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Kategorie: Unterwegs

07.06.2022

07.06.2022

Du meine Güte, ich gehe so dermaßen nach… ich weiß gar nicht wo anfangen…

Also: Die Heldengroßeltern waren da. Im Zuge dieses Ereignisses haben wir fleißig besichtigt und hier kommt zumindest die Kurzbeschreibung. Unter anderem waren wir auf Vassøy, denn diese Insel fehlte mir noch in meiner Byøysammlung. Dort sahen wir süße kleine rote Babyanemonen, fingen weiterhin eine Krabbe, welche danach vom Heldenkind im Eimer um die ganze Insel getragen wurde und stellten fest, dass auf dieser Insel aus irgendwelchen sinnlosen Gründen auch Autos fahren. Warum das so ist, erschloss sich uns nicht ganz – nur damit man weniger Garten hat und dafür vor der Tür sein Auto parken kann? An der Größe der Insel kann es jedenfalls schon mal nicht gelegen haben…

Ansonsten war das auch sehr hübsch, aber das Wetter nur so mäßig und die anderen beiden bisher besichtigten Inseln fand ich schöner. Aber: Häkchen dran;)

Weiterhin muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich trotz der Nähe zwar schon oft durch Sandnes gefahren bin, aber dort noch nie angehalten habe. Auch diesen unhaltbaren Zustand haben wir beseitigt indem wir dort (gemäß Werbung) Norwegens längste Einkaufsstraße entlangschlenderten. Das war ganz nett, aber wäre ich ohne dies Erlebnis umgezogen wäre ich auch nicht gestorben. Ich hatte außerdem einen Anfall von Verschwendungssucht und kaufte ein ganze Tüte Basilikum auf diesem Ausflug…man mag diesen finanziellen Exzess ja kaum glauben 😀

Süße Gärtnerei

Danach waren wir am Vaulen Badeplass, das ist immer wieder sehr schön. Bei den aktuellen Temperaturen wirds es allerdings nix mehr mit dort nochmal baden gehen…oder man muss halt doch noch härter werden;)

Wir besichtigten weiterhin (es ist ja nicht so, dass man uns Faulheit vorwerfen könnte) den neuen Grapahuk am Fisketjørn in Gramstadt. Das war allerdings bemerkenswert unspektakulär.

Deutlich schöner wars dann am Lutsivatnet und der dortigen Alsnes Friluftsområde. Da hätte man durchaus auch schonmal früher hinfahren können. Und ich würd auch gern nochmal dort paddeln..aber es sind nur noch 3 Wochen, das wird also eher schwierig…

Und dann hatte ich der Heldenoma noch versprochen, dass wir zusammen wandern gehen und mich auch wirklich schon wochenlang drauf gefreut was ich ihr hier alles zeigen will. Das war planungsmäßig nur irgendwie leider ein verhältnismäßiges Drama, weil ich natürlich die schönste aller Wanderungen aussuchen wollte, es aber dreisterweise an allen Orten wo man schöne Aussicht hatte noch massig Schnee oder unüberwindliche Schmelzbäche gab. Und auf der Hütte wo ich ursprünglich hinwollte, da fand natürlich exakt an den beiden Besuchswochenenden so ein Schauspiel statt, weshalb man genau dann dort nicht schlafen konnte. Da hab ich mich soooo geärgert, ich hätte da echt gern nochmal übernachtet.

