20.8.2020

20.8.2020

Besuch, Besuch! Pünktlich mit selbigen begann hier das schlechte Wetter. Hurra! Somit war nach dem Preikestolentag am Donnerstag nicht so richtig Action möglich. Was tun wenn man aktuell nicht weiss was man tun will: paddeln;) Also wagten wir uns bei auffrischendem Wind (zum Glück lieber) nicht auf den Hafrsfjord sondern mal wieder auf unseren Haus- und Hofsee. Wir dachten uns das sei ganz klug, denn so ein See hat ja bekanntlich auf allen Seiten Ufer (was vorteilhaft ist, falls man dann doch abgetrieben wird;) Tütet man das Boot halt ein und geht zu Fuß zurück;)). Und war dann auch sehr beruhigend, denn als wir versuchten quer zum Wind zu fahren, hatte das wüste Schlangenlinien zur Folge, da uns ohne Steuer dauernd der Bug in den Wind gedreht wurde. Und mit annähernd Maximalbeladung und nur zwei Paddeln auf 3 Erwachsene war der Hinweg zur Insel tatsächlich ein eher schwieriger. Nach kurzer Inselpause, in der der Wind nochmal deutlich auffrischte, führte uns der neue Kurs dann aber gegen den Wind. Und hach, war das lustig! Es hatten sich richtig Wellen aufgebaut, allüberall spritzte die Gischt (der See ist so warm, das störte gar nicht) und obwohl es echt anstrengend war machte es sowas von Laune 🙂 Voll gut.

Hinterher merkten wir deutlich die Arme und hatten die verbliebene Lastkapazität des Bootes mit Wasser aufgefüllt. Ergibt schon Sinn mit dem Verdeck;) Es fing dann aber eh an zu regnen, deswegen war den restlichen Tag relaxen (die Gäste unter uns) bzw. Beschwerdebrief gegen Jobablehnung schreiben (die Sarahs unter uns) angesagt.

Zusage fürs Studium hab ich aber nu (Beschwerde ist eher Formsache, der Job ist eh schon anders vergeben), am 1.9. gehts los. So!

Preikestolen #2

Preikestolen #2

Seit Dienstag ist die mittlere Heldenschwester samt Freund zu Besuch und deshalb stand am Mittwoch (dem letzten halbwegs regenfreien Tag) noch einmal der Preikestolen auf dem Programm. Diesmal war es deutlich voller und somit ging es in Kolonne nach oben. Die Heldenschwester ist sonst eher nicht so bergaffin, aber „muss man gesehen haben“ war ausreichend Grund und somit schlug sie sich wacker und oben waren wir dann alle entsprechend stolz und euphorisch. Und die Aussicht ist auch mit vielen Leuten noch toll. Neue Erfahrungen: Zum ersten Mal gesittet in der Selfieschlange angestanden;)

Ich komme also nochmal wenn wieder Kreuzfahrtschiffe fahren und gucke wie lang sie dann ist;)
Lutsivatnet

Lutsivatnet

Am Sonntag waren wir endlich auf dem Lutsivatnet paddeln. Jedes Mal wenn man von Gramstad aus auf den Berg gestiegen ist, hat man die Aussicht darauf genossen und jetzt wollten wir den See (bzw. eigentlich sind es mehrere zusammenhängende Seen) endlich mal angucken.

Also unser rotes Boot eingetütet und extra früh los um Parkplatzplobleme zu vermeiden. Das klappte auch gut, dafür war dann aber Nebel statt dem angesagten Sonnenschein. Prinzipiell ist so eine Athmosphäre ja auch sehr magisch. Das dann allerdings eher nicht mit Kind im Boot welches lautstärkebedingt noch mehrere km entfernt zu hören ist…

Nebelstimmung

Während das paddeln eher deutlich unharmonisch war, war unsere Pause auf einer kleinen Insel eigentlich sehr schön. Das Heldenkind und ich spielten und der Heldenmann machte uns leckeres Pfannenbrot mit Würstchen. Ein Mann der gern draußen kocht ist sehr zu empfehlen;)

Am Lutsivatnet gibt es deutlich mehr Hütten als man von oben so sieht. Einsam ist es also eher gar nicht. Das hatte aber auch den Effekt, dass man lustigen Gefährten begegnete (wie z.b. einem riesigen(!) geflügelten Einhorn-Ruderboot oder dem ineffektivsten Dreierkajak, dass ich je sah (ein bedauernswerter Vater mit zwei Teenie-Töchtern, der in wilden Schlangenlinien über den See irrte und am Ende dann alleine paddeln musste)). Es gibt an der Südseite einige Campingmöglichkeiten, allerdings ist das Wasser sehr algig und trüb, nach dem Coronasommer ist alles etwas wüst und insgesamt ist mein Fazit: Lieber im Frühling nochmal kommen 😉

