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Tag: Wandern

18. – 20.11.2022 Winterwanderung im Deister

18. – 20.11.2022 Winterwanderung im Deister

Nach einer weiteren Woche mit allerlei Kleinvorbereitungen stand ich am Freitag pünktlich zu Schulschluss bereit mein Heldenkind einzusammeln, denn die Mission war es vor Einbruch der Dunkelheit am ersten Lagerplatz zu sein. Dieses hehere Ziel wurde dann allerdings sogleich durch einen Stau erfolgreich zunichte gemacht… Nichtsdestotrotz war das Heldenkind um 3 erfolgreich bei der Tante und ich um kurz vor 4 und nur eine Stunde später als geplant am Deister. Von 6 Mitwanderern waren 2 noch wegen Krankheit ausgefallen, die U war auch zu spät, aber irgendwann im Dunkeln waren wir dann tatsächlich alle umgezogen und aufbruchbereit;) Und: es lag natürlich Schnee und war das erste richtig kalte Wochenende. Wetterprognose: -5° in der Nacht. Ich weiß auch wirklich nicht wann in den letzten drei Jahren mein Verständnis von Spaß sich dazu gewandelt hat bei Minusgraden im Schnee auf ein paar Blättern an einem Feuer zu liegen… Ich schiebe das alles mal auf Lars Monsen;)

Selbige Blätter sammelten wir dann also noch fix aus dem Wald, bauten uns einen Windschutz aus den vorhandenen Bänken und während die U verfügte, dass wir kein Tarp brauchten (denn dann kann man parallel zum Feuer schlafen – wenn man sich ein Tarp teilt dann hat man ja sonst nur entweder Füße oder Kopf am Feuer) bauten sich die Jungs noch einen schicken und bedauerlicherweise gänzlich unfotographierten Unterstand. Am Ende war das dann alles ganz gemütlich, das Feuer an und es nieselschneete auch nur noch ganz wenig;) Zeit für den gemütlichen Teil.

Bis auf dass dann plötzlich noch zwei ältere Herren auftauchten die auch grillen wollten. Wir waren erst etwas irritiert (weil wir das ja extra reserviert hatten um ein bisschen unsere Ruhe zu haben), aber sie waren dann doch ganz nett und grillten hinten in der Hütte gemütlich vor sich hin und beschallten uns mit sehr fremdartiger Musik aus einer sehr alten Flöte (voll passend zu unserer Klamotte wie sogleich befunden wurde). Das war dann tatsächlich eigentlich ganz nett.

Irgendwann verschwanden sie dann, um noch eine Nachtwanderung zu machen (wir sind ja nicht die einzigen Irren…) und wir befanden, dass es nun auch Zeit sei zum schlafen. Naja. So richtig viel schlief ich erwartungsgemäß nicht. Aber gar nicht so sehr weil mir kalt war, das ging sehr gut. Sondern weil es einfach unfassbar hart war an der Hüfte und mein Schummelkissen leider die Luft nicht hielt. Gnah! Rückenschläfer müsste man sein!

Am nächsten Morgen mussten wir dann leider nochmal fix Wasser (und ein paar Schummeldecken und Backupschlafsäcke) zum Lagerplatz 2 fahren, denn am Tag davor hatten wir das aufgrund von Us persönlichem Stauerlebnis leider nicht mehr geschafft. Ganz schön weit, wenn man um den Deister herumfährt… U versteckte noch den Plot und dann war es schwupps auch schon ganz schön spät. Also alles aufgeklart, Kraxen gepackt, doch auf OT-Schuhe gewechselt (die anderen sind zu eng für dicke Socken) und um 11 oder so waren wir dann unterwegs. Der Weg waren etwa 9km und das laufen ging eigentlich sehr gut, nur ganz am Ende taten mir dann die Schultern weh. Meine Kraxe hatte schätzungsweise so 15 kg – viel schwerer muss sie auch nicht werden wenn es noch Spaß machen soll. Und die vorher gebastelten Karten funktionierten auch sehr gut – auch wenn wir keinen von den vorher extra ausgekundschafteten schmalen Pfaden mit ohne Schotter tatsächlich gelaufen sind. Von den mitwandernden Herren hatte nämlich einer eine wiiiirklich große und sehr optimistisch vollgepackte Kiepe ohne Hüftgurt, da haben wir dann doch etwas abgekürzt;)

