02.01.2022

02.01.2022

Frohes neues Jahr! Obwohl ich immer mal wieder den ein oder anderen Anlauf startete hier Buch zu führen, musste ich doch sehr dringend meine Zeit damit verbringen mit Menschen zu interagieren, deshalb wurde daraus einfach mal gar nix. Aus diesem Grunde wieder einmal Zusammenfassungszeit;)

Der erste Teil unserer Reise verlief schonmal ziemlich problemlos. Ich habe mir zwar irgendwo ne Erkältung eingefangen (mir ist gänzlich unklar wo das war – ich bin bis auf einmal einkaufen ja die ganze Zeit mit dem Heldenkind zu Hause gewesen), aber nach diversen Schnelltests war ich dann doch irgendwann halbwegs überzeugt, dass es auch nur genau das war – ne Erkältung. Trotzdem fühlt man sich ja wie ein Verbrecher wenn man hustet. Und man will ja gerade auch niemanden mit irgendwas zwielichtigem anstecken. Also ziemlich unentspannt und netterweise blieb mir das Gehuste auch direkt die ganze Reise erhalten – na vielen Dank!

Weihnachten war sehr schön und friedlich, mit viel leckerem Essen und einfach insgesamt.viel toller mit Familie als ohne;) Das Heldenkind mag momentan gerne Brettspiele und statt exzessiv UNO zu spielen, war diesmal Andor Junior das Spiel der Wahl. Macht prinzipiell Spaß und es war sich ziemlich süß, mit wie viel Phantasie er sich da in seine Rolle hineindachte, aber nach mehreren Runden war meine Euphorie dann doch langsam nachlassend. Das Heldenkind tat mir Weihnachten auch sehr leid, vorher schon so lange alleine zu Hause und dann nur Erwachsene…das ist ja schon auch einfach nicht so spannend.

Deshalb war es auch gut, dass wir unsere restlichen Reisepläne trotz Omicron, diesem unnützen Gezücht, wie geplant in die Tat umsetzten. Am 28. machten wir ins deshalb auf den Weg des Heldenmanes Trauzeugen zu besuchen, welcher praktischerweise in Werder bei Potsdam wohnt, was uns die günstige Gelegenheit bot zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und schon einmal die allgemeine geografische Lage unseres neuen Wohnortes zu besichtigen. Die Trauzeugentochter ist außerdem fast exakt so alt wie das Heldenkind und die beiden haben sofort super miteinander gespielt. Da hab ich mich sehr für ihn gefreut. Wir armen von Weihnachten fast verhungerten Erwachsenen wurden zudem gut durchgefüttert (zwei warme Mahlzeiten + Kaffee und Kuchen am ersten Tag :D), hatten viel Gelegenheit zum Reden und es war einfach nur sehr schön. Am 29. tourten wir einmal durch alle in Frage kommenden Wohnbezirke, und auch wenn vermutlich jede Stadt im Januar bei Nieselregen maximal unattraktiv ist, kann man sich da, denk ich, sehr wohl fühlen. Müssen wir es also nur noch schaffen uns gegen Myriaden von Mitbewerbern durchzusetzen und auch tatsächlich eine Wohnung zu ergattern. Tschakka!

Am 30 trafen wir uns noch (direkt bevor es anfing zu regnen – gut getimed) mit einer Freundin vom Tanzen, die auch zwei Söhne im heldenkindkompatiblen Alter hatte – Heldenkind glücklich, Mama desselbigen auch:) Und dann auf nach Gifhorn zur traditionellen, wenn auch diesmal an anderem Ort stattfindenden Sylvesterfeierrunde. Die dort beteiligten Kinder sind mittlerweile alle so alt, dass das Spielen ein nahezu kompletter Selbstläufer ist (wenn auch vermutlich einer der lärmendsten Selbstläufer die man sich so vorstellen kann – was ne Randale!). Also Ohren zu und genießen, dass man sich in „Ruhe“ unterhalten kann:D Das Heldenkind ist auch ganz stolz, dass es erstmalig bis Mitternacht wach geblieben ist, es gab Pizza vom Lagerfeuer, von mir mit beeindruckendem Abstand in Würde verlorene Raumschiffbauspiele und das war alles wirklich, wirklich schön.

Am 1. sind wir dann schonmal nach Kiel gefahren, heute morgen nochmal zwei Freunde getroffen und nun stehen wir an der Fähre und warten auf unsere Rückreise. Die ganze Reise hatte so viel coronabedingtes Katastrophenpotenzial, ich bin immer noch ganz misstrauisch, ob das nun einfach alles so klappt.

Und auch wenn es vielleicht (trotz einer ganzen Tüte Selbststests die wir unterwegs verbraucht haben) nicht so klug war so viele Leute zu besuchen, war es irgendwie einfach nur gut.Jetzt sind zumindest meine Batterien in der Kategorie „Kontakt mit anderen Menschen“ wieder sehr gut aufgeladen und ich fühle mich den nächsten Monaten mit nur unser aller Kumpel Corona als Gesellschaft wieder ganz gut gewachsen. Und es ist einfach so ein schönes Gefühl wenn man so eine tolle Familie und so liebe Freunde hat, da wird einem ganz warm ums Herz 🙂

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