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Autor: Sarah

8.4.2021

8.4.2021

Und sonst so…

Es ist ja nicht so viel los. Ich habe mir ein striktes Nachrichtenleseverbot nach 19 Uhr erteilt. Das tut mir tatsächlich sehr gut. Man muss nicht 10000 mal am Tag alle neuen Coronaentwicklungen lesen. In der Mittagspause reicht auch. Als Ersatz schaue ich jetzt eine grauenhaft schlechte südkoreanische Dramaserie. Ich weiss eigentlich auch gar nicht so richtig warum – es ist ja nicht so, dass ich nicht noch 34732 andere Sachen zu gucken hätte. Aber das ist angenehm vorhersehbar, die Probleme deutlich überschaubar und es ist sehr happy-endig. Düstere anspruchsvolle Dinge mit viel Blut sind gerade einfach nicht das richtige. Müssen Babylon Berlin, Witcher und co halt noch warten.

Meine kleine Samstagsrollenspielrunde läuft auch echt gut, auch wenn das Ganze ja zugegebenerweise etwas stressig und vorbereitungsintensiv ist. Aber neulich hatte ich rekordverdächtige 9 Spieler dabei und alle hatten Spaß. Das ist schön!

An Ostern hatten wir hier erst richtiges Frühlingswetter – Samstag waren es 8 Grad (höret und staunet ihr verwöhnten Menschen mit Wohnorttemperaturen jenseits der 20!) und wenn man sich auf dem Balkon platt auf eine Matratze legte, dann konnte man selbiges schon im T-Shirt tun. Also lagen wir an dem Tag einfach alle in der Sonne rum und taten nix. Sonntag dann das krasse Gegenteil mit Regen und Sturm – und zu Montag hat es dann richtig viel geschneit. Somit taten wir das Gleiche wie letztes Jahr Anfang April und bauten einen Schneemann:) Und weil das Zeug sogar liegen blieb, gingen wir danach nochmal rodeln. Und blieben Dienstag dann einfach drinnen. Brr! Jetzt aber bitte baldigst Frühling!

Corona mutiert auch hier fröhlich vor sich hin und so richtig bekommt man es nicht in den Griff. Hier in Stavanger ging es gerade etwas runter, aber jetzt gab es wieder nicht-nachverfolgbare Ansteckungen, d.h. es wird dabei nicht bleiben. Besonders schön finde ich, dass dabei hauptsächlich Schulen und Kindergärten betroffen sind. Nicht.

Seit zwei Wochen oder so meint es die Regierung ansonsten aber jetzt wirklichwirklich ernst damit, dass niemand ins Ausland reisen soll. Wenn man nämlich doch auf die Idee kommt, dann darf man danach nicht mehr zu Hause in Quarantäne sondern muss 10 Tage auf eigene Kosten im Quarantänehotel wohnen. Das hat offensichtlich zu Ostern die erhoffte abschreckende Wirkung gehabt;) Wenn wir jetzt bloß noch die Ansteckungen im Inland in den Griff bekommen würden…

Was ich nicht so schön finde, ist dass es den Gedanken gibt, nachdem alle über 45 fertig geimpft sind dann erst die Studenten zu machen. Ich sehe ein, dass die alle einsam sind und Fernstdium doof ist, aber ich finde es irgendwie unfair – die hätten zumindest theoretisch die Möglichkeit sich zu schützen. Als Eltern muss man entweder selbst betreuen oder hat 20 KiGa- Kinder samt Familien als Zwangskontakte die einen anstecken können, ob man es will oder nicht. Und dann komme ich mir böse und egoistisch vor, wenn ich das denke. Aber Eltern als aller-allerletztes, das finde ich irgendwie auch nicht richtig.

Blödes Mistkorona…reicht jetzt echt mal.

Bakken Gard Tag 3

Bakken Gard Tag 3

Nach einer deutlich besseren Nacht ging es am nächsten Morgen dann wieder los mit der coronabedingten Hüttenputzorgie (warmes Wasser aus dem Hahn ist eine der besten Erfindungen der Zivilisation!) und dann machten wir uns auch schon auf den Rückweg. Da am Karfreitag die Fähre nicht fährt, mussten wir die 3 km nach Sognesand ganz unten am Fjord lang laufen, was zwar nicht steil war, aber dafür zu Großteilen daraus bestand über allerlei Felsblöcke zu kraxeln. Das machte es aber zumindest kurzweilig… Unser Heldenkind ist echt deutlich trittsicherer als ich Flachlandperson, das ist schon echt gut. Aber man versteht warum in der Anreisebeschreibung zur Hütte steht, dass man lieber Fähre fahren soll;) Leider war das Wetter nicht so super, deshalb nur ne kurze Pause zum spielen am Bach und dann ab ins Auto und nichts wie ab nach Hause.