Am anderen Lagerplatz wurde es dann schon wieder fast dunkel und diesmal brauchten wir auch noch mehr Feuerholz. Also fleißig Holz gesucht und gesägt, das dauerte auch zu viert so seine Zeit. Trotzdem haben wir es (da in der Nähe kurz vorher gefällt wurde und ohne Ende Buchenzweige herumlagen) sogar noch geschafft unseren Betten ein Upgrade zu gönnen und eine dicke Schicht Zweige unter die Blätter zu legen. Das war deutlich bequemer:) Die Jungs bauten sich ein luxuriöses Doppelbett aus sehr vielen, sehr sehr schweren Bänken (ich trug eine ein winziges Stück, das reichte mir:)) mit Tarp, U musste aus Platzgründen mehr oder weniger in der Feuerstelle schlafen und ich hatte ein kuscheliges Plätzchen zwischen Feuerstellenrand und umgekippter Bank. An dem Abend hatte ich trotzdem kurz ein ganz schönes Tief, weil mir so der Rücken wehtat, dass ich gar nicht sitzen konnte und ich mega müde war und sehr pessimistisch was die Schlafausbeute der nächsten Nacht anging. Da habe ich tatsächlich überlegt ins Auto und den Schlafsack auszuwandern, denn ich hatte mir ja in der Nacht davor schon bewiesen, dass ich voll hart bin 😀 Hab ich dann aber zum Glück nicht gemacht und siehe da: die ersten 6 Stunden oder so schlief ich dann doch ziemlich gut bis die Hüfte wieder rummuckte.

Am schönsten war es dann aber eigentlich morgens, als wir noch stundenlang am Feuer saßen und quatschten und Tee tranken, Brei kochten und Käse rösteten. Doch ziemlich stolz und ich war sehr froh dass ich die zweite Nacht doch noch durchgezogen hab:)

Fazit:

  • Wenn man kein Tarp hat, dann brauche ich bei -5° um bequem zu schlafen vier Decken und alle Klamotten die ich habe. Das ist definitiv mehr als ich tragen mag, wenn es noch Spaß machen soll und es war gut, dass wir diesmal schummeln konnten. Alles-selbst-tragen-Cons also nur bei Plusgraden.
  • Wasser ist flüssig, wenn die (gekaufte) Wasserflasche zu ist und friert dann spontan ein, wenn man sie öffnet. Das Heldenkind wäre begeistert!
  • Wasser mit Slushanteilen in eine mittelalterliche Lederflasche mit einem dünnen, relativ langen Hals zu füllen ist …öh… 😉 Man hat dann einen guten Eiskorken:D Unterwegs was trinken ist..ich nenn es mal herausfordernd;)
  • Hartgekochte gefrorene Eier schmecken eher eingeschränkt lecker 😀

Am Sonntag war ich dann zwar echt müde, aber auch wirklich sehr euphorisch:)

03.10.2022 – Rinteln – Porta Westfalica

03.10.2022 – Rinteln – Porta Westfalica

Heute waren es nur 16 km und obwohl wir um 16 Uhr am Zug sein mussten, war die Motivation früh los zu gehen wieder einmal eher gering. Also gemütlich gefrühstückt, die zwei uns zugebilligten Brötchen in eine totaaaal praktische Pappschachtel gepackt (ob andere Leute hier Bratnudeln als Lunchpaket bekommen?) und dann auch nur ne Stunde später als geplant los. Da hatte man dann gleich mal wieder die notwendige Motivation zügig zu gehen…

Die Etappe hatte zwar keine spektakulären Ausblicke, aber ganz interessante Dinge zwischendurch. Z.B. die Königshütte (von einem Herrn König, nicht von einem König errichtet) die einen mit allerlei Weisheiten beglückte, mehrere Steinbrüche, einen Fernsehturm (den wir allerdings verpassten, denn die Beschilderung war eher so naja), ein Bergwerk (das wir nicht besichtigten;)) und am Ende einen zweigigen Ausblick aufs Denkmal. Die Züge schafften wir auch und alle Füße waren brav.

