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Author: Sarah

18. – 20.11.2022 Winterwanderung im Deister

18. – 20.11.2022 Winterwanderung im Deister

Nach einer weiteren Woche mit allerlei Kleinvorbereitungen stand ich am Freitag pünktlich zu Schulschluss bereit mein Heldenkind einzusammeln, denn die Mission war es vor Einbruch der Dunkelheit am ersten Lagerplatz zu sein. Dieses hehere Ziel wurde dann allerdings sogleich durch einen Stau erfolgreich zunichte gemacht… Nichtsdestotrotz war das Heldenkind um 3 erfolgreich bei der Tante und ich um kurz vor 4 und nur eine Stunde später als geplant am Deister. Von 6 Mitwanderern waren 2 noch wegen Krankheit ausgefallen, die U war auch zu spät, aber irgendwann im Dunkeln waren wir dann tatsächlich alle umgezogen und aufbruchbereit;) Und: es lag natürlich Schnee und war das erste richtig kalte Wochenende. Wetterprognose: -5° in der Nacht. Ich weiß auch wirklich nicht wann in den letzten drei Jahren mein Verständnis von Spaß sich dazu gewandelt hat bei Minusgraden im Schnee auf ein paar Blättern an einem Feuer zu liegen… Ich schiebe das alles mal auf Lars Monsen;)

Selbige Blätter sammelten wir dann also noch fix aus dem Wald, bauten uns einen Windschutz aus den vorhandenen Bänken und während die U verfügte, dass wir kein Tarp brauchten (denn dann kann man parallel zum Feuer schlafen – wenn man sich ein Tarp teilt dann hat man ja sonst nur entweder Füße oder Kopf am Feuer) bauten sich die Jungs noch einen schicken und bedauerlicherweise gänzlich unfotographierten Unterstand. Am Ende war das dann alles ganz gemütlich, das Feuer an und es nieselschneete auch nur noch ganz wenig;) Zeit für den gemütlichen Teil.

Bis auf dass dann plötzlich noch zwei ältere Herren auftauchten die auch grillen wollten. Wir waren erst etwas irritiert (weil wir das ja extra reserviert hatten um ein bisschen unsere Ruhe zu haben), aber sie waren dann doch ganz nett und grillten hinten in der Hütte gemütlich vor sich hin und beschallten uns mit sehr fremdartiger Musik aus einer sehr alten Flöte (voll passend zu unserer Klamotte wie sogleich befunden wurde). Das war dann tatsächlich eigentlich ganz nett.

Irgendwann verschwanden sie dann, um noch eine Nachtwanderung zu machen (wir sind ja nicht die einzigen Irren…) und wir befanden, dass es nun auch Zeit sei zum schlafen. Naja. So richtig viel schlief ich erwartungsgemäß nicht. Aber gar nicht so sehr weil mir kalt war, das ging sehr gut. Sondern weil es einfach unfassbar hart war an der Hüfte und mein Schummelkissen leider die Luft nicht hielt. Gnah! Rückenschläfer müsste man sein!

Am nächsten Morgen mussten wir dann leider nochmal fix Wasser (und ein paar Schummeldecken und Backupschlafsäcke) zum Lagerplatz 2 fahren, denn am Tag davor hatten wir das aufgrund von Us persönlichem Stauerlebnis leider nicht mehr geschafft. Ganz schön weit, wenn man um den Deister herumfährt… U versteckte noch den Plot und dann war es schwupps auch schon ganz schön spät. Also alles aufgeklart, Kraxen gepackt, doch auf OT-Schuhe gewechselt (die anderen sind zu eng für dicke Socken) und um 11 oder so waren wir dann unterwegs. Der Weg waren etwa 9km und das laufen ging eigentlich sehr gut, nur ganz am Ende taten mir dann die Schultern weh. Meine Kraxe hatte schätzungsweise so 15 kg – viel schwerer muss sie auch nicht werden wenn es noch Spaß machen soll. Und die vorher gebastelten Karten funktionierten auch sehr gut – auch wenn wir keinen von den vorher extra ausgekundschafteten schmalen Pfaden mit ohne Schotter tatsächlich gelaufen sind. Von den mitwandernden Herren hatte nämlich einer eine wiiiirklich große und sehr optimistisch vollgepackte Kiepe ohne Hüftgurt, da haben wir dann doch etwas abgekürzt;)