Nach viel Überlegen und zahlreichen verworfenen Plänen, entwarf ich dann ein kompliziertes Konstrukt, welches es uns ermöglichte, die schöne Aussicht auf dem Weg zwischen Bakken und Bratteli (die mMn auch nicht sooo viel schlechter als vom Preikestolen ist) doch noch mitzunehmen und dann aber halt statt in Bakken in Flørli zu schlafen. Ich war auch gaaanz fest überzeugt, dass ich alle Fährverbindungen nachgeguckt hatte…..bis auf dass ich dann – natürlich erst nach der Buchung der Hütte – feststellte, dass die Fähre von Flørli zurück voll war. Was natürlich super ist, bei einem Ort ohne Straßenanschluss…. Es folgte weiteres Hin- und Herüberlegen, dann fand ich noch ne Tourifähre, mit der wir zum 10-fachen Preis trotzdem weg kamen. Vielleicht hätte ich das als Zeichen sehen sollen, den Plan doch nochmal zu ändern…hab ich aber nicht. Was dann den Effekt hatte, dass wir am Bakken Kai anlegten – und uns 350 Leute auf dem schmalen Pfad nach oben entgegen kamen. Das war eine Freude!! Gut, dass das Schauspiel genau in der gleichen Minute aufhörte als wir da anlegten (wozu wohlgemerkt extra noch die Tourifähre, die die 350 Leute da hingebracht hatte ablegen musste)…. Wir brauchten also seeeeeehr lange bis wir oben waren. Und ich musste mir seeehr oft eine launige Antwort auf dem Kommentar, dass wir ja wohl in die falsche Richtung gingen und hätten wir was vergesssen, haha, ausdenken. Was bei mir schon leichte Stressanfälle auslöste, weil wir ja auch nicht soooooo viel Zeit hatten, bis uns unsere Fähre in Bratteli wieder abholen würde…

Aber wir schafften es dann immerhin doch irgendwann zur Aussicht. Die war dafür dann aber auch wirklich ganz untadelig 🙂

Leider hatten wir sie nicht ganz alleine für uns, denn offensichtlich waren Teilmengen der Schauspielbesucher nicht abgereist. Unter anderem jemand, der sich im Nachhinein als der DNT-Verantwortliche für Wege und Hütten herausstellte. Und der uns mitteilte, dass auf unserem Weg nach Bratteli eine potenziell gefährliche Treppe lag, bei der die Stufen verrottet seien. Das trug nur eingeschränkt zu meiner Entspannung bei muss ich sagen.

Wir brachen also halbwegs zügig auf um uns das Elend mal anzusehen. Und da ging es in eine echt tiefe (und großartige) Schlucht. Und die Treppe war auch wirklich rott. Aber zum Glück nicht gefährlich und noch gut gangbar. Puh, Glück gehabt!

Da ist die Übeltäterin

Danach war zwar der Weg nach Bratteli noch etwas unklar, aber auch das konnte uns nicht stoppen;)

Und am Ende mussten wir sogar noch auf die Fähre warten….

Die Spannung hatte für diesen Tag aber noch kein Ende, denn wir mussten ja noch unsere Hütte in Flørli beziehen. Nachdem uns die Hyttevakt schon am Kai auflauerte und namentlich ansprechen konnte (ich war sehr perplex woher der wildfremde Mensch mich kennt), gab es erstmal ein Eis, denn schließlich war es der zweite Tag mit mehr als 20° dieses Jahr;) Ich hatte vorab Betten gebucht und es gab zu dem Zeitpunkt tatsächlich noch ein freies Zweibettzimmer. Voll passend dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn. Das war dann bloß leider das Durchgangszimmer zum Spielzimmer, hatte zu selbigem keine Tür und zudem noch kein Fenster (da war es nicht so super mit den 20° ….). Hmmm….so hatte ich mir das nicht mit der DNT-Hüttenprämiere der Heldenoma vorgestellt, denn normalerweise hat man voll schöne Aussicht und Wasserfallrauschen und solche Dinge…seufz… Kurz etwas bedröppelt, aber dann auf zum Sonnenfelsen um die Ecke, Sonne genießen, ziellose Kanus auf dem Wasser beobachten und relaxen. Das war dann sehr schön:)

Noch die seltsame Hochzeit besichtigt und dann, weil der Fjord hier irgendwie nicht so schön zu erreichen war, stattdessen noch in den Wasserfall gehopst. Der brachte Schneeschmelzwasser und war…naja…auf jeden Fall sehr erfrischend;) Und dann tatsächlich trotz Fenstermangel halbwegs akzeptabel geschlafen.