Des war schön:)

2.10.2022 Langenfeld – Rinteln

2.10.2022 Langenfeld – Rinteln

Nach einem ausführlichen Frühstück kamen wir nicht so richtig früh los…aber kein Regen und heute waren es ja auch „nur“ 22 km. Trotz Blasen an den Füßen (Danke für nichts liebe Wanderschuhe) und allerlei Wehwehchen ging es gut los. Ansonsten war alles hübsch aber wenig spektakulär. Der schönste Ausblick kam dann ganz zum Schuss von einem Turm über Rinteln. Da hatten wir noch überlegt ob wir überhaupt rauf wollten, weil es davor so viel regnete. Aber das hat sich sehr gelohnt.

Unser Hotel „Zum alten Zollhaus“ lag etwas außerhalb, so dass es nix wurde mit dem Weinfest. War aber auch gar nicht so schlimm, denn die Motivation noch mehr als 10 m zu gehen war eher nicht so vorhanden. Aber zum Glück gab es im Hotel ein Restaurant:) Allerdings gab es auch hier entgleisende Gesichtszüge, diesmal bei der Frage ob wir spontan noch ein Lunchpaket haben können. Und dass wir 25 min aufs Bestellen warten mussten war auch eher so semiprofessionell… Aber dafür war es sehr lecker:)

Strecke: 22 km

Status: Auaaua, blöde Schuhe(Sarah). Der verknackste Fuß hielt, dafür muckte der andere…(C.)

1.10.2022 Hameln – Langenfeld

1.10.2022 Hameln – Langenfeld

An diesem WE war ich mit der C. wandern. Da ich vorher noch das Kind bei den Großeltern abgeliefert habe und die mittlere Heldenschwester endlich mal beim Thechaterspielen sehen wollte, brauchten wir etwas in der Nähe von Hannover und so ist es diesmal der Weserberglandstieg geworden.

Die C. hatte sich leider zwei Wochen vorher den Fuß verknackst, aber zum Glück ging es wieder so halbwegs und wir konnten tatsächlich starten;)

Also Samstag früh aufgestanden, ausfallenden S-Bahnen zum Trotz und Dank beherztem Zwischensprint noch den Zug bekommen und dann um 8:40 in Hameln eingetrudelt. Dort haben wir noch die letzten Vorräte gekauft und nach ner kurzen Busfahrt gings dann um 9:30 auch richtig los.

Und da stellten wir dann auch ziemlich schnell fest, dass es sehr klug war für diesen Weg ne Karte dabei zu haben, denn die Beschilderung an Kreuzungen war eher…mehrdeutig. Oder gleich gar nicht da… Also verliefen wir uns gleich erstmal ne Runde, aber danach waren wir gewarnt:)

Der Anfang war eher mittelspektakulär, aber die Mittagspause im Turm war dann sehr schön und es gab sehr leckere Suppe. Danach gings sehr schön weiter, aber als wir gerade oben auf dem Kamm waren fing es ganz fürchterlich an zu Gewittern. Das war dann nicht soo überzeugend und der Tipp sich von Anhöhen und hohen Bäumen fernzuhalten eher eingeschränkt praktikabel. Also machten wir das so gut es ging, zählten fleißig Abstände und waren dann sehr erleichtert, als es nach kurzer Zeit wieder vorbei war.

Dafür gab es danach einen superschönen Ausblick als die Sonne rauskam und die Wolken sich hoben.

Leider war die Etappe heute mangels Unterkünften etwas lang und unser auf dem Rothaarsteig gefasster Entschluss auf Spaßwanderungen nicht mehr als 23 km zu laufen ließ sich nicht so richtig einhalten. Somit zog sich das gegen Ende trotz Sonne doch sehr und als wir in unserer Unterkunft ankamen wurde es schon langsam dunkel.

