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Schlagwort: Deutschland

02.01.2022

02.01.2022

Frohes neues Jahr! Obwohl ich immer mal wieder den ein oder anderen Anlauf startete hier Buch zu führen, musste ich doch sehr dringend meine Zeit damit verbringen mit Menschen zu interagieren, deshalb wurde daraus einfach mal gar nix. Aus diesem Grunde wieder einmal Zusammenfassungszeit;)

Der erste Teil unserer Reise verlief schonmal ziemlich problemlos. Ich habe mir zwar irgendwo ne Erkältung eingefangen (mir ist gänzlich unklar wo das war – ich bin bis auf einmal einkaufen ja die ganze Zeit mit dem Heldenkind zu Hause gewesen), aber nach diversen Schnelltests war ich dann doch irgendwann halbwegs überzeugt, dass es auch nur genau das war – ne Erkältung. Trotzdem fühlt man sich ja wie ein Verbrecher wenn man hustet. Und man will ja gerade auch niemanden mit irgendwas zwielichtigem anstecken. Also ziemlich unentspannt und netterweise blieb mir das Gehuste auch direkt die ganze Reise erhalten – na vielen Dank!

Weihnachten war sehr schön und friedlich, mit viel leckerem Essen und einfach insgesamt.viel toller mit Familie als ohne;) Das Heldenkind mag momentan gerne Brettspiele und statt exzessiv UNO zu spielen, war diesmal Andor Junior das Spiel der Wahl. Macht prinzipiell Spaß und es war sich ziemlich süß, mit wie viel Phantasie er sich da in seine Rolle hineindachte, aber nach mehreren Runden war meine Euphorie dann doch langsam nachlassend. Das Heldenkind tat mir Weihnachten auch sehr leid, vorher schon so lange alleine zu Hause und dann nur Erwachsene…das ist ja schon auch einfach nicht so spannend.

Deshalb war es auch gut, dass wir unsere restlichen Reisepläne trotz Omicron, diesem unnützen Gezücht, wie geplant in die Tat umsetzten. Am 28. machten wir ins deshalb auf den Weg des Heldenmanes Trauzeugen zu besuchen, welcher praktischerweise in Werder bei Potsdam wohnt, was uns die günstige Gelegenheit bot zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und schon einmal die allgemeine geografische Lage unseres neuen Wohnortes zu besichtigen. Die Trauzeugentochter ist außerdem fast exakt so alt wie das Heldenkind und die beiden haben sofort super miteinander gespielt. Da hab ich mich sehr für ihn gefreut. Wir armen von Weihnachten fast verhungerten Erwachsenen wurden zudem gut durchgefüttert (zwei warme Mahlzeiten + Kaffee und Kuchen am ersten Tag :D), hatten viel Gelegenheit zum Reden und es war einfach nur sehr schön. Am 29. tourten wir einmal durch alle in Frage kommenden Wohnbezirke, und auch wenn vermutlich jede Stadt im Januar bei Nieselregen maximal unattraktiv ist, kann man sich da, denk ich, sehr wohl fühlen. Müssen wir es also nur noch schaffen uns gegen Myriaden von Mitbewerbern durchzusetzen und auch tatsächlich eine Wohnung zu ergattern. Tschakka!

Am 30 trafen wir uns noch (direkt bevor es anfing zu regnen – gut getimed) mit einer Freundin vom Tanzen, die auch zwei Söhne im heldenkindkompatiblen Alter hatte – Heldenkind glücklich, Mama desselbigen auch:) Und dann auf nach Gifhorn zur traditionellen, wenn auch diesmal an anderem Ort stattfindenden Sylvesterfeierrunde. Die dort beteiligten Kinder sind mittlerweile alle so alt, dass das Spielen ein nahezu kompletter Selbstläufer ist (wenn auch vermutlich einer der lärmendsten Selbstläufer die man sich so vorstellen kann – was ne Randale!). Also Ohren zu und genießen, dass man sich in „Ruhe“ unterhalten kann:D Das Heldenkind ist auch ganz stolz, dass es erstmalig bis Mitternacht wach geblieben ist, es gab Pizza vom Lagerfeuer, von mir mit beeindruckendem Abstand in Würde verlorene Raumschiffbauspiele und das war alles wirklich, wirklich schön.

