schön gewesen. Aber nix Badesachen und drüben war man auch schon wach. Deshalb packte ich nach dem Frühstück einfach fix meine Sachen und machte dann noch einen Umweg zu einem anderen See. Den hatte ich dann für mich:)

Um 13 Uhr war ich wieder zu Hause. Das waren dann nicht mal 24 h und trotzdem fühlt es sich wie ein ewig langer Urlaub an. Das war schön:)

Dalevatnet mit Zelt

Dalevatnet mit Zelt

Im November kaufte ich mir ja ein Einpersonenzelt. Direkt im Anschluss wurde es dann natürlich kalt und regnerisch (ok, bei genauerem Nachdenken nicht verwunderlich;)), so dass ich gar keine Chance mehr hatte es zu testen. Und dann fror es ja ewig lange. Aaaber jetzt am WE gab es endlich Temperaturen von fabelhaften 8 Grad und das musste dann trotz Wind einfach reichen um es endlich auszuprobieren;)

Also packte ich mein Zelt, freute mich dass meine gesamte Ausrüstung in meinen kleinen Rucksack passte und machte mich Freitag um 4 auf zum Dalevatnet. Eigentlich hatte ich ja große Pläne wo ich überall hinwandern könnte, aber da es in höheren Lagen deutlich unter 0 sein sollte, noch reichlich Wind dazu angekündigt war uuund ich auch tatsächlich noch nie so ganz alleine zelten war, war das mit vertrauter Umgebung doch auch ganz ok.

Um 6 hatte ich dann einen halbwegs windgeschützten Platz gefunden und es gab sogar einen schönen sonnigen und windgeschützten Stein zum Sitzen. Da blieb ich dann einfach und las bis die Sonne weg war, zog an einen höher gelegenen Berghang um wo noch Sonne war, las noch ein bisschen und das wars dann auch. Voll spektakulär;) Dafür aber in der Dämmerung sehr euphorisches Vogelgebrüll.

Nachts um 2 gab es dann als weiteres Event der Sparte Naturerlebnis einen wundervollen Mond über dem See zu bewundern. Und ein sehr mitteilsames Schaf zu hören. Und witzigerweise waren auch zwei Stirnlampen auf dem Weg um den See. Nachtwanderung?

Morgens dann mehr Naturerlebnis und große Hektik, denn ein kleiner Vogel war irgendwie zwischen Innen- und Außenzelt geraten und kam da nun wirklichwirklichwirklich nicht mehr raus, tschilptschilp. Da war ich dann ziemlich plötzlich ziemlich wach 🙂 Also Vogel gerettet und mein nagelneues Innenzelt von Vogelhinterlassenschaften gereinigt, echtma! So hatte ich dann aber noch genug Zeit die Runde über den Resasteinen zurück nach Dale zu gehen, die kannte ich auch noch nicht.

Da unten am See war mein Zelt

Und um 13 Uhr war ich wieder zu Hause, Kurzurlaub beendet. Das war schön!