Ohne den ersten Abend wäre es ein schöner Ausflug gewesen und die Hütte ist super. Da wollen wir gerne nochmal im Sommer hin!

Bakken Gard Tag 2

Bakken Gard Tag 2

Nach dem Stress am vorigen Abend und ziemlich schlafloser Nacht liessen wir den nächsten Tag sehr ruhig angehen. Das Heldenkind wollte sich vor lauter Schreck am liebsten sowieso den ganzen Tag mit Hörspiel im Schlafsack verstecken, also suchten wir beide uns einen windgeschützten, sonnigen Hang mit Bach, bauten Dämme und bewegten uns nicht ausser Sichtweite der Hütte. Der Heldenmann ging noch eine Runde nach Bratteli am Fjord lang und dann den (echt nicht einfachen) Weg wo das Heldenkind vermutlich genommen hat zurück. Die Leute an der Hütte waren aber leider nicht da zum bedanken.

Lagerfeuerplatz an der Hütte

Und ich ging abends nochmal Fjord und dann Sonnenuntergang am Fjord anschauen. Kein Wunder, dass die Hütte sonst dauernd ausgebucht ist…

Bakken Gard Tag 1

Bakken Gard Tag 1

Von Mittwoch an wollten wir ja eigentlich als Hyttevakt auf eine Hütte am Lysefjord. Das fiel coronabedingt aus, aber wir haben die dann noch 2 Nächte komplett für uns mieten können, das war noch erlaubt. Ungeplanterweise war das Ganze dann etwas dramatischer als man das so möchte (auch wenn es vermutlich gleich wieder eher lustig klingt – das war es nicht) und das kam so:

Bakken Gard ist eine DNT Hütte, die auf der Nordseite vom Lysefjord liegt und nur zu Fuß oder per Boot erreicht werden kann, also echt eher ab vom Schuss. Am Mittwoch packten wir also gemütlich, kauften dem Heldenkinde noch Wanderschuhe und stellten uns dann mit dem Auto nach Sognesand an den Kai, wohin wir am Freitag dann zu Fuß zurück wollten. Von dort aus geht dann an Nicht-Feiertagen die Fähre nach Bakken und vom Bakken Kai eine halbe Stunde sehr steil den Berg hoch bis zur Hütte. Die ist auch wirklich voll schön, riesig groß und wir hatten sie ganz für uns, also echt gut.

Da das Wasser aus dem Brunnen aber nicht soooo super aussah, wollten wir vor dem Abendbrot nochmal los zum Fluss, um zu gucken ob es da besser war. Das sind nur 10 min und es ist echt ein voll schönes überwuchertes Bergtal mit ganz vielen Bächen. Hinweg alles gut, Heldenkind euphorisch, fix unterwegs und voll gut drauf. Hängebrücke über den Fluss, Hängebrücke zurück – das Kind war ein Stück voraus und ich sah es sicher am andern Ufer ankommen. Gucke kurz auf meine Füße um selbst über die Brücke zu gehen, gucke nach oben – kein Kind zu sehen. Da der Weg über einen kleinen Hügel ging dachte ich mir erstmal nichts dabei und legte nen Zahn zu. Auch hinter dem nächsten Hügel kein Kind zu sehen – da kam es mir schon langsam seltsam vor. Noch mehr beeilt, dann kam ein gerades Stück – nein, das Kind ist definitv nicht vor mir. Also mit dem Heldenmann (der kurz hinter mir war) wieder umgekehrt. Auch hinter uns nirgends ein Kind. Aufgeteilt, einer zur Hütte suchen, einer alle Nebenwege abgehen – kein Kind. Als wir zurück gehen wollten war es 6. Als wir um 7 trotz rufen (etwas sinnlos am laut rauschenden Fluss) und hektischer Suche auf allen erdenklichen Pfaden immer noch nix gefunden hatten, beschlossen wir lieber jetzt Hilfe anzufordern, bevor es so dunkel ist, das man nix mehr machen kann.