Am anderen Lagerplatz wurde es dann schon wieder fast dunkel und diesmal brauchten wir auch noch mehr Feuerholz. Also fleißig Holz gesucht und gesägt, das dauerte auch zu viert so seine Zeit. Trotzdem haben wir es (da in der Nähe kurz vorher gefällt wurde und ohne Ende Buchenzweige herumlagen) sogar noch geschafft unseren Betten ein Upgrade zu gönnen und eine dicke Schicht Zweige unter die Blätter zu legen. Das war deutlich bequemer:) Die Jungs bauten sich ein luxuriöses Doppelbett aus sehr vielen, sehr sehr schweren Bänken (ich trug eine ein winziges Stück, das reichte mir:)) mit Tarp, U musste aus Platzgründen mehr oder weniger in der Feuerstelle schlafen und ich hatte ein kuscheliges Plätzchen zwischen Feuerstellenrand und umgekippter Bank. An dem Abend hatte ich trotzdem kurz ein ganz schönes Tief, weil mir so der Rücken wehtat, dass ich gar nicht sitzen konnte und ich mega müde war und sehr pessimistisch was die Schlafausbeute der nächsten Nacht anging. Da habe ich tatsächlich überlegt ins Auto und den Schlafsack auszuwandern, denn ich hatte mir ja in der Nacht davor schon bewiesen, dass ich voll hart bin 😀 Hab ich dann aber zum Glück nicht gemacht und siehe da: die ersten 6 Stunden oder so schlief ich dann doch ziemlich gut bis die Hüfte wieder rummuckte.

Am schönsten war es dann aber eigentlich morgens, als wir noch stundenlang am Feuer saßen und quatschten und Tee tranken, Brei kochten und Käse rösteten. Doch ziemlich stolz und ich war sehr froh dass ich die zweite Nacht doch noch durchgezogen hab:)

Fazit:

  • Wenn man kein Tarp hat, dann brauche ich bei -5° um bequem zu schlafen vier Decken und alle Klamotten die ich habe. Das ist definitiv mehr als ich tragen mag, wenn es noch Spaß machen soll und es war gut, dass wir diesmal schummeln konnten. Alles-selbst-tragen-Cons also nur bei Plusgraden.
  • Wasser ist flüssig, wenn die (gekaufte) Wasserflasche zu ist und friert dann spontan ein, wenn man sie öffnet. Das Heldenkind wäre begeistert!
  • Wasser mit Slushanteilen in eine mittelalterliche Lederflasche mit einem dünnen, relativ langen Hals zu füllen ist …öh… 😉 Man hat dann einen guten Eiskorken:D Unterwegs was trinken ist..ich nenn es mal herausfordernd;)
  • Hartgekochte gefrorene Eier schmecken eher eingeschränkt lecker 😀

Am Sonntag war ich dann zwar echt müde, aber auch wirklich sehr euphorisch:)

15.11.222

15.11.222

Die zweite Ferienwoche ließen wir dann etwas ruhiger angehen und auch am nächsten WE haben wir zwar allerlei Fenster geputzt, aber sonst nicht viel gemacht. Nur am Samstag eine kleine Radtour über die schnieke neue Fahrradbrücke nach Werder, wo wir ein sehr nettes Café mit Kaffeerösterei fanden und allerlei Kunst. Die mochte das Heldenkind tatsächlich sehr gerne, also guckten wir lange Bilder an und radelten dann (man ist ja doch immer etwas überrascht von der Zeitumstellung) schon im Fast-Dunkeln nach Hause.

Und wir beschlossen, dass das Heldenkind jetzt groß genug ist um Star Wars zu gucken und schauten die Nr. 4. Das hat ihm gut gefallen und uns auch. Aber ich glaube „Das Imperium schlägt zurück“ ist mir noch etwas zu blutig. Trotzdem, Mission erfüllt: Der erste Star Wars Film den das Heldenkind gesehen hat ist einer von den alten:)

Mittwoch Judo nächster Versuch, diesmal mit Trainerin und dem Heldenkind hat es deutlich besser gefallen. Ist dann nur leider Mittwochs, das passt nicht so gut.

