21.-23.11.2025 – Schneyderschule
Laaaplaap! Diesmal: Die drei Ommas Käthe, Jette und Franz im Land der Beutelschneyder und Taugenichtse. Die Franz hatte eine Lieferung Met nach Burg Rosenfels zu bringen, doch oh Schreck: Sie kommt nicht selbst zurück sondern nur ein Brief mit vielen Blutflecken, in dem steht, dass sie tief in der Klemme steckt und sie dringend Hilfe braucht und (AlarmAlarm!) der Brief ist mit Franziska unterschrieben! Käthe und Jette sind höchst alarmiert und machen sich sofort auf den beschwerlichen Weg durch den Winterwald in die drei Tage entfernte Burg um Franz zu retten.
*heroische Musik erklingt*
Random Szenen:
- U und ich sollen im Rahmen der IT Anreise auf die Schneyderschüler treffen. Damit wir die ja nicht verpassen gehen wir sehr früh los und müssen dann sicher ne Stunde bei Minusgraden im stockfinsteren Wald auf die Gruppe warten. In dieser Zeit eskalieren unsere Theorien weshalb Franz unsere Hilfe braucht in atemberaubende Höhen. Von anfänglichem „Nasenbluten weil sie sich geprügelt hat und leider hatte sie nur ein Blatt Papier“ landen wir irgendwann bei „Schmachtet im Kerker und wurde gezwungen uns einen Brief zu schreiben um uns in die Falle zu locken“ und verbleiben dort. Also schmieden wir Pläne über falsche Namen und Plan A, B und C um in die Burg zu kommen. Am Ende kommen die Schüler und nachdem wir schön unsere falschen Geschichten verbreitet haben, sagt einer : Hey, seid ihr nicht Käthe und Jette? Franz wartet in der Burg auf euch! und das ganze Kartenhaus stürzt in sich zusammen.
- Franz eröffnet uns dann, dass sie auf dem Weg zur Burg von Wegelagerern überfallen wurde und ihr der Met abgenommen wurde. Leider war der aber schon bezahlt und das Geld in ein neues Dach investiert, weswegen wir jetzt Schulden bei der Schule hatten und die abarbeiten mussten. Aber irgendwas stimmt nicht: Warum hat Kalarus auch ein blaues Auge – haben die beiden sich geprügelt? Hat Franz den Met einfach selbst ausgesoffen? Gehörten die Diebe zur Schule und es war nur ein Trick um an Personal zu kommen und der Met steht jetzt sicher im Keller? Jette und Käthe waren wild entschlossen das zu ergründen!
- Am ersten Abend passierte sonst nicht mehr viel, außer seltsamen Schneyderritualen mit Hockern und Scheren und den ersten Unterrichtsstunden. Leider war der Koch krank und somit die Essensversorgung etwas holperig und alles verschob sich, deshalb mussten wir schon vor dem Unterricht für Singen und Zechen ins Bett gehen.
- Am Morgen klärten wir dann erstmal wie tief wir in der Kreide standen und begannen dann fleißig mit dem abarbeiten. Nach 2 h spülen in der OT Küche (was nicht zum.Job gehörte, sondern dem fehlenden Koch geschuldet war), beschlossen wir als erste Amtshandlung, ab der nächsten Mahlzeit einfach Abwaschwasser rauszustellen und jeder wäscht selbst ab (die letzte Ladung Abwaschwasser fror dann in der Nacht von Sa auf So komplett durch – mit den Spülschwämmen drin, das sah sehr lustig aus:D)
- Als erstes war das Turmzimmer des Burgherren dran mit Putzen (witzigerweise war der Burgherr Jäger – wo auch immer der ne Burg herhat). Nach einer Nahtoderfahrung, weil uns erst in letzter Sekunde gesagt wurde, dass wir fallenbedingt auf keinen Fall die Kisten bewegen dürfen, war uns dann nochmal so richtig klar wo wir hier gelandet waren… Im Turmzimmer war auch die Schreibstube und Jette hatte sich in den Kopf gesetzt dort nach Hinweisen auf den Verbleib unseres Mets zu suchen. Sonst waren alle beim Tanzen, also hatten wir komplett Ruhe. Während also Käthe und Franz fein säuberlich die Betten machen und staubwischen und fegen und in einer riesigen Staubwolke die Teppiche ausklopfen, „sortiert“ Jette die Schriftstücke nach Größe und liest dabei so einiges, z.B. über Verstecke des Kerkerschlüssels und die geheimen Codeworte. Nur nichts über den Met… Wir finden außerdem ein sehr teuer aussehendes Ei mit Goldschmuck und das Kuschelbärchen des Burgherren, falten alle Klamotten ganz ordentlich und haben sehr viel Spaß beim Gedanken daran, wie die Bewohner auf ihr umdekoriertes Zimmer reagieren werden
- Als nächstes fegen wir den Kerker (= den halboffenen Keller voller Blätter und Sand) und wirbeln so richtig viel Staub auf 😀 Ratte ist beeindruckt. Danach müssen wir uns dann erstmal erholen und die Tatsache ausnutzen, das 2°+ und Sonne ist, also machen wir ein Feuer und handwerken ein bisschen. Wir verkaufen ein paar Bonbons und Zündelbündel, aber Jettes größter Erfolg ist es, die Schmuddelbildchen vom Scherenjokke in flüssiges Wachs zu tauchen, statt sie mühsam per Hand zu wachsen. Der gute Mann ist komplett peplex und es scheint durch, dass er OT schon viele, viiiiiele Stunden mit Bügeleisen und Wachsnuggets beim wachsen seiner Bildchen verbracht hat… Also schon mal eine Person sehr glücklich gemacht.
