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Kategorie: Unterwegs

Bakken Gard Tag 3

Bakken Gard Tag 3

Nach einer deutlich besseren Nacht ging es am nächsten Morgen dann wieder los mit der coronabedingten Hüttenputzorgie (warmes Wasser aus dem Hahn ist eine der besten Erfindungen der Zivilisation!) und dann machten wir uns auch schon auf den Rückweg. Da am Karfreitag die Fähre nicht fährt, mussten wir die 3 km nach Sognesand ganz unten am Fjord lang laufen, was zwar nicht steil war, aber dafür zu Großteilen daraus bestand über allerlei Felsblöcke zu kraxeln. Das machte es aber zumindest kurzweilig… Unser Heldenkind ist echt deutlich trittsicherer als ich Flachlandperson, das ist schon echt gut. Aber man versteht warum in der Anreisebeschreibung zur Hütte steht, dass man lieber Fähre fahren soll;) Leider war das Wetter nicht so super, deshalb nur ne kurze Pause zum spielen am Bach und dann ab ins Auto und nichts wie ab nach Hause.

Ohne den ersten Abend wäre es ein schöner Ausflug gewesen und die Hütte ist super. Da wollen wir gerne nochmal im Sommer hin!

Bakken Gard Tag 2

Bakken Gard Tag 2

Nach dem Stress am vorigen Abend und ziemlich schlafloser Nacht liessen wir den nächsten Tag sehr ruhig angehen. Das Heldenkind wollte sich vor lauter Schreck am liebsten sowieso den ganzen Tag mit Hörspiel im Schlafsack verstecken, also suchten wir beide uns einen windgeschützten, sonnigen Hang mit Bach, bauten Dämme und bewegten uns nicht ausser Sichtweite der Hütte. Der Heldenmann ging noch eine Runde nach Bratteli am Fjord lang und dann den (echt nicht einfachen) Weg wo das Heldenkind vermutlich genommen hat zurück. Die Leute an der Hütte waren aber leider nicht da zum bedanken.

Lagerfeuerplatz an der Hütte

Und ich ging abends nochmal Fjord und dann Sonnenuntergang am Fjord anschauen. Kein Wunder, dass die Hütte sonst dauernd ausgebucht ist…

Bakken Gard Tag 1

Bakken Gard Tag 1

Von Mittwoch an wollten wir ja eigentlich als Hyttevakt auf eine Hütte am Lysefjord. Das fiel coronabedingt aus, aber wir haben die dann noch 2 Nächte komplett für uns mieten können, das war noch erlaubt. Ungeplanterweise war das Ganze dann etwas dramatischer als man das so möchte (auch wenn es vermutlich gleich wieder eher lustig klingt – das war es nicht) und das kam so:

Bakken Gard ist eine DNT Hütte, die auf der Nordseite vom Lysefjord liegt und nur zu Fuß oder per Boot erreicht werden kann, also echt eher ab vom Schuss. Am Mittwoch packten wir also gemütlich, kauften dem Heldenkinde noch Wanderschuhe und stellten uns dann mit dem Auto nach Sognesand an den Kai, wohin wir am Freitag dann zu Fuß zurück wollten. Von dort aus geht dann an Nicht-Feiertagen die Fähre nach Bakken und vom Bakken Kai eine halbe Stunde sehr steil den Berg hoch bis zur Hütte. Die ist auch wirklich voll schön, riesig groß und wir hatten sie ganz für uns, also echt gut.

Da das Wasser aus dem Brunnen aber nicht soooo super aussah, wollten wir vor dem Abendbrot nochmal los zum Fluss, um zu gucken ob es da besser war. Das sind nur 10 min und es ist echt ein voll schönes überwuchertes Bergtal mit ganz vielen Bächen. Hinweg alles gut, Heldenkind euphorisch, fix unterwegs und voll gut drauf. Hängebrücke über den Fluss, Hängebrücke zurück – das Kind war ein Stück voraus und ich sah es sicher am andern Ufer ankommen. Gucke kurz auf meine Füße um selbst über die Brücke zu gehen, gucke nach oben – kein Kind zu sehen. Da der Weg über einen kleinen Hügel ging dachte ich mir erstmal nichts dabei und legte nen Zahn zu. Auch hinter dem nächsten Hügel kein Kind zu sehen – da kam es mir schon langsam seltsam vor. Noch mehr beeilt, dann kam ein gerades Stück – nein, das Kind ist definitv nicht vor mir. Also mit dem Heldenmann (der kurz hinter mir war) wieder umgekehrt. Auch hinter uns nirgends ein Kind. Aufgeteilt, einer zur Hütte suchen, einer alle Nebenwege abgehen – kein Kind. Als wir zurück gehen wollten war es 6. Als wir um 7 trotz rufen (etwas sinnlos am laut rauschenden Fluss) und hektischer Suche auf allen erdenklichen Pfaden immer noch nix gefunden hatten, beschlossen wir lieber jetzt Hilfe anzufordern, bevor es so dunkel ist, das man nix mehr machen kann.