Am Donnerstag war Herbstfest mit Laternenumzug und ich hatte mich zum Kinderpunsch verkaufen gemeldet. Hatte ja gehofft da mal ein paar andere Eltern kennen zu lernen, aber in dieser Mission war ich gänzlich unerfolgreich…naja, was solls. Der Laternenumzug war dann mit Sambamusik. Das war zwar besser als ganz ohne Musik, aber irgendwie doch auch gänzlich falsch und unbesinnlich. Da gingen wir dann also recht bald wieder, denn zu meiner großen Freude hatte ich noch einen Nachrückplatz beim historischen Tanzen ergattert:)

Am WE waren dann die U und Kinder zu Besuch und das war ganz wundervoll:) Die Kinder spielten (mit kleinen Ausnahmen) ziemlich harmonisch das komplette WE durch, nur am Sonntag traten leichte Ermüdungserscheinungen auf. Die U und ich nähten uns sehr aufwändige dumme Hüte fürs Larp, denn nächstes WE geht ja unser spaßiges Wandercon los. Die Wettervorhersage variiert stark, aber es war auch schon Schnee dabei…. Ich bin sehr gespannt wie es da mit dem Draußenschlafen klappt:D Voller Euphorie luden wir ja auch noch allerlei andere Menschen ein und drei davon wollten tatsächlich bei dieser leicht spinnerten Aktion mitmachen. Insofern hatten wir dann auch noch Plot und Logistik zu planen und das wird alles sehr sehr aufregend 😀 Aber ich hab Kraxe, dicke Wollhose und Mütze fertig also hoffe ich vorsichtig optimistisch dass es temperaturmäßig schon mal hinkommt. Uiui:)

Diese Woche war dann Teamtreffen bei der Arbeit und somit die Gelegenheit allerlei Kollegen mal direkt kennenzulernen. Leider verbunden mit Teamfoto samt eines recht eng formulierten Dresscodes, so dass ich den Freitag mit Zwangsshoppen verbringen musste. Trotz sehr geringer Ausbeute gings aber halbwegs, die Fotographiererei wurde gut über die Bühne gebracht, ich war tatsächlich in unserer Gruppe die Beste beim Schwarzlichthockey ( Na sowas!), und dann gab es Abends seeehr viel sehr leckeres Essen. Das war auf jeden Fall insgesamt alles sehr schön und ich habe wirklich nette Kollegen:)

21. – 23.10.2023 Einsiedel

21. – 23.10.2023 Einsiedel

Recht spontan fragte uns die U. ob wir dieses Wochenende mit nach Einsiedel wollten und hurra, das wollten wir! Von Einsiedel hat sie mir schon so viel erzählt und genaugenommen ist das auch der Grund warum wir uns kennen, denn wenn sie mir damals beim Mitbewohnerinnencasting nicht erzählt hätte, dass sie ursprünglich mal Abenteuerspielplätze entwerfen wollte, dann wärs ggf die andere Mitbewohnerin geworden;)

Das ganze war dann (wie ich etwas überrascht die Woche davor feststellte) gar nicht nur mit U sondern mit der ganzen U’schen Großfamilie – aber obwohl das Heldenkind und ich die einzigen Fremdkörper waren, war es sehr großartig und ich glaube wir haben nicht sooo dolle gestört;)

Ich wusste vorher auch gar nicht so richtig genau was uns da jetzt eigentlich erwartet, außer dass es ein riesiger Spielplatz und voller Tunnel ist. Und die Homepage ist auch so verworren, dass man (ohne vorher schon mal dort gewesen zu sein) absolut keine Chance hatte, herauszufinden worum es dort eigentlich geht. Alle nützlichen Informationen sind so gut in irgendwelchen turisedischen Legenden verborgen, dass nur Eingeweihte in der Lage sind dem Ganzen irgendeinen Sinn abzuringen (was sich dann vor Ort übrigens fortsetzt – es gibt zwar überall Erklärungsschilder, aber die geben eigentlich auch keinerlei nützliche Informationen weiter. Verwirrum! )

Also hielten wir uns an U’s Packliste und packten ganz viele warme Sachen, die dreckig werden konnten, ein und fuhren einfach mal hin;)

Leider waren wir Freitag erst im Dunkeln dort, so dass wir an dem Tag auch nicht mehr richtig schlauer wurden … aber dass unser Erdhaus einen Kannibalenkessel im Innenhof und einen Esel auf dem Dach hatte, gab schonmal einen guten Vorgeschmack;)

