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Monat: Januar 2022

20.01.2022

20.01.2022

Ereignislos dümpelt das Leben so vor sich hin. Wobei, so schlimm ist es gar nicht. Und nach so viel Sozialleben über die Feiertage schlage ich mich bislang ganz gut was die allgemeine Stimmungslage angeht.

Was ist denn so passiert?

An einem Sonntag konnte ich das Heldenkind dazu überreden mit mir Turorientering zu machen. Wir waren 3,5 Stunden unterwegs und er hat gar kein bisschen gemeckert. Auch wenn wir zum Ausgleich die ganze Zeit Redespiel spielen mussten. Ziemlich oft geht das mittlerweile schon in Selbstgespräch über – nur wie schafft man es, dass das alles dann im Kopf bleibt und man nicht alles raussprudelt? Nichtsdestotrotz war das aber sehr schön, es gab warmen Kakao und Belohnungsmarzipan und man findet dabei immer sehr interessante Plätze. Sogar auf der anderen Seite vom Stokkavatnet, wo ich gefühlt schon alles abgelaufen bin;)

Am Wochende drauf versuchte ich Gitarrensaiten zu kaufen, denn ich versuche mich gerade an diversen YouTube Kursen und wollte mal des Heldenmannes alte Westerngitarre reaktivieren, zwecks Stahlseiten klingt netter. Ich muss gestehen, dass ich mich etwas veräppelt fühle, denn immer wenn ich in Norwegen mal was in nem Laden kaufen will scheitere ich krachend. Diesmal hatte der Musikladen in der Innenstadt zugemacht und die anderen beiden, die ich bei Regen und 3° mit dem Fahrrad ansteuerte, waren trotz gegenlautender Infos auf Facebook auch nicht mehr existent. Nachdem ich über den Hügel zu Nr. 3 geschnauft war, hatte ich dann auch nicht mehr ganz so glänzende Laune, muss ich gestehen… Dafür gibt es jetzt nen riesigen Musikladen in Forus wo man entweder Bompenger oder Bus bezahlen muss um hinzukommen. Da wird bestellen doch plötzlich wieder attraktiv… Grumpf! Aber immerhin: Haus verlassen.

Seit Montag bin ich nun auch geboostert, habe Arm-Aua und garstige Lymphknoten abgewettert und bin nun zumindest bestmöglich gerüstet für was auch immer die Norwegische Regierung jetzt so vorhat mit ihren Öffnungen. Neu im Programm diese Woche: Schulen (und SFO) auf grünem Niveau und Veranstaltungen bis 1500 Leute – bei einer Inzidenz von knapp 1300. Soll jetzt also offensichtlich möglichst schnell gehen mit der Omikron-Durchseuchung. Schön dass es mildere Verläufe gibt, aber was ist mit Long Covid? Naja…. Das Heldenkind hat am 1.2. Impftermin, mal gucken ob wir da uninfiziert hinkommen. Und dann hoffen, dass das mit Long Covid nicht so wild wird und die sich mit den Krankenhauskapazitäten nicht verrechnet haben. Höhö…

Heute habe ich dann schon wieder (!) das Haus verlassen um etwas zu unternehmen (man höre bzw. lese und staune!) und war mit den Fjells Vennern wandern – soll heißen im Stockfinstern bei Schnee und Wind 2 Stunden lang hurtig allerlei Hügel rauf- und runterklettern. Und habe mich dabei mit echten Menschen unterhalten. Oléolé! Hochgefühl! Der Echte-Menschen-mit-denen-ich-mehr-als-zwei-Sätze-redete-Count der letzten 3 Wochen lag nämlich mal wieder bei exakt 2: Heldenmann und Heldenkind 😀 Gut, dass ich meine ESO-Gilde hab und mein Lieblingskollege zurück aus der Elternzeit ist;)

Noch gute Dinge: Wir haben evtl. eine Wohnung in Potsdam (genaugenommen in Golm) die wir von einer Familie die baut übernehmen können. Das wäre sooooo gut und stressfrei. Hoffentlich klappt das. Es gibt eine Sache die nicht so cool ist, und das ist die Hochspannungsleitung in 50 m Entfernung. Aber Alternativen sind echt Mangelware und sonst ist sie glaub ich echt gut. Also Daumen drücken!

Also insgesamt betrachtet (die Gesamtweltlage mal außenvor lassend): Alles okee, Kartoffelpüree !