Also bin ich zurück zur Hütte wo Empfang war und der Heldenmann hat währenddessen alle Seitenpfade nochmal mit größerem Radius weiter abgesucht. Das war alles nicht sehr lustig, besonders da als Kontaktperson für die Bergrettung zu stehen und sich aus Angst davor den Empfang zu verlieren nicht von der Stelle zu rühren während man eigentlich nichts dringender will als zurück in den Wald und selbst suchen. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten mit der Notrufdame ging die Aktion dann aber sehr fix und der Hubschrauber samt Hunden und Suchtrupp war auf dem Weg, zusätzliche Freiwillige alarmiert und im letzen Rest Helligkeit suchte der Hubschrauber gerade nach einem Landeplatz (gegen halb 9 oder so – ist halt weit weg von allem) als jemand bei der Polizei anrief, dass er einen deutsch sprechenden Jungen an seiner Hütte aufgegabelt hätte. Die wohlgemerkt 3 km weit weg war… wie auch immer er da ganz hin kam! Ich glaube in meinem ganzen Leben war ich noch nie so erleichtert wie da!

Das Heldenkind wurde dann verrückterweise tatsächlich mit dem Hubschrauber abgeholt und sowohl hoch- als auch runtergewinscht, weil man nirgends so richtig landen konnte. Zu dem Zeitpunkt waren wir dann schon wieder so weit, dass der Heldenmann das zu würdigen wusste, denn schließlich war er sehr viele Jahre beim deutschen Äquivalent dieses Rettungshubschraubers der, der in solchen Situationen an der Winde hing und Kinder rettete. Das mal sein eigenes auf die Weise transportiert werden muss hatte er vermutlich nicht gedacht.

Um halb 10 und ziemlich im Dunklen hatten wir dann unser völlig fertiges und klitschnasses, aber ansonsten gänzlich unbeschadetes Heldenkind endlich wieder zurück. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, was da alles hätte passieren können, denn nachts gab es Nachtfrost und es war halt echt schon fast dunkel als die Helfer angekommen sind. Und das Heldenkind war nicht dick angezogen. Lieber nicht drüber nachdenken…

Der Heldenmann ist dann am nächsten Tag mal den Weg zu der Hütte gegangen, wo das Heldenkind wieder aufgetaucht ist. Wir rekonstruieren uns das Ganze wie folgt: Das Heldenkind bog nach der Brückenüberquerung statt auf den Weg zur Hütte auf den Weg parallel zum Fluss ein. Wir liefen vorbei – und als wir merkten, dass er nicht vor uns war und umkehrten, hatte er seinen Irrtum auch schon bemerkt, war auch umgekehrt, aber dann aus absolut unerfindlichen Gründen nicht Richtung Hütte gegangen sondern wieder zurück über die Brücke auf die andere Seite des Flusses. Das war so in etwa der einzige Ort wo wir nicht alle Pfade abgelaufen sind, denn wir hatten ja gesehen, dass er auf der Hüttenseite des Flusses angekommen war… Keine Ahnung was (und ob überhaupt irgendwas) er sich dabei gedacht hat. Und auf der anderen Flussseite bog er dann (gut sozialisiert) auf den Pfad mit den roten T’s ab und folgte dem unverdrossen über folgende Hindernisse die der heldenmann am nächsten Tag besichtigte: Ein total überschwemmtes Sumpfgebiet, eine 4 m hohe Wand an der man hochklettern musste und einen Bach wo man über sehr weit entfernte Steine springen musste. Zu keinem Moment fiel ihm offensichtlich auf, dass er diese Hindernisse auf dem Hinweg nicht überwunden hatte. Er lief einfach stur weiter den T’s nach, 3 km über einen echt schwierigen Weg bis zur nächsten Hütte.

Ich bin sehr froh, dass wir nicht auf der Hardangervidda waren, wo die nächste Hütte 100 km weg ist….

Und selbstverständlich hatte ich mit dem Kind 8769 mal abgekaspert, was man tut, wenn man seine Eltern verliert und sich verläuft: Stehen bleiben und rufen. Nicht weiter weg gehen, weil man dann nicht gefunden werden kann. Einer sucht, einer steht – du bist der, der steht, liebes Heldenkind. Man sieht ja wie viel das alles gebracht hat.

