Reste-Tag. Von unserem Hotel aus wären es lustigerweise nur 3 km bis Limburg gewesen. Aber der Weg ist das Ziel und so fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt und wanderten dann von dort 7.5 km nicht an der Lahn entlang nach Limburg 🙂 Das Grafenschloss ist eine hübsche JH, sonst war nicht viel los auf der Etappe. Dafür war Limburg wirklich sehr süß, mit ganz vielen schiefen Fachwerkhäusern und schöner Aussicht vom Dom aufm Berg.
Außerdem war Kreuzfest (whatever) und wir konnten noch kostenlos das protzige Bischofshaus besichtigen. Hm. Am Ende schafften wir es dann endlich noch den Eisbecher zu essen, den zu essen ich den gesamten Sommer nicht geschafft hatte. Hah! Wieder was erledigt. Und dann fuhr die C in die eine Richtung und ich begab mich ins frankfürtliche Bahnchaos, wo alles und jeder verspätet war oder ausfiel, weil es irgendwo nen Notarzteinsatz gab. Mist… Also stopfte ich mich nicht in einen früheren überfüllten Zug sondern fuhr lieber mit dem wo ich nen Platz hatte. Und bin nun noch nicht mal in der Nähe von Berlin. Hurray!
Aber schön war es trotzdem sehr. Allein es graut mir vor dem arbeiten morgen…
Unsere Etappe heute hatte 16 km – dachte ich. Bis auf dass ich nicht eingerechnet hatte, dass das mit geringem Vorlauf noch requirierte Hotelzimmer am falschen Ortsende von Dietz im Gewerbegebiet lag, also waren es eher so 19,5. Mein Knie muckschte etwas rum und war schon wieder unterwegs Richtung dekorative Melonenform, deshalb musste ich die Wanderstöcke (man bemerke hier wohlwollend die Mehrzahl, denn zumindest über kurze Zeiträume bin sogar ich lernfähig) die ich mitgenommen hatte sogar mal benutzen. Und das war zwar sehr nervig, aber erfüllte seinen Zweck und das Knie war brav und behielt den Umfang bei. Die Etappe war sehr hübsch. Es ging (natürlich) wieder nicht an der Lahn lang sondern immer hoch auf die Lahnhöhen und wieder runter (warum auch sollte der Weg an der Lahn lang gehen – schließlich ist dies doch der Lahnwanderweg und nicht der Lahnhöhenweg??) aber dafür mit vielen schönen Aussichten. In Balduinstein besichtigten wir einen mittelalterlichrn Turm um den jemand einfach ein Haus drumrumgebaut hatte (und ein Café). Es gab schöne Schlösser am Wegesrand. Insgesamt war das alles recht fein.
Nur in Dietz liefen wir dann noch 2,5 km durch die nicht so schöne Stadt und beschlossen dann mangels Entschlusskraft einfach im Hotelrestaurant zu essen. Dort hatte irgendwer offenbar den Praktikanten beauftragt mittels KI mal die Informationen zum Hotel neu zu gestalten. Es gab Aushänge und Broschüren und zwar VIELE und BUNT und mit gänzlich sinnlosen und teilweise falschen Informationen, die dann im Restaurant auch noch auf mehreren Bildschirmen liefen. Aber falls mal jemand wissen will, wann dort Schnitzeltag ist oder wo der Getränkeautomat steht, wir wissen jetzt sowas von Bescheid!!11 Fear not!
Dies Jahr hatte ich eine tolle Idee. Sarah, dachte ich mir, warum nicht mal 4 Tage Larp, am nächsten Tag aufs Teamtreffen nach Mainz, die Woche da bleiben und dann direkt das WE wandern gehen? Was kann daran schon anstrengend sein? Nun…das Larp war sehr großartig und der Schlaf entsprechend wenig. In meine Packzeit Montag morgen hatte ich mir noch ein gibt-keinen-anderen-Termin Vorstellungsgespräch packen lassen. Beim Team treffen waren sehr viele (selbstverständlich sehr nette) nur halb bekannte Menschen und somit viel Smalltalkbedarf. „In Mainz hab ich voll viel Zeit zum entspannen“ erübrigte sich durch die Anreisezeit zum Büro und die Tatsache, dass ich für Freitag noch vorarbeiten musste. Und eine Shoppingverpflichtung hatte. Freitag war ich also eeeher mäßig erholt, aber zum erholen ist ja das wandern da und außerdem war meine liebste C dabei, deshalb würde eh alles supi werden:) Und das war es dann auch, auch wenn ich Stand heute (Sonntag Abend, ETA Potsdam 23:00) eeetwas fertig bin:D
Gepäck also in Limburg im Schließfach geparkt und dann ab nach Obernhof. Von dort sollte es heute 9 km nach Laurenburg gehen. Länge war auch so ganz gut, denn schließlich war es schon 15 Uhr als wir losliefen. Es ging dann gleich sehr steigungsfroh los, hoch auf die Lahnhöhen und dann den Kletterweg zum Goethepunkt (umtriebiger Mensch dieser Goethe, egal wo man hinkommt, er war da auch mal wandern…).