Bis dann um ziemlichfrüh jemand die Tür zum Spielzimmer aufriss um da hektisch aufzuräumen. Äh..hallo? Der Morgen war dann bemerkenswert unentspannt, weil die Dame schon ein paar Tage mit ihren Kindern da war und das Bedürfnis zu haben schien, jetzt alles supergründlich zu putzen. Also haben wir schnell ein bisschen mitgeputzt und sind dann entsetzt geflohen. Naja…so kamen wir immerhin gut aus dem Knick und konnten noch die kleine Aussichtsrunde laufen. Die war allerdings steil…konnte mich gar nicht erinnern, dass die so steil war als ich mit B. da hoch lief… Und um 11 ging ja leider schon unsere Tourifähre… Also etwas schneller geschnauft – waaaarm!

Aber auch diese Aussicht war sehr schön

Wir waren dann natürlich viel zu früh…aber das teure Teil wollten wir ja nu auch nicht verpassen, sonst ist man da ja doch sehr gestrandet.

Somit war das ein Wetter- und Aussichtsmäßig wunderschöner, anderweitig allerdings etwas stressigerer Ausflug als geplant. Aber: immerhin keine Schneefelder 😀 Immer positiv denken!

So….Mammutbeteitrag…und ich hinke trotzdem noch 14 Tage hinterher…:D

Melands Grønahei

Melands Grønahei

Am Wochenende hatten der Heldenmann und ich Freigang und ließen das völlig überdrehte Heldenkind bei den Großeltern um nochmal eine Runde ins Fjell zu fjellen. Eigentlich wollten wir zelten, aber es war windig und ich hatte keinen Bock zu packen und deshalb nahmen wir uns eine Hütte vor, auf der wir noch nicht waren und freuten uns auf warmen Kamin am Abend:)

Die Strecke hatte ordentlich Höhenmeter, nen spektakulären Meteoritenkrater (naja … von oben hat man ihn schon gesehen) und sonst auch sehr viel Abwechslung. Erst Schafe, dann Wald, dann Sete, dann an einem See lang und schließlich eine erstaunliche Menge Schneefelder, die in allen möglichen und nicht-ganz-so-möglichen Winkeln überquert werden mussten. Achja, durch nen Bach waten musste man auch noch.

Und die letzten zwei Stunden dann Fjell und Schnee und Weite und Wind. Das war wirklich eine sehr schöne Tour und eine niedliche Hütte am Ende.

Gemäß Buchungsapp sollte die mit 12 Leuten auch gut ausgebucht sein, denn für uns war nur noch auf dem Hems Platz. Aber nachdem wir sehr lange die Stille genossen, Lecker gekocht und gemütlich vor dem Ofen gelesen hatten, war es irgendwann 9 und als dann immer noch keiner da war zogen wir doch in eins der Zimmer:) Wer hingegen da war, war der Piep-Vogel – der war sehr empört und beschimpfte uns jedes Mal ausgiebig wenn wir die Hütte verließen, sogar Nachts um 4;)

Hütte außen
Hütte innen:)

Am nächsten Morgen gab es dann sogar noch ein bisschen Schnee, aber dann nur noch Niesel und gutes Gehwetter für den Rückweg. Bis auf die Tatsache, dass wir dann noch 45 min wegen eines Radrennens durch Stavanger irrlichterten war das alles sehrsehrschön und unglaublich angenehm ruhig:)

1.5.2022 – Viglesdalen

1.5.2022 – Viglesdalen

So langsam nähert sich schon der Rückumzug und es gibt noch sooo viel was ich eigentlich sehen will. Z.B. wollte ich schon seit zwei Jahren ins Viglesdalen, aber die Hütte war coronabedingt einfach immer ausgebucht.