Aber ist alles gut ausgegangen und das ist das wichtige. Ich glaube die Botschaft ist auch angekommen. Ich kaufe also nun eine Pfeife und eine Rettungsdecke, die das Kind ab jetzt immer mit nehmen muss und mit der wir täglich üben;) Anders gesagt: Einfach nur Glück gehabt.

15.03.2021

15.03.2021

Hah, mein Heldenkind ist doch nicht kaputt (norwegisches Wort des Tages: ødelegge – kaputt machen:D), es braucht nur fließendes Wasser um ordnungsgemäß zu funktionieren! Am Samstag waren wir nämlich 3 Stunden am Møllebekken Dämme bauen und dann wurde darauf bestanden das am Sonntag nochmal 2 h bei Regen weiterzuführen. Ich bin zugegebenermaßen sehr erleichtert!

Ansonsten versuche ich jetzt einfach die Welt mit ihren Astra Zeneca Blodproppen zu ignorieren. Die Mutanten in Stavanger auch. Die Winterferien waren was die weiträumige Verteilung angeht sehr effektiv…gut dass bald Ostern ist!

6° und Sonne – vielleicht hilfts;)

11.03.2021

11.03.2021

Wieder eine Woche rum… Ich versuche mich gerade zu erinnern ob in der letzten Woche irgendwas erwähnenswert passiert ist. Is schwierig…

Ein paar Tage hatten wir hier schönes Frühlingswetter bei 5 Grad und alles ist voller Schneeglöckchen. Wir gehen also (ohne Gemecker, wohlgemerkt!) jetzt häufig die Tausend-Wunder-Stadt mit all ihren verteilten Schneeglöckchendörfern besuchen und ich bin ganz erleichtert, dass das Heldenkind auch noch ohne meckern rausgehen kann. Ostern wollten wir eigentlich Hyttevakt in Bakken Gard sein. Das ist eine sehr hübsche alte Hütte auf der Südseite des Lysefjords und auch dazu hatte das Kind tatsächlich Lust. Ich hoffe also, dass die fehlende Motivation nur an der Kälte lag, denn mindestens die nächsten 1,5 Jahre will ich noch ganz viel raus.

Hyttevakt wurde mittlerweile aber abgesagt, denn nachdem hier alle Norweger ermuntert wurden in den Winterferien doch gern im eigenen Land zu verreisen, ist jetzt (oh Wunder) die nächste Welle im Anmarsch. Dafür haben alle brav die heimische Tourismusindustrie unterstützt. Yeah! Der Kampf gegen die Mutante ist zumindest in Oslo nun auch verloren und das Impfen geht zwar wohlorganisiert, aber mangels Impfstoff genauso lahm wie überall anders voran. 400 000 geimpft, 3 400 000 to…aber ich wollte das ja lassen. Wird nicht weniger deprimierend. Am meisten Angst macht mir eigentlich, dass bestimmt alles fröhlich wieder aufgemacht wird wenn die Risikogruppen mit Impfen durch sind und man dann kindergartenbedingt keine Chance mehr hat sich zu schützen(außer wenn man das Kind zu Hause lässt). Und auf die 10% long Covid Chance hab ich echt keine Lust. Es ist einfach alles zum wegrennen (auch wenn das natürlich weiterhin alles Luxusprobleme sind).

Naja und sonst? Heute machte ich das erste Mal Maultaschen, denn die gibt’s hier nicht. Der Teig war lecker, die vegetarische Füllung nicht. Das ist so definitiv den immensen Aufwand nicht wert. Ich habe also weiterhin Appetit auf Maultaschen. Oder Schupfnudeln. Oder frische Tortellini. Hmpf!