Und dann im kniefreundlichen Schneckentempo wieder bergab. Unser Hotel war eher vom Typ Basic aber mit einem sehr netten Besitzer. Der das offenbar selbst renoviert hatte, ausgehend von den Bleistiftstrichen an der Wand und den Lücken im Venyl in unserem Nostalgiezimmer. Aber die Dusche war heiß, die Betten bequem und essen gabs auch (wenn es auch etwas mehr hätte sein dürfen. Und dazu noch direkt an der Lahn mit wunderschön bunt beleuchteter Promenade. Und viel Zeit zum quatschen. Das war fein:)
Wolfslarp oder so. Anfang des Jahres beschlossen wir mal zu versuchen mit allen die irgendwas mit Jäger und Alma zu tun hatten einen gemeinsamen Larptermin zu finden, um mal ein paar drängende Fragen zu klären. Es war recht kompliziert und am Ende blieben nur noch recht wenig Leute übrig und am einzigen Termin fanden wir unpassenderweise ein Schlachtencon, denn es sollte im Idealfall nach Talosia gehen um Lorrinde zu treffen und über Jägers Vergangenheit zu befragen. Im Vorhinein hatte ich ein bisschen Angst da nur Statist zu sein und mich zu langweilen, gerade weil ich ja auch nicht gerne kämpfe. Aber es war keine Sekunde langweilig:)
Alma schrieb Ri einen Brief. Sie wollten Lorrinde treffen und sich in Neuhafen in Terratia im „Drei Fässer“ treffen. Doch als Ri dort eintraf, fand sie statt Jäger und Alma nur eine weitere Nachricht. Jäger war sich absolut sicher, dass Lorrinde auf Hammerschlag zu finden sei, denn dort sei ja gerade so viel los. Und Ri sei ja sicher schon vorausgefahren, deshalb fahren sie da jetzt auch hin. Äh…nee. Alleine in Kriegsgebiete reisen ist doch bei Krams und so alleinig Birgas Aufgabe! Also nichts wie hinterher.
Hammerschlag ist eine Inselgruppe östlich von Terratia (Hauptkontinent von Talosien) und wird vom Chaosgott Ra’ath beherrscht. Er beherrscht auch die Schwarzkreuzler, die er irgendwie so unter seine Fuchtel gebracht hat, dass die denken, dass sie für das Gute kämpfen.
Der Barde in der Taverne meinte, in Hammerschlag sei Lorrinde eher nicht, denn sie sei in der Traumwelt am Herbsthof und könne nicht gefunden werden, sondern nur finden. Deshalb beschloss Ri ihr sicherheitshalber noch einen Brief zu schreiben, weil sie so genervt davon war, dass es wohl erstmal schon wieder keine Antworten geben würde, wenn die da gar nicht war. Nach ein paar missglückten Versuchen schreibt sie einfach alles auf, was ihr einfällt. Was solls, sie hat ja eh keine Ahnung wie der Brief jetzt an einen Ort kommen soll, den man nicht finden kann, deshalb ist es auch egal was drin steht. Doch am nächsten Morgen wacht sie auf, ihr Brief ist weg und sie hat in ihrer Hand einen Antwortbrief…ups
Nach drei Wochen Schifffahrt, die sie nur dank Birgas Anti-Übelkeits-Kräutern, die aber ganz müde machen übersteht, kommt Ri ein paar Tage nach den anderen auf Hammerschlag an. Die Orga hatte eine eigentlich voll schöne Idee, denn es sollte voll im Geschehen losgehen. Es wurde gerade ein Außenposten eingenommen und jeder Spieler zog drei Kugeln um festzustellen, wie schwer er dabei verletzt worden war. Ri zog drei schwarze Kugeln..Upsi! Also dachten wir uns aus, dass der Nachschubtrupp mit dem sie zu den anderen stoßen wollte aufgerieben wurde und sie nur ganz knapp mit dem Leben davon kam, weil sie rechtzeitig in den Wald flüchtete. Und Jäger das natürlich durch den Ring mitbekam und sofort losstürmte sie zu suchen. Alma hatte Schminke dabei und bevor es losging bastelten wir noch eine super dekorative Kopfwunde. Und dann war ich voll aufgeregt, den ich spiele ja nicht oft verwundet. Nur ging es dann leider nicht los. Erst gab es die längste SL-Ansprache meine Larpkarriere. Teilweise begründet, weil es 15 Millionen OT-Dinge gab auf die man achten musste. Verschiedene Schärpenfarben, von NSC herumgetragene Abstandshaltekreise, OT-Schilder, Klammern in verschiedenen Farben, Kugelsystem um zu schauen ob Zauber wirken…. Bestraft wurden diejenigen, die sich vorher die Unterlagen durchgelesen hatten, denn die hörten vieles zum zweiten Mal…naja. Und dann aber zusätzlich noch 1000 Selbstverständlichkeiten in mannigfaltiger Wiederholung, obwohl nur erfahrene Spieler da war. Und dann war es vorbei und wir dachten es geht endlich los und…. nein. Erst in 45 min. Da war es dann schon fast 10 🙁 Also fingen die anderen schonmal an zu spielen und ich verzog mich am Ort wo es losgehen sollte ins Gebüsch. Und belauschte da die SL und die NSC beim aufbauen, denn es war stockfinster und niemand bemerkte mich, hihi. Aber der Ansatz mitten im Geschehen zu starten und dadurch schonmal Spannung aufzubauen war natürlich hin (außer für mich)
Endlich ging es los und obwohl ich nicht ganz da liegen konnte wo wir es abgesprochen hatten, fand Jäger Ri im neumondfinsteren Wald auf Anhieb. Eindeutig der Ring! Dann dramatische Rettungsaktion während nebenan irgendwelche Dämonen irgendwelche Dinge taten und es war dann auch alles gar nicht so schlimm darzustellen und machte eigentlich sogar Spaß. War aber auch was anderes, weil ich alle kannte. Später dann viele Gespräche im Lager, wir finden erstmal raus wer wir alle sind und was wir mit Jäger zu tun haben. Ravuk und Kjartan vom Wolfsrudel kenne ich schon. Außerdem sind noch Nuran, der Hofmagier aus Yddland dabei und Johann, welchiger Fernknecht (also Bogenschütze) beim Herrn Elias ist. Die beiden kennen Jäger aus der Schneyderschule. Die anderen sind alle schon 3 Wochen zusammen Schiff gefahren. Ri geht also voll davon aus, dass Alma schon allen erzählt hat, warum sie Fragen hat. Aber upsi, hat sie gar nicht und Ravuk und Kjartan wissen noch nicht, dass sie ein Wolf ist. Na, wenn Ri so energisch ins Fettnäpfchen hopst, so muss zumindest keiner mehr um den heißen Brei herumdruksen und wir tauschen fleißig alles aus was wir wissen, während Jäger schweigend daneben sitzt – so wie es sein muss.