Am 1. sind wir dann schonmal nach Kiel gefahren, heute morgen nochmal zwei Freunde getroffen und nun stehen wir an der Fähre und warten auf unsere Rückreise. Die ganze Reise hatte so viel coronabedingtes Katastrophenpotenzial, ich bin immer noch ganz misstrauisch, ob das nun einfach alles so klappt.

Und auch wenn es vielleicht (trotz einer ganzen Tüte Selbststests die wir unterwegs verbraucht haben) nicht so klug war so viele Leute zu besuchen, war es irgendwie einfach nur gut.Jetzt sind zumindest meine Batterien in der Kategorie „Kontakt mit anderen Menschen“ wieder sehr gut aufgeladen und ich fühle mich den nächsten Monaten mit nur unser aller Kumpel Corona als Gesellschaft wieder ganz gut gewachsen. Und es ist einfach so ein schönes Gefühl wenn man so eine tolle Familie und so liebe Freunde hat, da wird einem ganz warm ums Herz 🙂

14.11.2021

14.11.2021

Die U und ich hatten eine Idee von der ich lange nicht überzeugt war ob sie wirklich gut ist. Wir wollten schon immer mal in Gewandung wandern gehen und aufgrund von übermäßigem Konsum von Videos über draußen schlafende Menschen kam dann die Idee auf das mit einer Übernachtung in Larpklamotten zu verbinden.

Also schnell noch nen halbwegs tauglichen Rucksack zu U bestellt und dann einen Großteil der Deutschlandtourvorbereitungszeit damit verbracht Packpläne zu machen und Felle Probe zu liegen und 346236 mal zu überlegen, ob es nicht total bekloppt ist, den Draußenschlaferstversuch Mitte November zu starten…nunja;)

Am 13. waren dann auch prompt 6° und Nieselregen. Aber nun hatten wir uns das vorgenommen und wir fuhren dann halt zum Übernachtungsplatz mit Backup-Pfadfinderhütte, der war zwar weiter weg aber falls es dann noch total schütten sollte, hatten wir wenigstens ein Dach. Nach 3234 mal umpacken hatte ich auch alles zur Zufriedenheit am Rucksack festgetüddelt, das ging tatsächlich recht gut. Da wir erst um 18 Uhr los konnten war es dann am Bestimmungsort schon stockfinster und die Suche nach Isolationsmaterial entsprechend schwierig. Schliesslich hatten wir einen Haufen Äste bzw. einen Haufen (nasser) Blätter zusammen und stellten uns auf eine tendenziell schlaflose Nacht ein.Aber tatsächlich war es ziemlich gemütlich an unserem Feuerchen:)

Kinderpunsch am Lagerfeuer

Gefroren haben wir dann tatsächlich gar nicht, es war auch immer einer von beiden rechtzeitig wach um Holz nachzulegen und wäre nicht das Problem, dass sich mein Hüftknochen als Seitenschläfer dann doch sehr über den harten Boden beschwerte, dann hätte ich echt gut schlafen können. Also voller Erfolg! Morgens gabs dann warmen Brei aus dem Grapen und jetzt sind wir ganz euphorisch am planen ob wir unsere nächsten Larps nicht vielleicht mit kompletter IT Anreise machen:)

13.11.2021

13.11.2021

AG1 hat sein Büro wirklich komplett am Ende der Welt (ok, es sind nur 20 min nach Mainz, aber gefühlt). Dazu trug noch bei, dass es an beiden Tagen total nebelig war und man niemals weiter als 100m gucken konnte. Es soll ja gerüchteweise Weinberge geben dort, so sagt nan… Es waren aber alle sehr nett, schickes Büro mit riesiger Dachterrasse und der Kollege mit dem ich hauptsächlich zu tun hab kam auch extra aus der Elternzeit kurz vorbei zum Kennenlernen, das war schön. Noch dazu hab ich nach eifrigem Recherchieren nun auch einen Firmenrechner, das vereinfacht einiges (und mein Privatrechner wird nicht mehr Abends durch irgendwelche Analysen blockiert, wenn ich ESO spielen will;)).