Selbige Unterkunft nannte sich Höllenmühle (was nix mit Hölle sondern mit einem anderen Wort für Tal zu tun hat, wie ich lernte) und war wirklich sehr idyllisch gelegen. Die Vermieterin war allerdings etwas seltsam – und von der vollkommen abstrusen Frage ob man als Nicht-Pärchen evtl. eine zweite Decke fürs Bett bekommen könnte auch ganz entgeistert. Zum Glück fanden wir noch ne Wolldecke im Schrank;)

Dafür war das Frühstück sehr reichlich und lecker und hübsch war es auch.

Entfernung: 27 km

Status: Diese Wanderschuhe taugen nix und kommen weg (Sarah). 27 km und Regen – der Fuß hält (C. ;))

20. – 21.08.2022 Teehauscon

20. – 21.08.2022 Teehauscon

Am WE war ein Eintages-Wandercon in Siebenhafen,und weil das letzte Seefahrercon so großartig war wollten wir da gerne hin. Kleines Hindernis: Es war am Ende der Welt bei Rostock und man sollte Samstag Vormittag anreisen, was mit einer Zuganreise nicht vereinbar war. Zudem musste U noch die Kinder nach Gifhorn bringen, was jetzt auch nicht gerade dichter dran war. Also schmiedeten wir einen komplizierten Plan, der beinhaltete sich Freitag Abend in Gifhorn zu treffen und dann gemeinsam ganz früh mit dem Auto dorthin zu fahren. Also zückte ich mein 9€-Ticket, durch dieses bedingt waren allerdings alle Züge unfassbar voll und mit fettem Rucksack, Laute und 2,1 m Kampfstab Zug zu fahren war die reinste Freude….nicht. Es fielen dann auch noch alle Züge von Braunschweig nach Gifhorn aus, aber nichtsdestotrotz war ich irgendwann da und wir packten noch bis Nachts um 1 unsere Kraxen vor, da wir erstens Händler spielen wollten und zweitens unter Ullis neuem Wolltarp draußen schlafen. Das Ergebnis sah dann ziemlich cool aus, war aber auch ziiiemlich schwer. Und damit dann 6 h Wandercon? Wir waren etwas skeptisch…

Am nächsten Morgen kamen wir dann tatsächlich früh los, torpedierten allerdings unseren schönen Plan früh da zu sein erfolgreich durch akute Verplantheit. Selbige führte dazu, dass wir so viel redeten, dass wir das Navi ignorierten und prompt ne halbe Stunde in die falsche Richtung fuhren…tüdelü…

Also waren wir um 11 statt 10 da, bauten unser Tarp gaaanz schnell auf und waren dann Dank vorgepackter Kraxen trotzdem noch rechtzeitig klar zum Aufbruch;) Und alle (inklusive uns) waren schwer beeindruckt, dass wir das Zeug tatsächlich durch den Wald schleppen wollten…

Aber wir hatten noch einen genialen Plan, nämlich egal was passiert immer einfach in die Kraxe gucken und „Haben wir dabei“ zu sagen, und im Gegensatz zu den anderen genialen Plänen funktionierte dieser ausgezeichnet:) Und zum umpacken war ja eh keine Zeit mehr;) Es ging dann aber erstaunlich gut und wir verkauften zwar keine unserer Waren (außer der Pfeif-Viehzeug Abwehrpfeife), konnten dafür aber damit punkten, dass wir sowohl Socken als auch Nägel (aus Jankas Schuhen;)) anbieten konnten. Der Plot war nicht sehr spektakulär aber die Gesellschaft nett und interessant. Abends gab es dann Essen im Teehaus und dann ganz viel Musik und diesmal hatte ich die Laute nicht umsonst mitgeschleppt sondern traute mich sogar zur späteren Stunde noch ein bisschen Musik zu machen.

