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Kategorie: Unterwegs

02.01.2022

02.01.2022

Frohes neues Jahr! Obwohl ich immer mal wieder den ein oder anderen Anlauf startete hier Buch zu führen, musste ich doch sehr dringend meine Zeit damit verbringen mit Menschen zu interagieren, deshalb wurde daraus einfach mal gar nix. Aus diesem Grunde wieder einmal Zusammenfassungszeit;)

Der erste Teil unserer Reise verlief schonmal ziemlich problemlos. Ich habe mir zwar irgendwo ne Erkältung eingefangen (mir ist gänzlich unklar wo das war – ich bin bis auf einmal einkaufen ja die ganze Zeit mit dem Heldenkind zu Hause gewesen), aber nach diversen Schnelltests war ich dann doch irgendwann halbwegs überzeugt, dass es auch nur genau das war – ne Erkältung. Trotzdem fühlt man sich ja wie ein Verbrecher wenn man hustet. Und man will ja gerade auch niemanden mit irgendwas zwielichtigem anstecken. Also ziemlich unentspannt und netterweise blieb mir das Gehuste auch direkt die ganze Reise erhalten – na vielen Dank!

Weihnachten war sehr schön und friedlich, mit viel leckerem Essen und einfach insgesamt.viel toller mit Familie als ohne;) Das Heldenkind mag momentan gerne Brettspiele und statt exzessiv UNO zu spielen, war diesmal Andor Junior das Spiel der Wahl. Macht prinzipiell Spaß und es war sich ziemlich süß, mit wie viel Phantasie er sich da in seine Rolle hineindachte, aber nach mehreren Runden war meine Euphorie dann doch langsam nachlassend. Das Heldenkind tat mir Weihnachten auch sehr leid, vorher schon so lange alleine zu Hause und dann nur Erwachsene…das ist ja schon auch einfach nicht so spannend.

Deshalb war es auch gut, dass wir unsere restlichen Reisepläne trotz Omicron, diesem unnützen Gezücht, wie geplant in die Tat umsetzten. Am 28. machten wir ins deshalb auf den Weg des Heldenmanes Trauzeugen zu besuchen, welcher praktischerweise in Werder bei Potsdam wohnt, was uns die günstige Gelegenheit bot zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und schon einmal die allgemeine geografische Lage unseres neuen Wohnortes zu besichtigen. Die Trauzeugentochter ist außerdem fast exakt so alt wie das Heldenkind und die beiden haben sofort super miteinander gespielt. Da hab ich mich sehr für ihn gefreut. Wir armen von Weihnachten fast verhungerten Erwachsenen wurden zudem gut durchgefüttert (zwei warme Mahlzeiten + Kaffee und Kuchen am ersten Tag :D), hatten viel Gelegenheit zum Reden und es war einfach nur sehr schön. Am 29. tourten wir einmal durch alle in Frage kommenden Wohnbezirke, und auch wenn vermutlich jede Stadt im Januar bei Nieselregen maximal unattraktiv ist, kann man sich da, denk ich, sehr wohl fühlen. Müssen wir es also nur noch schaffen uns gegen Myriaden von Mitbewerbern durchzusetzen und auch tatsächlich eine Wohnung zu ergattern. Tschakka!

Am 30 trafen wir uns noch (direkt bevor es anfing zu regnen – gut getimed) mit einer Freundin vom Tanzen, die auch zwei Söhne im heldenkindkompatiblen Alter hatte – Heldenkind glücklich, Mama desselbigen auch:) Und dann auf nach Gifhorn zur traditionellen, wenn auch diesmal an anderem Ort stattfindenden Sylvesterfeierrunde. Die dort beteiligten Kinder sind mittlerweile alle so alt, dass das Spielen ein nahezu kompletter Selbstläufer ist (wenn auch vermutlich einer der lärmendsten Selbstläufer die man sich so vorstellen kann – was ne Randale!). Also Ohren zu und genießen, dass man sich in „Ruhe“ unterhalten kann:D Das Heldenkind ist auch ganz stolz, dass es erstmalig bis Mitternacht wach geblieben ist, es gab Pizza vom Lagerfeuer, von mir mit beeindruckendem Abstand in Würde verlorene Raumschiffbauspiele und das war alles wirklich, wirklich schön.

Am 1. sind wir dann schonmal nach Kiel gefahren, heute morgen nochmal zwei Freunde getroffen und nun stehen wir an der Fähre und warten auf unsere Rückreise. Die ganze Reise hatte so viel coronabedingtes Katastrophenpotenzial, ich bin immer noch ganz misstrauisch, ob das nun einfach alles so klappt.