Viele Kämpfe. Später nachts kam noch ein Puppenspieler, jemand, der den Körper anderer Leute beherrschen kann, dargestellt durch eine rot beleuchtete Maske, die durchs Dunkel schwebte. Voll gut gemacht. Schnell mit Alma beim hinteren Ausweg versteckt.
Lange quatschen im Zelt. Schlaf wird voll überbewertet. Früh aufgewacht (die anderen, ich hätte weitergeschlafen) und mehr quatschen im Zelt. Irgendwann kam denn der Rest und scheuchte uns raus, weil Frühstück;)
Am Freitag kristallisierten sich heraus, dass wir das Haus mit dem Alchemielabor beschützen müssen und das Zelt mit dem Fernschreiber. Es werden verschiedene Lieferungen mit Materialien erwartet, die dazu dienen den Layun (den Oberheini von den Schwarzkreuzlern, der Ra’ath dient) zu besiegen. Außerdem gibt es unfassbar viele verschiedene Pflanzen im Wald, die man nur frisch verarbeiten kann und deshalb auf Auftrag pflücken muss. Wir werden auch beauftragt eine Karte zu malen. Also voll viel im Wald zu tun. Erstmal kommen wir da aber gar nicht hin, weil Angriffswelle um Angriffswelle heranbrandet und allerlei zu heilen ist. Ich versuche die ganzen unterschiedlichen Pflanzensorten zu katalogisieren. Erwähnte ich schon, dass es viele sind? Irgendwann finden sich aber auch noch sehr schöne Beschreibungen. Ich will unbedingt die wichtigsten für Birga abmalen, aber finde die ganze restliche Con keine Zeit dazu…schade!
Dann schnappen uns die Schwarzkreuzler eine der wichtigen Lieferungen weg. Ri, Jäger, Alma und Johann machen sich auf den Weg die Spuren zu verfolgen und das Lager ausfindig zu machen. Jetzt kommen sehr seltsame OT-Telling Dinge, die man total einfach anders hätte lösen können. Denn das Lager soll halt weit weg sein. Wir rennen also Jäger im Suchmodus hinterher, landen irgendwann auf der Spieler Zeltwiese und raffen gar nicht, dass die Schwarzkreuzler, die da stehen IT sind, und das Spielerlager jetzt deren Lager darstellen soll. Also rennt Jäger volle Kanne einfach rein. Sneaky sind wir! Vollbremsung für den Rest, nur Johann wird von zwei Pfeilen schwer verwundet. Und Jäger gefangen genommen. Da wir nun gänzlich in der Unterzahl sind, schleift Ri den verwundeten Johann weg während Alma natürlich in Jägers Nähe bleiben muss. Irgendwann kann Ri Johann nicht mehr tragen, verbindet notdürftig seine Wunden und rennt dann lieber los um Hilfe zu holen. Bringt erst einen Heiler hin und versucht dann einen Rettungstruppe auf die Beine zu stellen (ui, da muss ich sehr über meinen Schatten springen um die ganzen Gruppen aufzuscheuchen). Und dann steht der Rettungstrupp, wir wollen gerade los und plötzlich kommen Jäger und Alma aus dem Wald…erst dachte ich es wäre voll doof, aber tatsächlich wurde Jäger vom Puppenspieler übernommen und von den Schwarzkreuzlern gegen seine eigenen Leute geschickt. Die einzige, die nicht angegriffen wurde war Alma, aber sie schaffe es trotzdem nicht Jäger aufzuhalten. Erst im Lager konnte er niedergerungen werden und Eina (das Krähenwesen), konnte die Fäden des Puppenspielers durchpicken. Es war alles sehr dramatisch.
Irgendwann später wurde dann auch noch Alma verwundet. Kann Alma gruselig knurren: Check! Irgendwer lag immer. So wurde das nix mit unserer Karte. Aber Blumen suchen mit Nox war ich. Und Ravuk fand den grünen Pilz, den alle verzweifelt suchten – wie üblich sind solche Dinge direkt im Lager, damit sie auf jeden Fall gefunden werden….so langsam hab ich das System durchschaut! Die grüne Ranke, die wir locker ne Stunde gesucht hatten rankte am Ende auch an einem Zelt hoch (wo ich natürlich nicht geschaut hatte).
Außerdem hatte ich Zeit für viele schöne Gespräche mit Alma. Die hatte offenbar beschlossen jetzt mal alle Fakten auszupacken und somit weiß Ri jetzt Bescheid über Almas „Geschwister“ und was die da so treiben um sich im eisigen Gebirge über Wasser zu halten. Da es ausreichend Robin Hood mäßig ist, kann sie da schon auch irgendwie mit sympathisieren.