Es war dann nicht mehr sonderlich viel Nacht über, aber unter dem Tarp schlief es sich sehr gut. Das darf also definitiv wieder mit:)

Abschiedswanderung

Abschiedswanderung

Das Heldenkind und ich hatten ja nun eine ganze Woche frei und ich hatte viele Ideen was man noch machen könnte (neben Umzugsvorbereitungen). Leider hat es bis auf Donnerstag jeden einzelnen Tag geregnet und gewindet. Am Donnerstag hat es dann immerhin nur noch gewindet aber bei 14° und Sonne, also schnell letztmalig die Wanderschuhe geschnürt und ab auf tur. Eigentlich wollten wir auf den Storaberget, da wir aber vom Berg davor schon fast runtergeweht wurden, haben wir uns den geschenkt und sind stattdessen durch sehr schöne Täler gelaufen, haben Dämme im Bach gebaut, Pause am See gemacht (der mehr Wellen hatte als manchmal das Meer am Solastrand) und das letzte Mal die Aussicht auf den Lutsivassdraget genossen. Ach, das wird mir schon alles sehrsehr fehlen. Aber es war eine tolle Wanderung und das Heldenkind und ich hatten sehr viel Spaß:)

07.06.2022

07.06.2022

Du meine Güte, ich gehe so dermaßen nach… ich weiß gar nicht wo anfangen…

Also: Die Heldengroßeltern waren da. Im Zuge dieses Ereignisses haben wir fleißig besichtigt und hier kommt zumindest die Kurzbeschreibung. Unter anderem waren wir auf Vassøy, denn diese Insel fehlte mir noch in meiner Byøysammlung. Dort sahen wir süße kleine rote Babyanemonen, fingen weiterhin eine Krabbe, welche danach vom Heldenkind im Eimer um die ganze Insel getragen wurde und stellten fest, dass auf dieser Insel aus irgendwelchen sinnlosen Gründen auch Autos fahren. Warum das so ist, erschloss sich uns nicht ganz – nur damit man weniger Garten hat und dafür vor der Tür sein Auto parken kann? An der Größe der Insel kann es jedenfalls schon mal nicht gelegen haben…

Ansonsten war das auch sehr hübsch, aber das Wetter nur so mäßig und die anderen beiden bisher besichtigten Inseln fand ich schöner. Aber: Häkchen dran;)

Weiterhin muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich trotz der Nähe zwar schon oft durch Sandnes gefahren bin, aber dort noch nie angehalten habe. Auch diesen unhaltbaren Zustand haben wir beseitigt indem wir dort (gemäß Werbung) Norwegens längste Einkaufsstraße entlangschlenderten. Das war ganz nett, aber wäre ich ohne dies Erlebnis umgezogen wäre ich auch nicht gestorben. Ich hatte außerdem einen Anfall von Verschwendungssucht und kaufte ein ganze Tüte Basilikum auf diesem Ausflug…man mag diesen finanziellen Exzess ja kaum glauben 😀

Süße Gärtnerei

Danach waren wir am Vaulen Badeplass, das ist immer wieder sehr schön. Bei den aktuellen Temperaturen wirds es allerdings nix mehr mit dort nochmal baden gehen…oder man muss halt doch noch härter werden;)

Wir besichtigten weiterhin (es ist ja nicht so, dass man uns Faulheit vorwerfen könnte) den neuen Grapahuk am Fisketjørn in Gramstadt. Das war allerdings bemerkenswert unspektakulär.

Deutlich schöner wars dann am Lutsivatnet und der dortigen Alsnes Friluftsområde. Da hätte man durchaus auch schonmal früher hinfahren können. Und ich würd auch gern nochmal dort paddeln..aber es sind nur noch 3 Wochen, das wird also eher schwierig…

Und dann hatte ich der Heldenoma noch versprochen, dass wir zusammen wandern gehen und mich auch wirklich schon wochenlang drauf gefreut was ich ihr hier alles zeigen will. Das war planungsmäßig nur irgendwie leider ein verhältnismäßiges Drama, weil ich natürlich die schönste aller Wanderungen aussuchen wollte, es aber dreisterweise an allen Orten wo man schöne Aussicht hatte noch massig Schnee oder unüberwindliche Schmelzbäche gab. Und auf der Hütte wo ich ursprünglich hinwollte, da fand natürlich exakt an den beiden Besuchswochenenden so ein Schauspiel statt, weshalb man genau dann dort nicht schlafen konnte. Da hab ich mich soooo geärgert, ich hätte da echt gern nochmal übernachtet.