Und auch wenn es vielleicht (trotz einer ganzen Tüte Selbststests die wir unterwegs verbraucht haben) nicht so klug war so viele Leute zu besuchen, war es irgendwie einfach nur gut.Jetzt sind zumindest meine Batterien in der Kategorie „Kontakt mit anderen Menschen“ wieder sehr gut aufgeladen und ich fühle mich den nächsten Monaten mit nur unser aller Kumpel Corona als Gesellschaft wieder ganz gut gewachsen. Und es ist einfach so ein schönes Gefühl wenn man so eine tolle Familie und so liebe Freunde hat, da wird einem ganz warm ums Herz 🙂

14.11.2021

14.11.2021

Die U und ich hatten eine Idee von der ich lange nicht überzeugt war ob sie wirklich gut ist. Wir wollten schon immer mal in Gewandung wandern gehen und aufgrund von übermäßigem Konsum von Videos über draußen schlafende Menschen kam dann die Idee auf das mit einer Übernachtung in Larpklamotten zu verbinden.

Also schnell noch nen halbwegs tauglichen Rucksack zu U bestellt und dann einen Großteil der Deutschlandtourvorbereitungszeit damit verbracht Packpläne zu machen und Felle Probe zu liegen und 346236 mal zu überlegen, ob es nicht total bekloppt ist, den Draußenschlaferstversuch Mitte November zu starten…nunja;)

Am 13. waren dann auch prompt 6° und Nieselregen. Aber nun hatten wir uns das vorgenommen und wir fuhren dann halt zum Übernachtungsplatz mit Backup-Pfadfinderhütte, der war zwar weiter weg aber falls es dann noch total schütten sollte, hatten wir wenigstens ein Dach. Nach 3234 mal umpacken hatte ich auch alles zur Zufriedenheit am Rucksack festgetüddelt, das ging tatsächlich recht gut. Da wir erst um 18 Uhr los konnten war es dann am Bestimmungsort schon stockfinster und die Suche nach Isolationsmaterial entsprechend schwierig. Schliesslich hatten wir einen Haufen Äste bzw. einen Haufen (nasser) Blätter zusammen und stellten uns auf eine tendenziell schlaflose Nacht ein.Aber tatsächlich war es ziemlich gemütlich an unserem Feuerchen:)

Kinderpunsch am Lagerfeuer

Gefroren haben wir dann tatsächlich gar nicht, es war auch immer einer von beiden rechtzeitig wach um Holz nachzulegen und wäre nicht das Problem, dass sich mein Hüftknochen als Seitenschläfer dann doch sehr über den harten Boden beschwerte, dann hätte ich echt gut schlafen können. Also voller Erfolg! Morgens gabs dann warmen Brei aus dem Grapen und jetzt sind wir ganz euphorisch am planen ob wir unsere nächsten Larps nicht vielleicht mit kompletter IT Anreise machen:)

13.11.2021

13.11.2021

AG1 hat sein Büro wirklich komplett am Ende der Welt (ok, es sind nur 20 min nach Mainz, aber gefühlt). Dazu trug noch bei, dass es an beiden Tagen total nebelig war und man niemals weiter als 100m gucken konnte. Es soll ja gerüchteweise Weinberge geben dort, so sagt nan… Es waren aber alle sehr nett, schickes Büro mit riesiger Dachterrasse und der Kollege mit dem ich hauptsächlich zu tun hab kam auch extra aus der Elternzeit kurz vorbei zum Kennenlernen, das war schön. Noch dazu hab ich nach eifrigem Recherchieren nun auch einen Firmenrechner, das vereinfacht einiges (und mein Privatrechner wird nicht mehr Abends durch irgendwelche Analysen blockiert, wenn ich ESO spielen will;)).