Am Abend wollen wir Lorrinde rufen. Jäger hat ein Band mit ihr, das aber sehr geschwächt ist. Um es zu stärken machen wir ein Mini-Ritual, wo jeder der Freunde die dabei sind einen Aspekt darstellt. Alma ist der Schatten, Nuran der Weg, Kjartan das Wasser, Ravuk das Blut, Nuran der Weg, Lynn die Natur, Johann das Licht und Ri die Liebe (na Hurra). Im stockfinstern schleichen wir uns in den Wald, damit die Schwarzkreuzler uns nicht bemerken. Esra und Aina bewachen uns. Was wir nicht wussten, war das L. das voll großartig vorbereitet hatte. Mit einem präparierten Baumstumpf mit Nebeleffekten und unterschiedlich leuchtenden Kugeln für jeden Aspekt. Was wir aber auch nicht wussten, war dass jeder von uns etwas sagen sollte, was er mit Jäger und diesem Aspekt verbindet. Und während ich mir das spontan ausdenken musste, musste ich nebenbei noch Laute spielen. Da war ich kurz sehr gestresst. Aber dann wurden sehr schöne Dinge gesagt und es war überaus magische Stimmung, wo erst Jäger sang und dann Lorrinde, und mit dem Nebel und Licht war alles sehr Gänsehaut. Und dann Lorrinde so: „Eigentlich dürfen Götter nicht nach Hammerschlag kommen, aber wegen der alten Zeiten mache ich eine Ausnahme“ oder so. Wem genau hab ich da nen Brief geschrieben??? Wie mächtig ist die bitte? So wahnsinnig viel Neues finden wir letztendlich gar nicht raus, aber unter anderem, dass Lorrinde die Gilde mal auslöschen wollte und es dann lieber gelassen hat, um das Gleichgewicht nicht zu stören. Dass Jäger eigentlich wirklich versucht hat, sich vor der Gilde zu verstecken, aber sie ihn jetzt wieder gefunden haben. Dass der Weg zur Lösung des Rätsels wohl darüber geht, dass Alma die Verbindung akzeptieren und vertiefen muss, auch wenn es offenbar sehr unangenehm für Jäger ist, wenn das passiert. Leider weiß aber Lorrinde auch nicht genau was es mit Schatten und Gestalt auf sich hat. Das wir nicht wissen, ob erst der Wolf war, oder erst die Gilde und der Wolf danach kam. Aber, dass Jäger das erste Kind war, dass dort „aufgenommen“ wurde und das die Gilde wirklich verabscheuungswürdig ist. Kein Wunder das Jäger nen Schaden hat. Dass es Jäger und Sammler dort gibt. Das Jägers Tochter jetzt bei Königin Hanna wohnt. Durch die Stärkung des Bandes mit Lorrinde, hat sie Jäger jetzt wieder doller an der Leine (ob das was gutes ist?). Außerdem kann Jäger offenbar Magie, denn den Ring den Ri hat, hat er selbst gemacht und das Ritual war auch nicht ohne. Alma hat vorher schon festgestellt, dass sie keine Siegel etc gegen den Wolf möchte, sondern so damit klarkommen will. Jäger hat uns außerdem verschwiegen, dass ihn das alles sehr viel Kraft kostet, Lorrinde weist uns irgendwann freundlich drauf hin. Er schließt die Verbindung auch noch wieder, aber danach ist er erstmal fast hinüber. Das kannerja gut, der Jäger. Viel Drama welches damit endet, dass wir Jäger aus dem Wald schleifen.
Wir diskutieren noch herum und beschließen dann, dass der nächste Schritt sein muss, etwas über die Gilde rauszufinden. Und das geht am besten über den Kontaktmann den die auf der Schneyderschule haben. Also lernt Ri jetzt auch alles über die Schneyderschule. Aber Nuran und Johann und Alma sind alle so nett und vertrauenswürdig und Sachen über Fallen lernen und tanzen und schleichen und Verkleiden und Frühsport und so… Auf jeden Fall sind das alles keine stumpfen Schlägertypen und es geht hauptsächlich ums Gewinnen von Informationen. Vielleicht. Also auf jeden Fall muss sie da jetzt hin und mit Alma die Burg auf den Kopf stellen.
Es kommt mit Donnergrollen und gruseliger Stimmung noch ein schick beleuchteter Djinn, der so Fragmente von sich wirft, die jeden der sie aufhebt dazu zwingen die Gefühle, die darin stecken, zu durchleben – natürlich alles ekelhaftes Zeug, wie Wut, Neid, Trauer und co. Wir flüchten lieber ins Dunkel.
Der Samstag beginnt etwas langsamer als der Freitag. Morgens kommt nochmal der Djinn. Wir haben rausgefunden, dass wir die Fragmente mit Absicht aufsammeln und die Gefühle durchleben müssen und dann auf den Dämon zurückwerfen. Dann löst er sich in einer großen Explosion auf.
Danach dümpelt alles so vor sich hin. Irgendwann verziehen wir uns vor den vielen Angreifern in den Wald und picknicken da. Alma hat ein Lied für Jäger geschrieben und übt das heimlich mit Ri. Es kommen Chaosschmetterlinge, die einen beißen und dann tut man seltsame Dinge, also müssen wir Schmetterlingsklatschen.