Nach viel Überlegen und zahlreichen verworfenen Plänen, entwarf ich dann ein kompliziertes Konstrukt, welches es uns ermöglichte, die schöne Aussicht auf dem Weg zwischen Bakken und Bratteli (die mMn auch nicht sooo viel schlechter als vom Preikestolen ist) doch noch mitzunehmen und dann aber halt statt in Bakken in Flørli zu schlafen. Ich war auch gaaanz fest überzeugt, dass ich alle Fährverbindungen nachgeguckt hatte…..bis auf dass ich dann – natürlich erst nach der Buchung der Hütte – feststellte, dass die Fähre von Flørli zurück voll war. Was natürlich super ist, bei einem Ort ohne Straßenanschluss…. Es folgte weiteres Hin- und Herüberlegen, dann fand ich noch ne Tourifähre, mit der wir zum 10-fachen Preis trotzdem weg kamen. Vielleicht hätte ich das als Zeichen sehen sollen, den Plan doch nochmal zu ändern…hab ich aber nicht. Was dann den Effekt hatte, dass wir am Bakken Kai anlegten – und uns 350 Leute auf dem schmalen Pfad nach oben entgegen kamen. Das war eine Freude!! Gut, dass das Schauspiel genau in der gleichen Minute aufhörte als wir da anlegten (wozu wohlgemerkt extra noch die Tourifähre, die die 350 Leute da hingebracht hatte ablegen musste)…. Wir brauchten also seeeeeehr lange bis wir oben waren. Und ich musste mir seeehr oft eine launige Antwort auf dem Kommentar, dass wir ja wohl in die falsche Richtung gingen und hätten wir was vergesssen, haha, ausdenken. Was bei mir schon leichte Stressanfälle auslöste, weil wir ja auch nicht soooooo viel Zeit hatten, bis uns unsere Fähre in Bratteli wieder abholen würde…

Aber wir schafften es dann immerhin doch irgendwann zur Aussicht. Die war dafür dann aber auch wirklich ganz untadelig 🙂

Leider hatten wir sie nicht ganz alleine für uns, denn offensichtlich waren Teilmengen der Schauspielbesucher nicht abgereist. Unter anderem jemand, der sich im Nachhinein als der DNT-Verantwortliche für Wege und Hütten herausstellte. Und der uns mitteilte, dass auf unserem Weg nach Bratteli eine potenziell gefährliche Treppe lag, bei der die Stufen verrottet seien. Das trug nur eingeschränkt zu meiner Entspannung bei muss ich sagen.

Wir brachen also halbwegs zügig auf um uns das Elend mal anzusehen. Und da ging es in eine echt tiefe (und großartige) Schlucht. Und die Treppe war auch wirklich rott. Aber zum Glück nicht gefährlich und noch gut gangbar. Puh, Glück gehabt!

Da ist die Übeltäterin

Danach war zwar der Weg nach Bratteli noch etwas unklar, aber auch das konnte uns nicht stoppen;)

Und am Ende mussten wir sogar noch auf die Fähre warten….

Die Spannung hatte für diesen Tag aber noch kein Ende, denn wir mussten ja noch unsere Hütte in Flørli beziehen. Nachdem uns die Hyttevakt schon am Kai auflauerte und namentlich ansprechen konnte (ich war sehr perplex woher der wildfremde Mensch mich kennt), gab es erstmal ein Eis, denn schließlich war es der zweite Tag mit mehr als 20° dieses Jahr;) Ich hatte vorab Betten gebucht und es gab zu dem Zeitpunkt tatsächlich noch ein freies Zweibettzimmer. Voll passend dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn. Das war dann bloß leider das Durchgangszimmer zum Spielzimmer, hatte zu selbigem keine Tür und zudem noch kein Fenster (da war es nicht so super mit den 20° ….). Hmmm….so hatte ich mir das nicht mit der DNT-Hüttenprämiere der Heldenoma vorgestellt, denn normalerweise hat man voll schöne Aussicht und Wasserfallrauschen und solche Dinge…seufz… Kurz etwas bedröppelt, aber dann auf zum Sonnenfelsen um die Ecke, Sonne genießen, ziellose Kanus auf dem Wasser beobachten und relaxen. Das war dann sehr schön:)

Noch die seltsame Hochzeit besichtigt und dann, weil der Fjord hier irgendwie nicht so schön zu erreichen war, stattdessen noch in den Wasserfall gehopst. Der brachte Schneeschmelzwasser und war…naja…auf jeden Fall sehr erfrischend;) Und dann tatsächlich trotz Fenstermangel halbwegs akzeptabel geschlafen.