Und sonst? Zwei neue Verliese mit meiner gemütlichen Verlies-Bummeltruppe ausgekundschaftet. Meine Rollenspielgruppe auf einen eisigen Berg geschickt. Viele spannende Solarpotenziale analysiert. Zeit für echten Frühling! (Heute: 3 Grad und Schneesturm…*seufz*)

4.3.2021

4.3.2021

Momentan passiert hier einerseits überhaupt nichts, andererseits aber sehr viel, was sich darin äußert, dass es hier aktuell wenig zu lesen gibt;)

Der Alltag alltagt so vor sich hin. Es liegt kein Schnee mehr, aber es ist auch noch nicht warm, weshalb der Elan zu Draußen-Unternehmungen momentan noch nicht so richtig vorhanden ist. Da Drinnen-Unternehmungen weiterhin nicht stattfinden, bedeutet das halt, dass einfach nix unternommen wird 😀 Aus diesem Grund hier ein paar wahllose Fakten von denen ich denke, dass mein späteres Ich sie vielleicht interessant finden könnte (auch wenn das für alle anderen Leser vermutlich eher weniger der Fall ist;)).

Das Heldenkind hat nun zwei Zahnlücken und ist plötzlich fürchterlich erwachsen. Und sehr nachdenklich und kuschelbedürftig, denn ihm ist irgendwie klar, dass er bald 6 ist und die Kindergartenzeit im Sommer vorbei. So richtig wohl ist ihm nicht bei dem Gedanken, weil viele seiner Freunde erst ein Jahr später in die Schule kommen und er schon merkt, dass er sie fürchterlich vermissen wird. Was soll man da sagen. Ist leider so. Und das wir dann in 1,5 Jahren umziehen macht es nicht besser. Armes Heldenkind.

Ansonsten gibt es momentan nach einer intensiven Bauphase gerade wieder eine Redespielphase und seit etwa einem Monat beginnt jedes Spiel mit dem Satz: „Vor dir siehst du ein Ei.“ Rollenspieler werden in der Art der Einleitung den geborenen Spielleiter erkennen 😀 Der Spielercharakter (ich in diesem Fall – in der Rolle meiner Lieblingscharaktere „Chase“ oder „Leyla“ (seelig wer sie nicht kennt;))) antwortet dann ordnungsgemäß mit so etwas wie „Oooooh ein Ei! Ich gucke es mir mal genauer an. Was sehe ich?“ woraufhin der SL in einen Monolog mit wirklich detailverliebten Beschreibungen verfällt. Ein bisschen lustig finde ich das schon. Und nicht mehr lange dann spielt sich das alles in seinem Kopf ab und dann wird das wandern schön! Hah!

Was noch? Wir haben den Garten auf Vordermann gebracht. Und Abspannschlaufen ans Dach-Vorzelt genäht. Der Job ist anspruchsvoll auf einem sehr großartigen Level, wo ich alles hinbekomme, sehr viel lerne und schicke Ergebnisse rauskommen. Buchhaltung dauert doch irgendwie ein bisschen, aber irgendwie klappts schon. Und sonst passiert einfach nicht viel.

Zum Anderseits: Es gibt in meiner ESO – Gilde auch die Bestrebungen Rollenspiel zu betreiben. Nun ist so ein MMO (aus der Sicht der verwöhnten ehemaligen NWN Spielerin) dazu denkbar ungeeignet, aber man nimmt was man kriegt. Und da ich Lust auf Plot hatte und es keinen gab, habe ich angefangen da selbst ein bisschen Plot zu veranstalten. Das ist tendenziell fürchterlich aufwändig, weil man für die Dinge die man vorhat entweder aufwändig Häuser einrichten muss oder einen Platz in der freien Welt finden, der halbwegs passt. Geichzeitig macht mir gerade dies herumsuchen aber auch echt viel Spaß, weil man sich die Gegend viel genauer anschaut und vieles sieht, was einem beim reinen Questen entgangen wäre. Somit bin ich also Abends gerade gut beschäftigt, habe viel schönes zum drüber nachdenken und insgesamt ist das alles sehr nett.

Nur zum Blog schreiben komme ich nicht so viel 🙂

21.2.2021

21.2.2021

Ob ich den Beitrag wieder mit „Und wieder eine Woche rum!“anfangen sollte? Es ist ja ein bisschen passend, denn gefühlt wartet man ja momentan schon einfach immer, dass die Zeit rum ist: bis endlich alle geimpft sind oder zumindest Sommer ist. Nun…da sind wir wieder ne Woche dichter dran (zumindest beim Sommer kann man sich da ja dankbarerweise noch halbwegs sicher sein…).