Wir brauchen noch Astralvampire für das Ritual. Das sind so eine Art Quallen mit Tentakeln, die einen angreifen, wenn man ein Tor in den Astralraum öffnet. Und zwar umso doller, je magischer man ist, deshalb dürfen nur unmagische Leute da rein um die zu fangen (zu denen kommen dann nicht so viele, aber dafür saugen die einem dann die Lebenskraft aus und es tut weh! Ri findet es voll gruselig!) Gestern hat Esra die Viecher gesammelt und dafür extra einen coolen Kescher gebaut. Aber Esra ist heute vollkommen am Ende, genau so wie der Magier der das Tor gestern geöffnet hat. Also macht das mit dem Tor öffnen jetzt Nuran. Alma findet das Ganze klingt voll lustig und sie hat Lust auf Jagen, deshalb will sie rein. Jäger betont, dass das ne richtig blöde Idee ist. Aber wenn Alma geht, dann geht er mit. Was dann ne richtigrichtig blöde Idee ist, aber das sieht er nicht ein. Also geht am Ende Ri, damit die beiden draußen bleiben und Johann kommt mit. Wir haben einen magischen Kescher, einen magischen Mantel und einen magischen Schild, Ri nimmt den Schild zum abwehren. Nuran zaubert, zieht Kugeln und upsi! Er macht keine Tür sondern ein riesiges Scheunentor in den Astralraum. Wir gehen trotzdem zu dritt rein und fangen 4 von den Viechern (aua!), aber als wir rausgehen, läuft dann alles schief. Nuran macht irgendwie seltsame Dinge und unterhält sich lieber mit den Blumen, statt das Tor zu schließen und die Quallenviecher kommen massenweise mit raus. Und stürzen sich (natürlich) alle auf Jäger, der offenbar der schönste magische Leuchtturm von allen ist. Wir hauen alle Tentakelquallen in Stücke, aber verlieren dabei auch zwei von denen die wir erbeutet haben. Es ist alles sehr dramatisch und endet selbstverständlich damit, dass wir Jäger aus dem Wald schleifen.
Alma ist Magie-Absaugesüchtig. Überhaupt hat Alma eine bedrohliche Neigung zu Suchtproblemen.
Alma muss das erste mal jemanden töten. Es geht ihr gar nicht gut.
Am Ende großes Endritual. Es muss irgendwas auf der Wiese getan werden und dann sofort eine Nachricht mit dem Fernschreiber übermittelt werden, damit irgendwo anders auch Dinge passieren. Wir bilden also eine Meldekette, klamüsern alles genau aus – auch wie wir noch die Lagerwiese im Blick behalten können, falls die sich von hinten anschleichen um den Fernschreiber zu klauen. Und es klappt so gut! Ha! Ich weiß nicht was wir genau erreichen wollten, aber es läuft hervorragend.
Irgendwann später gibt es noch ein Schattenspiel. Ra’ath kommt jetzt wohl selbst. Aber irgendwie kommt dann erst ein Portal und der Layun. Dem Esra die Kehle rausreißt, was wohl schon immer sein Ziel war. Irgendwie haben wir gewonnen, aber irgendwie auch nicht, denn irgendwo gehen irgendwelche Portale auf und alles ist doch wieder schlimm. Den Hauptplot hab ich mal wieder nicht verstanden, aber egal, es reicht wenn andere das tun.
Abends noch Musik unterm Tarp und es ist voll schön. Zweistimmig singen mit Ist-eigentlich-nicht-da-weil-OT-SL-Lorrinde. Am Ende singen wir Jäger noch das Lied vor, das Alma geschrieben hat und auch das ist sehr schön. Lange quatschen im Zelt. Kein Mensch braucht Schlaf.
Es war super schön mit den Leuten. Das Ziel Alma, Jäger und Ri wieder ordentlich zusammenzuschweißen haben wir super erreicht. Dolle Rudelgefühle. Bin immer noch ganz glücklich.
80 g Haferflocken mit 20 g Haselnuss und 20 g Mandeln war gut, aber irgendwie bekomme ich davon schnell wieder Hunger. Es darf nur so viel Wasser rein, dass es gerade bedeckt ist, sonst ist es ekelig! Ein EL Zuckerzimt pro Portion oder ein ganz bisschen mehr maximal.
120 g Couscous mit Gedöns (also Sonnenblumenkerne & getrocknete Tomaten oder auch getrocknetes Suppengemüse) ist eine gute Menge. Das getrocknete Suppengemüse ist nach eine halben Stunde kaltem Einweichen noch sehr bissfest, aber das stört gar nicht. Vielleicht wenn es speziell dafür gedacht ist den Knollensellerie weg lassen. Coldsoaking über 3 Nächte geht problemlos, da vermisse ich nichts. Und abwaschen durch schütteln der Dose rockt!
Vollkornknäcke mit Käse und Kürbiskernen 100 g pro Tag ist ne gute Basis und Salami ist auch toll
Von den zusätzlichen Sachen hatte ich zu wenig mit. Ich hatte lose geplant in Tunhovd nochmal einkaufen zu gehen und hab es dann nicht gemacht, weil der Laden zu weit oben am Berg war. Deshalb musste ich am Ende etwas rationieren – das geht zwar, aber ist nicht so schön. Mehr Nüsse und so (ich hatte 200g mit) und keinen Erbsen/Bohnen Mix (hatte 75g mit) – der ist zwar lecker und macht satt, aber man ist danach nicht mehr gesellschaftsfähig 😀 Ich hätte gut 2 Flapjacks pro Tag essen können, aber lieber wieder selbst machen. Und halt doch Kekse oder so.