Das Heldenkind und verstand sich zum Glück immer noch sehr gut mit den anderen Kindern und wir hatten sie auch so rechtzeitig im Bett, dass der nächste Tag nicht durch Schlafmangel gefährdet wurde:) Auf dem Weg zum Frühstück wollte man dann am liebsten schon sofort auf Erkundungstour gehen, denn alles war bunt und spannend und überall waren Brücken und Stege und Tunneleingänge und Baumhäuser zu sehen. Wir schafften es aber vorbei, und auch die Murmelbahn über mehrere Stockwerke konnte uns bei unserer Queste nach dem Frühstück nicht aufhalten, muahaha! Wir lernten mit den Kindern noch fix auswendig, dass sie immer zusammenbleiben sollten und wo sie wohnen (denn die länger im Blick zu behalten war gänzlich aussichtslos), waren noch kurz zusammen bei den Murmeln und schwupps waren sie weg. Man driftete dann noch eine Zeit hinterher, während immer mal aus irgendwelchen Tunneln oder so Gittergängen oben in den Bäumen die Stimmen zu hören waren… Aber irgendwann gingen wir dann auch einfach selbst erkunden;) Und fanden heraus das in Turisede nicht nur Esel auf dem Dach wohnen. Das unsere Füße zu groß für Gittertunnel sind und wir die Schleifen einfach nicht so richtig gut schafften. Und und und;) Und als Kinderanlaufpunkt war einfach immer wer im Erdhaus, wir waren ja zum Glück genug Leute.

Nachmittags dann Kannibalenkessel von innen und Abends dann erst Nachtwanderung für die Kinder und dann um 11 (nachdem die mittelmäßig imposante Glocke erklang;)) nochmal für die Erwachsenen.

Am nächsten Tag erkundeten wir dann noch das Zauberschloss (und ich habe gaaaar keinen Muskelkater davon im Entengang durch viel zu kleine Tunnel zu watscheln;)) und fanden dann noch ein ganz neues riesiges Tunnelsystem in dem die Kinder passend zum angepeilten Abreisezeitpunkt dann auch unauffindbar verschollen waren;) So waren wir dann erst einen Zug und eine halbe Stunde Verspätung (auf den letzten Metern … echtma!) später zu Hause und ziemlich fertig. Das Heldenkind verkündete, es wäre am liebsten die ganzen Ferien dort geblieben. Dahin also auf jeden Fall nochmal fahren:)

03.10.2022 – Rinteln – Porta Westfalica

03.10.2022 – Rinteln – Porta Westfalica

Heute waren es nur 16 km und obwohl wir um 16 Uhr am Zug sein mussten, war die Motivation früh los zu gehen wieder einmal eher gering. Also gemütlich gefrühstückt, die zwei uns zugebilligten Brötchen in eine totaaaal praktische Pappschachtel gepackt (ob andere Leute hier Bratnudeln als Lunchpaket bekommen?) und dann auch nur ne Stunde später als geplant los. Da hatte man dann gleich mal wieder die notwendige Motivation zügig zu gehen…

Die Etappe hatte zwar keine spektakulären Ausblicke, aber ganz interessante Dinge zwischendurch. Z.B. die Königshütte (von einem Herrn König, nicht von einem König errichtet) die einen mit allerlei Weisheiten beglückte, mehrere Steinbrüche, einen Fernsehturm (den wir allerdings verpassten, denn die Beschilderung war eher so naja), ein Bergwerk (das wir nicht besichtigten;)) und am Ende einen zweigigen Ausblick aufs Denkmal. Die Züge schafften wir auch und alle Füße waren brav.

Des war schön:)

2.10.2022 Langenfeld – Rinteln

2.10.2022 Langenfeld – Rinteln

Nach einem ausführlichen Frühstück kamen wir nicht so richtig früh los…aber kein Regen und heute waren es ja auch „nur“ 22 km. Trotz Blasen an den Füßen (Danke für nichts liebe Wanderschuhe) und allerlei Wehwehchen ging es gut los. Ansonsten war alles hübsch aber wenig spektakulär. Der schönste Ausblick kam dann ganz zum Schuss von einem Turm über Rinteln. Da hatten wir noch überlegt ob wir überhaupt rauf wollten, weil es davor so viel regnete. Aber das hat sich sehr gelohnt.

Unser Hotel „Zum alten Zollhaus“ lag etwas außerhalb, so dass es nix wurde mit dem Weinfest. War aber auch gar nicht so schlimm, denn die Motivation noch mehr als 10 m zu gehen war eher nicht so vorhanden. Aber zum Glück gab es im Hotel ein Restaurant:) Allerdings gab es auch hier entgleisende Gesichtszüge, diesmal bei der Frage ob wir spontan noch ein Lunchpaket haben können. Und dass wir 25 min aufs Bestellen warten mussten war auch eher so semiprofessionell… Aber dafür war es sehr lecker:)

Strecke: 22 km

Status: Auaaua, blöde Schuhe(Sarah). Der verknackste Fuß hielt, dafür muckte der andere…(C.)