Vorletztes Wochenende (lang ist es her) war hier auch tatsächlich nochmal Action in Form eines Fjellskikurses angesagt. Das war allerdings so ein Reinfall, dass ich vor lauter schlechter Laune gar keine Lust hatte darüber zu schreiben. Und das kam so:

Da wir dieses Jahr Skiurlaub Nr. 2 aufgrund akuter Unlust des Heldenkindes und mäßiger Lust meinerseits (Zeit für Frühling!) zu Gunsten eines Alleine-Skiurlaubs für den Heldenmann aufgaben, dachte ich, es sei ja ganz nett auch nochmal zumindest nen Tag Ski zu fahren. Gesucht, gefunden: Fjellskikurs bei dem Mensch, wo ich im Sommer schon paddeln war. Da hab ich doch gleich eine Hüttentour für die ferne coronafreie Zukunft im Kopf. Da die Beschreibung etwas uneindeutig war schnell ne Mail geschrieben: Hallo, ich bin ziemlicher Anfänger und kann bisher nur ein ganz bisschen Langlauf und hauptsächlich geradeaus, ohne Berge – ist das der richtige Kurs für mich? Zurück kam eine Antwort mit vielen Großbuchstaben, in der mir euphorischst versichert wurde, dieser Kurs sei PERFEKT und wie für mich gemacht!!111 Ok, dachte ich mir, dann leihe ich mir mal fancy Ski mit Stahlkanten und gucke was passiert. Am Sonntag fuhr ich dann mit schöner Musik in den Sonnenaufgang im schneebedeckten Hunnedalen, was allein für sich betrachtet eigentlich ziemlich toll war. Beim Kurs dann aber 10 Leute, von denen 9 das schon recht gut konnten und nur noch ein paar Tricks lernen wollten. Hmm, dachte ich mir! Und hmm war es dann auch… Theorieteil war gut, dann musste ich mich erstmal mit der neuen Bindung arrangieren (hatte die Ski ja gerade abgeholt) und schon waren Lehrer samt Gruppe weit voraus. Gar nicht so einfach mit der Koordination im Tiefschnee… Kaum hatte ich aufgeschlossen, wurde dann kundgetan, dass wir zum Üben nun hier steil runter und dann zwei Buckel fahren würden. Ich hab kein Problem mit hinfallen, aber da bekamen sogar die anderen neun leichte Panik im Blick und ich bin bislang nur kleine Hügel in der Loipe runtergerutscht. So nahm das Schicksal seinen Lauf… 9/10 der Gruppe konnten zumindest schon bergauf gehen und aufstehen, womit sie mir Lichtjahre voraus waren. Wenn man das Aufstehen nämlich zum ersten Mal mit seinen unzähligen Skiern und Stöcken, die in allen möglichen und unmöglichen Winkeln 1 m im Schnee stecken versucht, ist das ohne Übung auch nicht so unbedingt trivial. Aufstehen und bergauf übte ich also notgedrungen fleißig – allerdings kam ich so nur zu zwei Hügeltestfahrten am entschärften Teil weiter unten, bevor als nächstes Ziel der in Wirklichkeit noch viel steiler als auf dem Bild seiende Pass da rechts ausgegeben wurde:

Ein Stück ging ich noch mit. Nach kurzer Zeit waren ich und die zweite etwas anfängerige Person allerdings weeeit zurück und der Lehrer so weit weg, dass er uns noch nicht mal mehr rufen hörte. Und dann wurde es richtig steil. Woraufhin ich beschloss, dass es mir egal sei wie PERFEKT!!111 dieser Kurs zu mir passe – denn da würde ich zwar in meinem Tempo sicher irgendwie hochkommen, aber ganz sicher nie kontrolliert und an einem Stück wieder runter, besonders nicht komplett auf mich allein gestellt und mit der reichlichen Praxis von zwei Hügelabfahren. Die andere war ganz erleichtert, dass sie nicht die Einzige mit Panik war und nachdem unsere gebrüllte Erklärung dass wir umkehren mit einem einfachen Winken (Tschüss dann!) quittiert wurde, war das auch die richtige Entscheidung. Aber Boah, hab ich mich geärgert!! Ich gebe normalerweise nicht so schnell auf, und hätte ich irgendwie das Gefühl gehabt, dass ich das im Griff hab, dann hätte ich das echt gern probiert….Grumpf!! Und seinen Anfänger, den man ja selbst eingeladen hat und bei dem man weiß, dass er nix kann komplett unbetreut zu lassen und sich ausschließlich auf die Fortgeschrittenen zu konzentrieren ist halt auch echt nicht ok.