Jernaldergården

Jernaldergården

Ich gehe etwas nach;) Als eines der wenigen Museen in Stavanger die uns noch fehlen waren wir am Samstag im Eisenzeitdorf. Eigentlich seltsam, denn das liegt uns interessenmäßig sehr gut;) Zum Besuch selbigen Museums radelt man zunächst ganz ordentlich bergauf, was das Heldenkind aber komplett selbst bewältigte. Das Museum besteht eigentlich nur aus zwei Langhäusern, die zwar sehr cool direkt auf der Ausgrabungsstätte wiedererrichtet wurden, allerdings Stadtentwicklungsbedingt nun direkt neben drei riesigen Hochhäusern stehen. Ich muss sagen, die Immersion auf der Turmhügelburg ist etwas tiefer 😀

Aussicht mit ohne Hochhäuser

Das Heldenkind bekam am Eingang einen Zettel mit Dingen die es im Museum finden sollte ausgehändigt und war ab diesem Augenblick ausschließlich daran interessiert diese schnellstmöglich ausfindig zu machen. Die historisch gewandeten Mitarbeiter die ihm tolle Geschichten erzählen wollten und alles andere war gänzlich uninteressant (das einzige was er sie fragte war wo die Sachen sind ;)). Das war ein bisschen lustig. Ansonsten: Klein aber fein!

16.8.2020

16.8.2020

Unser Wochenende war irgendwie eher durchwachsen. Freitag war Planungstag im KiGa und selbiger somit zu. Es war aber Sa + So wundervolles Wetter vorhergesagt, weshalb ich voll Lust hatte nochmal mit dem Dachzelt zum Strand oder Boot und Zelt auf den See zu fahren. Leider war das Heldenkind Freitag total grumpelig und müde. Um sicherzugehen, dass das nu nicht irgendwelche asymptomatischen Symptome für Dinge die man nicht haben will sind, sagte ich also das Treffen mit meiner Freundin aus dem Norskkurs + Sohn vorsichtshalber ab (dabei hatte ich mich so riesig drauf gefreut. Ich dachte die meldet sich nicht mehr und ich hatte schon dreimal gefragt ob sie mal Zeit hat und ich hoffe einfach sehr, dass wir das nu nochmal auf die Reihe bekommen). Samstag war das Heldenkind wieder fit aber irgendwie den Rest des Wochenendes voll auf Krawall gebürstet. Heute waren wir tatsächlich noch paddeln und egal was man ihm gesagt hat es wurde genau das Gegenteil gemacht. Das ging soweit, dass er aus Protest sogar Sand gegessen hat, nachdem wir ihm sagten, dass es nicht klug ist das Gesicht da rein zu legen. Bitte beweg dich im Boot langsam – wildes wackeln. Guck mal, wenn du die Hand so längs reinhälst ist es für uns nicht so anstrengend – beide Arme quergestellt. Lieb erklären, hatte null Effekt. Man hätte auch mit einer Wand reden können (bis auf das die zumindest nicht das Gegenteil macht). Somit saß ich zwischen dem wütend Rachegelüste ausformulierenden Heldenkind und einem Heldenmann, der sein Deeskalationspotential irgendwann verständlicherweise auch aufgebraucht hatte und hatte eine tolle Fahrt… Zudem gabs noch Nebel statt dem versprochenen Sonnenschein und das von oben so hübsch aussehende Lutsivatnet ist auch eher überall mit Hütten zugebaut und zudem auch irgendwie „verwohnt“. Man merkt der Natur an, dass sie im Nahbereich von Städten gerade deutlich mehr frequentiert wird, alles ist irgendwie beansprucht und plattgetrampelt.

Abends war dann alles wieder gut (vielleicht musste da auch nur jemand Dampf ablassen), aber schön fand ich den Ausflug jetzt nicht gerade.

Bei der Bewerbung hab ich so wie erwartet eine (immerhin extrem positive) Absage bekommen, aber so kann ich das gedanklich wenigstens abhaken. Somit fange ich in zwei Wochen wohl an zu studieren. Das Thema finde ich total interessant, allerdings hab ich keine Lust auf Klausuren. Und auf so nen Schmuh wie Bachelorarbeit ja auch mal gar nicht. Aber wer weiß, ich guck ja nebenbei weiter und dann einfach mal sehen.

11.08.2020

11.08.2020

Pünktlich mit Ende unseres Urlaubs brach hier das gute Wetter herein – ein bisschen gemein ist das schon, denn nun sind es 24° und kein Wind. Das wäre schon schön im Urlaub gewesen!