1.10.2022 Hameln – Langenfeld

1.10.2022 Hameln – Langenfeld

An diesem WE war ich mit der C. wandern. Da ich vorher noch das Kind bei den Großeltern abgeliefert habe und die mittlere Heldenschwester endlich mal beim Thechaterspielen sehen wollte, brauchten wir etwas in der Nähe von Hannover und so ist es diesmal der Weserberglandstieg geworden.

Die C. hatte sich leider zwei Wochen vorher den Fuß verknackst, aber zum Glück ging es wieder so halbwegs und wir konnten tatsächlich starten;)

Also Samstag früh aufgestanden, ausfallenden S-Bahnen zum Trotz und Dank beherztem Zwischensprint noch den Zug bekommen und dann um 8:40 in Hameln eingetrudelt. Dort haben wir noch die letzten Vorräte gekauft und nach ner kurzen Busfahrt gings dann um 9:30 auch richtig los.

Und da stellten wir dann auch ziemlich schnell fest, dass es sehr klug war für diesen Weg ne Karte dabei zu haben, denn die Beschilderung an Kreuzungen war eher…mehrdeutig. Oder gleich gar nicht da… Also verliefen wir uns gleich erstmal ne Runde, aber danach waren wir gewarnt:)

Der Anfang war eher mittelspektakulär, aber die Mittagspause im Turm war dann sehr schön und es gab sehr leckere Suppe. Danach gings sehr schön weiter, aber als wir gerade oben auf dem Kamm waren fing es ganz fürchterlich an zu Gewittern. Das war dann nicht soo überzeugend und der Tipp sich von Anhöhen und hohen Bäumen fernzuhalten eher eingeschränkt praktikabel. Also machten wir das so gut es ging, zählten fleißig Abstände und waren dann sehr erleichtert, als es nach kurzer Zeit wieder vorbei war.

Dafür gab es danach einen superschönen Ausblick als die Sonne rauskam und die Wolken sich hoben.

Leider war die Etappe heute mangels Unterkünften etwas lang und unser auf dem Rothaarsteig gefasster Entschluss auf Spaßwanderungen nicht mehr als 23 km zu laufen ließ sich nicht so richtig einhalten. Somit zog sich das gegen Ende trotz Sonne doch sehr und als wir in unserer Unterkunft ankamen wurde es schon langsam dunkel.

Selbige Unterkunft nannte sich Höllenmühle (was nix mit Hölle sondern mit einem anderen Wort für Tal zu tun hat, wie ich lernte) und war wirklich sehr idyllisch gelegen. Die Vermieterin war allerdings etwas seltsam – und von der vollkommen abstrusen Frage ob man als Nicht-Pärchen evtl. eine zweite Decke fürs Bett bekommen könnte auch ganz entgeistert. Zum Glück fanden wir noch ne Wolldecke im Schrank;)

Dafür war das Frühstück sehr reichlich und lecker und hübsch war es auch.

Entfernung: 27 km

Status: Diese Wanderschuhe taugen nix und kommen weg (Sarah). 27 km und Regen – der Fuß hält (C. ;))

Geraltsfest 2022

Geraltsfest 2022

Dieses WE war Larp angesagt und zwar von Do bis So mit den Bardengauern. Am kompliziertesten war wie in letzter Zeit üblich die An- und Abreise. Diesmal im Programm: Eine unvorhergesehene Dienstreise des Heldenmannes, der dann genau Donnerstag erst um 19:00 zurück kam, während ich eigentlich um 13:00 los wollte…naaaja…. Also Do nur bis Hannover gekommen, eine offensichtlich sehr lustige Nacht verpasst, bei der alle erst um 6 wieder im Bett waren und dann aber immerhin Fr um 10:30 da gewesen.

Das Geraltsfest hat einen Zusammenhang mit dem Lager des Königs vom Epic Empires, und ist ein Volksfest das einem Helden gewidmet ist, der sich als Frau verkleidet in eine belagerte Stadt einschlich um das Tor für den legendären König zu öffnen.