Irgendwie kam ich also dann mit der anderen wieder lebend runter (aufregend genug) und übte dann noch 2 Stunden für mich alleine. Am Ende hab ich es fast geschafft den Hügel vom Anfang zu stehen und sogar Kurven zu fahren. Yeah. Trotzdem war ich so wütend, dass ich die gesamte Rückfahrt im Kopf ausufernde Beschwerdemails formulieren musste. Und ich selbige dann auch tatsächlich mal geschickt habe – und das will was heißen bei mir. Und das ich nun schon wieder so viel geschrieben hab, dass der Rest der Woche wann anders dokumentiert werden muss. Das waren auf jeden Fall verschenktes Geld + Zeit. Grumpf!

13.2.2021

13.2.2021

Hmm, was ist denn diese Woche passiert… Es war kalt mit Sonne – das war schon mal gut:)

Am Sonntag wagten das Heldenkind und ich uns auf Erkundungstour auf den See und fanden massig Lawinen-Riesel-Schnee, Höhlen in die man nur vom Wasser aus kommt und tolle Eiszapfen (und was macht man mit tollen Eiszapfen? Richtig – zerschmettern!;)). Das war sehr ein schöner Ausflug, auch wenn es gerade ein Drama ist, das Heldenkind zum rausgehen zu bewegen. Der will lieber stundenlang in seinem Zimmer sitzen, Hörspiele hören und Malen und Puzzlen und Bauen. Eigentlich voll gut und ich kann es auch verstehen, dass er genug von der Kälte hat, allerdings wird er davon irgendwann sehr unausgeglichen und dann müssen wir halt mal lüften;) Draußen findet er es dann eigentlich toll, aber uneigentlich darf er es ja blooooß nicht zugeben, weil er ja vorher ne halbe Stunde gemeckert hat – ein Drama, ein Drama…

Aber es war dann nun auch kalt genug um um den Store Stokkavatnet langzulaufen. Als der Heldenmann das am Montag tat war es noch toll. Als ich das am Mittwoch tat war gefühlt irgendwie hauptsächlich Eis statt Schnee vorhanden und ich fühlte mich ein wenig wie Pluto im Trickfilm, da mir all meine Ski in unterschiedliche Richtungen davonglitschten. Aber ich wollte ja einmal rum, also zog ich das durch, nahm die blauen Flecken in Kauf und brauchte dann auch gleich mal ne Stunde länger als der Heldenmann. Aber: Langlaufen um den See? Check, erledigt:)

Am Donnerstag ging ich dann mit der Norwegischkursfreundin spazieren, und da das letzte Mal auch schon wieder ewig her war mussten wir einen seeehr langen Spaziergang machen um allen notwendigen Informationsaustausch unter zu bekommen;)

Wenn ich so darüber nachdenke war das seit Ende Oktober das erste Mal, dass ich das Haus spezifisch mit dem Grund verließ einen anderen Menschen treffen zu wollen. Sonst nur zufälliger Smalltalk mit den Nachbarn. Schon etwas krass irgendwie. Gut, dass ich bei ESO eine nette Gilde habe, das sorgt hier gerade für den nötigen Sozialkontakt. Da muss man dann auch gar kein schlechtes Gewissen haben wenn man jeden Tag spielt, es gibt ja sonst abends eh nicht viel zu tun;)

Tagsüber waren wir dafür heute über den See (jetzt isser nämlich freigegeben) zur Insel spazieren. Das Heldenkind meuterte nur 15 min, es war also fast entspannt;) Ein bisschen schade ist es aber schon, dass man ihn gerade nicht zum Schlittschuhlaufen oder Ski fahren bewegen kann. So ne Gelegenheit gibts bestimmt so schnell nicht wieder. Aber was solls, dann hat er halt Pech gehabt.