Also bin ich zurück zur Hütte wo Empfang war und der Heldenmann hat währenddessen alle Seitenpfade nochmal mit größerem Radius weiter abgesucht. Das war alles nicht sehr lustig, besonders da als Kontaktperson für die Bergrettung zu stehen und sich aus Angst davor den Empfang zu verlieren nicht von der Stelle zu rühren während man eigentlich nichts dringender will als zurück in den Wald und selbst suchen. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten mit der Notrufdame ging die Aktion dann aber sehr fix und der Hubschrauber samt Hunden und Suchtrupp war auf dem Weg, zusätzliche Freiwillige alarmiert und im letzen Rest Helligkeit suchte der Hubschrauber gerade nach einem Landeplatz (gegen halb 9 oder so – ist halt weit weg von allem) als jemand bei der Polizei anrief, dass er einen deutsch sprechenden Jungen an seiner Hütte aufgegabelt hätte. Die wohlgemerkt 3 km weit weg war… wie auch immer er da ganz hin kam! Ich glaube in meinem ganzen Leben war ich noch nie so erleichtert wie da!

Das Heldenkind wurde dann verrückterweise tatsächlich mit dem Hubschrauber abgeholt und sowohl hoch- als auch runtergewinscht, weil man nirgends so richtig landen konnte. Zu dem Zeitpunkt waren wir dann schon wieder so weit, dass der Heldenmann das zu würdigen wusste, denn schließlich war er sehr viele Jahre beim deutschen Äquivalent dieses Rettungshubschraubers der, der in solchen Situationen an der Winde hing und Kinder rettete. Das mal sein eigenes auf die Weise transportiert werden muss hatte er vermutlich nicht gedacht.

Um halb 10 und ziemlich im Dunklen hatten wir dann unser völlig fertiges und klitschnasses, aber ansonsten gänzlich unbeschadetes Heldenkind endlich wieder zurück. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, was da alles hätte passieren können, denn nachts gab es Nachtfrost und es war halt echt schon fast dunkel als die Helfer angekommen sind. Und das Heldenkind war nicht dick angezogen. Lieber nicht drüber nachdenken…

Der Heldenmann ist dann am nächsten Tag mal den Weg zu der Hütte gegangen, wo das Heldenkind wieder aufgetaucht ist. Wir rekonstruieren uns das Ganze wie folgt: Das Heldenkind bog nach der Brückenüberquerung statt auf den Weg zur Hütte auf den Weg parallel zum Fluss ein. Wir liefen vorbei – und als wir merkten, dass er nicht vor uns war und umkehrten, hatte er seinen Irrtum auch schon bemerkt, war auch umgekehrt, aber dann aus absolut unerfindlichen Gründen nicht Richtung Hütte gegangen sondern wieder zurück über die Brücke auf die andere Seite des Flusses. Das war so in etwa der einzige Ort wo wir nicht alle Pfade abgelaufen sind, denn wir hatten ja gesehen, dass er auf der Hüttenseite des Flusses angekommen war… Keine Ahnung was (und ob überhaupt irgendwas) er sich dabei gedacht hat. Und auf der anderen Flussseite bog er dann (gut sozialisiert) auf den Pfad mit den roten T’s ab und folgte dem unverdrossen über folgende Hindernisse die der heldenmann am nächsten Tag besichtigte: Ein total überschwemmtes Sumpfgebiet, eine 4 m hohe Wand an der man hochklettern musste und einen Bach wo man über sehr weit entfernte Steine springen musste. Zu keinem Moment fiel ihm offensichtlich auf, dass er diese Hindernisse auf dem Hinweg nicht überwunden hatte. Er lief einfach stur weiter den T’s nach, 3 km über einen echt schwierigen Weg bis zur nächsten Hütte.

Ich bin sehr froh, dass wir nicht auf der Hardangervidda waren, wo die nächste Hütte 100 km weg ist….

Und selbstverständlich hatte ich mit dem Kind 8769 mal abgekaspert, was man tut, wenn man seine Eltern verliert und sich verläuft: Stehen bleiben und rufen. Nicht weiter weg gehen, weil man dann nicht gefunden werden kann. Einer sucht, einer steht – du bist der, der steht, liebes Heldenkind. Man sieht ja wie viel das alles gebracht hat.