Random Facts:

Neben vielerlei Volksspielen gab es also auch allerlei als Frau verkleidete Herren und der Herr Richald war natürlich die schönste, denn da hat die Emma den Busen genäht – natürlich auf Bestellung, so wie ihre Nestelbänder:)

Mit denen sie übrigens ein Vermögen verdiente – war aber auch mit Musterkatalog gewohnt akkurat vorbereitet

Die Radieschen (ratet wer das war :D) wurden nicht letzter!!11 Hurra. Klara und Lisel gewannen den einzigen eigenen Punkt in der Raubtierfütterung – allerdings war ich mir auch zwei Stunden später nicht einig, ob mir von dem ekeligen kalten Haferschleim,den ich im eigentlichschonsatten Zustand gefüttert bekam eigentlich schlecht war oder nicht (Bäh! Trotz Zimt und Zucker den wir noch reinkippten, damit es zumindest irgendeinen Geschmack hat… ) . Außerdem bekamen wir zum Glück noch einen Punkt geschenkt, denn bei den anderen Spielen waren wir ausnehmend sehr glücklos;) Und es war tatsächlich noch eine Gruppe schlechter als wir

Am Anfang des Spiels wurden gelbe Bändchen verteilt, und die Gruppe, die am Ende die meisten hatte gewann. Als es losging, warf der Herold einen Haufen Bänder in die Luft und da die als kompakter Klumpen wieder runter kamen und Emma und ich direkt daneben standen, sammelten wir die halt auf….Das war eine schlechte Idee, denn danach waren wir seeeehr lohneswerte Ziele, da die Bänder hemmungslos geklaut werden durften. Wasn Stress! Als dann Leute Knüppel rausholten, war es an der Zeit schnell alle Bändchen loszuwerden …. das war der Sieg nicht wert!

Ein Hoch auf die Pioniere deren Lagerfeuer wir schnorren durften und wo wir eigentlich dauernd im Lager saßen:) Auch wenn sie nur 3 Lieder können…

Mehr Lieder konnte die Barden im Hasenlager (dessen Namen ich vergaß – irgendwelche Bretonen?) 😉 Ich bin mir recht sicher, dass das die Sängerin von PurPur war:)

Es gab Tanz und da das ja ein Volksfest war konnten wir ganz viel tanzen, auch wenn natürlich mal wieder extrem viel Adel dabei war. Aber Emma hatte sich den Hauptmann Steinbrecher von den Pionieren gesammelt und ich musste auch nie aussetzen. Am liebsten habe ich aber mit der „Schwester“ des Schnapsverkäufers den vorher noch schnell beigebrachten Red House getanzt.

Der hatte einen Schnaps namens Knoblauch Zwiebel Nelke Zimt dabei. Bääh!

Ich kaufte 1 m Woll-Strickloden für 3 Kupfer….da brauchte offenbar jemand seeeehr dringend Platz im Keller. Das wird ein kuscheliger Larpmantel für das Heldenkind:)

Der Herr Richard und die Lisel haben so schöne Musik gemacht:) Ich hoffe wir machen mal was dreistimmiges!

Das war ein sehr schönes und entspanntes Con, so wie eigentlich immer mit dieser Gruppe. Bin sehr froh mir den Stress angetan zu haben:)

16.09.2022

16.09.2022

Seit Mittwoch kann das Heldenkind offiziell sowohl alleine mit dem Bus zur Schule als auch zurück fahren, ole! Das war aufregend, ich habe die Nacht vorher echt schlecht geschlafen. Aber eigentlich mach ich mir hauptsächlich Sorgen um Straßenüberquerungen, denn wenn er es verpasst auszusteigen, kommt eine Haltestelle weiter die Endstation und den Weg haben wir geübt;) Aber als es das erste Mal geklappt hat waren wir beide stolz wie Bolle.

Irgendwann letzte Woche ist auch beim lesen ein Knoten geplatzt und plötzlich machte es Spaß:) Seither bekommen wir jeden Abend BeastQuest vorgelesen (jetzt habt ihr mir so lang vorgelesen, jetzt lese ich euch mal was vor…so süß:)) und wir füttern fleißig den Zettel für die Leseraupe in der Schule. Noch mehr stolz auf mein Heldenkind:)

Nun brauchen wir nur noch dringend Freunde zum spielen für ihn…

Ansonsten homeoffice ich wieder fleißig vor mich hin. Die erste Woche war ich noch megaunmotiviert, aber jetzt ist der Lieblingschef wieder da und ich arbeite nicht mehr in ein Vakuum. Ist schon gut wenn sich irgendwer für die Arbeitsergebnisse interessiert. Nach nur fast 2 Jahren haben wir jetzt fast die Genehmigung für unseren ersten Solarpark. Und dann ist noch nix gebaut…geht schon fix in Deutschland…

Ich habe es weiterhin geschafft zumindest einen der Saunagutscheine einzulösen, den ich zum Geburtstag bekam, bevor bestimmt bald alles energiekrisenbedingt zumacht… Das war schön,auch wenn die Haveltherme gefühlt eher so ein Eventdingens ist, mit mehreren Poolbars und viel Publikum das wohl eher nicht aus gesundheitlichen Gründen und zum Entspannen dort ist. Aber schön war es sehr!