Abends war dann Laternenumzug, da hab ich mein Heldenkind schon sehr doll vermisst. Ich fürchte ja nächstes Jahr ist er dann zu alt für Laterne laufen und diesen Teil haben wir jetzt einfach verpasst. Naja…

Abends in Saulheim etwas zu essen zu finden war dann interessant. Ich schlenderte ja noch ganz motiviert los, aber das einzige was offen hatte, war eine Pizzeria die eher nur Lieferservice war und deren Belegschaft sehr irritiert aussah, als ich kundtat, dass ich mich gerne hinsetzen und meine Pizza dort essen wolle… Naja, aber schnell gings zumindest. Und dann schnell ins Hotel und ein bisschen Schlaf nachholen, das war auch hervorragend;)

11.11.2021

11.11.2021

Besuch bei C in Bonn, das war schön:) Das Baby dort ist schon gar kein Baby mehr, sondern ist still und heimlich schon ganz groß geworden, kann sich schon hochziehen und brabbelt ganz vergnügt vor sich hin. Wir waren zweimal essen gehen, was auch zu einem gänzlich unbewohnten Vergnügen geworden ist. Ganz viel Zeit zum reden gehabt. Und einmal mit Trage im wunderschönen Herbstwald bei Sonnenschein wandern gewesen, das klappte auch sehr gut (auch wenn draußen wickeln im Herbst nicht immer das reinste Vergnügen ist).

Nun bin ich immer noch sehr unausgeschlafen… Auf zu AG 1 irgendwo südlich von Mainz.

7.11.2021

7.11.2021

Deutschlandtour Teil 1.

Wenn man auf der Fähre ne Kabine hat, dann ist das wirklich super entspannt. Diesmal hatte ich erstmalig eine Einzelkabine. Es ist recht eindeutig auf welche Zielgruppe die zugeschnitten ist:

Aber es war wirklich sehr gemütlich und ich habe mich einfach direkt mit meinem Buch in mein sanft schaukeldes Bett gekuschelt. Ich mag ja Fähre fahren…

Die Fahrt nach Kiel am nächsten Morgen ging auch gut, fix was gegessen und dann mit Freundinnenkind und Kontrabass zunächst nach Lüneburg um selbiges dort bei der Verwandtschaft abzuliefern. So ein Kinder-Kontrabass ist ja schon groß….ich will mir nicht vorstellen wie man die Erwachsenenversion transportieren kann – ich hoffe das Heldenkind bleibt bei seinem aktuellen Wunsch Gitarre zu lernen 😀

Danach umfuhren wir diverse Staus und waren dann (nachdem uns das Navi zwischenzeitlich noch zu einer Fähre lotste, die um die Uhrzeit definitiv nicht mehr fuhr) um 9 auf dem Con. Auf dem Programm: Mohnfest mit den Bardengauern auf Wasserschloss Wülmersen. Ungünstigerweise war dies eines der wenigen Cons auf denen ich war, wo das Time-In nicht mehrere Stunden später als geplant stattfand, also heimlich aufs Zimmer geschlichen, Magdklamotte angezogen und dann auf ins Vergnügen. Nach 2 Jahren Pause war es tatsächlich erstmal schwer ins Spiel zu kommen, besonders weil wir mehrere neue Chars dabei hatten, aber dann war es ein superschönes und entspanntes Con es war voll schön mal wieder unterwegs zu sein:)

Things to remember:

  • Wie wir im Stockfinsteren in den dunklen Keller herunterkrabbelten,weil es das Gerücht gab, dass da ein Schatz liege. Und da irgendwas herumspukte – huh, das war aufregend. Das irgendwas ließ dann dort ständig zwei Kupferstücke fallen. Und es gab da komische Käfer, die wir todesmutig in Sophias Schale einfingen und dann stundenlang nicht loswurden, weil niemand wusste was das für Viehzeug ist. Nur den Schatz, den fand am Ende jemand anderes.
  • Wie wir erst weniger und dann sehr fleißig Bändchen beim Volksfest sammelten, besonders nachdem Emma die Idee hatte einfach alle zusammenzulegen, damit dann ein Tiisgrather Mondprinz wird und wir uns das Preisgeld teilen können. Die Bänder konnte man entweder gewinnen oder anderen Leuten vom Gürtel klauen (natürlich nur wenn man sich nicht erwischen lässt) bzw. weitergeben. Leider gab es zwei Mägde, die allen anderen (schöne Augen machten) ihre Bänder abschwatzen, aber während Nr. 1 mit 82 Bändchen unerreichbar vor uns war, war Nr 2 nur 7 Bänder vor uns. Das weckte den Ehrgeiz und nachdem Linhardt heldenhaft noch ein Band beim Schnapsroulette gewann und Sofia Magd 2 noch 10 min vor Ende todesmutig drei vom Gürtel mopste, kamen wir am Ende dann knapp mit 49 zu 46 Bändchen auf den dritten Platz. Sehr schade:)
  • Der Knechtwettbewerb hatte als eine von drei Aufgaben zwar „Minne“ (sind das Ritter oder was?) aber beim Talentwettbewerb gab es lustige Dinge. Z.b. der Kartoffelknecht
  • Wenn Fräulein Mälzer nicht dabei ist, kann niemand den Herren aufhalten wenn er mal wieder auf solche abstrusen Ideen kommt, wie sich selbst die Hände zu waschen
  • Das Buch mit dem Armen Ritter, der Rüben züchtete, einen Radieschenthron hatte und dessen Radieschen-Helmzier von seinem verschmachtenden Pferd Ajax verspeist wurde.