Zum Glück haben wir einen See vor der Haustür und da ich ja neuerdings stolze Bootsbesitzerin bin, war ich gestern und heute fleissig paddeln. Unser Boot ist ja eigentlich als Seekajak und nicht als Familienvehikel gedacht und somit puzzelte ich gestern morgen erstmal zwecks Test die zugehörige Steueranlage zusammen um die dann samt Verdeck mal auf den See auszuführen. Fazit: Klappt alles gut, aber bei Sonne und Windstille braucht das kein Mensch;) Außerdem ist die Pedalebefestigung der Steueranlage irgendwie akut dämlich gelöst – bei Seitenwind mag sich das lohnen, aber sonst finde ich es mit Finne deutlich komfortabler. Heute Abend bin ich dann also nochmal ohne den ganzen Kladderadatsch losgepaddelt. Da das Ufer von Musik hörenden Jugendlichen besetzt war und meine Lieblingsabendsonnenstelle an der ich gern sitze und lese neuerdings von jemand besetzt ist, der da dreisterweise sitzt und liest (Frechheit!), packte ich Cola und Kekse ein und fuhr halt raus auf den See. So! Das war sehr schön friedlich dort:) Das Boot ist auch echt ziemlich bequem und man kann ganz gemütlich da sitzen und die Füße ins Wasser baumeln lassen:) Dann bin ich noch 5 km gepaddelt, hab mir angeguckt wie die Sonne hinter den Bäumen verschwand und jetzt bin ich gerade ganz zufrieden;)

Tagsüber hab ich noch ne letzte Bewerbung geschrieben und mich ansonsten damit beschäftigt einen Inhaltsnachweis für meine Mathekurse zu beschaffen. Ich hoffe ich kann mir die anrechnen lassen – wenn ich nochmal Mathe machen muss dreh ich am Rad!

Urlaubszusammenfassung 2020

Urlaubszusammenfassung 2020

Obwohl die Vorzeichen aufgrund von Jetztdochnichtjob und Regen deutlich schlechter waren als letztes Jahr (ok, bei längerem Nachdenken war letztes Jahr der Heldenmann noch nicht wieder ganz erholt vom Nordholzhausbesitz und ich hatte ein akutes Heldenkindbetreuungsmotivationsproblem – also auch nicht ganz ohne) war unser Urlaub wesentlich, wesentlich entspannter. Letztes Jahr kam ich aus dem Urlaub zurück und war vollkommen fertig. Dieses Jahr bin ich so ausgeschlafen, wie es eine auswärtsschlafende Sarah nur sein kann und blicke auch sogar wieder mit etwas mehr Zuversicht in die Zukunft. Wir verhungern ja nun wirklich nicht, also wirds auch ohne Job schon werden. So!

Nach reiflichem Nachdenken komme ich auf folgende Faktoren:

  • Wir sind viel weniger Auto gefahren. Außer An- und Abfahrt maximal ne Stunde pro Tag. Merke: Autofahren ungleich Urlaub
  • Wir haben versucht meistens zwei Nächte an einem Platz zu bleiben. So mussten wir seltener packen und das Heldenkind war nicht so gestresst
  • Keine Fahrräder mit. Damit lief das Autopacken und der Gepäckzugang deutlich reibungsloser
  • Dafür ein Boot mit:) Das Bootfahren war das Beste am Urlaub und alle kamen auf ihre Kosten. Außerdem können wir so heldenelternkompatible Lagerplätze in der Einsamkeit erreichen, ohne Gepäck zu schleppen und stundenlang das Kind zu motivieren. Und das Heldenkind fand es 80 % der Zeit auch super
  • Keine Sehenswürdigkeiten ansteuern. Norwegen ist (fast) überall schön und es hat sehr gut geklappt die Tour nach dem Wetter zu planen
  • Das Dachzelt darf doch bleiben. Wenn man einen Tagesausflug macht, kann man einfach alles unters Tarp stopfen. Außerdem geht der Abbau schneller weil wir besser geworden sind (und keine Räder mithaben). Mit dem höheren Auto haben wir fast Stehhöhe. Und es ist einfach unfassbar bequem und alle schlafen gut darin;)

Nicht so gut:

  • Kein Wind- und Regenschutz zum kochen. Wir hatten es mal mit Tarp probiert, aber gefroren haben wir trotzdem. Fürs Dachzelt werde ich jetzt doch mal das Vorzelt anpassen. Darin wird es ja eigentlich richtig warm, bisher kann man es nur nicht sinnvoll abspannen und dann flattert es.
  • Das wars auch schon. Huch! Weniger Wind wäre toll gewesen, aber da kann man nix machen;)

Kommt noch nicht an den Korsikaurlaub dran, aber sehr schön wars!