Aber ist alles gut ausgegangen und das ist das wichtige. Ich glaube die Botschaft ist auch angekommen. Ich kaufe also nun eine Pfeife und eine Rettungsdecke, die das Kind ab jetzt immer mit nehmen muss und mit der wir täglich üben;) Anders gesagt: Einfach nur Glück gehabt.

Vernemodammen Tag 3&4

Vernemodammen Tag 3&4

Gestern und heute waren wir fleissig Ski fahren. Der Heldenmann hat sich Alpinski gekauft und kurvte fleissig die Hänge herunter und das Heldenkind und ich waren langlaufen. Ich hatte eigentlich gar nicht zwingend vor Ski laufen zu gehen, aber das Heldenkind wollte witzigerweise unbedingt. Und war dann auch wild entschlossen, obwohl es am ersten Nachmittag aufgrund von anfängeruntauglicher Loipe mehr lag als lief;) Aber beim aufrappeln war er unermüdlich und als wir endlich ein gerades Stück gefunden hatten ging es dann auch richtig gut. Ich lief dann Abends noch ein wenig im Mondschein bei der Hütte, aber so vereist wie die Straße war, machte das nur eingeschränkt Spaß – da wäre etwas Zivilisation in Form von gespurten Loipen auch ganz nett gewesen;)

Aussicht aus der Hütte

Heute hatten wir dann strahlenden Sonnenschein und es war so unfassbar schön draußen!

Aussicht auf die Hütte

Wir hatten gestern noch eine schöne ebene Loipe ausgekunfschaftet und so warfen wir heute nur fix den Heldenmann am Skisenter raus und machten uns dann auf zum See. Da ging es dann ganz wundervoll am Ufer bzw. auf dem Eis entlang und das Heldenkind war mit Feuereifer dabei. Mir ist noch etwas unklar wie ich ihm je beibringen soll einen Hügel hochzukommen, aber auf der Ebene war er fix unterwegs und trällerte zufrieden vor sich hin. Auf dem Rückweg waren wir dann leider etwas trödelig, weil das Heldenkind sich nicht vom spielen losreißen konnte und als dann die Sonne unterging wurde es eisig! Brr! Da schlug dann die Stimmung etwas um, aber als wir wieder am Auto waren, da waren wir doch beide recht stolz. Ich kann das ja eigentlich auch noch gar nicht;)

Jetzt fahrn wir übern See, übern See…

Mein heutiger Abendspaziergang fand dann bei -13° statt. Der Schnee knirschte und quietschte so laut unter den Schuhen, dass von Ruhe nicht sooo viel zu merken war;)

Morgen geht es dann wieder nach Hause und auch wenn es hier sehr schön ist, freue ich mich jetzt doch schon sehr auf eine warme Dusche und ein vernünftiges Klo 😀

Der idyllische Weg zum wahrhaft stillen Örtchen
Vernemodammen – Tag 2

Vernemodammen – Tag 2

Erste Nacht an neuem Ort = gäähn;) Nachts durch den Schnee zum Utedo (also sowas wie Außenklo:)) = brr! Sonst ist es aber ganz wundervoll. Das Heldenkind grub heute voller Elan Labyrinthe und Trollgärten in den Schnee und für den Schlitten gibt es hier auch nen Hügel direkt vor der Tür. Unsere Hütte liegt am Ende des befahrbaren Teils eines Schotterweges und ist zwar dicht an einem großen Winterparkplatz, aber es ist trotzdem ganz ruhig hier, weil keine anderen Hütten in der Nähe sind. Nur ab und zu startet da jemand mit dem Scooter (oder einem Hundeschlitten:)) zu einer der höhergelegenen Hütten und dann ist auch schon wieder Ruhe.

Heute Abend war ich bei vollkommener Stille und Vollmond noch ne Stunde den Weg hoch Richtung Hardangervidda unterwegs. Das war schön! Und weil ich den ganzen Tag vergessen habe Fotos zu machen, gibt es halt ein verpixeltes Mondscheinbild:)

Vernemodammen – Tag 1

Vernemodammen – Tag 1

So, das Erreichen der Hütte haben wir schonmal erfolgreich hinter uns gebracht:)