Nicht so am letzten WE:) Ich fragte also mehr so alibimäßig das Heldenkind, ob es mit mir auf hyttetur gehen will und zu meinem unfassbaren Erstaunen sagte er einfach so ja. Keine Bedingungen, kein wenn und aber…ich war ganz baff. Er erzählte mir dann, dass er letztes Jahr nicht so gern wandern wollte, weil er immer Angst hatte nochmal verloren zu gehen (achach!) und aber eigentlich sehr gerne möchte. Also haben wir einen Notfallplan ausgearbeitet und seine Hosentaschen mit Messer mit Pfeife, Rettungsdecke und Müsliriegel bestückt. Derart ausgerüstet liefen wir dann Samstag mittag los ins Viglesdalen. Das ist tatsächlich gar nicht so weit weg von uns und eine sehr schöne, wenn auch mit einigen Steigungen versehene Tour. Wir hatten tolles Wetter, das Heldenkind genoss es sehr, dass ich ganz viel Zeit für Redespiel hatte, und Wasser zum Dämmebauen und Ameisen zum mit-Apfel-füttern gab es auch. Nur Fotos hab ich wie üblich wieder viel zu wenige gemacht;)

Einer von drei großen Wasserfällen im Tal

Im Tal gibt es eine alte und eine neue Hütte, und da die neue schon sehr voll war, nahmen wir halt die alte. Da war dann auch nur noch ein Pärchen mit Hund mit drin, aber das Heldenkind beschloss, dass wir trotzdem oben auf dem Schlafboden schlafen würden und nicht in einem der Zimmer. Auch ok:) Wir kletterten also noch ne Runde auf den Findlingen und bauten ein Boot für den Bach und dann merkte man aber auch an den Temperaturen, dass man ein paar hundert Meter weiter oben war ….brr! Das Heldenkind merkte an dem Abend weiterhin, dass Glasscheiben von Öfen auch sehr heiß werden – aua!

Am nächsten Morgen war das Wetter sogar noch schöner, es ging nur bergab, das Heldenkind spielte sehr lange in einem rauschenden Bach und wir fanden unfassbar viele Kaulquappen. Ich wollte ja eigentlich keine mehr(weil geschützt), aber dann sahen wir welche, die in einem Fußabdruck mit sehr wenig Wasser drin sowieso am nächsten Tag ausgetrocknet wären – und somit haben wir jetzt doch wieder 6 niedliche Kaulquappen als Mitbewohner;) Ich gewinne somit keinen Preis für Konsequenz…aber die sind schon echt sehrsehr süß. Und diesmal sterben uns auch keine und sie werden rechtzeitig freigelassen:)

Alte Brücke – hier war wohl früher viel Schafzucht
24.04.2021 – Turorientering Finnøy

24.04.2021 – Turorientering Finnøy

Heldenmann und Kind waren im Hochselgarten klettern und ich hatte somit Freigang, whoopwhoop! Ich hab mir für dieses Jahr vorgenommen, möglichst viele Wanderungen ohne Auto zu machen und tatsächlich gab es eine Turorientering Runde auf Finnøy, die mit der Kombination Fahrrad – Fähre – Fahrrad in annehmbarer Zeit zu erreichen war. Da ich über Finnøy nur mal mit dem Auto rübergefahren bin, erschien mir das also als gutes Ziel. Auch wenn ich etwas daran zweifelte, ob das mit Winter&CoronazuHausehockbedingt mangelnder Fahrrad-Fitness so ne super Idee ist zu einer Wanderung mit dem Rad zu fahren. Besonders wenn man so gerne Hügel mag wie ich…

Trotzdem unverzagt bei schönster Frühlingssonne und 11° losgeradelt und dann erstmal die Aussicht von der Fähre genossen. Beste Reiseart ever:) Von Judaberg waren es dann auch nur noch 5 km mit dem Rad, mit einer netten langen Abfahrt in der Mitte und einem Berg der Kategorie Vielzusteil am Ende. Bei letzterem hab ich das Rad einfach unten gelassen, aber leider weiß man ja schon, dass sich die gemütliche Abfahrt vom Hinweg auf dem Rückweg in eine fiese Steigung verwandelt…also gedanklich schonmal 15 min mehr eingeplant und dann an einem niedlichen Hobbithaus vorbei auf den Teigen gestiefelt.