4.9.2022

4.9.2022

In der letzten Woche war der Heldenmann dann doch nochmal zu Hause, denn die Termine für TÜV, Zoll, Anmeldung und wasnichtalles fürs Auto zogen sich gleichmäßig über mehrere Tage. Zum Glück war aber auch noch ein bisschen Zeit übrig, was uns zum Einen frisch gekärcherte Terrassendielen und Deko an den Wänden bescherte und zum Anderen auch noch für einen ausführlichen Spaziergang durch Babelsberg und den Park Babelsberg reichte. Das ist schon auch sehr schön da.

Die Babelsberger Steppe

Donnerstag ging es dann bei mir wieder los mit Arbeit, und 6 h Homeoffice ist schon nochmal was anderes als 4. Aber passt schon und es haben sich zumindest alle sehr gefreut, dass ich zurück war:)
Am WE war dann Fortbildungsreise für den Flo angesetzt, denn der war noch nie im Watt und das kann ja nicht so bleiben;) Somit traf sich die Familie zur gemeinsamen Reise nach Cuxhaven in der Heldenbase. Am Donnerstag hatte ich kurzzeitig überhaupt keine Lust hinzufahren, weil die Bahn-App behauptete, dass alle Züge komplett überfüllt sein sollten… Zu meinem grenzenlosen Erstaunen war es echt sehr leer und wir bekamen auf dem Hinweg sogar noch Sitzplätze nebeneinander!!111 Und nun sitzen wir gerade im Zug zurück und da sind wir, weil der ICE ewig verspätet war, in einen außerplanmäßig fahrenden IC gestiegen und haben da sogar ein komplettes Abteil für uns! Ich bin also sehr froh, dass mich das nicht von der Fahrt abgehalten hat, denn das WE war super schön!
Um 10 trafen wir uns in Sahlenburg und liefen dann erstmal zwei Stündchen durchs Watt und sammelten diverses Viehzeug, inklusive eines ziemlich benebelten Wattwurms, der sogar zu träge war sich einzubuddeln und somit uns allen mal einen Nahkontakt ermöglichte;) Da wir alle Panikschafe sind, zogen wir uns zu Niedrigwasser um 12 schon wieder aus dem Watt zurück – da hätten wir ja locker noch 2 h Zeit gehabt bis das Wasser auch nur annähernd in die Nähe gekommen wäre… aber egal, so mieteten wir uns ganz dekadent nen Strandkorb, das Heldenkind fand schnell Anschluss zum spielen und wir Erwachsenen konnten schön quatschen:)
Dann gingen wir irgendwann lecker essen in ein Restaurant mit sehr schöner Aussicht und danach wieder an den Strand. Irgendwann kam das Wasser, wir plantschten ein bisschen mit den Füßen drin rum, das Heldenkind rettete eine große Krabbe, die ihre Beine in Seetang verheddert hatte, gingen noch kurz spazieren und dann war der Tag auch schon vorbei:) Unspektakulär aber wirklich voll schön.

Heute waren wir in der Kiesa schwimmen und haben noch gegrillt und nu gehts ab nach Hause:) Gut, dass wir doch gefahren sind!

Augustzusammenfassung

Augustzusammenfassung

Hmm…es fehlt mir so in etwa der gesamte August. Ich versuche mich also pflichtschuldig an einer Kurzzusammenfassung;)

Nach dem Erfurtbesuch verbrachten wir eine mehr oder minder vergnügliche Woche in Golm. Es war unfassbar heiß und meine Motivation reichte gerade mal um jeden Tag ein bisschen herumzuräumen, allerlei Pakete irgendwo einzusammeln (ein weiterer Held wohnt z.B. im baugleichen Haus der Parallelstraße und u.a. er wurde mit unseren Möbelstücken beehrt. Und eins landete aus unerfindlichen Gründen in Bornstedt, was mit dem Fahrrad nicht sooo optimal abzuholen war) und aufzubauen. Die Woche bescherte uns somit zwei Bücherregale, eine TV Bank und ein Schuhregal. Es wurden fast alle Kisten geleert und bei Versuch 57842 klappte auch endlich die Abholung selbiger Leerkisten durch das Umzugsunternehmen.
Das Heldenkind war voll im Andorfieber, und nachdem wir 2 x die Legende 2 gespielt hatten (weil wir mit den anderen auf den Heldenmann warten wollten) wurden erstmal eigene Ergeigniskarten und dann ein komplett eigenes Spielfeld entworfen. Das war aus Duplo mit coolen Legononstern als Gegner, der Monatsuhr als Zeit-tracker und höchst komplizierten Regeln die unfassbar viel Rechnen beinhalteten. Ich war angemessen gefordert 🙂