Ich habe auf jeden Fall viel zu wenig geschlafen und freue mich total drauf nächsten Herbst wieder in Deutschland und somit dann öfter auf Con zu sein. Nun geht es zu C nach Bonn und der ICE hat wie üblich ne Stunde Verspätung, aber im Gegensatz zum Stau im Auto wird dadurch ja hauptsächlich das Ticket billiger 😀

Heidschnuckenweg Etappe 6: Bispingen – Soltau

Heidschnuckenweg Etappe 6: Bispingen – Soltau

Da war sie nun, die Überführungsetappe. Kann ja auch nicht 225 km spektakuläre Landschaft sein;) Sie lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Heute ging ich bei leichtem Nieselregen 23 km durch den Wald.

Wald, besagter

Naja, so ganz wird es dem Tag dann doch nicht gerecht. Zumindest das wundervolle Frühstück (mit Waffeln:)) und der abendliche Saunabesuch müssen noch erwähnt werden. Und das es sehr erstaunlich ist wie viele Kilometer man eine Autobahn/Windräder/den Heidepark hören kann.

Wanderfazit:

  • Man muss Schuhe auch gut schnüren wenn man nur 1 km läuft (mit zwei dicken Rucksäcken allerdings) sonst hat man 3 Tage lang Blasen
  • Eine Hose reicht wirklichwirklich (ja Sarah, auch wenn man Abends essen gehen will). Und jedes Gramm zählt;)
  • Wenn man einen Trinkschlauch mitnimmt sollte man auch den Verschluss einpacken. Und ohne lässt sich dieser Rucksack etwas doof ausbalancieren
  • Heide bedingt eine Wanderung während oder knapp vor der Blüte. Egal was die Homepage sagt, is einfach schöner dann;)

Heidschnuckenweg Etappe 5: Niederhaverbeck – Bispingen

Heidschnuckenweg Etappe 5: Niederhaverbeck – Bispingen

Heute stand mit 26 km eine etwas längere Etappe an, trotzdem bin ich irgendwie nicht so richtig früh losgekommen – das leckere Frühstück musste ja auch genossen werden;)

Dann geht es bei strahlendem Sonnenschein wieder auf den Weg. Ein kleines Stück Heide und dann kilometerweit auf einem schmalen Pfad durch den friedlichen, duftenden Herbstwald:) In Schneverdingen wartet dann wieder eine grosse Heidefläche – aber mittlerweile hat es mehr als 20° und irgendwie ist mir alter Schattenpflanze das schon wieder alles zu warm;) Deshalb bin ich trotz Heidschnuckenromantik nicht traurig, als der Weg wieder im Wald verschwindet.

Viiiiele Schafe:)

Mein Lieblinsplatz auf dieser Etappe kommt aber erst als ich kurz nach der Autobahn schon nichts als Überführungsstrecke mehr erwartet hab: ein kleines romantisches Heidetal, mitten im Wald. So schön!

Die Borsteler Kuhle im Abendsonnenschein

Kurz vor 6 im Hotel angekommen. Leiderleider hat genau heute das Restaurant Ruhetag – ein Jammer, denn es hätte Ente gegeben. Nun leider nur Nudeln, aber man kann nicht alles haben im Leben;) Sehr schöner Tag, auch wenn mir jetzt echt die Füße wehtun!