Gestern war noch Unwetter und kolonnekjøring übers Haukelifjell, heute dann aber zum Glück Windstille und Rieselschnee. Das Heldenkind war so aufgeregt, dass es trotz 4 h Fahrt noch nicht mal Hörspiel hören wollte und kommentierte enthusiastisch jedes bisschen Schnee am Wegesrand. Am Pass ist es dann immer sehr karg und gar nicht einladend, aber auf der Ostseite der Berge warteten Winterwunderwald und bestimmt 70 cm Schnee auf uns. Nachdem wir im letzten Tageslicht noch unsere Hütte aufgespürt hatten galt es dann erstmal halbwegs erträgliche Temperaturen herzustellen – brrr! (fanden wir Erwachsenen, das Heldenkind warf sich mit Genuss in den Schnee;).Aber irgendwann wurde es langsam warm und wir schafften es auch nach 356788 Versuchen die Gasflasche anzuschließen (Gewalt ist hier das Stichwort:D), so dass es zur Freude des Heldenkindes Hotdogs geben konnte:) Mit warmen Würstchen. Jetzt ist es mittlerweile sehr kuschelig, meine beiden Männer schlafen schon und ich sitze bei absoluter Stille und Kerzenlicht vor dem warmen Ofen. Draußen leuchtet der Schnee so hell, dass man ganz weit über den See gucken kann und morgen baue ich mit meinem Heldenkind irgendwas riesiges aus Schnee:)

Tengedalsvatnet

Tengedalsvatnet

Eigentlich wollte ich dieses WE unser schniekes neues leichtes 1-Personen-Zelt ausprobieren, denn es sollte mehrere Tage am Stück nur maximal nieseln und größtenteils sogar sonnig sein! Da das Heldenkind aber befand, dass es unbedingt mal wieder in seinem Schlafsack schlafen müsse, wurde es statt dessen doch das große Zelt und das Heldenkind und ich machten uns bei 4 Grad und Sonne auf zum Tengedalsvatnet. Dort solle ein Zeltplatz direkt am See und mit geringer Parkplatzentfernung sein, was insofern wünschenswert war, als dass wir dann Lagerfeuerholz, Felle und Extradecken mitnehmen konnten um es uns richtig kuschelig zu machen. Das klappte auch alles wunderbar, nur leider fehlte das Wildnisfeeling an diesem Platz komplett. Leider war nämlich in 200m Entfernung gleich die Straße, auf der auch Nachts noch fleissig die Autos vorbeirauschten. Da hatte ich mit deutlich weniger Betrieb gerechnet.

Trotzdem haben wir ein schönes Feuer gemacht, den Mond bewundert, gemütlich Hörspiel im Zelt gehört und kein bisschen gefroren:) Auch wenn das Heldenkind dann heute etwas müde und grummelig war, war das sehr schön. Das nächste Mal aber trotzdem erst wieder, wenn länger als von 9 -16 Uhr hell ist. Besonders morgens hat der Gedanke an Nachtwanderung mit Taschenlampe nicht mehr soooo den Reiz;)

Eikebrekka – Kvitlen & zurück

Eikebrekka – Kvitlen & zurück

Von gestern auf heute hatte ich wieder Freigang und es ging zum vermutlich letzten Mal in diesem Jahr auf Hüttentour. Diesmal nach Kvitlen, denn da war ausnahmsweise mal nicht alles voll und die Hütte stand schon den ganzen Sommer auf der Wunschliste.

Wieder ging es durchs gleiche Tal, aber diesmal vom anderen Ende und leider waren die wundervollen Herbstfarben vom letzten Mal schon vorbei, das war ein bisschen schade. Außerdem hatte es die ganze letzte Woche geregnet – wie man sich denken kann war das dem frommen Wunsch trockenen Fußes von A nach B zu kommen nicht gerade zuträglich;)

So stieg ich also eher wenig optimistisch ins Auto und stieg dann zu meinem großen Erstaunen bei wundervollstem Sonnenschein wieder aus. Da war die Nässe von unten nur noch halb so schlimm:) Also Sonne tanken und viele Pausen.

Nur die letzten 15 min vor der Hütte regnete es. Selbige ist direkt an einem Wasserfall gelegen und am Fluss gibt es immer mal wieder kleine Sandstrände. Ich kann also voll verstehen warum die im Sommer immer voll ist und habe gleich schonmal Zeltplätze gekundschaftet;) Ansonsten ist das eine von den modernen Hütten. Die mag ich persönlich nicht sooo gerne, weil ich die traditionellen einfach viel gemütlicher finde – auch wenn ein riesiges Panoramaglasfenster natürlich auch schick ist;)

Trotzdem war der Hauptraum riiiesig und hatte so nen Plastik-Noppenfußboden, das ist einfach nicht so schön wie Holz. Zu allem Überfluss wollten die drei Mädels die noch in der Hütte waren den großen und nicht den kleinen Raum heizen – ich merkte an, dass ich die Idee für weniger gut hielt, aber wurde überstimmt. Am nächsten Morgen zur Abreise war es dann auch warm…. 😀 Ich verzog mich einfach schon um 8 aus der eisigen Stube in mein gemütliches Zimmer unter zwei Bettdecken und hatte es so auch schon vorher schön warm;) Und Coronakonform wars auch! Brrr…