Von oben hatte man eine tolle Aussicht auf schneebedeckte Berge hinter Fjord, nur fotografieren ließ sie sich schlecht.

Die Wegpunkte waren prinzipiell zwar leicht zu finden, die Herausforderung war es aber dann den Weg über die zahlreichen stacheldrahtbewehrten Schafszäune zu finden. Ich lief also viiiele Umwege an diesem Tag….;)

Trotzdem rechtzeitig alle 10 Punkte abgegrast, im Schneckentempo die fiese Steigung hochgekräucht und dann nach der Fährfahrt schön nochmal 5 km nach Hause geradelt – das Radfahren war auf diesem Ausflug definitiv der anstrengendere Teil;)

16.04.2022 – Bergen Tag 3

16.04.2022 – Bergen Tag 3

Das Museum des heutigen Tages: VilVite, so ein Wissensmuseum. Das Heldenkind hat wie immer klare Präferenzen und landet nach einer Kurzbesichtigung der restlichen Stationen – wer hätte es gedacht – beim Wasser. Somit baute es dann 1.5 von 3.5 Stunden Dämme… Aber der Vorteil bei etwas größeren Kindern ist ja, das man die alleine lassen kann und somit hatten der Heldenmann und ich dann viel Zeit zum gucken.

Danach waren wir dann etwas planlos, denn alle interessanten Museen hatten zu. Am Ende besichtigten wir also das Outland (= Rollenspiel und Legoladen) und fanden tatsächlich das eine Modell was das Heldenkind sich unbedingt kaufen wollte + ein paar dringend benötigte Ersatzteile. Und dann ging der Heldenmann Kaffee trinken und wir anderen zwei ins Hotel zum legobauen/schlafen. Auch sehr entspannt.

Unser abendliches Restaurant war dann nicht so der Renner. Der Heldenmann und ich wollten dann Abends noch ohne Kind in den (auf dem Bild) sehr urigen Weinkeller unseres Hotels, bereiteten alles vor mit Telefon und co (so ein bisschen aufregend finde ich es schon, das Heldenkind allein zu lassen) gingen frohgemut los – und dann hatte der einfach zu! So viel zu „wir machen mal was zu zweit“. Aber wir waren dann wagemutig und bewegten uns 50 m die Straße runter in ein italienisches Restaurant und tranken unseren Wein dann da. So! Auch wenn ich mich dann schon etwas unwohl fühlte, soooo weit weg zu sein;) Aber als wir zurück kamen war das Heldenkind gemütlich mit Hörspiel und Lego beschäftigt und sehr guter Dinge und meinte wir könnten jetzt auch sehr gerne öfter mal weg… und das obwohl noch alle Kekse da waren 😀 Also eigentlich ziemlich gut, aber in Stavanger in die Stadt trau ich mich noch nicht.

17.04.2022 – Bergen Tag 4

17.04.2022 – Bergen Tag 4

Abreisetag. Eigentlich hatten wir auch nicht mehr so viel Zeit, weil wir um 12:30 wieder an der Fähre sein mussten, aber wir machten trotzdem noch einen Kurzbesuch im Fischereimuseum (der dann auch tatsächlich viel zu kurz war, weil wir den interessantesten Teil der Ausstellung erst kurz vor Schluss entdeckten). Nun sitzen wir wieder auf der Fähre, diesmal zwar mit Aussicht, aber dafür leider mit falscher Fahrtrichtung. Naja, man kann nicht alles haben und Schären statt schneebedeckter Berge sind auch schön. Um 19 Uhr sind wir wieder in Stavanger, Kurzurlaub beendet:)