Ansonsten war das Heldenkind ein bisschen arm dran, so mit mangelnden Spielkameraden und durchhängender Mutter. Das war wirklich etwas doof für ihn glaub ich.
Zum Glück ging die Woche drauf zumindest schonmal mit 4h/Tag der Hort los. Das lief auch sehr gut und das Heldenkind war höchst empört, dass er immer schon so früh wieder nach Hause musste.
Am Dienstag kamen dann zum Glück auch noch die Heldengroßeltern und wir gingen mal ein bisschen Potsdam erkunden. U.a. testeten wir einen wirklich schönen Radweg in die Innenstadt. Da fährt man erst an der Bahn lang, dann die Lindenallee, dann ein Ministstück Kopfsteinpflaster ums neue Palais und dann durch den Park Sanssouci. Und am Ende kommt man durch so ein Portal und ist schwupps in der Innenstadt:)

Diese bemitleidenswerten Gesellen waren bei 37° Mittags im Park Sanssouci unterwegs …

Am nächsten Tag waren wir dann eine Schlösserrundfahrt mit dem Boot machen und bis dahin war mir gar nicht klar wie viele Parks und Schlösser Potsdam tatsächlich hat. Und da kann man offensichtlich auch überall sehr gut Radfahren, zumindest sah man reichlich Räder:)

Schloss Babelsberg vom Wasser

Dann war am WE das Larp, wir quetschten sehr viel Gartenkram in das Autochen der Heldengroßeltern (hurra, mehr Platz!) und am Montag ging dann ja auch schon die Schule los.
Das war ziemlich aufregend für das Heldenkind und für mich auch. Wir haben in der Woche davor aber zum Glück schon die Lehrerin kennengelernt, die war ganz jung und nett und das war ihre erste eigene Klasse. Man merkte auf jeden Fall, dass sie das alles sehr genau durchdacht hatte und sie hatte ein sehr freundliches, bestimmtes Auftreten – ich glaube das passt sehr gut für das Heldenkind. Und er mochte sie auch gleich richtig gerne, da war es schon nicht mehr ganz so schlimm:)
Der erste Schultag war dann mit großer Coronatest-Vorzeigeversammlung auf dem Schulhof, aber mit Musik und einzelnem Aufruf jeder Klasse, die dann unter Applaus ins Schulgebäude einzog. Das war irgendwie witzig und ne schöne Athmosphäre. Das Heldenkind geht in die Fuchsklasse und wurde dann von Lehrerin samt Maskottchen eingesammelt und schwupps war er weg… Aber es lief gut und er war am ersten Schultag ganz begeistert.

Zur Schule kommen wir mit dem Bus. Es ist zwar nicht weit mit dem Rad, aber das erste Stück ist leider auf einer gut befahrenen Straße, das geht noch nicht.Aber der Bus fährt quasi vor der Tür und hält direkt vor der Schule, das geht also gut.
Ich hätte in der Woche dann natürlich voll viel unternehmen und/oder schaffen können, aber irgendwie war ich einfach fertig mit der Welt…deshalb wars dann nur so mittelviel und eine schöne Radtour um die Töplitzer Insel. Hier gibt es überall so kleine Stände, wo Leute Zeug aus ihrem Garten verkaufen, und man kann überall Zucchini, Tomaten, Eier und Zwetschgen kaufen. Auf der Tour kaufte ich wirklich extrem leckere Pflaumen – aber das ist mir doch etwas zu weit weg um nochmal hinzufahren;)

Letzten Samstag war dann spektakulär Feuerwehrfest in Golm. Ich dachte da gibts nur Bratwurst und Hüpfburg, aber es war dann echt richtig viel für Kinder und wir waren fast 3 Stunden da. Das war sehr schön. Und Abends kam dann der Heldenmann zurück, der hatte die Nase seeehr voll vom Camping in unserem Haus in Norwegen. Das war irgendwie auch so der Punkt, wo ich mich richtig angekommen fühlte: Umzug erledigt, hurra:)