Ausrüstung:
Filter: Ich hatte erstmalig den Sawyer Sqeeze mit. Als Setup hatte ich 3 x 0,75l PET Flachen mit, davon eine für dreckiges Wasser und zwei für sauberes. Die beiden sauberen Flaschen hatte ich dann immer mit max. 0,5l gefüllt und in beide Seitentaschen gepackt, damit die Last gleichmäßig verteilt ist. Und die dreckige Flasche leer mitgenommen. Abends hab ich dann zwei Flaschen gefiltert und die andere noch zum nachfiltern vollgemacht. Das reichte dann für alles was man im Zelt so tut (Essen einweichen, Zähne putzen etc). Bei zwei Flaschen hätte ich morgens Wasser holen müssen, wäre auch gegangen, aber würde es wieder so machen, allein schon falls eine Flasche kaputt geht. Flaschen vorher beschriften ist super. Von den Flaschen die ich mithatte war die Gerolsteiner 0,75 l Flasche der beste Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Gewicht. Hella ist zu knitterig, Sachsenquelle fruit und water wog zwar 32 g statt 22, aber war dafür super stabil. Die geht also auch gut.
Tarptent Moment DW: Von der Größe, Gewicht, Apsiden, der Einfachheit aufzubauen usw. finde ich das Zelt super. Bei kälterem Wetter hat es aber doch ein paar Einschränkungen, z.b. Kondens: Das Zelt ist morgens innen klitschnass, auch wenn man die Öffnungen oben an den Türen auf hat. Die anderen Öffnungen sind an den kurzen Seiten. Wenn man die kurzen Seiten aber (so wie angeraten) in den Wind dreht, dann pfeift – wenn man die öffnet – eben auch der komplette Wind rein. Und da das Innenzelt an den kurzen Seiten auch Lüftungsöffnungen hat, die man nicht fest verschließen kann pfeift es dann auch quer durchs Innenzelt. Ich habe das mit Regenjacken etc. verstopft, aber ideal finde ich das nicht. Ich hätte damit nicht mehrere Nächte bei starkem Wind und Regen zelten wollen. Aber es war auch wirklich kaltes windiges Wetter
Klamotten: Diesmal hatte ich nichts mit, was ich nicht auch anhatte. Und nachts hatte ich bis auf die Fleecejacke (Kopfkissen) einfach alles an 😀 Yeah:
Fjellräven Karla Zip Off Hose: Liebe ich sehr. Beste Hose ever
Merino Longsleeve mit Craighopper Wanderbluse drüber: Sieht aus wie Waldschrat, hatte aber gutes Laufklima und ist mückendicht. Reichte mir bei 12° und viel Wind und ist etwas universeller einsetzbar und leichter als die Softshell.
Ersatzmerinoshirt hätte ich nicht zwingend gebraucht, aber ich war ja mit anderen Menschen in Hütten:D
Lange Merinohose
Fleecejacke
Daunenjacke
Buff, Mütze (liebe Sarah, du hast dir extra ein Stirnband gekauft, weil du keine Mützen magst. Nimm das doch mit…), Handschuhe
Wechselsocken
Ein paar Luxus-Kuschelsocken
1 x Wechselunterwäsche (trocknet bei viel Wind ja auch super schnell)
Telefon: Hält 3 Tage inklusive Position und Wetter checken und Blog schreiben. Die kleine Powerbank reicht für 2 mal laden.
Wanderstöcke: Entweder keinen oder beide. Einer ist sinnlos
Kartenhülle: Lieber zu Hause lassen und irgendwas kleines wasserdichtes mitnehmen in dem man die Karten in die Hosentasche tun kann
Waschlappen für Katzenwäsche und Outdoorhandtuch welches gleichzeitig den Hüftgurt polstert
Für manche Leute mag das gehen, aber Menstasse ist für mich unterwegs nichts. Insgesamt hat mein Menskram eher viel gewogen. Aber es war dafür unstressig, das war mir wichtiger.
Apropos Rucksack: Mit dem Eja Pro war ich bisher auch noch nicht so sicher, aber wenn er voll beladen ist, dann ist er super und für diese Wanderung wäre der 35+10 Deuter zu klein gewesen. War sehr zufrieden. Das einzig sinnlose sind die Kompressionsriemen, die die Seitentaschen zusammenquetschen. Wer kommt denn auf so dämliche Ideen? Und das die Seitentaschen an einer Seite offen sind, und man nichts reintun kann was rausfallen könnte. Also die Seitentaschen überzeugen insgesamt nicht 😀
Also eigentlich war das einzig überflüssige die Kartenhülle und der Wanderstock. Also 350 g, die ich hätte sparen können. Insgesamt war ich dann bei 12 kg inkl. Essen ohne Wasser. Das ging wirklich sehr gut.
Die Strecke an sich war perfekt. Abwechslungsreich aber so einfach zu gehen, dass ich nie Angst hatte irgendwo runterzufallen oder ähnliches. Looking at you Hardangervidda Nord!
Und abseits von der Ausrüstung? Es war sehr großartig und abenteuerlich, und es hat sehr viel Spaß gemacht alles vorzubereiten und aufgeregt zu sein und sich vorzufreuen. Insgesamt waren meine Etappen waren leider ein bisschen zu lang, so dass ich immer etwas in Eile war. Etwas mehr Zeit zum Blaubeersuchen und Pause machen wäre auch ok gewesen. Alleine Zelt finde ich besser als alleine Hütte. Zu zweit Hütte finde ich besser als alleine Zelt. Ich glaub ich bin aber wirklich dekadent und mag am allerliebsten Hotel zu Hotel und lecker Essen 😀 Aber das geht halt nicht in Norwegen und deswegen war der Urlaub bis auf die Etappenlängen perfekt wie er war.