Abends war dann Laternenumzug, da hab ich mein Heldenkind schon sehr doll vermisst. Ich fürchte ja nächstes Jahr ist er dann zu alt für Laterne laufen und diesen Teil haben wir jetzt einfach verpasst. Naja…

Abends in Saulheim etwas zu essen zu finden war dann interessant. Ich schlenderte ja noch ganz motiviert los, aber das einzige was offen hatte, war eine Pizzeria die eher nur Lieferservice war und deren Belegschaft sehr irritiert aussah, als ich kundtat, dass ich mich gerne hinsetzen und meine Pizza dort essen wolle… Naja, aber schnell gings zumindest. Und dann schnell ins Hotel und ein bisschen Schlaf nachholen, das war auch hervorragend;)

11.11.2021

11.11.2021

Besuch bei C in Bonn, das war schön:) Das Baby dort ist schon gar kein Baby mehr, sondern ist still und heimlich schon ganz groß geworden, kann sich schon hochziehen und brabbelt ganz vergnügt vor sich hin. Wir waren zweimal essen gehen, was auch zu einem gänzlich unbewohnten Vergnügen geworden ist. Ganz viel Zeit zum reden gehabt. Und einmal mit Trage im wunderschönen Herbstwald bei Sonnenschein wandern gewesen, das klappte auch sehr gut (auch wenn draußen wickeln im Herbst nicht immer das reinste Vergnügen ist).

Nun bin ich immer noch sehr unausgeschlafen… Auf zu AG 1 irgendwo südlich von Mainz.

7.11.2021

7.11.2021

Deutschlandtour Teil 1.

Wenn man auf der Fähre ne Kabine hat, dann ist das wirklich super entspannt. Diesmal hatte ich erstmalig eine Einzelkabine. Es ist recht eindeutig auf welche Zielgruppe die zugeschnitten ist:

Aber es war wirklich sehr gemütlich und ich habe mich einfach direkt mit meinem Buch in mein sanft schaukeldes Bett gekuschelt. Ich mag ja Fähre fahren…

Die Fahrt nach Kiel am nächsten Morgen ging auch gut, fix was gegessen und dann mit Freundinnenkind und Kontrabass zunächst nach Lüneburg um selbiges dort bei der Verwandtschaft abzuliefern. So ein Kinder-Kontrabass ist ja schon groß….ich will mir nicht vorstellen wie man die Erwachsenenversion transportieren kann – ich hoffe das Heldenkind bleibt bei seinem aktuellen Wunsch Gitarre zu lernen 😀

Danach umfuhren wir diverse Staus und waren dann (nachdem uns das Navi zwischenzeitlich noch zu einer Fähre lotste, die um die Uhrzeit definitiv nicht mehr fuhr) um 9 auf dem Con. Auf dem Programm: Mohnfest mit den Bardengauern auf Wasserschloss Wülmersen. Ungünstigerweise war dies eines der wenigen Cons auf denen ich war, wo das Time-In nicht mehrere Stunden später als geplant stattfand, also heimlich aufs Zimmer geschlichen, Magdklamotte angezogen und dann auf ins Vergnügen. Nach 2 Jahren Pause war es tatsächlich erstmal schwer ins Spiel zu kommen, besonders weil wir mehrere neue Chars dabei hatten, aber dann war es ein superschönes und entspanntes Con es war voll schön mal wieder unterwegs zu sein:)

Things to remember:

  • Wie wir im Stockfinsteren in den dunklen Keller herunterkrabbelten,weil es das Gerücht gab, dass da ein Schatz liege. Und da irgendwas herumspukte – huh, das war aufregend. Das irgendwas ließ dann dort ständig zwei Kupferstücke fallen. Und es gab da komische Käfer, die wir todesmutig in Sophias Schale einfingen und dann stundenlang nicht loswurden, weil niemand wusste was das für Viehzeug ist. Nur den Schatz, den fand am Ende jemand anderes.
  • Wie wir erst weniger und dann sehr fleißig Bändchen beim Volksfest sammelten, besonders nachdem Emma die Idee hatte einfach alle zusammenzulegen, damit dann ein Tiisgrather Mondprinz wird und wir uns das Preisgeld teilen können. Die Bänder konnte man entweder gewinnen oder anderen Leuten vom Gürtel klauen (natürlich nur wenn man sich nicht erwischen lässt) bzw. weitergeben. Leider gab es zwei Mägde, die allen anderen (schöne Augen machten) ihre Bänder abschwatzen, aber während Nr. 1 mit 82 Bändchen unerreichbar vor uns war, war Nr 2 nur 7 Bänder vor uns. Das weckte den Ehrgeiz und nachdem Linhardt heldenhaft noch ein Band beim Schnapsroulette gewann und Sofia Magd 2 noch 10 min vor Ende todesmutig drei vom Gürtel mopste, kamen wir am Ende dann knapp mit 49 zu 46 Bändchen auf den dritten Platz. Sehr schade:)
  • Der Knechtwettbewerb hatte als eine von drei Aufgaben zwar „Minne“ (sind das Ritter oder was?) aber beim Talentwettbewerb gab es lustige Dinge. Z.b. der Kartoffelknecht
  • Wenn Fräulein Mälzer nicht dabei ist, kann niemand den Herren aufhalten wenn er mal wieder auf solche abstrusen Ideen kommt, wie sich selbst die Hände zu waschen
  • Das Buch mit dem Armen Ritter, der Rüben züchtete, einen Radieschenthron hatte und dessen Radieschen-Helmzier von seinem verschmachtenden Pferd Ajax verspeist wurde.