Bis dann um ziemlichfrüh jemand die Tür zum Spielzimmer aufriss um da hektisch aufzuräumen. Äh..hallo? Der Morgen war dann bemerkenswert unentspannt, weil die Dame schon ein paar Tage mit ihren Kindern da war und das Bedürfnis zu haben schien, jetzt alles supergründlich zu putzen. Also haben wir schnell ein bisschen mitgeputzt und sind dann entsetzt geflohen. Naja…so kamen wir immerhin gut aus dem Knick und konnten noch die kleine Aussichtsrunde laufen. Die war allerdings steil…konnte mich gar nicht erinnern, dass die so steil war als ich mit B. da hoch lief… Und um 11 ging ja leider schon unsere Tourifähre… Also etwas schneller geschnauft – waaaarm!

Aber auch diese Aussicht war sehr schön

Wir waren dann natürlich viel zu früh…aber das teure Teil wollten wir ja nu auch nicht verpassen, sonst ist man da ja doch sehr gestrandet.

Somit war das ein Wetter- und Aussichtsmäßig wunderschöner, anderweitig allerdings etwas stressigerer Ausflug als geplant. Aber: immerhin keine Schneefelder 😀 Immer positiv denken!

So….Mammutbeteitrag…und ich hinke trotzdem noch 14 Tage hinterher…:D

Melands Grønahei

Melands Grønahei

Am Wochenende hatten der Heldenmann und ich Freigang und ließen das völlig überdrehte Heldenkind bei den Großeltern um nochmal eine Runde ins Fjell zu fjellen. Eigentlich wollten wir zelten, aber es war windig und ich hatte keinen Bock zu packen und deshalb nahmen wir uns eine Hütte vor, auf der wir noch nicht waren und freuten uns auf warmen Kamin am Abend:)

Die Strecke hatte ordentlich Höhenmeter, nen spektakulären Meteoritenkrater (naja … von oben hat man ihn schon gesehen) und sonst auch sehr viel Abwechslung. Erst Schafe, dann Wald, dann Sete, dann an einem See lang und schließlich eine erstaunliche Menge Schneefelder, die in allen möglichen und nicht-ganz-so-möglichen Winkeln überquert werden mussten. Achja, durch nen Bach waten musste man auch noch.

Und die letzten zwei Stunden dann Fjell und Schnee und Weite und Wind. Das war wirklich eine sehr schöne Tour und eine niedliche Hütte am Ende.

Gemäß Buchungsapp sollte die mit 12 Leuten auch gut ausgebucht sein, denn für uns war nur noch auf dem Hems Platz. Aber nachdem wir sehr lange die Stille genossen, Lecker gekocht und gemütlich vor dem Ofen gelesen hatten, war es irgendwann 9 und als dann immer noch keiner da war zogen wir doch in eins der Zimmer:) Wer hingegen da war, war der Piep-Vogel – der war sehr empört und beschimpfte uns jedes Mal ausgiebig wenn wir die Hütte verließen, sogar Nachts um 4;)

Hütte außen
Hütte innen:)

Am nächsten Morgen gab es dann sogar noch ein bisschen Schnee, aber dann nur noch Niesel und gutes Gehwetter für den Rückweg. Bis auf die Tatsache, dass wir dann noch 45 min wegen eines Radrennens durch Stavanger irrlichterten war das alles sehrsehrschön und unglaublich angenehm ruhig:)

1.5.2022 – Viglesdalen

1.5.2022 – Viglesdalen

So langsam nähert sich schon der Rückumzug und es gibt noch sooo viel was ich eigentlich sehen will. Z.B. wollte ich schon seit zwei Jahren ins Viglesdalen, aber die Hütte war coronabedingt einfach immer ausgebucht.

