27.12.2025 – 03.01.2026: Sylvester Norwegen
Irgendwie entwickelte sich schon vor zwei Jahren die Idee, man könne ja mal über Sylvester nach Norwegen in den Schnee fahren. Nachdem uns letztes Jahr noch die nicht vorhandenen BB Schulferien einen Strich durch die Rechnung machten, passte es dies Jahr so, dass wir am zweiten Feiertag Abends nach Kiel und dann direkt am 27. losfahren konnten. Da wir drei Erwachsene und zwei Kinder im Auto waren, konnte man sich auch abwechseln, Hinreise ging also gut, auch wenn wir viiiiel zu früh aufstehen mussten.
Die Hütte hatte ich schon lange vorher gebucht, bei einem sehr lustig verplanten Gastgeber, der offenbar zum ersten Mal über AirBnB vermietete. Mit dem schrieb ich also seeeehr viele Nachrichten, aber das wichtigste war ja, dass dann auch alles klappte. Und die Hütte war dann tatsächlich wunderschön, mit Ausblick auf See und Berge, weg von der Straße, ganz dicht an der (in Jahren mit mehr Schnee vorhandenen) Langlaufloipe über den See. Als uns die zuerst angekommen U dann aber während der Fahrt ein Bild von den beiden oberen Schlafzimmern schickte, waren wir erstmal etwas erschrocken:

Der Host hatte zwar geschrieben, dass der Hems eher für Kinder geeignet sei, aber etwas mehr als 40cm Kopffreiheit über der hinteren Matratze hatten wir schon erwartet… Zum Glück fanden sich trotzdem Menschen, die da freiwillig geschlafen haben 😀 Warum man unter so ein niedriges Dach so ein hohes Bett baut, blieb uns allerdings ein Rätsel… Als positive Überraschung gab es dafür ne Sauna und Fußbodenheizung – warum sollte man sowas auch im Inserat erwähnen, es könnte ja Leute anlocken? Der hatte es echt drauf…
Ansonsten war es gut, dass wir nach Haukeli gefahren sind, im Gegensatz zu Hovden lag hier nämlich halbwegs nennenswerter Schnee. Und weil das Heldenkind und ich voll motiviert waren, gingen wir die ersten beiden Tage gleich langlaufen und hatten solche schönen Aussichten:

Danach war das Heldenkind dann leider krank und musste bei zu viel Bewegung ganz fürchterlich husten. Deshalb gab es dann viel chillen im Kinder-Wohnzimmer für das Kind, während der Rest draußen wie verrückt Schlitten fuhr. Schadeschade…Aber da es eh nur ein paar Stunden am Tag hell war, blieb noch genug Zeit für Andor spielen, Brettspiele, Switch zu viert und lustige Comiccreationen. Am Ende vom Urlaub hatte ich sehr viel Lust mal wieder Zeit mit meinem Kind zu verbringen, denn das hab ich kaum gesehen:D
Wir Erwachsenen spielten mit viel Ausdauer (aber mäßigem Erfolg) Space Alert und machten allerlei wundervolle Schneespaziergänge. Nachdem es Sylvester geschneit hatte, konnte man auch ohne Loipe noch auf dem See langlaufen und am letzten Abend stürzte ich mich – für meine Verhältnisse – sehr wagemutig noch mit dem Eule die zahlreichen Hügel zwischen Skisenter und Hütte runter. Das gab einige blaue Flecken, meine Ski sind nämlich auch mit Dauerpflug deutlich zu schnell für meine bescheidenen Fähigkeiten und so war meine einzige Bremsmöglichkeit die Pobremse 😀 Professionell ist anders…nächstes Mal lieber wieder ebene Strecken.
Für die Rückfahrt war dann leider in Dänemark viel Schnee angesagt. Wir waren also von 20 – 2 Uhr nachts unterwegs, davon die letzten 40 min mit 30 hinterm Schneepflug. Was man halt so braucht mitten in der Nacht. Danach war ich irgendwie so aufgekratzt, dass ich null schlafen konnte und so waren auch die 5 h am nächsten Tag das reinste Vergnügen. Daraus lernte ich das gleiche wie schon im November: Norwegen aus Potsdam mit dem Auto ist keine Option für mich. Nicht mehr machen!
Aber sonst war es richtig toll!