- Irgendwann Nachmittags, als alle Leute im Unterricht sind, schlagen uns die gelangweilten Torwachen vor doch gemeinsam nen Coup zu machen (nachdem uns Bertram vorher schon sehr doll über unsere Familiengeschichten ausgequetscht hat). Denn seine Mutter ist gestorben als er 6 war und dann musste er dem grimmigen Vater in der Gerberei helfen. Und dann wurde er ja mit 12 an die Räuber verkauft und musste da dann mitmachen, obwohl er das gar nicht wollte, der arme Wicht! Und nun wollte er eine ehrbare Frau heiraten und sesshaft werden. Jettes und Käthes Herz schmolz dahin, bei so einer traurigen Geschichte und ihnen fiel ein goldenes Ei im Turmzimner wieder ein, das wirklich wertvoll aussah. Und wenn man die Diebe beklaut, tut man ja genaugenommen sogar was gutes! Also rein, Ei geholt, Ei versteckt – tjaa…und was nun? Die nächste Stunde schmiedeten wir Pläne, wie wir das Ding denn nun aus der Burg schmuggeln könnten und wo wir das dann loswerden und uiuiui…gar nicht so einfach und jeden Fall sehr nervenaufreibend, dieses Diebesdasein…
- Also erstmal was tun was wir können: Aufräumen und Putzen! Die Verwalterin Iskra hatte uns noch aufgetragen das Archiv aufzuräumen. Da war nur leider gerade Unterricht, also nahmen wir uns einfach den Raum dahinter vor, der offenbar irgendein Labor war. Nachdem wir dann fein säuberlich alle Fläschchen und Zutaten nach Farbe und Größe sortiert hatten, kam einer der Schüler rein, sah was wir machten und wurde ganz blass: Ob uns denn niemand gesagt hätte, dass man auf keinen Fall irgendwas in Poldis Labor anfassen darf, weil Lebensgefahr besteht??? Öh, nee… hatte keiner 😀 Offenbar kein Sicherheitsbeauftragter auf dieser Burg!!111 Auf keinen Fall ins Gesicht fassen und direkt zu Poldi, vielleicht kann die uns noch retten!
- Wir könnten uns auch selbst retten indem wir uns auf keinen Fall ins Gesicht fassen…zu spät, Franz leckt sich sogar mit Absicht die Finger ab, denn schließlich heißt der Trank Wagemut und hier gibt es Männer zu jagen… Käthe und Jette lassen das und werden nur ein ganz bisschen wagemutig…Gut, dass wir an den Tisch des Burgherren eingeladen sind und uns dort in der Folge voll zum Honk machen. Aber es tut keinerlei Knochen mehr weh, das Zeug wollen wir haben. So schnell es geht, machen Käthe und Jette sich auf den Weg nochmal das komplette Labor nach dem Rezept zu durchsuchen. Leider ist das einzige was passiert, dass Jette doch nochmal in so ne Truhenfalle packt. Dumm gelaufen!
- Soooo, wo können wir als nächstes
aufräumenhemmungslos spionieren? Achja, das Archiv! Selbiges ist großartig, denn es besteht aus Garnrollen und Stoffballen mit Geheimfächern. Leider sind schon alle Zettel rausgerupft, also sortieren wir Garn und Stoff nach Farbe und Größe und alle Zettel nach Thema und lesen allerlei Briefe von ChatGPT an den Dekan, während sich daneben die Schneyderschüler im Messerkampf üben. Leider kein Rezept für das blaue Zeug!
Das war lustig, obwohl wir diesmal alle drei etwas Probleme hatten in unsere Rollen zu finden. Und sehr viele Zweifel hatten ob Haarwachs und Falten schminken eigentlich alt oder nur albern aussah. Aber es war toll dekoriert, lustige Menschen da und insgesamt alles fein:)