Schon war der Heimreisetag gekommen. Nochmal schnell eine Runde an den Bach, Heidelbeeren auf Vorrat gegessen und um 13:20 begann dann die mehrstufige Heimreiseaktion. Erster Teil: von Eggedal nach Oslo. Dabei musste ich zwar zweimal mit wenigen Minuten Umsteigezeit umsteigen, aber das funktionierte komplett problemlos und um 16 Uhr war ich dann in Oslo.
Dort hatte ich jetzt noch bis 23 Uhr Zeit, weil dann erst der Flixbus fuhr. Also Gepäck eingeschlossen und Stadtrundgang gemacht. Mit ohne Gepäck und Steigung fand auch das Knie das ganz ok:) Oslo hat mir richtig gut gefallen. So eine lebenswerte Stadt. Allein schon der Mini Badestrand neben der Oper (mit Toilette;)), überall gemütliche Sitzmöglichkeiten, Spielplätze, noch mehr kostenlose saubere Toiletten. Da hatte ich dolledolle Norwegenheimweh. Der Weg ging dann am Wasser lang über die Akerhus Festung und Rathaus, Schloss, Storting, Dom usw. zurück zum Bahnhof. Viel Zeit in Ruhe Schilder zu lesen (das Heldenkind hasst es wenn ich Schilder lese :D), endlich mal den Schlossplatz in echt gesehen (wie auch immer da 100 000 Leute hinpassen), noch eine Pizza gegessen (und dabei von Ratten (!) und Möwen belagert worden – das war eher unentspannt) und dann hatte ich keine Lust mehr auf rumlaufen und es war erst 20:30. Also erst an den Strand gesetzt, gelesen und das lustige Treiben beobachtet (z.B. das Partyboot, wo man offenbar einsteigt um dann 3 h maximal viel zu trinken und zu tanzen) und dann festgestellt, dass das große Gebäude vor dem Bahnhof die Bibliothek ist. Und die war so schön!! Die in Stavanger hab ich ja auch schon total geliebt und dies hier war auch so ein Ort, wo ich einfach jeden Tag sein könnte. Da hatte ich dann richtigrichtigrichtig dolle Norwegen-Heimweh. Und am hell beleuchteten, gemütlichen Busbahnhof auch. Also sehr wegmütig in den Flixbus gestiegen und mich gefreut, dass es ab nächstes Jahr einen durchgehenden Nachtzug nach Oslo geben soll und ich dann vielleicht einfach öfter kommen kann.
Ganz viele verschiedene Schaukeln:)
Die Fahrt war dann eigentlich ganz entspannt und der Bus wie angekündigt mit USB, WLAN, Toilette, Klimatisierung usw ausgestattet. Und es gab Fußstützen. Als kleiner Mensch eine wichtige Sache:D Das einzige was nervte war so ein unfassbar kontakfreudiges Mädel, das wirklich jeden einzelnen Mensch im Bus anquatschte, sehr laut immer exakt die gleichen Fragen stellte und dabei keinerlei Rücksicht darauf nahm, dass es z.B. mitten in der Nacht war und wirklich niemand mit ihr reden wollte (welche Sprachen? Und egal was die Antwort war immer nochmal alle aufgezählt und einzeln abgefragt. Kannst du die Sprache? Die? Die? Die? Ufff! Nach 21 Stunden war ich wirklich aggro..). Natürlich hatten wir Verspätung und verpassten die Fähre in Gedser um 5 min, so dass wir dann 2,5 Stunden auf die nächste warten mussten. Aber da der Reisebus klimatisiert war und es in Deutschland 36° hatte, war es gar nicht sooo schlimm einfach noch den restlichen Tag im Bus zu verbringen;) Um 20:30 war ich dann wieder zu Hause bei meinem Heldenkind. Den vermisse ich nach ein paar Tagen schon immer sehr dolle, so schön das mit der Unabhängigkeit auch ist 🙂
Das heutige Highlight war Frühstück aus Lomper mit Blaubeeren und Zimt und Zucker bei Sonnenschein und toller Aussicht. Hach!
Laufmäßig waren wir beide etwas in Katerstimmung heute. Deshalb hatten wir die ursprünglichen 20 km schon auf 13 gekürzt und so auch deutlich weniger Höhenmeter bergab. Die Strecke war sehr hübsch und wir sahen sogar wieder unseren Kumpel Herr Rentier, der auf einer Erhöhung lag und uns sehr interessiert betrachtete.
Ganz am Ende, als wir fast schon im Hüttengebiet waren, kam dann noch ein See also nutzte ich die letzte Gelegenheit noch mal ins Wasser zu tunken. Brrrr!!! Aber so war das wenigstens auch erledigt:)
Der Weg runter zu L.s Hütte war dann ein langsames Unterfangen, aber Hauptsache angekommen. Jetzt hat sich das Knie erstmal ne Pause verdient. Die Hütte war echt unfassbar schön, mit Wahnsinns-Aussicht, an einem Bach mit Badekulpe und mit massig Heidelbeeren. Da konnte man es echt aushalten:) Selten (oder nie) auf einem Sofa mit so schöner Aussicht geschlafen.