Am nächsten Morgen dann Hüttenputz (ein klarer Grund fürs Zelt – die Liste für das coronakonforme Abwaschen ist alleine schon eine halbe Seite lang. Aus diesem Grund gab es diesmal 5 Minutenterrine – dann muss man statt stundenlangem Abwaschen nur den Griff vom Wasserkessel desinfizieren – muahahahaha!! Schnippchen geschlagen!*irrekicher*) und dann gings im düsterigen Novembernieselwetter den Weg das Moor entlang zurück zum Auto. Sehr unspektakulärer und nasser Rückweg, aber sonst sehr schön!)

Lindøy

Lindøy

Heute war ich auch ganz spontan und zur Feier des schönen Wetters nochmal ein bisschen unterwegs und habe dabei festgestellt, dass die zur Stadt gehörenden Schäreninseln offenbar zu den mit öffentlichen Verkehrsmitteln am einfachsten erreichbaren Frilufts-Bereichen hier in der Gegend gehören. Wer hätte das gedacht – fix mit dem Rad in die Stadt und in 15 Minuten ist man mit der Fähre da! Also habe ich heute mal Lindøy besucht, denn die hat Wanderwege und sah auf der Karte sehr bewaldet aus. All die zahlreichen Senioren auf meiner Fähre (auf der man übrigens sehr Coronatauglich draußen sitzen kann;)) stiegen auf Langøy aus und somit hatte ich die Insel ganz für mich alleine. Die ist allerdings auch sehr überschaubar und in der Zeit zwischen zwei Fährabfahrten ( 2h) kann man sie auch zweimal umrunden. Im Sommer kommen wir hier aber definitiv mal zum Angeln, Krabben fangen und am Wasser spielen her, das ist nämlich alles sehr hübsch hergerichtet dort.

So war es einfach nur sehr ruhig und still und friedlich.

Dalsvågen

Dalsvågen

Da ich immer noch Lust auf draussen sein habe (hier nennt man diesen Bedarf Friluftsliv;)), haben das Heldenkind und ich gestern etwas typisch norwegisches getan und waren spontan ne Runde zelten. Irgendwie hatte ich bisher immer Zweifel, dass ich das ganze Zeug alleine schleppen kann, aber mittlerweile haben wir echt leichte Ausrüstung. Das war für eine kurze Strecke also gar kein Problem.

Ziel war eine kleine Bucht mit Sandstrand bei Dale, die allerdings offensichtlich sehr beliebt ist: nach und kamen nämlich noch 3 weitere Gruppen an, 2 Familien, aber offensichtlich ist „einfachmalzelten“ auch etwas, was man hier mit seinen Kumpels unternimmt. Im Ablauf waren sich aber alle recht einig: Abends ankommen, Zelt aufbauen, Lagerfeuer machen, spät schlafen gehen und morgens um 10 waren alle wie von Zauberhand wieder verschwunden und die Tagschicht kam an (also Leute die mit ohne Zelt tagsüber Feuer machen wollen;)). Grundsätzlich haben wir das ähnlich gemacht, nur war unser Lagerfeuer kleiner. Erstens weil wir nur Würstchen grillen wollten und kein Riesenfeuer brauchten und zweitens weil dies ein sehr Trumpgefälliger Wald war: Aufgrund der geringen Entfernung zum Lagerplatz war hier nämlich sämtliches Totholz fein säuberlich zu Lagerfeuern verarbeitet worden. Selten sah ich einen so aufgeräumten Wald – die Finnen wären stolz auf uns! Während die motivierten Norweger mit Äxten bewaffnet waren und das Holz aus größerer Entfernung heranschafften und/oder ikeatütenweise Brennholz dabei hatten, beschränkten wir uns also auf Zweige und Treibholz;)

Unser kleines grünes Zelt

Ansonsten hatte ich nix zu kochen mit und das war super entspannt. Das Heldenkind hat ja oft nicht so richtig Lust zu helfen (und zum alleine spielen auch nicht;)) da wird das sonst schnell etwas stressig mit kochen und abwaschen. Wobei er diesmal aber immerhin supergut beim Zelt mitgeholfen hat – wird also langsam;) Das war also insgesamt alles sehr schön und das machen wir bald nochmal. Und ein Ein-Personenzelt für Sarah-allein-im-Fjell ist auch im Beschaffungsprozess:)