Ich habe auf jeden Fall viel zu wenig geschlafen und freue mich total drauf nächsten Herbst wieder in Deutschland und somit dann öfter auf Con zu sein. Nun geht es zu C nach Bonn und der ICE hat wie üblich ne Stunde Verspätung, aber im Gegensatz zum Stau im Auto wird dadurch ja hauptsächlich das Ticket billiger 😀

20.10.2021

20.10.2021

Hurra, nach 1.5 Jahren endlich mal wieder in Deutschland und bei den Großeltern. Freitag Abend nach der Schule machten wir uns auf zur Fähre und nachdem wir dann in eisiger Kälte noch gucken mussten, bis das Schiff betankt war und ablegte, hatten wir eine sehr gemütliche Nacht in unserer Kabine (ich mag ja Schiff fahren!). Die war nur leider um 5:45 vorbei, dann war das Heldenkind wach und total aufgekratzt, denn bald waren wir ja bei Oma und Opa.

Naja…zumindest in der Theorie, denn nach dem Überqueren der Grenze stellten wir uns in den Stau und Stopp-and-Go-ten wir dann doch recht langwierig vor uns hin. Aber irgendwann waren wir da und dann musste sogleich voller Elan gespielt werden.

(Huch,nun ist schon Sonntag – es wird also eine etwas kürzere Zusammenfassung;)). Am Sonntag besuchten wir den Heldengroßvater in der Reha, denn dieser hatte Knie. Humpelte aber schon wieder ganz ordentlich, so dass wir erst zum Griechen, dann zum Café und letztendlich zu so einer kleinen verwachsenen (sehr seltenen!!11) Buche humpeln konnten, welche das Heldenkind mit großem Elan bespielte.

Den Rest der Woche hatte ich mir dann (da ich nun ja unterwegs arbeiten kann) meine Arbeit mitgebracht. Allerdings musste dafür mein alter Laptop herhalten (ich brauch echt keinen neuen, ich habe jahrelang keinen benutzt) und der spinnt seit dem Update auf Windows 10 leider. Allein die Einrichtung war die reinste Freude, aber nachdem er dann Sonntag Abend nochmal zwei Bedenkstunden brauchte, funktionierte er dann entgegen aller Befürchtungen zwar langsam aber zuverlässig. Aber einen Geschwindigkeitsrausch erlebte man da jetzt nicht gerade;) Muss ich meinem AG doch nochmal einen Rechner abschwatzen…

Montag Abend hatte ich mich dann in Hannover zum historischen Tanzen eingeladen, das war sehr großartig. Und ich hatte noch nicht mal alles vergessen:) Nur etwas schwer zu finden war es – sehr witziger Tanzort, in einer alten Kapelle von einem umgebauten Schwesternheim. Des war schön!

Di dann 12 h unterwegs für 7 h Arbeit in HH. Den Stau und die Fahrerei habe ich wirklich nicht vermisst. Heldenkind und Großmutter waren währenddessen im Dinopark und gruben nach Gold, Edelsteinen und Dinospielzeugen -das war eindeutig die erbaulichere Art den Tag zu verbringen;) Dann wurde noch der Heldengroßvater aus der Reha gerettet, da war dann noch jemand froh!

Mittwoch hatte ich dann noch Besuch von einer Freundin, Do kam die jüngere Heldenschwester samt Gatte und Samstag fuhren wir dann alle gemeinsam die neue Wohnung der mittleren Heldenschwester besichtigen (und tarnten es als Umzugshilfe:D). Das ist ein krasses Teil, mit elektrischen Küchenschränken und als Highlight noch ein vollautomatisches Klo mit Abspritzfunktion und beheizter Klobrille. Und Garage + 2 Kellerräumen. Da lebt man dann auch mit den schnörkeligen Gold-Fenstergriffen;)

Und Sonntag dann (ohne Stau diesmal) zurück zur Fähre und vorher noch zwei Stunden an den Strand. Das war auch super. Aus irgendeinem Grund wurden wir auf Außenkabine mit Fenster hochgebucht, was ja prinzipiell toll ist aber in diesem Fall nur den Effekt hatte, dass das Heldenkind rausgucken musste und total aufgekratzt war. Dabei war es dunkel und echt nix zu sehen…nunja. Ich hatte ein bisschen Bedenken, weil wir ja früh aufstehen und das Heldenkind dann direkt in die Schule musste, aber er schlug sich wacker, wollte auch nicht früher nach Hause und schaffte dann sogar noch die Hausaufgaben.