Mast und Schotenbruch 11.-13.10.2019

Mast und Schotenbruch 11.-13.10.2019

Joho! Auf zu meinem ersten Seefahrercon:) Akteurin: Levke Steinanger, ihres Zeichens Wäscherin in der Stadt der Sieben Türme. Gewesen. Abends am Hafen mit ihrem Liebsten von der Handelsmarine unterwegs gewesen, nicht aufgepasst und schwupps, dem Presskommando in die Fänge geraten. Seit zwei Wochen an Bord der Greifenstolz, hauptsächlich seekrank gewesen und dann auch noch das:

Die Greifenstolz war das Vorzeigeschiff der Bündischen Marine und ausgesandt um die Handelsschiffahrt vor den selachischen Piraten zu schützen. Und tatsächlich: Nach zwei Wochen trafen sie auf die „Barbaras Zorn“, ein gefürchtetes Piratenschif. Nach einem langen Scharmützel brach jedoch ein Sturm über die Schiffe herein und angeschlagen wie die Greifensturm war, ging sie im tobenden Unwetter unter….

Der Einstieg ins Con war leider etwas holperig, da wir nochmal ne Stunde später als die ursprünglich eingeplante Stunde Spätigkeit dran waren. Und tatsächlich war dies offensichtlich das erste Con auf dem ich je war, auf dem pünktlich Time-In war – Pech gehabt! Somit also im Stockfinsteren in die Kasematten, Bett aufgebaut und dann im Halbdunkel mit der vor Ungeduld hopsenden SL daneben im Eiltempo umgezogen. Das ist so einer der einzigen Kritikpunkte an diesem Con: Ich wäre gerne in Ruhe angekommen, hätte mich gern im Hellen umgezogen und zumindest einmal kurz meine noch nie komplett anprobierte Klamotte begutachtet. So fühlte ich mich die nächsten 2 Stunden (bis ich Zeit zum Klamotte richten hatte) irgendwie echt unwohl in meiner Haut – was schade war, denn es ging gut los.

Levke wurde gemeinsam mit dem Schiffsarzt und diversem Treibgut (in Form eines schweren Sacks mit Gemüse;)) angespühlt, d.h. im stockfinsteren Wald ausgesetzt. Nach einem bisschen verschrecktem Geplapper stellte der Herr Doktor dann gleich mal klar, dass doch bitte auch wenn gruselige untote Fischwesen im Wald auftauchen beim Sie zu bleiben sei. Alles klar, Hackordnung geklärt, Matrosin schweigt und trägt brav den Kohlrabi 😀 Im Laufschritt. Weil untote Fischwesen!!111 Schnell in einem stockfinsteren Gemäuer versteckt. Draussen schnaufen Fischwesen vorbei. Dann leise weiter bis wir im Fort auf die restlichen Reste der Bündischen Marine treffen.

Leider sind zusätzlich zu uns und den Fischwesen auch noch die Piraten angeschwemmt worden. Und haben Levkes Freundin Mieke geschnappt. Frechigkeit! Zum Glück später Gefangenenaustausch. Und dann mal ein wirklich effektvolles Timefreeze: Nebel, grünes Licht, Tavernenmusik und plötzlich ein Tisch mit feiernden Geisterpiraten in der Schenke. Eine Minute Panik und Durcheinander, dann ist der Spuk vorbei. Eine Stunde später geht es wieder los: Der Klabauter den wir zwischendurch getroffen haben, klärt uns auf, dass ER gleich kommt. Nebel, grünes Licht, Auftritt Geisterpiratenkapitän! Ein eisiger Hauch weht durch den Schankraum – und plötzlich ist hinten eine Tür auf, die ins Finstere führt….

