21.2.2021

21.2.2021

Ob ich den Beitrag wieder mit „Und wieder eine Woche rum!“anfangen sollte? Es ist ja ein bisschen passend, denn gefühlt wartet man ja momentan schon einfach immer, dass die Zeit rum ist: bis endlich alle geimpft sind oder zumindest Sommer ist. Nun…da sind wir wieder ne Woche dichter dran (zumindest beim Sommer kann man sich da ja dankbarerweise noch halbwegs sicher sein…).

Vorletztes Wochenende (lang ist es her) war hier auch tatsächlich nochmal Action in Form eines Fjellskikurses angesagt. Das war allerdings so ein Reinfall, dass ich vor lauter schlechter Laune gar keine Lust hatte darüber zu schreiben. Und das kam so:

Da wir dieses Jahr Skiurlaub Nr. 2 aufgrund akuter Unlust des Heldenkindes und mäßiger Lust meinerseits (Zeit für Frühling!) zu Gunsten eines Alleine-Skiurlaubs für den Heldenmann aufgaben, dachte ich, es sei ja ganz nett auch nochmal zumindest nen Tag Ski zu fahren. Gesucht, gefunden: Fjellskikurs bei dem Mensch, wo ich im Sommer schon paddeln war. Da hab ich doch gleich eine Hüttentour für die ferne coronafreie Zukunft im Kopf. Da die Beschreibung etwas uneindeutig war schnell ne Mail geschrieben: Hallo, ich bin ziemlicher Anfänger und kann bisher nur ein ganz bisschen Langlauf und hauptsächlich geradeaus, ohne Berge – ist das der richtige Kurs für mich? Zurück kam eine Antwort mit vielen Großbuchstaben, in der mir euphorischst versichert wurde, dieser Kurs sei PERFEKT und wie für mich gemacht!!111 Ok, dachte ich mir, dann leihe ich mir mal fancy Ski mit Stahlkanten und gucke was passiert. Am Sonntag fuhr ich dann mit schöner Musik in den Sonnenaufgang im schneebedeckten Hunnedalen, was allein für sich betrachtet eigentlich ziemlich toll war. Beim Kurs dann aber 10 Leute, von denen 9 das schon recht gut konnten und nur noch ein paar Tricks lernen wollten. Hmm, dachte ich mir! Und hmm war es dann auch… Theorieteil war gut, dann musste ich mich erstmal mit der neuen Bindung arrangieren (hatte die Ski ja gerade abgeholt) und schon waren Lehrer samt Gruppe weit voraus. Gar nicht so einfach mit der Koordination im Tiefschnee… Kaum hatte ich aufgeschlossen, wurde dann kundgetan, dass wir zum Üben nun hier steil runter und dann zwei Buckel fahren würden. Ich hab kein Problem mit hinfallen, aber da bekamen sogar die anderen neun leichte Panik im Blick und ich bin bislang nur kleine Hügel in der Loipe runtergerutscht. So nahm das Schicksal seinen Lauf… 9/10 der Gruppe konnten zumindest schon bergauf gehen und aufstehen, womit sie mir Lichtjahre voraus waren. Wenn man das Aufstehen nämlich zum ersten Mal mit seinen unzähligen Skiern und Stöcken, die in allen möglichen und unmöglichen Winkeln 1 m im Schnee stecken versucht, ist das ohne Übung auch nicht so unbedingt trivial. Aufstehen und bergauf übte ich also notgedrungen fleißig – allerdings kam ich so nur zu zwei Hügeltestfahrten am entschärften Teil weiter unten, bevor als nächstes Ziel der in Wirklichkeit noch viel steiler als auf dem Bild seiende Pass da rechts ausgegeben wurde:

Ein Stück ging ich noch mit. Nach kurzer Zeit waren ich und die zweite etwas anfängerige Person allerdings weeeit zurück und der Lehrer so weit weg, dass er uns noch nicht mal mehr rufen hörte. Und dann wurde es richtig steil. Woraufhin ich beschloss, dass es mir egal sei wie PERFEKT!!111 dieser Kurs zu mir passe – denn da würde ich zwar in meinem Tempo sicher irgendwie hochkommen, aber ganz sicher nie kontrolliert und an einem Stück wieder runter, besonders nicht komplett auf mich allein gestellt und mit der reichlichen Praxis von zwei Hügelabfahren. Die andere war ganz erleichtert, dass sie nicht die Einzige mit Panik war und nachdem unsere gebrüllte Erklärung dass wir umkehren mit einem einfachen Winken (Tschüss dann!) quittiert wurde, war das auch die richtige Entscheidung. Aber Boah, hab ich mich geärgert!! Ich gebe normalerweise nicht so schnell auf, und hätte ich irgendwie das Gefühl gehabt, dass ich das im Griff hab, dann hätte ich das echt gern probiert….Grumpf!! Und seinen Anfänger, den man ja selbst eingeladen hat und bei dem man weiß, dass er nix kann komplett unbetreut zu lassen und sich ausschließlich auf die Fortgeschrittenen zu konzentrieren ist halt auch echt nicht ok.

Irgendwie kam ich also dann mit der anderen wieder lebend runter (aufregend genug) und übte dann noch 2 Stunden für mich alleine. Am Ende hab ich es fast geschafft den Hügel vom Anfang zu stehen und sogar Kurven zu fahren. Yeah. Trotzdem war ich so wütend, dass ich die gesamte Rückfahrt im Kopf ausufernde Beschwerdemails formulieren musste. Und ich selbige dann auch tatsächlich mal geschickt habe – und das will was heißen bei mir. Und das ich nun schon wieder so viel geschrieben hab, dass der Rest der Woche wann anders dokumentiert werden muss. Das waren auf jeden Fall verschenktes Geld + Zeit. Grumpf!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.