Nicht so am letzten WE:) Ich fragte also mehr so alibimäßig das Heldenkind, ob es mit mir auf hyttetur gehen will und zu meinem unfassbaren Erstaunen sagte er einfach so ja. Keine Bedingungen, kein wenn und aber…ich war ganz baff. Er erzählte mir dann, dass er letztes Jahr nicht so gern wandern wollte, weil er immer Angst hatte nochmal verloren zu gehen (achach!) und aber eigentlich sehr gerne möchte. Also haben wir einen Notfallplan ausgearbeitet und seine Hosentaschen mit Messer mit Pfeife, Rettungsdecke und Müsliriegel bestückt. Derart ausgerüstet liefen wir dann Samstag mittag los ins Viglesdalen. Das ist tatsächlich gar nicht so weit weg von uns und eine sehr schöne, wenn auch mit einigen Steigungen versehene Tour. Wir hatten tolles Wetter, das Heldenkind genoss es sehr, dass ich ganz viel Zeit für Redespiel hatte, und Wasser zum Dämmebauen und Ameisen zum mit-Apfel-füttern gab es auch. Nur Fotos hab ich wie üblich wieder viel zu wenige gemacht;)

Einer von drei großen Wasserfällen im Tal

Im Tal gibt es eine alte und eine neue Hütte, und da die neue schon sehr voll war, nahmen wir halt die alte. Da war dann auch nur noch ein Pärchen mit Hund mit drin, aber das Heldenkind beschloss, dass wir trotzdem oben auf dem Schlafboden schlafen würden und nicht in einem der Zimmer. Auch ok:) Wir kletterten also noch ne Runde auf den Findlingen und bauten ein Boot für den Bach und dann merkte man aber auch an den Temperaturen, dass man ein paar hundert Meter weiter oben war ….brr! Das Heldenkind merkte an dem Abend weiterhin, dass Glasscheiben von Öfen auch sehr heiß werden – aua!

Am nächsten Morgen war das Wetter sogar noch schöner, es ging nur bergab, das Heldenkind spielte sehr lange in einem rauschenden Bach und wir fanden unfassbar viele Kaulquappen. Ich wollte ja eigentlich keine mehr(weil geschützt), aber dann sahen wir welche, die in einem Fußabdruck mit sehr wenig Wasser drin sowieso am nächsten Tag ausgetrocknet wären – und somit haben wir jetzt doch wieder 6 niedliche Kaulquappen als Mitbewohner;) Ich gewinne somit keinen Preis für Konsequenz…aber die sind schon echt sehrsehr süß. Und diesmal sterben uns auch keine und sie werden rechtzeitig freigelassen:)

Alte Brücke – hier war wohl früher viel Schafzucht
11.04.2022

11.04.2022

Am Wochenende hatten wir wundervollerweise Kurzbesuch aus Deutschland, das war sehr schön. Und auch wenn es nur von Samstag Morgen bis Montag morgen war, haben wir die Zeit gut genutzt und waren im Oljemuseet und in der Stadt, haben P&P gespielt, waren wandern und zum mittelalterlich mehrstimmig singen reichte die Zeit sogar auch noch. Da musste ich dann glatt nochmal wieder Angli clamant hinterhertrauern, das war einfach genau meine Musik und ich vermisse diesen Chor einfach sehrsehrsehr doll, immer noch.

Während Besuch und Heldenmann die schneebedeckten Höhen des Preikestolen erklommen (was wohl ohne Spikes eher nur was für Leute mit Abenteuerlust war), wanderten das Heldenkind und ich ums Revsvatnet, das wollte ich schon sehr lange, nur eben nicht bei 20€ Parkgebühren. Aber da die nun eh bezahlt waren, hat es sich so wenigstens richtig gelohnt:)

Und die Gegend ist einfach nur wunderschön. Eigentlich ist es echt schade, dass man das gar nicht mehr „normal“ nutzen kann vor lauter Tourischwärmen.

Das Heldenkind war supergut unterwegs und lief 3 h ganz ohne meckern und sogar mit Pausen im Redespiel, wo einfach mal 15 min Ruhe war. Ich war ganz baff:)