Dahinter liegt ein grossartiger „natürlicher“ Dungeon, den wir im Laufe des nächsten Tages erkunden. Stockfinster, unübersichtlich, mit Sackgassen, Kriechgängen(!!), Gefängniszellen, Folterkammern….und Geistern! Solchen die nichts tun, solchen die ständig schreiend hinter irgendwelchen Ecken hervorspringen und arme Matrosinnen zu Tode erschrecken (!!!!) und dem Henker mit seiner Axt, der als einziger den Lebenden Schaden zufügen kann. Wir erlösen also Geister (indem wir rausfinden was sie hier noch festhält – wenn sie erlöst sind, verwandeln sie sich in Glitzerstaub, der von unserem süchtigen Klabauter in der Pfeife geraucht wird :D), suchen angeschwemmte Ausrüstung und Runensteine im Wald (Achtung: die Fischwesen sind bei Flut besonders aktiv – Flut ist hier aber offensichtlich 11/12 der Zeit;)) und finden raus was hier eigentlich passiert ist, wo die Geister herkommen und wer das Siegel zerstört und die Fischwesen verursacht hat.

Favoritenszenen:

  • Scholle (ein mehrere hundert Jahre alter Einwohner/Geist, der alles mögliche „organisieren“ kann) ist etwas vergesslich: „Scholle, hast du Graupen?“ „Joa, habbich!“ „Kannst du die holen?“ „Was holen?“ „Die Graupen!“ „Joa, Graupen hab ich!“ „Kannst du die holen?“ „Was?“ „Na die Graupen?“ „Welche Graupen?“ …. eine halbe Stunde später, wird er angebrüllt: „Hol jetzt endlich die Graupen!!“ Er geht los – atemlose Spannung – keine Graupen geholt:D Nochmaaaal….
  • Der Klabauter und das Geisterglitzer
  • Levke und Klaus werden vom Leutnant getrennt und schleichen sich alleine durch den Dungeon, denn der Leutnant hat nur eine einzige Laterne!! Die ist schnell ausgezittert. Wir müssen ihr also Licht bringen! Wow, das war aufregend! Und es ist einfach cooler mit echten Kerzen, die ausgehen können!
  • Der Schreigeist. Ich hasse ihn!!
  • Nebel und grünes Licht in der Finsternis
  • Levke und Mieke wissen wo ein bestimmter Ort im Wald ist. Sollten wissen. Äh…also hier. Oder nee, doch nicht….Nochmal von da suchen wo wir losgegangen sind, dann finden wir es bestimmt… Gelebte Kompetenz!
  • Endschlacht: Die mühsam gefundenen Waffen werden verteilt. Am Ende der Reihe 4 Matrosen. Der erste hat einen Stock. Der Zweite einen Dolch. Der dritte ein Fleischermesser. Der letzte ein Essmesser. Auch nach ein paar wohlgemeinten Waffenspenden, sind wir den mit Stangenwaffen und Schwertern bewaffneten Gegnern irgendwie nur eingeschränkt gewachsen 😀
  • Der Bootsmann (Lieblingscharakter, hach war der großartig!), sorgt dafür, dass die Reihe in der Endschlacht nicht zurückweicht. Indem er sie mit Tritten nach vorne schubst. In die Langaxt des gefürchteten Henkers! Komisch, dass die mit Buttermessern bewaffnete Matrosenfront trotzdem Wege findet um zurückzuweichen 😉
  • Gewonnen. Mieke und der Fähnrich wetten, wer es schafft durch das enge Loch am Ende des Kriechgangs zu krabbeln. Mieke ist sehr klein. Der Fähnrich ist sehr groß. Beides führt bei einem engen Loch in Brusthöhe das in einem sehr engen Gang mündet zu unterschiedlich amüsanten Verrenkungen;)
  • Kochen mit der Crew
  • Shanties und andere schöne Musik am Abend 🙂

Fort Gorgast ist definitiv das groẞartigste Larpgelände auf dem ich bisher war. Die Atmosphäre dort ist unglaublich dicht, bis auf ein paar Heizungen nix modernes was stört, alles ist herrlich unübersichtlich und der Dungeon war der Wahnsinn. Das Con war eines besten (wenn nicht das Beste?) auf dem ich bisher war. Die SL waren toll, die NSC waren absolut großartig und es war alles sehr liebevoll gemacht. Ich mochte auch den Plot (trotz ein paar Winke mit dem Zaunpfahl) sehr gerne und es gab viele abwechslungsreiche Dinge zu tun. Ich hab mich keine Minute gelangweilt und die lange Fahrt hat sich echt gelohnt! So gut!