02.01.2022

02.01.2022

Frohes neues Jahr! Obwohl ich immer mal wieder den ein oder anderen Anlauf startete hier Buch zu führen, musste ich doch sehr dringend meine Zeit damit verbringen mit Menschen zu interagieren, deshalb wurde daraus einfach mal gar nix. Aus diesem Grunde wieder einmal Zusammenfassungszeit;)

Der erste Teil unserer Reise verlief schonmal ziemlich problemlos. Ich habe mir zwar irgendwo ne Erkältung eingefangen (mir ist gänzlich unklar wo das war – ich bin bis auf einmal einkaufen ja die ganze Zeit mit dem Heldenkind zu Hause gewesen), aber nach diversen Schnelltests war ich dann doch irgendwann halbwegs überzeugt, dass es auch nur genau das war – ne Erkältung. Trotzdem fühlt man sich ja wie ein Verbrecher wenn man hustet. Und man will ja gerade auch niemanden mit irgendwas zwielichtigem anstecken. Also ziemlich unentspannt und netterweise blieb mir das Gehuste auch direkt die ganze Reise erhalten – na vielen Dank!

Weihnachten war sehr schön und friedlich, mit viel leckerem Essen und einfach insgesamt.viel toller mit Familie als ohne;) Das Heldenkind mag momentan gerne Brettspiele und statt exzessiv UNO zu spielen, war diesmal Andor Junior das Spiel der Wahl. Macht prinzipiell Spaß und es war sich ziemlich süß, mit wie viel Phantasie er sich da in seine Rolle hineindachte, aber nach mehreren Runden war meine Euphorie dann doch langsam nachlassend. Das Heldenkind tat mir Weihnachten auch sehr leid, vorher schon so lange alleine zu Hause und dann nur Erwachsene…das ist ja schon auch einfach nicht so spannend.

Deshalb war es auch gut, dass wir unsere restlichen Reisepläne trotz Omicron, diesem unnützen Gezücht, wie geplant in die Tat umsetzten. Am 28. machten wir ins deshalb auf den Weg des Heldenmanes Trauzeugen zu besuchen, welcher praktischerweise in Werder bei Potsdam wohnt, was uns die günstige Gelegenheit bot zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und schon einmal die allgemeine geografische Lage unseres neuen Wohnortes zu besichtigen. Die Trauzeugentochter ist außerdem fast exakt so alt wie das Heldenkind und die beiden haben sofort super miteinander gespielt. Da hab ich mich sehr für ihn gefreut. Wir armen von Weihnachten fast verhungerten Erwachsenen wurden zudem gut durchgefüttert (zwei warme Mahlzeiten + Kaffee und Kuchen am ersten Tag :D), hatten viel Gelegenheit zum Reden und es war einfach nur sehr schön. Am 29. tourten wir einmal durch alle in Frage kommenden Wohnbezirke, und auch wenn vermutlich jede Stadt im Januar bei Nieselregen maximal unattraktiv ist, kann man sich da, denk ich, sehr wohl fühlen. Müssen wir es also nur noch schaffen uns gegen Myriaden von Mitbewerbern durchzusetzen und auch tatsächlich eine Wohnung zu ergattern. Tschakka!

Am 30 trafen wir uns noch (direkt bevor es anfing zu regnen – gut getimed) mit einer Freundin vom Tanzen, die auch zwei Söhne im heldenkindkompatiblen Alter hatte – Heldenkind glücklich, Mama desselbigen auch:) Und dann auf nach Gifhorn zur traditionellen, wenn auch diesmal an anderem Ort stattfindenden Sylvesterfeierrunde. Die dort beteiligten Kinder sind mittlerweile alle so alt, dass das Spielen ein nahezu kompletter Selbstläufer ist (wenn auch vermutlich einer der lärmendsten Selbstläufer die man sich so vorstellen kann – was ne Randale!). Also Ohren zu und genießen, dass man sich in „Ruhe“ unterhalten kann:D Das Heldenkind ist auch ganz stolz, dass es erstmalig bis Mitternacht wach geblieben ist, es gab Pizza vom Lagerfeuer, von mir mit beeindruckendem Abstand in Würde verlorene Raumschiffbauspiele und das war alles wirklich, wirklich schön.

Am 1. sind wir dann schonmal nach Kiel gefahren, heute morgen nochmal zwei Freunde getroffen und nun stehen wir an der Fähre und warten auf unsere Rückreise. Die ganze Reise hatte so viel coronabedingtes Katastrophenpotenzial, ich bin immer noch ganz misstrauisch, ob das nun einfach alles so klappt.

Und auch wenn es vielleicht (trotz einer ganzen Tüte Selbststests die wir unterwegs verbraucht haben) nicht so klug war so viele Leute zu besuchen, war es irgendwie einfach nur gut.Jetzt sind zumindest meine Batterien in der Kategorie „Kontakt mit anderen Menschen“ wieder sehr gut aufgeladen und ich fühle mich den nächsten Monaten mit nur unser aller Kumpel Corona als Gesellschaft wieder ganz gut gewachsen. Und es ist einfach so ein schönes Gefühl wenn man so eine tolle Familie und so liebe Freunde hat, da wird einem ganz warm ums Herz 🙂