Es war auf jeden Fall unglaublich schön mal die ganze Familie wiederzusehen. Und das Heldenkind schwärmt immernoch vom stundenlangen UNO spielen – das war fast noch besser als Dinopark;)

Liarvatnet

Liarvatnet

Gutes Wetter und letzte Chance bevor mal wieder Langarbeitswochen beim Heldenmann sind? Also fix nochmal los ins Gesträuch:)

Diesmal zum Liarvatnet in Forsand. Da muss man zwar durch den teuren Tunnel, aber dafür ist es superschön und doch etwas wilder als hier auf der Stavangerseite.

Liarvatnet

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen einmal um den See und dann zum Foresnesvatnet zu laufen um dort zu nächtigen, aber da dort keine Abendsonne war, landete ich dann mal wieder an einem Berghang mit Aussicht;) Mit Hängematte ja alles kein Problem. Diesmal hatte ich statt Gaskocher so einen winzigen Hobo-ofen mit und bin total begeistert. Um einen Liter Wasser zu kochen braucht man echt nur so ne Hand voll Kroppzeug (also Heidekraut und ein paar dünne Stöcke). Voll gut! Und wenn man nen Stein drunter hat auch ziemlich sicher. Der kommt jetzt öfter mit:)

Hängemattenaussicht der Woche

Ansonsten wird es jetzt schon 19:30 dunkel, da braucht man ein gutes Buch:) Weitere Testergebnisse: Bei weniger als 10 Grad wirds mit diesem Schlafsack ohne Zelt langsam kalt. Außerdem: In einer wackeligen Hängematte in ein Inlet krabbeln was nur oben etwas offen ist, ist was für Turnkünstler. Und ich muss mir in der Hängematte nen Wecker stellen,ich schlafe sonst bis um 11. Und dann wird das nix mit weit wandern…

Auf jeden Fall muss ich da dringend nochmal in die Ecke. Und eins ist gewiss: man muss sich keine Sorgen machen, dass es zu wenig Parkplätze gibt:D

Ich weiss ja nicht wen die da noch alles erwarten…
Veraland

Veraland

Ab Montag soll es regnen, also schnell noch das potenziell letzte Sommerwochenende genutzt und nochmal draußen genächtigt. Und weil es im Urlaub so schön war diesmal mit der Hängematte.

Der Weg von Veraland (ein großer Bauernhof) führte zunächst nur über Weiden und der kleine See den ich mir nach Betrachtung der Karte als Ziel ausgeguckt hatte, war in der Realität ein von Kühen und Schafen ziemlich stark frequentierter Tümpel. Uäh! Also beschloss ich, dass die zwei Liter Wasser die ich dabei hatte dann halt reichen müssen und suchte mir einfach einen Platz mit toller Aussicht.

Aussicht aus der Hängematte
Aussicht beim Abendessen
Aussicht nach dem Abendessen:)

Das hat meiner Meinung nach ganz hervorragend funktioniert;) Der Platz wo ich zwei ausreichend große Bäume im richtigen Abstand fand war dann zwar eeetwas kletterig und ich hatte leichte Bedenken, dass ich mir nachts in einem der Löcher unter der Hängematte die Beine breche, aber ich war dann einfach sehr vorsichtig und nach einer wundervollen, aber unfotografierten Frühstücksaussicht ging es dann wassermangelbedingt auf dem kürzeren Weg wieder gen Heimat. Ich wäre zwar gern noch auf einen der Berge geklettert, aber auch so war das sehr schön:)

17. – 18.08.2021 – Skåpet

17. – 18.08.2021 – Skåpet

Da das Heldenkind ja Di und Mi nochmal planleggingsdagsfrei hatte, startete ich mal wieder einen Anlauf eine der heißbegehrten Hütten in Skapet zu ergattern und siehe da: Nach 1,5 Jahren hatte ich endlich mal Glück! Die Hütte ist eine der neusten im STF und besteht aus mehreren 5-Personen-Hütten, einer Gemeinschaftshütte und finally einer echten richtigen Sauna (die ja in Norwegen sonst offensichtlich hauptsächlich in Privathütten oder Schwimmbadduschen zu finden sind). Ich war seit zwei Jahren nicht in der Sauna und freute mich folglich allein deswegen schon wie Bolle.