15.04.2022 – Bergen Tag 2

15.04.2022 – Bergen Tag 2

Nach einem wirklich guten Frühstücksbuffet waren wir irgendwie viel zu früh fertig, aber so liefen wir ganz in Ruhe zu Fuß zum Aquarium und gingen da noch ne Runde auf den Spielplatz. Im Aquarium war es dann wirklich schön, mit Ottern und Kaimanen und Schlangen, Spinnen und Pfeilgiftfröschen. Das Highlight für das Heldenkind waren aber die Königskrabben, auch wenn die trotz 30 minütiger genauster Beobachtung und Ermutigung einfach nicht die Fischköpfe essen wollten, die noch in ihrem Becken lagen. Eine Schande! Fische gab es auch ne Menge, die waren diesmal aber eher semiinteressant;)

Danach gingen wir (tadaaa!) was Essen und fuhren dann auf den Fløyen hinauf. Das war auch wirklich schön, einmal wegen der Aussicht und auch wegen des tollen Spielplatzes. Das Heldenkind nutzte diesen ausgiebig, während das müde Drittel der Familie im schattigen Wald vor sich hinfror. Aber schön wars.

Abends gingen wir dann in ein Ostafrikanisches Restaurant, was ziemlich ungewohnt aber auch recht gut war.

Nächste Nacht dank reparierter Heizung mehr Schlaf, was dem Allgemeinbefinden sehr förderlich war:)

14.04.2022 – Bergen Tag 1

14.04.2022 – Bergen Tag 1

Nachdem wir ewig rumüberlegt haben wie wir unsere Osterferien verbringen, und im Fjell ja noch überall Schnee liegt haben wir uns entschieden mal richtig Geld zu verbrennen und nach Bergen zu fahren;) Wir waren die letzten zwei Jahre ja hauptsächlich irgendwo in der Wallachei, da kann man das schonmal machen.

Also Hotel gesucht (teuer) und Fährreise gebucht (überraschend günstig) und zu nachtschlafender Stunde (morgens um 6 an der Fähre sein) nach Bergen aufgebrochen. Bei so viel Homeoffice in den letzten Jahren hab ich echt ganz gut ans aufstehen um 7 gewöhnt – voll verweichlicht.

Das Heldenkind verbrachte 4 von 5,5 Stunden damit riesige Bauwerke aus den großen Schaumstoffbausteinen im Schiff zu bauen und selbige zu erklimmen, während wir Eltern die Aussicht auf Fragmente norwegischer Natur hinter einem dekorativen Rettungsboot „genossen“;)

In Bergen verpassten wir zwar die Öffnungszeiten aller Museen, weil die Ostern ganz anders waren als geplant, aber aßen lecker Fisch, schlenderten gemütlich durch die Altstadt und gingen Abends dann gleich schon wieder lecker Burger essen (sehr zur Freude des Heldenkindes). Essen gehen in Norwegen ist eine sehr effektive Art Geld zu verbrennen, aber dazu waren wir ja da;)

2 von 3 Helden schliefen dann gut nach dem frühen Aufstehen, 1 von 3 scheiterte in ihrem Bemühungen an einer Heizung die man nicht ausschalten konnte und einem 1.4 m breiten Trampolinbett. Seufz. Wäre ja zu einfach, wenn man einfach schlafen könnte wenn man müde ist…

11.04.2022

11.04.2022

Am Wochenende hatten wir wundervollerweise Kurzbesuch aus Deutschland, das war sehr schön. Und auch wenn es nur von Samstag Morgen bis Montag morgen war, haben wir die Zeit gut genutzt und waren im Oljemuseet und in der Stadt, haben P&P gespielt, waren wandern und zum mittelalterlich mehrstimmig singen reichte die Zeit sogar auch noch. Da musste ich dann glatt nochmal wieder Angli clamant hinterhertrauern, das war einfach genau meine Musik und ich vermisse diesen Chor einfach sehrsehrsehr doll, immer noch.