Heidschnuckenweg Etappe 4: Undeloh – Niederhaverbeck

Heidschnuckenweg Etappe 4: Undeloh – Niederhaverbeck

Letztes Jahr im Juli bin ich die ersten 3 wunderschönen Etappen des Heidschnuckenweges gewandert und da ich gerade ganz gut mal ein bisschen Alleinezeit gebrauchen kann, gibt es jetzt Etappe 4-6:)

Herbst auf dem Heidschnuckenweg

Los ging es in Undeloh. Auch ausserhalb der Saison ist es da noch verhältnismäßig voll, also nix wie los, vorbei an den ganzen Pferdekutschen und raus aus dem Ort. Die Etappe heute führt über den Wilseder Berg und ist sozusagen die Königsetappe: Heideflächen soweit das Auge reicht. Jetzt im Oktober ist die leider komplett braun, aber trotzdem ist alles sehr schön herbstlich, der Weg geht sich sehr angenehm und man muss nicht lange über die Richtung rätseln. Viel Zeit zum Gedanken nachhängen, denn dazu bin ich ja da;)

Aussicht vom Wilseder Berg – heute mal in off-lila;)

Übernachtet wird heute im Haverbeckshof (sehr gemütlich) und nach einem entspannten Nachmittagsschläfchen gibt es nun gleich Bachsaibling. Mjam:)

Urlaubszusammenfassung

Urlaubszusammenfassung

Puh…Wie man merkt ist diese Art zu reisen dem Tagebuchgedanken nicht zuträglich, besonders wenn man sich Abends dauernd verquatscht. Nu ist aber mal der Fall eingetreten, dass ich früher wach bin als das Heldenkind (übrigens genau so lange wie es dauerte diesen Satz zu schreiben 😉 Tageswechsel – weiter gehts:). Wie dem auch sei: Kurzzusammenfassung letzte Woche:
Donnerstag sind wir aus Clausthal gen Großeltern gefahren und haben auf dem Weg noch einen Abstecher zur Grube Samson in Sankt Andreasberg gemacht. Ich war da mal in der 6. Klasse und fand es voll beeindruckend – leider war diesmal aber das riesige Wasserrad gerade defekt und somit war es etwas weniger spannend. Trotzdem hat das Heldenkind die immerhin einstündige Führung grandios durchgehalten und seitdem gibts im Weltall auch Bergwerke;)
Die Oma war leider krank, zum Glück sind aber Opa und Schwesterherz eingesprungen und somit konnte ich am Freitag wie geplant aufs Larp – vielen Dank!!!! Also wieder auf nach Burg Lohra, die exakt wieder südlich des Harzes auf dem Weg nach Erfurt lag…was ein Hin-und Her!

Die Burg ist echt eine Bruchbude…aber zum Glück sollte die IT Burg auch ebenso schrottig sein, deshalb passte es wenigstens. Und das Spiel an sich war richtig toll. Nur geschlafen hab ich natürlich viel zu wenig…

Montag dann mal wieder durch den Harz zurück, Speed-Wäschewaschen und irgendwie doch wieder viel zu spät schlafen.

Dienstag war echt etwas überplant: Einkaufen (ich glaube nicht, dass ich je soviel in einer Drogerie gekauft hab…), Einpacken, Mist-die-Wäsche-ist-nicht-trocken, Mist-wieso-ist-jetzt-Stau, mit dem Heldekindkumpel in vielzuweitweg für viekzukurz zum Spielen treffen (aber meine Güte war das süß, als die beiden sich entdeckt haben! Es war jeden km wert!), Mist-wir-haben-die-Brötchen-vergessen-und-müssen-schon-wieder-einkaufen und dann zum Glück nur noch zu Jäger und nicht nach Kiel. Wieder zu lange gequatscht. Puh! Das Heldenkind hatte sich bei der Oma angesteckt und hustete alle Autofahrten durch, schlief dann aber wenigstens fix ein. Nachts dann Fieber und am nächsten Morgen legte er sich nach dem Frühstück direkt wieder hin. Da dachte ich schon, der Besuch in Kiel sei gelaufen. Zum Glück ging es Nachmittags schon besser und auch wenn das spielen gestern und heute etwas schleppender lief als sonst , wirkte er heute Abend ganz glücklich.

Morgen gehts dann zur Fähre, noch einmal Dachzelt und dann ab nach Hause.

Alles sehr schön aber um es mal zusammenzufassen: Müde!