Coronastatus: Das mit den Impfungen geb ich auf, zu deprimierend. Dafür aber die ganze Woche nur ein Fall in Stavanger. Die Staatsministerin verkündete, dass man wenn alles optimal läuft eventuell im August wieder die Grenzen für Touristen öffnen könne… na wenn das keine guten Aussichten sind :D*IronieOff*

6.2.2021

6.2.2021

Eine weitere Woche mit Sonne und -10 bis -4 Grad. Das ist mal ein vernünftiger Winter:) Sonntag bin ich dann nochmal alleine langlaufen gewesen: 4 mal um den See, das sind immerhin 6 km. Und wenn man es nicht gewöhnt ist ausreichend Anlass für Muskelkater:) Um mich herum skateten elegant die Norweger über den Schnee. Ich war schon gut damit gefordert beim überqueren der Eisflächen mit ohne selfmadeloipe nicht in alle Richtungen davonzurutschen. Dafür war meine Spur nach 4 Runden sehr schön und es ging dann richtig gut. Das Heldenkind hat schon echt keine Lust mehr auf Kälte und Schnee, aber der ist ja auch jeden Tag im KiGa draußen. Freitag waren wir dann allerdings nochmal am See, denn dort hatte er Donnerstag bei der Tour entdeckt, dass man an manchen Stellen Löcher ins Eis hauen kann. Dort war das Eis offensichtlich in mehrere Schichten gefroren und es verbargen sich solche Wunderbarkeiten an den Schilfstängeln:

Das war schön! Und seit heute können offensichtlich auch Fahrzeuge aufs Eis, denn nu ist teilweise geräumt und daneben sogar ne richtige Loipe gespurt. Da war ich dann heute nochmal.

Ansonsten hatte das Heldenkind 1. diese Woche seinen ersten Wackelzahn (Hilfe, er wird gerade sooo schnell groß!) und 2. drei Tage Sport hintereinander und aus Versehen totalen Freizeitstress. Zu Schwimmkurs und Fußball gesellte sich nämlich zu unserer vollkommenen Überraschung plötzlich im KiGa auch noch ein Schwimmkurs, von dem es immer hieß es sei nicht sicher ob er stattfände. Da hätten wir uns den anderen Kurs ja sparen können. Das Heldenkind ist prinzipiell auch für beide Kurse total motiviert, aber die Kurse hier sind seeeeeeehr langsam. Ein Kurs mit 10 Terminen x 30 min fürs Tauchen. Ein 10 Termine Kurs fürs Treiben lassen. Und dann lernt man endlich Schwimmen. Ich sehe ja ein, dass das sinnvoll sein kann, aber ich wäre schon gerne vor dem Sommer so weit, dass man zumindest ein bisschen schwimmen kann. Das Heldenkind sagte dann schon selbst es wolle bitte keine blöden Spiele spielen, sondern es solle ihm einfach einer sagen wie das geht. Das fand ich ein bisschen lustig;) Vielleicht kann man ja auch das Niveau wechseln, wenn man das mit dem Tauchen drauf hat.

Ich hab gestern Klausur in Objektorientierter Programmierung geschrieben, das war ein nettes Fach. Als nächstes mache ich wohl wieder ein Auswendiglern-Fach. Oder ich höre doch auf, denn (Fanfarenklang: Neuigkeit der Woche): im September 22 geht es vermutlich zurück nach D. Also werd ich eh nicht vorher fertig und nen schicken Job hab ich nu ja eigentlich auch. Tjatja.

Ein bisschen traurig bin ich schon, dass es mit Verlängerung bis 23 nicht geklappt hat. Ich freu mich zwar auf Menschen und Larp und Tanzen und Konzertauswahl, aber ich wohne so unglaublich gern hier, mit dem See vor der Tür und der schönen Stadt in Radreichweite und vor allem dem ganzen Friluftsliv. Das dass man einfach wenn man Lust hat zelten gehen kann ohne sich wie ein Verbrecher zu fühlen. Das man in 30 min sowohl am Sandstrand als auch in den Bergen sein kann. Und Lagerfeuer und paddeln und tolle Natur*seufz* Deutschland ist auch schön, aber einfach zu voll. Naja, aber immerhin wissen wir jetzt woran wir sind, wenn auch noch nicht wo es hingeht.

Coronastatus: Stavanger ist die ganze letzte Woche bei 0 oder 1 Fall gewesen:) Möge es so bleiben. In anderen Landesteilen werden halbwegs erfolgreich die Mutanten bekämpft, ich hoffe das klappt. Und dann solls bitte unten bleiben. Geimpft: 160 000 – 3 640 000 to go. Ich sollte aufhören das zu verfolgen, das ist deprimierend. Ziel ist, dass bis Mitte Juli alle ein Impfangebot haben. Schauen wir mal…