Heute um 7 aufgewacht. Hah! Und der See hatte nicht nur tolle Abend- sondern auch Morgenstimmung:)
Nur das Knie hatte über Nacht leider keine Wunderheilung durchgemacht. Also ab jetzt wandern im Kniemodus mit langsam und Pausen. Seufz…
Die 6 km bis zum Treffpunkt gingen aber gut und es war sogar noch Zeit für eine Blaubeerpause und Sachen sortieren am Parkplatz. Dann L. eingesammelt und T. das Zelt etc mitgegeben. Da war der Rucksack plötzlich sehr leicht:) Und mit jemandem zum quatschen denkt man auch viel weniger an Knie. Zum Glück war die jemand auch sehr aufmerksam, sonst hätten wir diesen Gesellen vielleicht übersehen:
Und während wir noch ganz geflashed davon waren, dass wir ein wildes Rentier gesehen hatten, kam als nächstes eine ganze Herde vorbei! Inklusive Albinorentier… Wir blieben ganz still stehen und dann liefen sie direkt vor uns über den Weg, so dicht, dass wir sie schnaufen hören konnten. Da ich sie nicht erschrecken wollte, gibt es davon leider kein Bild. Aber das war so ein tolles Erlebnis :):):) Später sahen wir dann auch noch Schneehühner, also was das anging ein erfolgreicher Tag!
In Toveseter waren wir erst etwas erschrocken, weil da so viele Leute vor der Hütte saßen. Die machten aber zum Glück nur Pause und in der Hütte war nur eine nette holländische Familie, so dass wir sogar noch ein Zimmer für uns hatten. Die Hütte war echt witzig, mit ganz niedrigen alten Türen an denen man sich den Kopf stoßen könnte. Und toller Aussicht. Und super vielen Blaubeeren. Und Rauschebeeren, die fieserweise Blaubeeren sehr ähnlich sehen, aber zu Übelkeit führen können. Wieder was gelernt…
Aber wir sammelten ganz viele Blaubeeren, damit wir welche zum Frühstück hatten. Dann gingen alle schlafen und ich freute mich über Kerzenstimmung in der Hütte:)
Heute waren es 16 km und die letzten 3 waren kniebedingt keine reine Freude mehr…aber ging.
Aber leider war mein Buch so spannend, dass ich abends viel zu lange gelesen hatte und deshalb aus Versehen erst um 10:00 aufwachte. Upsi…also dann doch etwas schneller gepackt und um 11:30 war ich unterwegs. Ich hatte für heute 20 km geplant und nachdem ich gestern nach 18 km schon ganz gut fertig war, kam mir das doch recht optimistisch vor. Trotzdem war es gut, dass ich dort gezeltet hatte, denn die nächsten km ging es recht unspektakulär durch kahlgeschlagenen Kiefernwald in verschiedenen Stadien des Wiederaufwuchses. Dann wurde es kurz steil – und dann wieder sehr hübsch:)
Auch an dem Tag war es wieder echt windig, trotzdem fand ich einen super schönen Mittagspausenplatz in der Sonne an einem Fluss, wo es wundervoll rauschte und die Fische hüpften. Den ganzen Tag ging es mal hoch mal runter durch Gegend mit und ohne Bäume und viel Wasser. Leider fing nur mein Knie an rum zu meckern. War ich am Anfang wohl etwas zu schnell unterwegs und das war die Rache. Deshalb hin und her überlegt, ob ich früher stoppe, aber das hätte das Problem ja nur auf morgen verlagert.
Also einfach nochmal ne längere Pause gemacht und dann auch die letzten 4 geplanten km noch geschafft. Am Reinsjøen war es echt eine schöne Abendstimmung. Und nach einigem suchen fand ich nicht nur einen flachen sondern sogar windgeschützten Platz. Aber als ich alles aufgebaut hatte, war es dann aber auch schon 21:30… Ab ins Zelt und heute nicht so lange lesen, denn morgen wollte ich mich um 13 Uhr mit L. treffen und konnte nicht so lange trödeln.
Heute morgen schien die Sonne und dann ist gleich alles so viel freundlicher! Also Zelt abgetrocknet (Spaß mit Kondens!) und irgendwie voll lange mit allem gebraucht, weil einfach alles nass war, aber um 10 war ich dann endlich auf dem Weg. Die nächsten 2,5 km waren dann genau so wenig schön wie vermutet, aber danach war es umso schöner! Mit super abwechslungsreichen Weg und vielen tollen Aussichten.
Dusehesten ist auch ne Hütte mit schicker Aussicht, aber beware: Das Wasser muss man unten an einem sehr steilen Weg holen wenn de Brunnen leer ist. Das macht bestimmt Spaß…
Dann ging es über einen super schönen Weg durch Wald und Wiesenmoore mit ganz vielen Bächen und dann runter zum Tunhovdfjorden.
Und da bekam man dann die volle Breitseite Wind ab…puh! Oben war es schon windig gewesen, aber hier wollte man echt nicht anhalten. Also im spärlich ausgestatteten Campingkiosk ein Eis erstanden und schnell weiter. Pausen waren da trotz schönen Rastplätzen am Wasser wirklich recht unattraktiv. Mir wurde schon etwas bange ob des Zeltplatzes, aber nach viel Suchen hab ich einen friedlichen, windgeschützten Platz im Moos zwar nicht direkt am See, aber immerhin sehr dicht dran gefunden. Da war ich aber dann auch gut durchgepustet. Schnell ins Zelt:) Schade das man bei morgendlichen 4° vermutlich nicht baden will, das Wasser ist eigentlich recht warm…