Also alles gepackt und um 12 waren wir im Vinddalen und auf dem Weg zur Hütte. Selbiger Weg war ein wirklich sehr schöne und das Heldenkind 2/3 davon guten Mutes unterwegs. Nur das letzte Stück war etwas anstrengend. Zum Glück hopste dann ein Frosch auf den Pfad, der sich nach ein paar Ausbruchversuchen schicksalsergeben vom Heldenkind herumtragen liess, und dann war die Welt eigentlich auch wieder in Ordnung. Besonders als wir dann an der Hütte auch noch seinen großen Bruder einfingen;)

Bei den modernen DNT-Hütten habe ich immer ein bisschen den Eindruck, dass Form vor Funktion geht. Die eine hatte ja unfassbar hohe Decken und war mit einem Ofen kaum zu heizen. Diese hier hatten wundervolle große Fensterfronten, aber dafür nur so ein DinA4 großes Fenster das man zum Lüften ankippen konnte (und eins auf dem Hems, das auch nur einen winzigen Spalt aufging). Nichts für warme Sommertage, aber die sind vermutlich aufgrund der hiesigen Gesamtwetterlage nicht eingeplant;)

Die Sauna war aber wundervoll:) Da waren wir dann deshalb auch gleich zweimal drin, einmal mit und einmal ohne Kind im fastschondunkeln. Und das Heldenkind fand gleich Kumpel zum spielen. Und in der Haupthütte waren zwar andere Menschen (oh Graus!), aber ich wiederhole einfach immer mein Mantra: bei 52 SFO-Kindern in einem Raum ist sonst alles Pillepalle. Also kann man auch gleich kapitulieren… Aber so ganz klappt das noch nicht mit der geistigen Entspannung, muss ich zugeben.

Der Weg zurück ging am nächsten Tag dann Redespiel-sei-Dank ganz problemlos und es begann auch erst genau dann zu regnen als wir am Auto waren. Auch wieder Glück gehabt:)

16.08.2021 – Lysefjord

16.08.2021 – Lysefjord

Das positiv denken hat sich gelohnt und wir hatten tatsächlich wundervolles Wetter am Morgen unseres Paddeltages. Trotzdem gingen wir erstmal shoppen und shoppten sehr erfolgreich große Mengen Wollkleidung in allen Formen und Farben:)

In Ålgard vor dem Outlet haben sie umgebaut, da gibt es jetzt einen tollen Vorplatz mit Sandstrand am Bach und vielen Spielplätzen. Dahin setzten wir unsalso samt unseres für norwegische Verhältnisse unfassbar günstigen Pizza-Takeaways und liessen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Dann fuhren wir zum Lysefjord. Stellten uns auf den Parkplatz. Und es begann zu Regnen und Gewittern…. ich muss sagen ich fühlte mich etwas veräppelt vom Wetter. Auch unser Guide rief gleich an: es würde ja jetzt unvorhergesagterweise Gewittern. Das sei ja nicht so gut auf dem Wasser… Zum Glück war noch ne halbe Stunde Zeit und wir einigten uns darauf dann einfach etwas später loszufahren. Und siehe da: Nach einem letzten Donnerschlag zur Warnung kam die Sonne wieder raus:)

Das Paddeln war dann sehr schön! Es ist ein krasses Gefühl unter einer 600m hohen Felswand herumzupaddeln in seinem winzigen Kajak. Und die Landschaft ist einfach nur so schön!! Außerdem hab ich viel über Tourplanung und Windverhältnisse in Fjorden gelernt das war auch super.

Nach der Tour fuhren wir dann noch zum Nachbarstrand (an der Anzahl der dort auf dem Parkplatz versammelten und das Wohnmobile-verboten-Schild missachtenden Camper konnte man erkennen, dass der Platz wohl auch bei Park4Night eingetragen war) und freuten uns, dass zwei günstige Pizzamenüs sogar für 2 Mahlzeiten für 3 Leute reichten. Kalte Pizza im Abensonnenlicht am Fjord, was könnte schöner sein;)