Während Besuch und Heldenmann die schneebedeckten Höhen des Preikestolen erklommen (was wohl ohne Spikes eher nur was für Leute mit Abenteuerlust war), wanderten das Heldenkind und ich ums Revsvatnet, das wollte ich schon sehr lange, nur eben nicht bei 20€ Parkgebühren. Aber da die nun eh bezahlt waren, hat es sich so wenigstens richtig gelohnt:)

Und die Gegend ist einfach nur wunderschön. Eigentlich ist es echt schade, dass man das gar nicht mehr „normal“ nutzen kann vor lauter Tourischwärmen.

Das Heldenkind war supergut unterwegs und lief 3 h ganz ohne meckern und sogar mit Pausen im Redespiel, wo einfach mal 15 min Ruhe war. Ich war ganz baff:)

9.3.2022

9.3.2022

Besuch wieder weg, oh Jammer, oh Jammer. Am Freitag war das Heldenkind in der SFO und die Heldenoma und ich nochmal ne Runde auf dem Vårlivarden. Trotz Startschwierigkeiten war das superschön weil immer noch strahlender Sonnenschein herrschte (wenn auch mit wirklich eisigem Wind).

Am Samstag waren wir dann am nächstkältesten verfügbaren Ort, nämlich am Strand. Da wars dann leider mit der Sonne auch vorbei, aber Strand ist einfach immer schön, egal bei welchem Wetter. Und Abends hatten der Heldenmann und ich kinderfrei und waren sehr lecker essen. Über den Preis wollen wir mal nicht reden – dafür hätten wir in D viermal essen gehen können. Aber da ist immer sehr guter Service, das ist dann auch ok.

Tja und nu nur 1,5 Wochen Alltag und dann ist schon wieder Tanzen auf der Mühle. Egal wie das nu stattfindet, ich freu mich so auf die Leute. Hachhach! Und keine zwei Monate später kommen die Heldengroßeltern nochmal und dann ziehen wir auch schon fast um… Uiuiui!

Die DHH die sich der Heldenmann anschaute werden wir aber wohl nicht bekommen, zumindest hat gestern jm. anderes den Zuschlag bekommen. Mikroskopische Restchancen bleiben, denn noch hat ersiees nicht unterschrieben, aber wer das Haus nicht will ist selbst schuld. Es ist genau groß genug, ganz neu, mit Kamin und Energieeffizienklasse A, günstig und mit 500m² Garten und Hühnerstall…das wäre auch zu perfekt gewesen. Ich konnte mich auch nicht zurückhalten und musste gleich ganz viel Hühnerdinge recherchieren 😀 Aber besser als Nachrichten lesen ist das gerade allemal.

Aber die Wohnung haben wir sicher, die wurde auch besichtigt und die ist riesig groß, sonnig und sehr schön. Und sogar mit mehreren Balkonen (und somit viiiiel besser als das von mir eingeplante Worst-Case-Szenario). Also alles gut, was das angeht und der schlimmste Umzugsstressfaktor ist schonmal beseitigt. Meinen Arbeitsvertrag ab September mit meiner Solarfirma hab ich auch ausgehandelt. Umzugsunternehmen haben wir auch. Fehlt dann noch Schule und Hort und dann ist das schlimmste hoffentlich geschafft:)

Am meisten freue ich mich auf: Saunalandschaften, Larp, Eisdielen, Cafes als Ausflugsziele und ganz viele coole Museen. Jetzt muss man die nur noch im Herbst auch benutzen dürfen. Das wird seltsam in Deutschland nächste Woche. Hier ist von Corona wirklich nix mehr zu merken. Es werden halt nach und nach alle krank (5 von 5 Følgegruppenfamilien und 4 von 5 Nachbarfamilien sind schon durch – und die eine die es nicht hatte ist höchst verwirrt),aber bislang *aufholzklopf* keine Katastrophenmeldungen. Und auf der Intensivstation ist trotz der hohen Inzidenzen bisher tatsächlich alles sehr ruhig. Also ggf doch die richtige Taktik? Das weiß man vermutlich erst in ein paar Jahren…