Sankefestivalen

Sankefestivalen

Heute hatte ich mich als Freiwillige fürs Sankefestivalen (so etwas wie ein Ernte- bzw. Sammelfest mit lokalen Produkten) gemeldet, also machten wir uns auf den Weg durch den ewig langen Tunnel rüber nach Tau und dann nach Hjelmeland. Das Festival war eher klein und es durften auch nur 200 angemeldete Gäste kommen, aber nett war es trotzdem (gefühlt waren wir allerdings mehr Freiwillige als Gäste, also war eher nicht soooo viel zu tun). Es regnete in Strömen und ich dachte schon Heldenmann und Kind würden sich fürchterlich langweilen, aber ganz im Gegenteil! Das Heldenkind gewann nämlich mal so eben nebenbei den Kinder-Angelwettbewerb und holte einen 33 cm langen und sehr bunten orangeblauen Lippfisch aus dem Meer. Mit einem Stock mit Schnur dran, an der nur ein ganz einfacher matscheschneckenbestückter Haken hing. Der Heldenmann hatte es zwei Wochen lang mit deutlich komplizierteren Gerätschaften versucht (ok, zugegebenermaßen im See und nicht im Meer), wesentlich kleinere Fische unter deutlich mehr Aufwand gefangen, und war ganz baff, dass das so einfach geht;). Heldenkind war stolz wie Bolle und kommt nun sogar in die Zeitung. Voll toll! Lecker Essen gabs auch und wir haben nach mehrjährigem Suchen nochmal ein richtig dickes Schaffell gefunden. Gut, dass wir jetzt nicht mehr auf Märkte oder Larps gehen können… Aber wenn es eines Tages wieder geht sind wir vorbereitet!

Skrelifallan

Skrelifallan

Ganz überraschend wurde heute zu einem echten Highlight unseres Urlaubs. Nach einer Helden-Gruschelkind-bedingt ziemlich unruhigen Nacht, die es auch komplett durchregnete kam morgens tatsächlich die Sonne raus. Nach dem Frühstück machten wir uns also nochmal auf zum See, wo wir gestern bei Nebelregen schonmal gewesen waren und es war so! schön!

Durch den Regen in der Nacht liefen überall kleine Bäche über den gletscherglatt geschliffenen Fels und nach 5 Minuten plantschten wir alle barfuß in den Bächen rum. Das Heldenkind war so glücklich, dass es gar nicht mehr mit singen aufhörte und am See konnten wir dann noch ganz lange in einem flachen Wasserfall baden und spielen. Erwähnte ich schon wie schön es war?

Nach sehr langer Zeit rafften wir uns dann auf, balancierten auf Steinen über Flüsse und matschten dann barfuß weiter zum Ziel der Tour, einem Wasserfall, der bis runter zum Fjord ging.

Da es deutlich Nachmittag war und für Abend/Nacht wieder reichlich Wolken angesagt waren, liessen wir es dann dabei beruhen, aßen noch ein Eis in Flekkefjord und machten uns auf den Weg nach Hause. Morgen soll es eher bedeckt sein, da räumen wir auf und Samstag hab ich mich zum helfen für eine Veranstaltung vom DNT gemeldet. Da kommt der Rest mit und Sonntag unternehmen wir dann nochmal was.

Bis auf den Regen am Anfang ein toller Urlaub:)

Skrelia

Skrelia

Leider regnete es nicht nur programmgemäß bis Mittag, sondern auch gleich noch den restlichen Tag. Somit statteten wir zwar pflichtgemäß noch Lillesand (am Meer – man erinnere sich: eigentlich war ja der Plan für diesen Urlaub sich mal die Schärenküste anzuschauen) einen Besuch ab, allerdings nur um dort ganz smittevern-konform als einzige Besucher eines Restaurants (das nenne ich mal ausreichend Abstand!) einen Burger zu essen. Den restlichen Regentag nutzten wir dann lieber dafür schonmal ein bisschen Strecke Richtung Heimat zurückzulegen. Da sollte nämlich heute Nacht weniger Wind und morgen mehr Sonne sein.

Der Heldenmann fand dann in seiner App noch einen super einsamen (!!111) Platz zum frei stehen. Wir fuhren also kilometerweit über Schotterstraßen um dann am Ende auf dem Platz alle anderen Leute mit derselben App zu treffen 😀 So viel zu einsam… Aber hier ist ein tolles Wandergebiet und wenn der Nebelregen mal kurz weniger wurde, konnte man sehen, dass man eigentlich eine klasse Aussicht haben könnte … Schauen wir mal wie es morgen aussieht!